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Weichwährung: Das Endspiel um den Euro kündigt die Apokalypse anvon Edgar L. Gärtner Die EU möchte Hochwasser mit Sturzfluten bekämpfen Man braucht weder den Maya-Kalender noch die Weissagungen des Nostradamus oder des Malachias, um jetzt klar erkennen zu können, dass das Ende der uns vertrauten Welt naht. Nicht erst um Weihnachten 2012, sondern schon am Ende des laufenden Jahres werden die Mauern des wohlfahrtsstaatlich organisierten europäischen Hauses höchstwahrscheinlich so große Risse zeigen, dass die Einsturzgefahr ins Auge fällt. Damit wird auch klar, dass es keiner Erderwärmung oder anderer Naturkatastrophen bedarf, um uns der Apokalypse näher zu bringen. Der galoppierende Realitätsverlust unserer politischen Klasse reicht alleine hin, um das Gefüge der Welt, wie wir sie kennen, völlig durcheinander zu bringen. Da unsere Regierenden, um ihre Schein-Legimität zu wahren, nicht nur beim Klimawandel, sondern auch bei der Schuldenkrise Ursache und Wirkung vertauschen müssen, können wir uns darauf verlassen, dass sie mit sicherem Instinkt nur zu solcher Medizin greifen, die die Übel, die diese vorgeblich bekämpfen soll, nur verschlimmern kann. Sie erklären den Klimawandel für eine Folge der CO2-Zunahme in der Atmosphäre, obwohl alle Beobachtungen dafür sprechen, dass es sich genau umgekehrt verhält. Und sie erklären die Entwertung des Euro als Folge des Angriffs böser Spekulanten, obwohl es auf der Hand liegt, dass erst die Überschuldung Griechenlands und anderer EU-Mitgliedsstaaten der Spekulation Angriffsflächen geboten hat. Um die Spekulation gegen den Euro abzuwehren, möchten die EU-Finanzminister Euro-Ländern in finanzieller Schieflage nun mit bis zu 750 Milliarden geborgten Euros und durch den Aufkauf von Ramschanleihen durch die EZB beistehen. Im Klartext: Die durch eine Überschwemmung der Finanzmärkte durch billiges Geld ausgelöste Schuldenkrise soll mit einer Sturzflut billigen Geldes bekämpft werden. Durch die Aufgabe der politischen Unabhängigkeit der EZB werden die bislang immerhin noch halbwegs ökonomisch vernünftigen Deutschen nun definitiv zu Melkkühen der von Nicolas Sarkozy angeführten sozialistischen Erpresser und Umverteiler. In meinem vor drei Jahren erschienenen Buch „Öko-Nihilismus“ bin ich übrigens in einem Zukunftsszenario davon ausgegangen, dass der französische Zentralstaat Dank systematischer Erpressung seiner europäischen Nachbarn immer noch formal existieren wird, wenn Deutschland längst in eine Ansammlung mehr oder weniger lebensfähiger „Gated Communities“, Stadtstaaten und selbstverwalteten Gaue zerfallen sein wird. Angela Merkels Zustimmung zu der von Sarkozy geforderten Aufhebung aller Stabilitätsregeln der Eurozone hat nun den Weg dafür frei gemacht. Ich kannte, als ich das Szenario schrieb, allerdings noch nicht den Maya-Kalender und hatte erst für die 2020er Jahre damit gerechnet.
FAZ: Der Euro als Weichwährung (Sehr interessant sind auch die Leserzuschriften zu diesem Kommentar.) Edgar L. Gärtner: Öko-Nihilismus. Eine Kritik der Politischen Ökologie 10. Mai 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareReiner Vogels Sehr geehrter Herr Gärtner, in der Aufzählung der Instiutionen und Politiker, die vollkommen jede Glaubwürdigkeit verloren, fehlen noch die Richter des BVerfG. Sie haben das Hilfspaket für Griechenland leichter Hand passieren lassen, obwohl offenkundig ist, dass es in flagranter Weise gegen völkerrechtlich bindende Verträge verstößt. Das ist fatal: Wenn schon unser oberstes Gericht nach der Maxime "Recht" spricht: "Verträge sind dazu da, gebrochen zu werden", dann steuert unsere Republik ins Chaos. Rainer Meyer, am 10. Mai 2010 um 11:47 ( Link ) Darf ich als ökonomischer Laie hinzufügen, daß ein Hilfspaket aus 500 Milliarden EUR unglaubwürdig ist, wenn 440 Milliarden davon in Form von Garantien und Krediten durch die Euro-Mitgliedsländer beigesteuert werden, die Anteile am IWF nicht eingerechnet. Konservativer, am 10. Mai 2010 um 11:54 ( Link ) Es ist schon bemerkenswert, wie die Summen für die Rettungspakete immer schneller immer aberwitzigere Beträge erreichen. Kennt jemand noch die Peanuts, die im März als Griechenlandhilfe diskutiert wurden? Bis zum Wochenende waren wir dann bei 120 Mrd. angelangt; mit der Schließung der Wahllokale in NRW standen auf einmal 600 Mrd im Raum; die ersten Meldungen heute Morgen sprachen von 720 Mrd. und zur Stunde sind wir bei 750 Mrd. Und das alles sind Gelder, denen nicht der Schatten eines Sachwertes gegenüber steht. Btw. In früheren Zeiten hörte bzw. las man immer wieder die Prozentrate vom Geldmengenwachstum. Heute verschweigen die Systemmedien solche Informationen völlig. Kann man sie dennoch noch irgendwo nachlesen? Nun denn: Die neue Achse kann nur noch Berlin-Moskau heißen, denn letztere sitzen am längeren (ökonomischen) Hebel.Das halte ich - zumindest derzeit - für einen schönen Traum. Was hätte denn Deutschland als Mitgift in eine solche Ehe einzubringen? Die Braut (Deutschland) ist schwerlich hübsch genug. barthel_berand, am 10. Mai 2010 um 11:54 ( Link ) Ich habe die Meldung darüber heute morgen im Auto gehört. Ich musste mächtig laut lachen, als die Begründung gegeben wurde: "den Spekulanten endlich den Wind aus den Segeln zu nehmen." Und das ganze unter Berufung auf Art. 122: Spekulanten werden nun in den Stand einer biblischen Heuschreckenplage erhoben. ´Das Volk´ wird es glauben. Die Börsen ziehen an, der Euro-Kurs erst recht. Das beste daran ist, dass man nun anderen maroden Staaten stillschweigend unter die Arme greifen kann, ohne dass das so an die große Glocke gehängt werden muss, wie die griechische Tragödie. Wieviel Zeit wird dadurch wohl gewonnen werden können? Das ist die große Frage. BB Minarchist, am 10. Mai 2010 um 12:13 ( Link ) Und der Sozialismus scheitert wieder ... Rado, am 10. Mai 2010 um 12:25 ( Link ) Das Rettungspaket "Griechenland 2" wird eingeläutet, bevor noch das Erste überhaupt Wirkung zeigen konnte. Singaporean, am 10. Mai 2010 um 12:43 ( Link ) Wieviel Zeit wird dadurch wohl gewonnen werden können? Das ist die große Frage. Bisher war ich immer der Meinung, dass dieses Ponzi Schema noch einige Jahre hält. Nach dem Beschluss von gestern gehe ich von 0,5 bis drei Jahren aus. Die Geldmengen laufen nun komplett aus dem Ruder. Spekulanten werden kurzfristig wieder investieren weil es jetzt für kurze Zeit sicher ist, in absehbarer Zeit werden aber die Anleihen von Spanien und Portugal nicht mehr gekauft werden. Die EU wird dann eine Billion und mehr locker machen aber das ist nur Öl ins Feuer. Viele Spekulanten wissen ganz genau, wie erbärmlich hier geflickschustert wird. Dieses Währungssystem bricht zusammen. Urs Bleiker, am 10. Mai 2010 um 12:56 ( Link ) Also ich schätze die Lebensdauer 3 bis 10 Jahre! Bin gespannt, wann die Welt nun endlich erbeben wird...... Nicht vergessen: Besser sich heute schon Gedanken machen! Horst Böttcher, am 10. Mai 2010 um 14:27 ( Link ) @ barthel_berand "Spekulanten werden nun in den Stand einer biblischen Heuschreckenplage erhoben." Genau das sind diese Taliban in Nadelstreifen auch, allerdings wurde diese Plage vom Menschen geschaffen durch die Deregulierung der Finanzmärkte. Das Rettungspaket kann nur zum Erfolg führen, wenn diese Plage an ihren Wurzeln entschlossen bekämpft wird. barthel_berand, am 10. Mai 2010 um 14:43 ( Link ) @ Horst Böttcher Ich habe Probleme mit diesen Schuldzuweisungen an Spekulanten. 1. Ich verstehe die Kausalzusammenhänge nicht, die zwischen den Handlungen von Spekulanten und den Marktergebnissen gezogen werden. Vielleicht können Sie mir die erläutern? 2. Regulierungen sind überflüssig. Die beste Regulierung ist die persönliche Haftung mit eigenem Vermögen. Wenn dies gewährleistet ist, erübrigen sich die allermeisten Aufsichtsbehörden. BB Horst Böttcher, am 10. Mai 2010 um 19:59 ( Link ) @ barthel_berand "Ich habe Probleme mit diesen Schuldzuweisungen an Spekulanten. " Ich will mal versuchen etwas über dieses sehr komplexe Thema zu schreiben. Eines vorweg, ich bin keinesfalls gegen Spekulation, so lange sie die Wirtschaft unterstützt. Leider hat jedoch die Spekulation inzwischen ein Eigenleben entwickelt, dass sich gegen alles richtet, solange es Profit verspricht. Als Aussenhändler kenne ich dieses Gebiet aus der Praxis. Ein Verarbeiter von Rohstoffen will sich gegen mittel- bis langfristig gegen Preis-schwankungen auf den Rohstoffmärkten absichern. Heute hat die Zahl der reinen Devisen-transaktionen ein zigfaches der Handelstrans-aktionen erreicht. (Ich habe die Zahl nicht zur Hand, aber sie ist erschrecken! Der Devisenhandel hat ein Eigenleben, losgelöst vom Handel entwickelt. Waren die zuerst genannten Spekulanten meist Privatpersonen mit einem gewissen "Riecher", was in Verbindung mit dem realen Handel oft für beide Währungen waren schon in den 90'er Jahren das Ziel von Zockern wie Warren Buffet. Heute sind es eher anonyme Fonds mit Milliarden Spielgeld. Staaten als Hüter ihrer Währungen oder im Falle des Euro, ein Staatenbund, sollten diesen Aktionen, die nur dem Profit dienen, nicht Lion Edler, am 10. Mai 2010 um 20:32 ( Link ) Ich bin im Moment nur noch fassungslos, und das kommt bei mir selten vor, zumal ich mich längst völlig resigniert und desillussioniert wähnte... Aber besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Crisis Maven, am 10. Mai 2010 um 21:08 ( Link ) "möchten die EU-Finanzminister Euro-Ländern in finanzieller Schieflage ... beistehen". Man darf getrost schreiben: "möchten nun Euro-Länder in finanzieller Schieflage Euro-Ländern in finanzieller Schieflage ... beistehen" Radiergummi, am 10. Mai 2010 um 23:34 ( Link ) Man möchte meinen, dass die Verantwortlichen erkannt haben vor welchen unlösbaren Problem sie stehen und daher die Selbstauflösung des Systems so schnell wie möglich vorantreiben. Wahrscheinlicher ist allerdings, das sie den Kollaps aufschieben wollen bis sie selbst nicht mehr in Regierungsverantwortung stehen. Der Schrecken hat also noch lange kein Ende. Unter Anderem auch weil sich keiner in verantwortlicher Position traut, das Scheitern des Systems offen zu zugeben und entsprechend zu handeln. Crisis Maven, am 10. Mai 2010 um 23:52 ( Link ) So haben die meisten Deutschen 1922 auch noch gedacht ... Der Mensch ist nicht dazu gemacht, exponentielle Verlaeufe vorauszusehen. FritzLiberal, am 11. Mai 2010 um 8:43 ( Link ) @Horst E. Böttcher: nette Darstellung. Ich darf mir allerdings die bescheidene Frage gestatten, wo denn die Billionenbeträge herkommen, mit denen die pöhsen Spekulanten hier hantieren. Haben die doppelpöhsen Spekulanten es etwa selbst gedruckt? Nein, sowas! Dagegen brauchen wir sofort stärkere Reglementierungen!!! FritzLiberal, am 11. Mai 2010 um 10:04 ( Link ) Apropos: Das klare Votum nährt die Einschätzung, dass es sich bei den Kursreaktionen an den Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten in erster Linie um Eindeckungen kurzfristiger Spekulanten handelt. Na sowas. Da wurde dieser Kursanstieg, den unsere Nomenklatura mit ihrem beherzten Eingreifen mittels des Verpulverns einiger nebbicher hundert Milliarden Teuros erreicht haben will, in Wirklichkeit wieder nur durch die Spekulanten ausgelöst. Da kenn sich noch einer aus. barthel_berand, am 11. Mai 2010 um 10:48 ( Link ) @ Horst Böttcher Ich gestehe freimütig, kein Experte in Spekulationen zu sein, habe auch noch nie tief darüber nachgedacht; aber wenn ich mich an der Oberfläche meines - hoffentlich - gesunden Menschenverstands entlanghangele, komme ich zu folgenden Schlussfolgerungen: Leider hat jedoch die Spekulation inzwischen ein Eigenleben entwickelt, dass sich gegen alles richtet, solange es Profit verspricht. Spekulation richtet sich nie gegen etwas. Das wird viel zu martialisch gesehen. Wie Sie richtig schreiben will mann Profit machen. Diese Profitchance vermeint man zu erahnen, wenn man Bewertungen sieht, die nach eigenem Ermessen zu optimistisch oder zu pessimistisch erscheinen. Dann geht man eine entsprechende Position ein. Das Wesen der Spekulation - vulgo: Wette - liegt darin begründet, dass es immer jemanden geben muss, der eine entsprechende Gegenposition hält. Das macht die gesamte Welt der Spekulation zu einem Nullsummenspiel. Wenn also einige Spekulanten Milliarden einstreichen, muss es irgendwo andere Spekulanten geben, die diese Milliarden bezahlen - sprich: verlieren. Und da das Geschäft heute vorwiegend durch Computerprogramme vollzogen wird, sind die wahren Spekulanten dann die Programmierer? Letztlich spekulieren wir alle. Wir können gar nicht anders. Die Welt ist zu komplex. Die Regierungen spekulieren darauf, dass die Steuergelder ihrer Bürger, die sie so bereitwillig ins Feuer stellen, nie fällig werden. Wir leben in einer Welt der Propensitäten (Möglichkeitsräumen), wie es Popper einmal geschrieben hat. Das ist wahr. Sorgen Sie für möglichst viele Freiheitsgrade. Aber das ist wohl eher Physik... Wer spielen will, soll spielen; solange er seinen Einsatz auch selbst bezahlen muss und kann. BB Horst Böttcher, am 11. Mai 2010 um 11:29 ( Link ) @ barthel_berand "Das macht die gesamte Welt der Spekulation zu einem Nullsummenspiel. Wenn also einige Spekulanten Milliarden einstreichen, muss es irgendwo andere Spekulanten geben, die diese Milliarden bezahlen - sprich: verlieren." Doch, Spekulation richtet sich gegen etwas, nämlich die Stabilität der Devisen- und Finanzmärkte. Wenn Spekulanten gegen Währungskurse wetten, sind die Zentralbanken betroffen und leider oft Verlierer. Daher ist der jetzt aufgelegte Fond, so sehr auch ich meine Bedenken habe, richtig, denn eine so breit aufgestellte Währung wie der Euro ist für Spekulanten doch eine Nummer zu gross. Mit den CDS destabilisieren Spekulanten den Wert von z.B. Staatsanleihen. Banken, auch Zentralbanken, die diese Papiere halten, verlieren riesige Summen. Die Spekulanten die Devisen auf Termin oder CDS kaufen setzen aber nur im Verhältnis kleine Beträge ein, (leverage) und erzielen so hohe Profite. Der Rettungsfond ist eine Sache, wenn es aber nicht gelingt, die Spekulanten an eine sehr kurze Leine zu legen, ist tatsächlich alles für die Katz! Mir ist schleierhaft, warum die Politik solche Angst oder Ehrfurcht vor Banken oder Hedge-Funds haben. FritzLiberal, am 11. Mai 2010 um 11:51 ( Link ) @Horst Böttcher: und inwieweit ist das jetzt eine Antwort auf meine Frage, wo das ganze Geld herkommt, mit dem die pöhsen Spekulanten spekulieren? barthel_berand, am 11. Mai 2010 um 12:07 ( Link ) Horst Böttcher Doch, Spekulation richtet sich gegen etwas, nämlich die Stabilität der Devisen- und Finanzmärkte. Bezeichnen wir das doch einfach als Realitätssinn und nicht als böse Absicht. Wenn Spekulanten gegen Währungskurse wetten, sind die Zentralbanken betroffen und leider oft Verlierer. Wenn Sie "leider" schreiben, scheinen Sie ein Freund von Zentralbanken zu sein. Ich fürchte, Sie haben die Probleme, die wir heute haben, nicht mal im Ansatz verstanden und verwechseln Ursache und Wirkung. denn eine so breit aufgestellte Währung wie der Euro ist für Spekulanten doch eine Nummer zu gross Und wen werden sich die Spekulanten jetzt "vorknöpfen"? Norwegen? Mit den CDS destabilisieren Spekulanten den Wert von z.B. Staatsanleihen. Sorry, aber wie soll das funktionieren? Szenario 1: Die Staatsanleihen sind wirklich Schrott. Die Spekulanten haben es nur eher gesehen und bekommen Recht - und Geld. Szenario 2: Die Staatsanleihen sind wirklich von guter Bonität. Die Spekulanten versuchen folglich einen Bluff. Mag sein, dass es so etwas gibt. Aber wer sich auf dem Markt auskennt, durchschaut das sehr schnell und der Bluff fliegt auf. Mag auch sein, dass die Spekulanten tatsächlich ein paar Dumme finden. Aber darauf würden sie nie mit solchen Hebeln wetten. Sonst wären sie ja selber dumm. BB Radiergummi, am 11. Mai 2010 um 12:58 ( Link ) @Crisis Maven, am 10. Mai 2010 um 23:52 So haben die meisten Deutschen 1922 auch noch gedacht ... Der Mensch ist nicht dazu gemacht, exponentielle Verlaeufe vorauszusehen. Aber der Mensch ist eben auch erfinderisch und die Möglichkeiten des Gewaltmonopolisten schier unerschöpflich, wenn es darum geht, sich selbst zu erhalten. Jede erdenkliche Grenze, die sich dem rationalen Geist bietet, kann mithilfe des Gewaltmonopols umgangen oder schlicht neu gesetzt werden und davon wird im Bedarfsfall auch Gebrauch gemacht werden bzw. es wird schon seit einiger Zeit davon Gebrauch gemacht. Horst Böttcher, am 11. Mai 2010 um 13:37 ( Link ) @ FritzLiberal "und inwieweit ist das jetzt eine Antwort auf meine Frage, wo das ganze Geld herkommt, mit dem die pöhsen Spekulanten spekulieren?" Es gibt zuviel Liquidität international, die leider nicht produktiv eingesetzt, sondern für Zockerspiele missbraucht wird. Eine Frage an Sie: mir ist völlig unklar warum Sie ständig von "pöhse" sprechen. Wo ist der Witz? Crisis Maven, am 11. Mai 2010 um 14:38 ( Link ) Radiergummi: Ich verweise auf den parallelen Thread zu Spekulation etc. FritzLiberal, am 11. Mai 2010 um 14:51 ( Link ) @Horst Böttcher: Es gibt zuviel Liquidität international, die leider nicht produktiv eingesetzt, sondern für Zockerspiele missbraucht wird. Aha. Was aber noch immer nicht meine Frage beantwortet, wer dies an "zuviel Liquidität" denn geschaffen hat? Ist die vom Himmel gefallen oder haben die Spekulanten das Geld selbst gedruckt? Und wenn nicht, wie haben die Spekulanten denn das Geld in die Finger bekommen? Und zu "pöhse": Monty Python, "Das Leben des Brian" Horst Böttcher, am 11. Mai 2010 um 16:11 ( Link ) @ barthel_berand "Bezeichnen wir das doch einfach als Realitätssinn und nicht als böse Absicht." Das sehe ich anders. Da haben wir einen Dissens. "Und wen werden sich die Spekulanten jetzt "vorknöpfen"? Norwegen?" Gegenwärtig wohl nicht, da Norwegen hohe Ölein-nahmen hat. Genau wie Raubtiere gern schwächere Beute angreifen, suchen auch die Spekulanten eine schwache Stelle um zuzuschlagen. Wenn mal der Ölpreis stark sinkt, könnte die NKR durchaus ein Ziel sein. "Wenn Sie "leider" schreiben, scheinen Sie ein Freund von Zentralbanken zu sein. " Ja das bin ich, denn Zentralbanken sind dem Gemeinwohl verpflichtet, Spekulanten ihrer eigenen Gier oder der der Gesellschafter. "Mit den CDS destabilisieren Spekulanten den Wert von z.B. Staatsanleihen. Die CDS sind Wetten auf einen Kapitalverlust. Spekulanten kaufen massiv solche Papiere, weit über den tatsächlichen Wert der Anleihen hinaus, und destablisieren damit den Markt. Würde man Wetten anbieten, z.B. auf die Ermordung irgendeines Politikers, würde das als sittenwidrig verboten. Eine Risikoabsicherung ist durchaus richtig, dieses Instrument darf aber nicht zur Verzerrung des Marktes missbraucht werden. @Fritz Liberal "Aha. Was aber noch immer nicht meine Frage beantwortet, wer dies an "zuviel Liquidität" denn geschaffen hat? " Das kann ich Ihnen auch nicht sicher beantworten. Meine Einschätzung: Kapital geht dorthin wo sich die höchsten Renditen bieten. (Nichts gegen einzuwenden!) Durch die Deregulierung haben die Kapitalmärkte eine Eigendynamik entwickelt, die hohe Profite gerierte, ohne eine sinnvolle Funktion in der Wirtschaft auszufüllen. Die Finanzinstitute beschäftigen sich gegenseitig, ähnlich wie Parkinsons Gesetz über den Öffentlichen Dienst. In den USA wird schon beklagt, dass die Finanzindustrie (jedenfalls vor dem Crash) die besten Absolventen anzog, die der Realwirtschaft fehlten. Genauso dürfte es mit dem Kapital gelaufen sein. Radiergummi, am 11. Mai 2010 um 17:04 ( Link ) @Crisis Maven Wirtschaftswissenschaftliche Grenzen Ebensolche kommen mir nicht in den Sinn, jedenfalls keine die nicht mithilfe von Gesetzen, Vergesellschaftungen oder internationalen Verträgen umgangen oder neu gesetzt werden kann. Nennen Sie mir doch mal bitte eine mögliche Grenze. Crisis Maven, am 11. Mai 2010 um 17:31 ( Link ) Eine Grenze, bitteschoen: wenn doppelt soviel Geld in Umlauf kommt bei gleicher Guetermenge, dann faellt dessen Wert auf die Haelfte (statistisch betrachtet!). Man kann also keine Banken "rekapitalisieren" - das sieht nur so aus. FritzLiberal, am 11. Mai 2010 um 17:48 ( Link ) @Horst Böttcher: Das kann ich Ihnen auch nicht sicher beantworten. Nun, ich kann Ihnen helfen. Diese Liquidität stammt von der ungeckten Geldmengenausweitung der von Ihnen so geschätzten Zentralbanken sowie der ungedeckten Kreditvergabe der Geschäftsbanken. Dieses Fiat Money System hat es den Staaten erst ermöglicht, sich hemmungslos zu verschulden. Und nun richtet sich die Waffe gegen die eigenen Schöpfer. Und die schreien jetzt "Haltet den Dieb!". Ich würde Ihnen dringend raten, etwas für Ihre ökonomische Bildung zu tun, anstatt die von der Nomenklatura vorgegebenen Phrasen nachzubeten. Lesetipp: "Krankes Geld, kranke Welt" von Gregor Hochreiter. Horst Böttcher, am 11. Mai 2010 um 22:57 ( Link ) @ FritzLiberal "Diese Liquidität stammt von der ungeckten Geldmengenausweitung der von Ihnen so geschätzten Zentralbanken sowie der ungedeckten Kreditvergabe der Geschäftsbanken." Das ist Ihre Sicht der Dinge! Richtig ist, dass die Zentralbanken nach 2001 Wenn Alkohol preiswert erhältlich ist, müssen Natürlich floss auch Geld in die Realwirtschaft, immer dann, wenn sich mit Krediten grössenwhnsinnige Übernahmen finanzieren liessen, wie bei Schäffler/Continental und Merckle/Heidelberger Zement. Das ist Investment-Banking ind bringt fette Boni! Die Banken waren auch innovativ und kreierten neue "Produkte", die zwar kein Mensch verstand, der Bank aber Gewinne (den Managern Boni) bescherten. In diesem Umfeld agierten die Banken, Hedge-Fonds und andere. Es war eine unverständliche Schwäche der Politik, dass sie sich dieses Geschehen gefallen liessen. Ich kann nur hoffen, dass diese Krise wenigstens eine Wende schafft und diese unverantwortlichen Finanzakteure endlich streng Vielleicht überlegen Sie mal ihre ökonomischen Weisheiten, die auf dem "Markt, Markt über alles in der Welt" basieren und denken Sie daran, wie es in der Praxis läuft! FritzLiberal, am 11. Mai 2010 um 23:59 ( Link ) @Horst Böttcher: Subprime-Hypotheken, die man dann bündeln, verbriefen und mit Gewinn am Markt verkaufen konnte. Diese Kredite wurden auf Grund von politischer Intervention gewährt, um Negern äh armen, sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten in den USA Kredite zu verschaffen, die sie am freien Markt niemals erhalten hätten. ... eigenverantwortliches Handeln ... Eigenverantwortung geht stets damit einher, dass man die Konsequenzen seines Tuns am eigenen Leib verspürt. Dieses Prinzip wurde dank der staatlichen Garantien für Pleitebanken unterlaufen. Wenn Sie eine Kreditkarte zur freien Verfügung haben, deren Defizit stets von jemand anderem ausgeglichen wird, werden Sie mit dem Geld auch sorglos umgehen. Moral Hazard nennt man das. In diesem Umfeld agierten die Banken, Hedge-Fonds und andere. Es war eine unverständliche Schwäche der Politik, dass sie sich dieses Geschehen gefallen liessen. Überhaupt nicht unverständlich, sondern vollkommen logisch. Ist es doch der Staat, der als erster von dem Prinzip des Fiat Money und der damit verbunden Möglichkeit zur fast unbegrenzten Verschuldung profitiert. Nur haben Sie das offensichtlich noch immer nicht begriffen, oder Sie blenden dies in Ihrer blinden Staatsgläubigkeit konsequent aus. Sorry, Ihnen eine Illusion zu rauben, aber Staat und "Banken, Hedge-Fonds und andere" sind im gegenwärtigen Fiat Money System wie siamesische Zwillinge. Wenn der Staat ihnen ernsthaft wehtun will, verletzt er sich nur selbst. Horst Böttcher, am 12. Mai 2010 um 11:57 ( Link ) @ FritzLiberal "Diese Kredite wurden auf Grund von politischer Intervention gewährt, um Negern äh armen, sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten in den USA Kredite zu verschaffen, die sie am freien Markt niemals erhalten hätten." Diese Geschichte kenne ich. Ich habe im PC einen Ordner voll mit Berichten, die mir libertäre Freunde aus den USA gesandt haben. Merkwürdigerweise sind es immer nur Ökonomen, niemals Banker, die sich über den Druck der "Eigenverantwortung geht stets damit einher, dass man die Konsequenzen seines Tuns am eigenen Leib verspürt. Dieses Prinzip wurde dank der staatlichen Garantien für Pleitebanken unterlaufen. " Nur systemische Banken wurden gestützt, auch nicht alle, siehe Lehmann. Über 100 Banken haben seit Beginn der Krise in den USA Konkurs angemeldet. Es konnte sich also niemand auf ein Bailout verlassen. "Sorry, Ihnen eine Illusion zu rauben, aber Staat und "Banken, Hedge-Fonds und andere" sind im gegenwärtigen Fiat Money System wie siamesische Zwillinge. " Das ist Ihre Ansicht. Der Staat braucht ein Bankenwesen, das ist richtig, aber keine Spekulanten wie Hedge-Fonds, die ohne jede Rücksicht ihre Profitinteressen durchsetzen wollen. FritzLiberal, am 13. Mai 2010 um 0:02 ( Link ) @Horst Böttcher: Es ist wirklich erstaunlich, wie eloquent Sie sich zum x-ten Mal um die Tatsache herumschwindeln, dass die Wurzel des Übels im staatlich geschaffenen und monopolisierten Fiat-Money liegt. Alle von Ihnen so beklagten Übeln sind reine Symptome. "Verbot von riskatnen Spekulation" u.ä. wäre reine Symptombekämpfung; so, als würde man bei einem gebrochenen Arm ausschließlich Schmerztabletten verschreiben, sich dann wundern, dass sie Symptome immer schlimmer werden, und als Antwort darauf die Dosis der Schmerzmittel immer weiter erhöhen. sms, am 13. Mai 2010 um 1:14 ( Link ) @ Horst Bötcher - Sie bezeichnen Warren Buffet als einen Zocker? Horst Böttcher, am 13. Mai 2010 um 12:23 ( Link ) @ FritzLiberal "Es ist wirklich erstaunlich, wie eloquent Sie sich zum x-ten Mal um die Tatsache herumschwindeln, dass die Wurzel des Übels im staatlich geschaffenen und monopolisierten Fiat-Money liegt." Ich stehe voll zu dem System, das Sie als "Fiat-Money" bezeichnen. Alle grossen Finanzkrisen wurden durch Spekulation des Privatsektors ausgelöst, von dem Tulpenwahnsinn um 1630 in den Niederlanden (damals gab es noch kein Fisat-Money, sondern Goldstandard!) über den Börsen-Crash 1929, die Dot-Com-Blase 2000 bis heute. Im nachhinein kann sich kein vernünftiger Mensch vorstellen, wie die Leute so wahnsinnig auf Tulpenzwiebeln, Aktien und Dot-Com-Papiere spekulieren konnten. Es zeigt Gier und hohe Verantwortungslosigkeit. Daher muss der Finanzmarkt streng reguliert werden. Genau wie es strikte Vorschriften über den Umgang mit Chemikalien, Feuer, Elektrizität und Maschinen gibt, muss es diese für die Finanzmärkte geben. Was nun Insolvenz der Staaten anbetrifft, so hat es die auch schon zu Goldwährungszeiten gegeben. Spanien unter Philipp II war mehrfach zahlungs-unfähig und wurde von Genueser Kaufleuten aus der Patsche geholfen. Auch die Budgets der Staaten sollten Regeln und Kontrolle unterworfen werden, die EU will jetzt einen Anfang machen, leider sträuben sich nationale Interessen dagegen. @foreign_correspondent "Oder erzielen hohe Verluste. Wenn spekulieren so risikolos und einfach wäre, warum investieren Sie dann nicht in Hedge Funds? " Diese Spekulanten sind heute so mächtig, dass sie wissen wie man den Markt in eine Richtung drehen kann. Nick Leeson von Baring Singapur versuchte dies mit dem Tokioter Aktíenmarkt 1998, scheiterte ab. Ein paar Hedge Funds zusammen würden es vielleicht schaffen. Übrigens, Devisenspekulation wird im Internet schon für den kleinen Mann angeboten, ich halte mich aber raus, weil ich ja nicht weiss, was die Grossen gerade planen. Nur am Rande, ich finde es nicht sachlich, wenn man eine abweichende Meinung gleich als sozialitisch oder stalinistisch-nachfolgerisch bezeichnet. Ich respektiere ja auch Ihre Ansicht, teile sie aber nicht! @sms "Warren Buffet ist die Antithese zum Zocker." Hat Warren Buffet nicht mal 1993 oder so gegen das Britische Pfund spekuliert? FritzLiberal, am 13. Mai 2010 um 23:46 ( Link ) @Horst Böttcher: Ich stehe voll zu dem System, das Sie als "Fiat-Money" bezeichnen. Dann sind Sie entweder schizophren, oder Sie verstehen dieses System nicht. Denn genau durch dieses Währungssystem können Banken das tun, was Sie ja genau verhindern wollen: sie haben praktisch unbegrenzten Kredit, um zu zocken. Und das werden Sie mit Ihren Reglementierungsvorschlägen auch nicht verhindern können. Denn die Banken sind dem Staat erstens immer einen Schritt voraus, und zweitens: wer kauft denn all die Anleihen, die es dem Staat ermöglicht, sich zu verschulden und ach so viel soziale Wärme zu erzeugen? Eben. Und zu Ihren zahlreichen privatwirtschaftlichen Spekulations-Schauermärchen: solange es mit eigenem, zu 100% gedeckten Geld passiert, sollen sie zocken, was sie wollen. Who cares, wenn Spekulanten ihr Geld verlieren? Problematisch ist es nur dann, wenn es unter Verwendung von Fiat Money passiert. Ach ja, und besonders drollig ist Ihr Vorschlag, "die Budgets von Staaten sollten Regeln und Kontrollen unterworfen sein". Ehrlich? Gab es das nicht schon? War da nicht etwas mit "nicht mehr als 3% Defizit" oder so? Und, hat sich irgendeine Sau darum gekümmert? Oder um die no-bailout-Klausel in der Euro-Zone? Machen Sie sich doch bitte mit solchen Vorschlagen nicht lächerlich. Staaten erfinden Regeln, und wenn sie ihnen nicht mehr passen, werden sie wieder geändert, wie es der jeweiligen Regierung oder der gerade dominierenden Fraktion in der EU-Junta in den Kram passt. Horst Böttcher, am 14. Mai 2010 um 10:20 ( Link ) @ FritzLiberal "Ich stehe voll zu dem System, das Sie als "Fiat-Money" bezeichnen. Dann sind Sie entweder schizophren, oder Sie verstehen dieses System nicht. Denn genau durch dieses Währungssystem können Banken das tun, was Sie ja genau verhindern wollen: sie haben praktisch unbegrenzten Kredit, um zu zocken. Und das werden Sie mit Ihren Reglementierungsvorschlägen auch nicht verhindern können." Ich nehme mir die Freiheit, mich keiner Ideologie anzupassen und mir meine eigene Meinung zu bilden. Das bitte ich zu berücksichtigen! Wenn die Regulierung den Zockertrieb der Banken nicht einschränken kann, warum leisten die denn soviel Widerstand? "Und zu Ihren zahlreichen privatwirtschaftlichen Spekulations-Schauermärchen: solange es mit eigenem, zu 100% gedeckten Geld passiert, sollen sie zocken, was sie wollen." Leider haben solche Spekulationen grossen Einfluss auf die Wirtschaft als ganzes. Das war 1630 in den Niederlanden so, 1929 und 2000. Deshalb kann das nicht so einfach hingenommen werden. "Ach ja, und besonders drollig ist Ihr Vorschlag, "die Budgets von Staaten sollten Regeln und Kontrollen unterworfen sein". Ehrlich? Gab es das nicht schon? War da nicht etwas mit "nicht mehr als 3% Defizit" oder so?" Deshalb brauchen wir schärfere Regeln, wie sie jetzt von der EU Kommission vorgeschlagen werden. "Verantwortungslosigkeit? Welche Verantwortungslosigkeit? @Foreign_Correspondent Das Verbriefen und Verkaufen der Subprime-Papiere war verantwortungslos. Es wurden leider nicht nur dumme Spekulanten bestraft. "Sie zeigen Sympathie für Die Linke und Die Linke ist die Nachfolgepartei der stalinistischen SED. " Wie schon oben gesagt, ich lehne alle Ideologien ab, ob sozialistisch, kapitalistisch oder christlich. Das schliesst nicht aus, dass ich auch mal Ansichten der "Linken" teilen kann. Ob Sie es glauben oder nicht, ich trete für eine (unideologische) Soziale Marktwirtschaft ein, aber ich habe gegenüber der Privatwirtschaft genauso meine Bedenken wie gegenüber dem Staat! "Hat er nicht, jedenfalls nicht in großem Ausmaß im Gegensatz zu George Soros." Me culpa, ich habe Buffet und Soros verwechselt! Zu Ihren Vorwürfen, Sozialisten seien die Feinde des Menschen, ein Zitat von dem von Ihnen sicher geschätzten Ludwig von Mises: Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen. Man muss über alles sachlich diskutieren können. Ich mache mir auch Gedanken über den Euro und unser Geldsystem, sehe Verbesserungsbedarf aber keinen Grund für eine radikale Veränderung! Horst Böttcher, am 14. Mai 2010 um 19:51 ( Link ) @ foreign_correspondent "Währet den Anfängen!(des Sozialismus)" Wenn Sie hier schlechte Erfahrungen gemacht haben, kann ich Ihre Abwehr gegen alles was nur fern sozialistisch klingt, verstehen. Mir ging es so mit der Christlichen Ideologie und deshalb hätte ich die CDU vor der Zeit von Frau Merkel nie und nimmer gewählt. "Ich glaube das nicht, nur Sie glauben, daß sie für die Marktwirtschaft eintreten mit Ihrer Staatsgläubigkeit. Sie wollen mehr staatliche Kontrolle." Ausser der reinen Marktwirtschaft a la Roland Baader und Ludwig von Mises, gibt es noch weitere erfolgreiche Wirtschaftsmodelle. Denken Sie mal an China! Das Handelsblatt widmet der dortigen Planwirtschaft in seiner heutigen Ausgabe einen sehr positive Kommentar, unterlegt von Aussagen deutscher Wirtschaftsführer. Manches über China mag heute zu euphorisch sein, ich wünschte auch nicht, das chinesische Modell in Europa zu übernehmen, aber die Fakten zeigen, dass es nicht nur einen Weg zum Wirtschaftserfolg gibt. "Der € ist jetzt gegenüber dem $ auf unter 1,25 gefallen ... und tschüß!" Dann kommt der Kurs so allmählich auf das Niveau, dass Experten für die richtige Kaufkraft einschätzen. "Denken Sie mal darüber nach was passiert wenn statt Merkel & Co., Siegmar Gabriel, Andrea Nahles und Michael Sommer die (Wirtschafts)politik bestimmen." Da haben Sie durchaus einen Punkt. Genauso unwohl wäre mir bei dem Gedanken, Roland Koch, Friedrich Merz und Dr. Dieter Hundt würden die Politik bestimmen. FritzLiberal, am 14. Mai 2010 um 23:30 ( Link ) @Horst Böttcher: Deshalb brauchen wir schärfere Regeln, wie sie jetzt von der EU Kommission vorgeschlagen werden. Lesen Sie eigentlich, was ich schreibe, und versuchen Sie wenigstens, es zu verstehen? Noch mal: Sie können die Regeln so scharf machen wie immer sie wollen. Sie können bei Defizitüberschreitung die Todesstrafe der gesamten Regierung androhen. Das alles nützt Ihnen einen feuchten Dreck. Wenn dieser Fall eintritt, wird die dann herrschende Regierung die Regeln wieder ändern, und Sie schauen durch die Finger mit Ihren "strengen Regeln". Horst Böttcher, am 15. Mai 2010 um 1:42 ( Link ) @FritzLiberal "Lesen Sie eigentlich, was ich schreibe, und versuchen Sie wenigstens, es zu verstehen? Noch mal: Sie können die Regeln so scharf machen wie immer sie wollen. Sie können bei Defizitüberschreitung die Todesstrafe der gesamten Regierung androhen. Das alles nützt Ihnen einen feuchten Dreck." Ich lese sehr wohl was Sie schreiben, aber ich stimme dem nicht zu! Warten wir es ab! Horst Böttcher, am 15. Mai 2010 um 12:05 ( Link ) @ foreign_correspondent "Als selbständiger Unternehmensberater sind sie ja kein Profiteur eines sozialistischen Systems, deshalb verstehe ich Ihre Einstellung aus Ihrer Postion nicht." Meine Meinung ist unabhängig von meiner beruflichen Tätigkeit. Ich habe schon gesagt, dass ich mir die Freiheit nehme, frei von Ideologien zu denken! "Die Chinesen sind intelligent, fleißig und sparsam. Daher auch der schnell wachsende Wohlstand dort." Das ist richtig, aber das Staatssystem spielt auch eine grosse Rolle. In China lenkt der Staat die Wirtschaft makroökonomisch und offenbar sehr erfolgreich. "Nicht die "Experten" bestimmen die Kaufkraft sondern der Markt. " Das ist Unsinn. Kaufkraft errechnet sich aus einer Reihe von vergleichbaren Preisen. Die Wechselkurse bestimmt der Markt. "Das Sie solche Ignoranten wie Gabriel, Nahles und Sommer mit Leuten wie Friedrich Merz auf eine Stufe stellen zeigt, daß Sie keinen wirtschaftlichen Sachverstand haben, und das als Unternehmensberater." Beide Gruppen bestehen aus einem Scharfmacher Im Gegensatz zu Ihnen stehe ich zum Grundsatz der Meinungsfreiheit. Sozialismus ist eine legitime Weltanschauung. Man sollte sich damit sachlich auseinandersetzen und nicht mit Schimpfkanonaden sie Sie es vorziehen. Horst Böttcher, am 15. Mai 2010 um 13:40 ( Link ) @ foreign_correspondent Noch ein Nachtrag: meine berufliche Tätigkeit bezieht sich auf Aussenwirtschaftsberatung. Dadurch weiss ich, dass es in der Welt sehr unterschiedliche Formen der Wirtschaft und Wirtschaftspolitk gibt. Mit und ohen sozialistischen Einschlag, aber durchaus erfolgreich. Durch dieses Wissen kommt mir die hiesige Diskussion um den Sozialismus echt kleinkariert vor. Auch zu Ihrem Beispiel des Zucker-Exportverbotes in Venezuela könnte ich Ihnen (nichtsozialistische) Paralellen nennen. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Griba, am 10. Mai 2010 um 10:35 ( Link )
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.
Aber hätten wir wirklich gedacht, daß die deutsch-französische Freundschaft einmal so enden wird?
Nun denn: Die neue Achse kann nur noch Berlin-Moskau heißen, denn letztere sitzen am längeren (ökonomischen) Hebel.