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CO2-Kopfpauschale: Neue Schmierung für Merkels lahmenden Klimamotorvon Hanna Thiele Der Westen bezahlt seine eigene Abschaffung Ein Blick in die Spendenliste des Deutschen Bundestages lässt vermuten, dass nun auch die Automobilbranche dem Staat als Dealer auf den Leim gegangen ist. Aus stolzen Marktführern sind Bittsteller geworden, die bereit sind, für den "Stoff" Subventionen einen hohen Preis zu zahlen. Fast eine halbe Million Euro spendete BMW im Februar dieses Jahres den Parteien im Deutschen Bundestag – mit Ausnahme der Grünen und der Linken – just als der "Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität" vorgestellt wurde und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung den alten UBA-Wicke-Plan von einer Welt-"Demokratie" aufwärmen und umarbeiten durfte, in dem "ein Mensch – ein CO2-Emissionsrecht" an die Stelle des elementaren demokratischen Prinzips "one man – one vote" treten soll. So geschmiert, jagen nun wieder die üblichen "Volksvertreter" in den Parteien los, das gewohnte scheindemokratische Kasperle-Theater abzuspulen. Bei der SPD ist es Ulrich Kelber; bei der FDP – wie gewohnt – Michael Kauch. Im Hintergrund steht der Versuch, China und Indien mit der Idee der Kopfpauschale nun doch ins Boot einer verbindlichen CO2-Vereinbarung zu locken. Man spekuliert darauf, dass sich die bevölkerungsreichen Länder mit ihrem derzeit geringen CO2-Ausstoß das kostbare Geschenk nicht entgehen lassen werden. Die Antreiber und Nutznießer des CO2-Regimes sehen in China mit seinen 1,3 Milliarden Menschen den Markt der Zukunft. Im Bereich Mobilität ist die Verlockung gerade für die Chinesen besonders groß. China und Japan sind führend in der Batterietechnik und China ist obendrein beim Rohstoff Lithium im Vorteil. Was China fehlt, sind die Mittel für Förderprogramme zum Kaufanreiz, denn die Elektro-Autos des chinesischen Hersteller BYD (Build Your Dreams) sind etwa 4 x teurer als die herkömmlichen BYD-Modelle. Über die CO2-Abgabe sollen den Armen dieser Welt die Mittel in die Hand gegeben werden, die erschlaffenden Gewinnmöglichkeiten auf den gesättigten westlichen Märkten zu ersetzen. Im Klartext heißt das, weil wir Bürger-Schafe hier nicht genug konsumieren, müssen wir neue Fresser heranfüttern. Mit dem "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" will Merkel der ihr willfährigen Wirtschaft neues Futter beschaffen. Deutschland soll zum Leithersteller für Elektromobilität werden. Die Automobilbauer freut es, dass der deutsche Michel ihnen die Chinageschäfte möglich machen soll. Dass die Automobilwirtschaft in Gestalt des staatsnahen Autohersteller VW von Anfang an eine Rolle spielte bei der Umsetzung der CO2-Idee in politisches Handeln, ist CDU und FDP zu verdanken. Eduard Pestel, CDU, war unter den Gründern des Club of Rome im Jahre 1968. Pestel war ebenso Kuratoriumsvorsitzender der VW-Stiftung. Er initiierte Meadows "Grenzen des Wachstums" und beeinflußte das Werk konzeptionell. Die VW-Stiftung übernahm die finanzielle Förderung. 1972 wurde Meadows Werk dann herausgegeben. Pestel gründete 1975 das "Institut für angewandte Systemforschung und Prognose e.V." in Hannover, das nach seinem Tod 1988 zum "Pestel-Institut" umbenannt wurde. Er war Vorstand des Haus Rissen, Hamburg, in diese Zeit fiel die Gründung der Deutschen Gesellschaft Club of Rome (DGCoR) im Jahre 1978, deren ersten Vorsitz er bis zu seinem Tod ebenfalls innehatte. Passend dazu schuf Hans-Dietrich Genscher, FDP, als frischgebackener Innenminister der Regierung Brandt/Scheel 1969 mit der Umweltverwaltung den Apparat, der alle Widerstände aus dem Weg zu räumen hatte und die legislative Basis legen sollte für die große Transformation zur Unterordnung aller politischen Ziele unter das Endziel "Umweltschutz". Im Hintergrund stand der Gedanke, wie die Beherrschung der Schlüsselindustrien zu erlangen sei. Deutschland mit seiner Untertanen-Mentalität und seinem Kaiser-Wilhelm-Geist wurde gelockt mit der Aussicht, Öko-Weltmacht zu werden. Und nun marschiert Deutschland stramm diesen Weg weiter unter dem Diktat der DDR-geschulten Marschällin Merkel. Ihr neuer Angriffsplan setzt auf "Elektromobilität", die Bastionen "Stromerzeugung" sind bereits gefallen. Die Stromversorger machen inzwischen jeden technisch und wirtschaftlichen Irrsinn von Offshore bis DESERTEC mit, Hauptsache die Kasse stimmt und man bleibt nicht an den selbst verursachten Folgekosten hängen. Das Volk hat man eingenebelt mit dem trügerischen Glauben Gutes zu tun und mit ein paar Solarmodulen auf dem Dach selber auf der Seite der Gewinner zu sein. Die Universitäten mit ihren beamteten Professoren spielen mit bei der Volksverdummung und dem Ausverkauf des Landes. Schon im Jahre 2004 schickte der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg seinen Ehemaligen mit der Einladung zum Alumni-Treffen ein Faltblatt mit dem Slogan "Lieber Zellen auf dem Dach, als Aktien im Keller" mit. Friedrich August von Hayek würde mächtig staunen über seine Universität. Jürgen Trittin als ehemaliger Kommunist reibt sich die Hände vor Vergnügen, wie bürgerliche Parteien und Industrie sich gegenseitig schmieren, "Kapitalisten" und Politiker ihre verantwortungslose Fratze zeigen. Mehr und mehr wird das Volk diese korrupte Wirtschaft hassen, die käuflichen Parteien verachten – und grün und links wählen. Bei den Europawahlen und den Landtagswahlen in Niedersachsen zeigte sich schon das Zukunftsmodell an zwei Wahlkreisen in Hannover-Linden. Grüne und "Die Linke" zusammen erreichten mehr als 50 Prozent der Stimmen. Die Leute vom Club of Rome werden sich ebenfalls freuen, dass Kirchen und bürgerliche Parteien ihnen den Weg bereiten zu einer zentralen Weltensteuerung, in der es weder Nächstenliebe, weder rot noch schwarz noch gelb geben wird, weder rechts noch links, nur Befehl und Gehorsam – und Monopolwirtschaft mit Preisdiktaten. Die Chinesen handeln längst nach dem Motto: "Egal welche Farbe die Katze hat, Hauptsache sie fängt Mäuse". IPCC-Gründer Maurice Strong, Freund der Rockefeller-Familie, "berät" schon jetzt die chinesische Regierung. Sie werden sich wohl eher gegenseitig beraten und lachen darüber, wie leicht sich der freie Westen auf die Matte legen läßt – und Merkel/Westerwelle Ihnen auch noch dabei helfen. 2 bis 5 Billionen US-Dollar jährlich wollen die neuen Weltenlenker in ihre eigene Tasche spülen. Griefahn-Ehemann Braungart ist dabei wie auch Gorbatschow – und natürlich der NASA-Klimaforscher James E. Hansen. Internet: Spendenliste des Deutschen Bundestages PIK-Report Nr 116 Nach Kopenhagen – Neue Strategie zur Realisierung des 2 Max Klimazieles (PDF) Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung (PDF) Gorbatschow: Deutschland wird Öko-Weltmacht Programm, Club of Rome Versammlung in Amsterdam, 2009 05. Mai 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareloyalbushie, am 05. Mai 2010 um 12:02 ( Link ) Es ist wichtig, dass die intellektuelle Elite, die per definitionem ein gefestigteres Bewusstsein hat als wir, unsere wahren Bedürfnisse besser kennt als wir und deshalb auch besser weiß, was für uns gut ist als wir, uns auch sagt, was wir zu tun haben. Eine freie Marktwirtschaft und das Recht, individuell den Pursuit of Happiness zu definieren und zu verfolgen, würde den Entwicklungsländern mehr Wohlstand und das Heranwachsen einer Mittelschicht ermöglichen. Aber gerade das ist dem Planeten vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung nicht zumutbar - weshalb es das Schlimmste ist, was uns passieren kann. Auch in Hollywood hat man das mittlerweile begriffen. freieschweiz, am 05. Mai 2010 um 12:52 ( Link ) Nachdem ich fast alle Automobilvorstände kennen lernen dürfte wundert es mich nicht. Olaf Janowski, am 05. Mai 2010 um 13:18 ( Link ) Wenn man erstmal gelernt hat, mit einem frisierten italienischen 50ccm-Roller mit: -kleinem Versicherungs-Kennzeichen, ... in der Großstadt wie Frankfurt zu leben und Autos nur bei wirklich wichtigen Gelegenheiten zu mieten, dann ist doch noch alles in Ordnung in unserem Entwicklungsland, oder? Hauptsache, es regnet nicht. Das ist dann kein Spass mehr .... (Das machen viele der etwas bewegungsfaulen nichtradfahrenden Gutmenschen hier im Frankfurter Nordend.) PS: Als gesetzestreuer Bürger lehne ich natürlich technische Manipulationen zur Geschwindigkeitsoptimierung ab. ;-) PPS: Es sind in der Tat alte italienische Roller und nicht die chinesischen Baumarktroller, die der "Müsli von Welt" hier bewegt ... "Schitte aufs CO2" und die typischen "Zweitaktfahnen" ... vonclausewitz, am 05. Mai 2010 um 14:24 ( Link ) Es bricht mir das Herz wie einstmals grosse Industrie- und Technologienationen von einer Koalition von Finanziers, Kommunisten, Malthusianern und Radikalökos in den Ruin getrieben werden. Wo sind sie denn, die Intellektuellen? Die Autoren des Club of Rome und die UN-Strategen machen ja keinen Hehl um das Endziel ihrer Bemühungen. Sphairon, am 05. Mai 2010 um 16:02 ( Link ) Und das Schlimmste an der ganzen Misere: Nach dem Hockeystick-Skandal, Climategate, dem Fall Pachauri, Al Gores Verwicklung in die CO2-Zertifikate-Industrie und all den anderen deutlichen Warnsignalen, die vom deutschen Meinungsoligopol gekonnt ausgeblendet wurden, marschieren so viele immer noch freudestrahlend mit in den Untergang. Bzw. schimpfen auf "die Amis", "die Wirtschaft" und "die Lobbies", die angeblich der Welt nach dem Leben trachten. Man weiß auch nicht wirklich, wo man ansetzen soll, ohne dumpfe Blicke zu ernten. Wie erklärt man einem Öko-Gläubigen, dass er sich zum Bauernopfer für superreiche Gesellschaftsklempner macht? Es ist manchmal zum Heulen. Peter Cornelius Gerlach Wie jetzt, sind die Grünen und Linken auf einmal nicht mehr unser Hauptfeind? Ich bin verwirrt, kann mich mal jemand aufklären? Die sind doch schon noch die Wurzel allen Übels oder? vonclausewitz, am 05. Mai 2010 um 19:31 ( Link ) @ Peter Cornelius Gerlach Ehr wem Ehr gebührt. Jedem, dem am Verständnis der kafkesten Verrenkungen "gewählter" Demokraten gelegen ist, sollte sich eingehend mit den Ursprüngen und dem Unterstützerkreis der politischen Umweltschutzbewegung beschäftigen. Globale Programme wie etwa die Earth Charter, Agenda 21 und World Conservation Bank wurden nicht von kommunitär lebenden Althippies mit Hanfsocken beschlossen und implementiert. Ebensowenig organisieren gitarrenspielende Ökos die Sustainable Development Konferenzen oder sitzen im Optimum Population Trust. Das perfide am Erdkult ist die (benevolent erscheinende) Universalbegründung für die Indoktrination, Enteignung, Entrechtung und Entsorgung breiter Bevölkerungsteile. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Waldmeister, am 05. Mai 2010 um 11:29 ( Link )
...und doch verortet die geschätzte Artikelverfasserin des Pudels Kern zielsicher in der falschen Richtung:
Dabei ermöglicht ja -wie von diversen Mitdiskutanten in unzähligen anderen Themensträngen ad nauseam bereits wiederholt- erst die der demokratischen Flachlandperspektive geschuldete Zahlenmystik die Reduzierung des in bester aufklärerischer Manier analytisch freigelegten "Individuums" auf bloße arithmetische Größen - der schiere Irrsinn des "one man, one vote" (daher: "Wähler"/"Stimmberechtigter") geht lediglich anderen dekonstruktionistischen Un-Wesen wie dem "Steuerzahler", dem "Rentenbeitragszahler", dem "Konsumenten"/"Verbraucher", dem "Leistungserbringer", dem "Leistungsbezieher" und unzähligen mehr voraus. Dem im Staatsstall bequem eingepferchten und sedierten Menschenvieh wird von den jeweils die Tyrannis ausübenden Gossentribunen nur noch das Fressen, Sch..., F... und Gemolkenwerden gestattet - und für die ersten drei Tätigkeiten darf sich der Insasse dann über die vierte freilich auch noch das Gemaßregeltwerden gefallenlassen - aber nein, die letzten Menschen haben das Glück ja bekanntlich höchstpersönlich erfunden.
Von daher kann natürlich auch keine Rede von irgendeinem "pseudodemokratischen" Kasperletheater sein - "urdemokratisch" trifft's da schon eher. It's not a bug, it's a feature!
Abgesehen von diesem -wohl der allzu zeitgeistigen Sprachverwirrung und Desorientierung geschuldeten- Schönheitsfehler ist's freilich ein hochinteressanter Beitrag, der durchaus als Beschreibung der letzten Tage dieses neupaganistischen Sektierertumes taugt.