Arne Hoffmann

Jg. 1969, Medienwissenschaftler und Journalist. Regelmäßiger Kolumnist der Zeitschrift eigentümlich frei.

ef-Einkaufspartner

Wenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button:

Drohungen vor Männerkongress: Professor Amendt muss mit Leibwächtern auftreten

von Arne Hoffmann

Freiheit der Wissenschaft unter Beschuss

Am 19. und 20. Februar 2010 fand an der Universität Düsseldorf ein akademischer Männerkongress statt, über den in verschiedenen Medien berichtet wurde (Links dazu siehe unten). Da es zwischen diesen Medienbeiträgen und dem, was mir einzelne Teilnehmer des Kongresses darüber berichteten, eine gewisse Diskrepanz gab, habe ich einen Besucher dieser Veranstaltung dazu interviewt: Eckhard Kuhla, den Vorstandsvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft zur Verwirklichung der Geschlechterdemokratie AGENS e.V.

(Disclosure: Ich bin selbst im Vorstand von AGENS, dort ist auch der in der Überschrift erwähnte Professor Gerhard Amendt Mitglied. An dem Düsseldorfer Kongress habe ich nicht teilgenommen und stehe in keiner Verbindung zu seinen Organisatoren.)

ef: Herr Kuhla, Sie waren zu Gast auf dem "Männerkongress", der dieses Wochenende in Düsseldorf stattgefunden hat. Welche Eindrücke haben Sie davon mitgebracht?

Eckhard Kuhla: Meine ersten, mehr äußerlichen Eindrücke waren: fast 500 Teilnehmer, davon 70% Männer, ausschließlich männliche Vortragende, nur eine (!) feministisch orientierte Frage in den Diskussionen – mit anderen Worten: Es war ein richtiger MÄNNER–Kongress! Es herrschte ein teils beschwingte, teil humorvolle Atmosphäre, nicht ideologisch geprägt. Von einem "Jammer-Mann" war wenig zu spüren, im Gegensatz zu dem, was in manchen Artikeln behauptet wurde. Den ersten Männerkongress mit psychoanalytischen Befunden zu beginnen war ein guter Anfang. Alle anderen Aspekte, wie Scheidungsrecht, Männerbewegung und so weiter folgern daraus.

ef: Können Sie – ohne allzu sehr ins Detail zu gehen – grob zusammenfassen, welche Positionen von den verschiedenen Rednern vertreten wurden?

Kuhla: Da ich nicht die gesamte Veranstaltung in wenigen Sätzen zusammenfassen kann, will ich nur mal einige Höhepunkte nennen. Erwähnenswert sind beispielsweise die von Professor Matthias Franz dargelegten seelischen Langzeitfolgen, mit denen Männer zu tun haben, die ohne Vater aufgewachsen sind. Während sich die Studien, auf die sich Franz bezogen hat, vor allem mit Kriegskindern beschäftigten, sind die hierbei gewonnenen Erkenntnisse wichtig für eine Gesellschaft, in der die alleinerziehende Mutter vielfach idealisiert und der Wert einer gesunden Familie heruntergespielt wird. Von Professor Walter Hollstein gab es einen sehr guten Vortrag darüber, wie unsere Gesellschaft heutzutage Männlichkeit abwertet und wie, nicht zuletzt als Folge einer einseitigen Frauenbewegung, die Notlagen und Probleme von Männern vielfach unsichtbar bleiben. Ähnlich als "politisch inkorrekt" ausgeblendet wird die Benennung weiblichen Fehlverhaltens und seinen Folgen. Professor Amendt selbst widmete sich ausführlich den Traumatisierungen, die Männer infolge einer Scheidung durchleiden. Ein roter Faden mehrerer Beiträge war, dass es für Männer bis heute praktisch keinerlei Unterstützung in der Geschlechterpolitik gibt. Dort tauchen sie fast ausschließlich als Täter oder als Hindernisse für Frauen auf. Nicht "der Mann" ist in der Krise, wie etliche Journalisten so gerne schreiben; die Männerpolitik liegt seit Jahrzehnten im Argen.

ef: Wie sind Sie mit der Resonanz zufrieden, die dieser Kongress in den Medien gefunden hat?

Kuhla: Ich kann nur von den Artikeln ausgehen, die auch online gestellt wurden. Diese waren in der Quantität erfreulich, wesentlich besser als von uns erwartet. Hinsichtlich der Aussagen reicht mein Eindruck von tendenziös (profeministisch) über exzellente Faktendarstellung bis hin zu neutraler Positionsbestimmung. Was allerdings bei mir haften blieb, im Gegensatz zum realen Kongress, sind mediale Aussagen wie "Der Mann in der Krise", "Der arme Mann", "Der Mann, der Verlierer im Geschlechterkampf" ... Diese Negativaussagen werden allerdings in den Kommentaren zu den Artikeln überwiegend nicht geteilt. Sehr erfreulich!

ef: Weshalb, glauben Sie, wurde in den Medien das Thema "Gewalt" kaum erwähnt, das auf dem Kongress intensiv behandelt wurde? Andreas Fasel von der "Welt" etwa tat es beiläufig als "Polemik" ab, dass auf dem Kongress auch die unter beiden Geschlechtern hälftige Verteilung der Gewalttäterschaft im häuslichen Bereich zur Sprache kam.

Kuhla: Es wäre denkbar, dass die brisanten Fakten, die die Wissenschaftler angeführt haben, von den Journalisten erst verdaut werden müssen. Die wenigsten Journalisten verfügen über die notwendigen Grundkenntnisse bei diesem Thema.

ef: Ich führe dieses Interview mit Ihnen auch, weil ich von mehreren Besuchern des Kongresses unabhängig voneinander Informationen erhalten habe, die sich bezeichnenderweise in keinem einzigen der Medienberichte über den Kongress finden. So soll es im Vorfeld Drohungen gegen einen der Redner, den Soziologieprofessor Gerhard Amendt, gegeben haben. Trifft das zu? Wenn ja, wie sind Professor Amendt und die Veranstalter des Kongresses damit umgegangen? Und können Sie näheres darüber sagen, von welcher Seite oder vor welchem Hintergrund diese Drohungen erfolgt sind?

Kuhla: Das ist allerdings eine brisante Situation im Vorfeld des Kongresses gewesen. Dem Vernehmen nach haben feministische Kreise aus Berlin und Düsseldorf die Universität Düsseldorf aufgefordert, Professor Amendts Vortrag zu streichen. Anderweitig würde das Folgen haben, "noch ist Zeit …" (das zu ändern). Die Gleichstellungsbeauftragte der Uni Düsseldorf setzte sich darüber hinweg, in etwa mit den Worten "Ich habe entschieden, dass der Kongress stattfindet". Im weiteren Verlauf hat dann die Kongressleitung, auch auf Empfehlung relevanter Stellen Personenschutz für Professor Amendt bereitgestellt. Das geschah sehr einfühlsam, so dass der normale Teilnehmer unbehelligt blieb. Sie müssen sich das vorstellen: Sie stehen in der Kaffeepause in einer Runde Tagungsteilnehmer, und erst beim zweiten Hinschauen entdecken Sie einen Bodygard neben einem der Vortragenden. Das ist ein Skandal! Das hat mit Freiheit der Wissenschaften nichts mehr zu tun!

ef: Gewaltdrohungen (und auch reale Gewalthandlungen) hat es gegen Kritiker einer stramm feministischen Ideologie seit den siebziger Jahren immer wieder gegeben. Zielscheibe wurden beispielsweise Dr. Karin Jäckel, Dr. Suzanne Steinmetz, Katharina Rutschky, Esther Vilar, Erin Pizzey und andere mehr. Wie schätzen Sie es ein, dass man noch im Jahr 2010 in der Geschlechterpolitik bestimmte Dinge nur ansprechen kann, wenn man dafür obskure Drohungen in Kauf nimmt?

Kuhla: Ich bin Optimist! Die Drohungen kamen von radikalen Zirkeln, was im Nachhinein allen Frauen geschadet hat. Ich denke, wenn eine Ideologie derartig überzieht, werden relativ bald Gegenkräfte wirksam. Da vertraue ich den besonnenen Frauen! Vielleicht hat sogar der Kongress eine solche Entwicklung beschleunigt.

ef: Wie erklären Sie es sich, dass diese Drohungen in keinem einzigen Artikel über den Kongress erwähnt wurden, obwohl den Zuschriften zufolge, die ich erhalten habe, ein Großteil des Publikums davon (und von dem Personenschutz für Professor Amendt) wusste?

Kuhla: Das ist eine spannende Frage! Ich kann hier nur spekulieren. Da die Kongressleitung dies zu keiner Zeit thematisiert hatte, war jeder auf Mundpropaganda angewiesen. Manche Tagungsteilnehmer haben es vielleicht nicht mitbekommen. Mir ging es ähnlich: Erst als ich den Hinweis auf Bodygards bekam, habe ich nachgefragt.

ef: Den Berichten zufolge, die ich erhalten habe, soll einer der Redner, Professor Hurrelmann, auf sehr harsche Kritik im Publikum gestoßen und sogar ausgebuht worden sein. Hartmut Wolters, Gründer und Initiator des männerpolitischen Netzwerks "Düsseldorfer Kreis", schildert Hurrelmanns Auftritt als "den einzigen polemischen Vortrag. Alle anderen Dozenten berichteten seriös und wissenschaftlich über nachvollziehbare Arbeitsergebnisse." Wie erklärt sich dieser Unmut?

Kuhla: Auch hier kann ich nur spekulieren. Die Reaktionen auf Professor Hurrelmanns Vortrag waren in der Sache relativ kritisch. Vielleicht lag es daran, dass meines Erachtens Professor Hurrelmanns Äußerungen teilweise in Richtung Gender Mainstreaming gingen.

ef: Steht ein weiterer Kongress als Gelegenheit dafür in Aussicht, dass auch die männliche Hälfte der Bevölkerung ihre geschlechterpolitischen Anliegen zum Ausdruck bringen darf?

Kuhla: Professor Franz kündigte in seinen Schlussworten einen Folgekongress an, allerdings "nicht im nächsten Jahr". AGENS plant für 2011 ein Symposium mit einer größeren Teilnehmerzahl, der den Dialog Mann-Frau im Fokus haben soll – mit einer breiteren Zielgruppenansprache. Der Düsseldorfer Kongress war in diesem Sinne der "akademische Anstoss" für weitere Veranstaltungen.

ef: Michael Baleanu, Geschäftsführer der Männerpartei, berichtet in einer weit verbreiteten Rundmail über sein Erlebnis des Kongresses, er habe Professor Hurrelmann nach dessen Vortrag auf die Rolle angesprochen, die die Justiz bei der Zementierung des traditionellen Männerbildes spiele, indem sie Scheidungsväter zu hohen Zahlungen verdonnere, aber gleichzeitig Männer vom Kontakt zu ihren Kindern fernhalte. Hurrelmann habe Baleanus Einschätzung geteilt, dass "die Männer schon Änderungen haben wollen, aber nicht gelassen werden. Leider wird er aber diesen Befund niemals vortragen: Er wird nämlich keine Freigabe von der Gleichstellungsbeauftragte bekommen!" Ist das tatsächlich die Situation, in der wir uns befinden – dass anerkannte Akademiker sich öffentlich in keiner Weise äußern wollen, die feministisch unkorrekt erscheint?

Kuhla: Generell halte ich es für möglich, dass sich anerkannte Wissenschaftler nach dem Mainstream richten. Diese Erfahrung habe ich auch persönlich gemacht. Interessanterweise findet man sowohl in der Genderpolitik als auch im Klimaschutz dieses Phänomen! In beiden Fällen kann eine kritische Haltung die Karriere kosten. Auch hier muss man wieder undemokratisches, freiheitsfeindliches Verhalten feststellen. Und man muss sich fragen, wo die Ursachen für solche Entwicklungen liegen.

ef: Von Professor Hurrelmann stammt ein sehr zutreffendes Zitat: "Mit erheblicher Verspätung hat jetzt eine Diskussion darüber begonnen, wie die gravierende Benachteiligung des männlichen Geschlechts in Erziehungs-, und Berufsbildungseinrichtungen zum Halt gebracht werden kann." Mit erheblicher Verspätung – allerdings: In meinem (längst vergriffenen) Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" beispielsweise habe ich vor mittlerweile neun Jahren darauf aufmerksam gemacht! Was hat diese überfällige Diskussion derart lange aufgehalten?

Kuhla: Ich vergleiche das immer mit der Situation der Frauen vor 40 Jahren. Damals und Jahrzehnte davor hat sich kein Mensch an den Benachteiligungen der Frauen gestört. Bis Alice Schwarzer kam. Sie rückte mit ihrer Kampagne "Mein Bauch gehört mir" die Benachteiligung der Frauen schlagartig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.. Auch die Frage des Zeitpunktes einer solchen Aktion und ein gewisser Leidensdruck der damaligen Frauen waren entscheidende Faktoren. Der Männerkongress brachte den wissenschaftlichen Impuls, nächstes Jahr folgt ein Kongress mit größerer Breitenwirkung … Ich denke, dass bei uns Männern der Bewusstwerdungsprozess rationaler abläuft und nicht emotionsgetrieben, aber hoffentlich mit gleichem Ergebnis. Männer brauchen ein Ziel und eine Aufgabe. So wollen wir das mit AGENS anpacken!

ef: Breit zitiert wurde in den Medien auch Hurrelmanns Forderung nach einer inzwischen angeblich notwendig gewordenen "Männerförderung". Wie positionieren Sie sich zu dieser Forderung?

Kuhla: Meine Antwort aus dem Bauch heraus: Männer brauchen keine Förderung so wie die jahrzehntelange Frauenförderung. Wird die Frauenförderung zusammen mit der "positiven Diskriminierung" zurückgefahren, kann der Dialog Mann-Frau auf Augenhöhe beginnen. Das wäre eine neue Geschlechterkultur, die von gleichwertigen Individuen ausgeht, die selbstbestimmt ihre Lebensentwürfe bestimmen. Selbstbestimmt heißt: ohne staatliche Einflüsse. Politik sollten nur Leitplanken setzen, aber beispielsweise keine Rollen (wie der "neue Vater") vorgeben. Ich hoffe, dass das die neue Abteilung "Männerprojekte" im Frauenministerium auch so sieht. AGENS steht bereit.

ef: Der MANNdat-Vorsitzende Dr. Eugen Maus äußerte sich nach all diesen Vorgängen am Sonntag mit folgender Stellungnahme: "Wäre es nicht schön, wenn man endlich mal dahin gelangen könnte, wenigstens ein einziges, winziges Gesetzchen zu machen, das den Überhang bei der Frauenförderung drastisch runterfährt (meine Lieblingsoption, schon unter finanziellen Aspekten) oder zumindest auch mal bei aktuellen Gesetzesentwürfen, z.B. zur Beschneidung, wenigstens andeutungsweise auch Interessen von Jungs und Männern berücksichtigen würde? Ich wage eine Voraussage: Wenn sich die Politik durch diesen Kongress zu irgend etwas bewegen lässt, dann zu einer profeministischen Männerförderung und zu sonst nichts." Ist das allzu fatalistisch oder teilen Sie diese Einschätzung?

Kuhla: Das erscheint mir zu fatalistisch. Warum? Wir von AGENS spüren eine Trendwende in der derzeitigen Geschlechterpolitik. Der Männerkongress hat dazu erste wichtige wissenschaftliche Ansätze geliefert. AGENS wird die Witterung aufnehmen und die Stafette mit Aufklärung und Aktion weitertragen.

Artikel über den Düsseldorfer Männerkongress (Auswahl):

Die Welt: Es steht nicht gut um den deutschen Mann

Die Welt: Mann, mach mal!

Spiegel-Online: Frau muss man sein!

heute: "Viele Männer sind emotionale Analphabeten"

BILD: Experten fordern: Mehr Schutz für die Spezies "Mann"

Der Westen: Wann ist ein Mann ein Mann?

Mannheimer Morgen: Nachdenken über Männlichkeit

Arne Hoffmann: Spiegel-Online: "Männer sind doof und wir sollten mal was gegen das negative Männerbild tun"

Weiterführende Links:

Homepage des Düsseldorfer Männerkongresses

AGENS e.V.

MANNdat e.V.

Deutsche Männerpartei

23. Februar 2010

Unterstützen Sie ef-online

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien.
Klicken Sie hier für Informationen zur Fördermitgliedschaft.

Testen Sie eigentümlich frei

Prominente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht.

Social Bookmarks

Anzeigen

Kommentare

EEkat, am 23. Februar 2010 um 3:06 ( Link )

Durfte auf dem Kongress geraucht werden?

EEkat

tewe, am 23. Februar 2010 um 9:20 ( Link )

"...psychoanalytischen Befunden..."

typischer frauen hokuspokus.

ChrisTine, am 23. Februar 2010 um 10:34 ( Link )

Der von Arne Hoffmann genannte Bericht von Michael Baleanu als Teilnehmer des Männerkongresses ist im FemokratieBlog zu finden.

http://femokratieblog.wgvdl.com/erster-bericht-zum-maennerkongress-2010/02-2010/

eo, am 23. Februar 2010 um 11:48 ( Link )

Mein Gott,
haben diese Bettseicher
sich in die Enge treiben lassen !
Von da her kann ich nur sagen,
das geschieht denen aber
recht. Oder jeder
kriegt das, was
er verdient.
Und immer schön
'Studierende' sagen
und neuerdings statt SS
bzw. WS nur noch
SoSe und WiSe
schreiben.
Selbsten
schuld.

Olaf Janowski, am 23. Februar 2010 um 13:06 ( Link )

@eo:

Und immer schön
'Studierende' sagen
und neuerdings statt SS
bzw. WS nur noch
SoSe und WiSe

Psst!:
"NegerkussfabrikantIn"
"ZigeunerschnitzelabwiegerIn"
"SchlitzpisserIn"
"Liebe Mit- und Ohneglieder!"

... nach Diktat verreist:
Olaf Janowski

ajk, am 23. Februar 2010 um 15:26 ( Link )

Meine Güte.. Als ob es den Feminismus mit Alice Schwarzer nötig gehabt hätte.. Erst erfindet diese Person irgendwelche Probleme und dann löst sie diese.

Was haben wir nun davon das Frauen "auch" Arbeiten dürfen? Das durften sie auch schon vorher. Selbst im Mittelalter. Heute gibt es einfach mehr Möglichkeiten weil die Arbeit nicht so hart ist.

Das meiste von diesem Personenkreis resultiert aus der Homosexualität und der fehlenden Empathie für Frauen sowie Männer. Wer meint das Schwangerschaft und Geburt krankhaft ist, ist selber krankhaft.

Diese Veranstaltung ist schon mal gut, aber das überhaupt Genderfaschistisnnen da dabei sind und meinen in der Situation zu sein so etwas zu erlauben oder nicht, ist unverschämt.

Das mit GEWALT und Morddrohungen Wissenschaftliche Erkenntnisse unterdrückt werden (seit 1980 ist bekannt das Häusliche Gewalt zu 50% von Frauen und zu 50% von Männern ausgeht!) zeugt nur von den Verbrechen die diese Ideologen angestellt haben. Ins Gefängniss mit denen.

/ajk

Radiergummi, am 23. Februar 2010 um 17:46 ( Link )

Anstatt weiter zu politisieren und Männerbeauftragte, Männerquoten und Ähnliches unnutzes Gedöns zu initiieren, wäre es vielleicht ratsamer verstärkt darauf aufmerksam zu machen, dass natürliche Rollen(bilder) eben doch existieren und nicht wie von links behauptet "sozialisiert" sind.

Das wäre meines Erachtens nach sinnvoller, als die feministische Linie zu fahren und das Problem gleich wieder zum Staat zu tragen, auf das existente Probleme verschwinden und für jedes verschwundene Problem das Dreifache an Problemen entsteht.
So käme man eventuell sogar aus diesem dämlichen Aktion-Reaktion-Kreislauf hinaus. Denn was nach erfolgreicher Politisierung der - ich lasse mich mal auf diese seltsame Diktion ein - "Unterdrückung des Mannes" folgt, ist jetzt schon wieder absehbar und sollte sich vermeiden lassen.

Neutrino, am 23. Februar 2010 um 20:06 ( Link )

@ Radiergummi

Das sehe ich auch so. Bitte keine "Männerpolitik". Einfach diesen ganzen Frauenförderungsquatsch abschaffen und Männer und Frauen als das behandeln, was sie sind: Menschen.

Damit man endlich auf Augenhöhe kommt, müssen alle Klischees und hartnäckigen Tabus abgebaut werden, die sich über Männer und Frauen halten.
Davon gibt es fürwahr genug. Zwei der strengsten Tabus wurden ja schon angesprochen, nämlich das Männer keine Gefühle hätten und das Frauen nicht zur Gewalt fähig seien.
Wenn man das Sorgerecht endlich mal umbauen würde, sodass Kinder und Männer nicht länger nach der Scheidung am Tropf der Mutter hängen, wäre auch schon viel gewonnen.

CrisisMaven, am 23. Februar 2010 um 22:29 ( Link )

Immerhin - Ament kam mir immer eher kommunistisch eingestellt vor, jetzt sitzt er mit einem ef-beitraeger in einem Verein. Wie sch die Zeiten aendern. Aber, als Gag: er haette LeibwaechterInnen nehmen koennen, mach Gaddafi auch immer ...

Lion Edler, am 24. Februar 2010 um 0:01 ( Link )

Stimme Radiergummi und Neutrino zu, was die Ablehnung von Männerquoten, Männerbeauftragten etc. betrifft, man sollte nicht auf weinerliche Feministinnen nun weinerliche Maskulisten folgen lassen. Dies wird aber m.E. auch innerhalb der antifeministischen Szene nur selten gemacht. Ich habe z.Bsp. auch nichts gegen männerfeindliche Witze, genauso wie ich mir auch frauenfeindliche Witze nicht verbieten lasse.

Dennoch ist eine völlig andere Angelegenheit, dass die gesellschaftliche Verachtung und Erniedrigung von Männern sehr wohl massiv thematisiert gehört, weil andernfalls die westliche Gesellschaft an diesem Krebsgeschwür krepieren wird. Darauf gehört jedoch nicht mit staatlichen Vorschriften, Gängelungen und Quoten geantwortet, sondern mit gesellschaftlicher Debatte und Protest und Ächtung gegen solche Herabwürdigungen und mit der daraus dann gegebenenfalls resultierenden gesellschaftlichen Besinnung.

Bei den mit Gewalt bedrohten Feminismus-Kritikern dürfte uns i.Ü. nur die Spitze des Eisbergs bekannt sein. Was ständig in irgendwelchen Dörfern passiert, steht doch nirgendwo in der Zeitung. Genauso auch bei Drohungen gegen andere polit. inkorrekte Personen. Ich gehe davon aus, dass täglich Morddrohungen gegen unbequeme Rechte und gegen CDU-Lokalpolitiker ausgestoßen werden. Natürlich interessiert sich dafür kein Schwein, denn hauptsache ist ja in unserer Gesellschaft, dass die Menschenwürde des Täters erhalten bleibt.

Lion Edler, am 24. Februar 2010 um 0:05 ( Link )

Ach ja:
In einem Fall bin ich dann für eine Ausnahme, was die Ablehnung von ,,Männerquoten" betrifft: in den Schulen bei den Lehrkräften. Aber nicht aus Gründen der ,,Emanzipation" der Männer, sondern aus Gründen des Kinder-Wohls. Dieses extreme weibliche Übergewicht bei den Lehrkräften in Schulen ist einfach eine Katastrophe und ich halte das auch für einen der Hauptgründe für die Totalverblödung der Jugend.

EEkat, am 24. Februar 2010 um 1:17 ( Link )

..."Darauf gehört jedoch nicht mit staatlichen Vorschriften, Gängelungen und Quoten geantwortet, sondern mit gesellschaftlicher Debatte "

Debatte ist es, nach was Euch dürstet?

Und anschließend womöglich Anerkennung? Weil ihr inzwischen Windeln wechseln könnt, und im Sitzen pinkelt?

Mit wem wollt ihr denn debattieren? und über was?
Sind wir denn jetzt schon soweit, daß die völlig unsinnige Forderung der Frau an den Mann, doch redsamer zu sein, sich mittlerweile als Voraussetzung eines gedeihlichen Miteinanders durchgesetzt hat?

Dafür braucht es nun schon einen Kongress?

Sozusagen Stage 2, nach der Einführung des Sitzpinkelns.

Und raucht bitte nicht so viel. Ah, halt, das ist ja schon verboten worden. Geächtet.

Sollte eine Debatte nicht eine gemeinsame Sprache voraussetzen? Welche Art von Sprache glaubt Mann denn dafür erlernen zu können?

Hat die Genderisierung am Ende also doch Früchte gezeitigt?

Ich kenne keine Debatte zwischen Mann und Frau, die nicht nach den Spielregeln der Frau ablaufen würde. Das scheint seit Jahrtausenden so zu sein.

Ursache: Mann und Frau haben - schon vergessen ? -unterschiedeliche biologische Aufgaben zu bewältigen und sind von der Natur dafür unterschiedlich ausgestattet.

Das erkennt man nicht nur am Pimmel.

Die Bewältigung höchst unterschiedlicher Aufgabenstellungen von Mann und Frau führen zu höchst unterschiedlichen Verhaltens-Strategien.

Die strategischen Gemeinsamkeiten sind sehr begrenzt. Diese bestehen zwar, aber sie können nicht Grundlage sein dafür, unterschiedliche genetische Potentiale aufzulösen, die ja eine Berechtigung haben.

Die notwendig sind für die Erhaltung der Gattung Mensch.

Auch wenn von Genderisierung angesteckte Wirrköpfe der Meinung sind, sie könnten bestimmen, das diese Unterschiede nunmehr überwunden wären.

Hybris.

Das sollte eigentlich jeder Mann wissen, der dieselben Inhalte einer Debatte zunächst mit Frauen, und anschließend in einem ausschlißelich mit Männern besetzten Kreis führt.

Die Debatten verlaufen völlig anders.

Es gibt keine gemeinsame Sprache, und daß ihr diese offensichtliche Tatsache bereits aus Eurer Wahrnehmung gestrichen habt, das ist ein ganz, ganz schlechtes Zeichen.

Diese auf dem Kongress thematisierte Angelegenheit wird zumindest ein Teil der Männer ganz alleine ausfechten, ohne dabei auf einen gesellschaftlichen Konsens schielen zu können. Kein Konsens, weder mit Frauen, noch mit dem anderen Teil der Männer.

Das bedeutet: ein Teil der Männer wird das leisten können. Der andere, der am Tropf der weiblichen Zuwendung hängt, der hängt dort für sein ganzes, erbärmliches Leben, und kann sich die angemessene Reaktion nicht leisten.

Der muß sich arrangieren.

Das ist heute schon erkennbar, und dazu braucht es keinen Kongress. Sowas steckt in unseren Genen. Wenn ein Mann intakt ist, nicht als kleiner Junge gebrochen wurde, dann wird er danach leben und handeln. Auch unter den dramatisch veränderten Bedingungen unserer Zeiten.

Die Freiheit der Wissenschaft problematisieren zu wollen - wie hier geschehen - ist so besehen tatsächlich das einzige Stückchen Fleisch, das an diesem Kongress-Knochen hing.

Und der Fun, den einige Leute dabei offenbar hatten.

Der Rest war für die Tonne.

Um Wissenschaft dürfte es sich dabei jedoch nicht gehandelt haben, insoweit wäre auch die Freiheit der Wissenschaft nicht tangiert.

EEkat

Lion Edler, am 24. Februar 2010 um 4:10 ( Link )

An EEkat, 1:17 Uhr:
Zunächst, ich war kein Kongress-Teilnahmer und gehöre keinem Verein und keiner Partei an, daher ist die Anrede durch Sie mit "ihr" und "euch" falsch.

Ich halte es in der Tat für eine positive Entwicklung, dass Kommunikation und Diskussion derzeit stärker eingefordert wird. Nur finden diese Diskussionen in Wahrheit nicht statt. Was als Diskussion bezeichnet wird, ist Konsens-Geschwafel der herrschenden Lobbyisten, bei der abweichende Meinungen nicht erwünscht sind. Die Wertschätzung von Meinungsaustausch und Diskussion anstatt Basta-Stil hat nichts mit Feminismus zu tun, sondern im Gegenteil, ist ein Beitrag zur Emanzipation und zu der Version einer vielleicht eines Tages mal zivilisierten und vom Affen weiterentwickelten Gesellschaft.

Lion Edler, am 24. Februar 2010 um 4:13 ( Link )

(ersetze im letzten Beitrag, vorletzte Zeile ,,Version" durch ,,Vision")...

verdammt... die Konzentration... es geht wohl zu ende...

EEkat, am 24. Februar 2010 um 14:57 ( Link )

Lion Edler

---""Zunächst, ich war kein Kongress-Teilnahmer und gehöre keinem Verein und keiner Partei an, daher ist die Anrede durch Sie mit "ihr" und "euch" falsch."

Mag sein. Tschulligung.

Wo allerdings wurde behauptet, Sie wären Kongressteilnehmer gewesen, oder würden einem Verein, oder einer Partei angehören?

Ah ja, jetzt lese ich: Ihre Konzentration geht zu Ende.

Zum sachlichen Teil. Was ich offenbar ebenfalls nicht rüberzubringen vermochte, war meine Befürchtung, daß es eine Diskussion hierzu garnicht geben könne. Man mag noch so sehr begrüßen wollen, daß diese nun eingefördert würde: es kann keine stattfinden.

Diskussion setzt eine Übereinkunft über Inhalte der verwendeten Begriffe voraus. Hier wollen Sie sich über die notwendigerweise verschiedenen Gefühlswelten biologisch unterschiedlicher Wesen unterhalten.

Sowas wird gerade in diesem Kontext nicht funktionieren. Dies ist schon schwer genug, wenn Sie innerhhalb der biologischen Schranken bleiben.

EEkat

Radiergummi, am 24. Februar 2010 um 18:17 ( Link )

@EEkat
Sie gehen davon aus das irgendjemand eine Grundsatzdiskussion zwischen Männern und Frauen führen will. Ich für meinen Teil will das nicht. Ich will, dass eine Diskussion mit der Genderfraktion stattfindet (die sich sowohl aus Männern als auch aus Frauen zusammensetzt) oder zumindest deren geistige Ergüsse nicht unwidersprochen stehen bleiben.

Hierbei kommt es nicht auf einen gemeinsamen oder unterschiedlichen Verständnishorizont an, sondern auf die mediale und/oder politische Wirkung.
Konkret meint das, dass die mediale und politische Wirkung der Genderfraktion massiv eingeschränkt gehört. Und das lässt sich durchaus mithilfe einfacher Opposition erreichen.

EEkat, am 24. Februar 2010 um 22:33 ( Link )

Radiergummi

Sie wollen nicht, daß eine Grundsatzdiskussion zwischen Männern und Frauen geführt wird. Da sind wir uns einig, wobei ich behaupte, daß dies letztendlich garnicht möglich sei.

Jedoch wollen Sie, daß eine Diskussion mit der Genderfraktion stattfindet. (Männer und Frauen)

Was an der Genderfraktion erscheint Ihnen so erfolgversprechend, daß dadurch in Ihnen die Hoffnung auf Sinnhaftigkeit einer Diskussion doch noch erweckt wird?

Klar gehört die mediale und politische Wirkung der Genderfraktion eingeschänkt. Sie haben dabei das Mittel der Opposition im Sinn.

Opposition bedarf einer Angriffsfläche, sowie einer Methode, sich auseinanderzusetzen zu können.

Wenn Sprache nicht ausreicht, welche Methode würden Sie dann wählen?

Wir müssen verstehen lernen, daß man nicht alles jedem vermitteln kann und darauf vertrauen, daß es bewährte Verhalten gibt, die sich von ganz alleine wieder durchsetzen werden.

Die pfeiffen aus dem letzten Loch. Auf allen ihren Schauplätzen. Genderisierung. Sozialismus. Klimalüge, name it.

Die werden jetzt erst noch die Welt ruinieren, bevor es wieder aufwärts geht. Das ist leider so.

Das jedoch kann man durch Diskussion auch mit männlichen Genderern nicht vermeiden.

EEkat

Lion Edler, am 25. Februar 2010 um 1:47 ( Link )

An EEkat:
"Wo allerdings wurde behauptet, Sie wären Kongressteilnehmer gewesen, oder würden einem Verein, oder einer Partei angehören?"

Es hörte sich so an, da Sie ständig von ,,ihr" und ,,euch" sprachen, an mich gerichtet, obwohl ich nur eine Person bin.

EEkat, am 25. Februar 2010 um 10:54 ( Link )

Ach Gott, Lion Edler: "...es hörte sich so an"

Ich war diesbezüglich zurückgerudert. Sie wollen das aber ausdiskutieren.

Ich zitierte Ihre Wiederholung einer Forderung nach gesellschaftlicher Debatte, die bereits auf dem Kongress erhoben wurde.

Damit befinden Sie sich im Pool von "ihr", und "euch".

Wenn ihr individuelle Forderungen stellen wollt, dann müßt ihr euch von bereits erhobenen Forderungen fernhalten.

Ich halte Eure Forderung für nicht zielführend. Meine Begründung dafür habe ich zu dargelegt.

Mit "euer" sind gemeint alle diejenigen, die diese Forderung nach Debatte aufstellten, also die auf dem Kongress dafür Eingetretenen, also auch diejenigen, die diese Forderung erheben, ohne auf diesem Kongress anwesend gewesen zu sein.

Dazu scheinen Sie mir zu gehören. So jedenfalls wurde von mir interpretiert, was Sie dazu äußerten.

Daß Sie dadurch von mir zum Kongressteilnehmer erklärt worden wären, oder zu irgendeinem einem Partei- oder Vereinsmitglied, das entspringt Ihrer Phantasie.

EEkat

Dorothea Böhm, am 25. Februar 2010 um 12:17 ( Link )

Männer und Frauen sind Tausenden von Jahren evolutionsbiologisch auf verschiedene Ansprüche des Lebens hin entwickelt und vorbereitet worden. Die vergleichsweise lächerlich kurze Zeitspanne seit Alice Schwarzer hat daran nix geändert.
Unsere Gene wissen nix von Fast food, Handys und Gender mainstreaming.

Mädchen und Jungen sind gleich viel wert und haben gleiche Rechte. Jungen sind aber keine (defekten) Mädchen (auch wenn ihnen das in Kindergarten und Schule bisweilen von ihrem - weiblichen! - Betreuungpersonal vermittelt wird).

Es gibt eine ureigenste Domäne der Weiblichkeit - wahrer Feminismus würde dies nicht ignorieren sondern feiern - und das ist die Gewährleistung einer neuen Generation.

Embryonen, Feten, Säuglinge und Kleinkinder brauchen ihre Mütter - in zeitlich über die Jahre absteigender Exklusivität und Dringlichkeit. Parallel dazu steigt die Bedeutung der Väter mit dem Kindesalter an.

Der Feminismus hat unbestrittene Verdienste, aber auch eine Verblendungskompenente: Die Verwechslung von Gleichberechtigung mit Gleichschaltung hat viele Frauen und Männern in ihren Beziehungen, und damit ganze Familien, an den Rand der emotionalen Katastrophe gebracht. Die Ergebnisse füllen die Familiengerichte und Psychiatriepraxen.

EEkat, am 25. Februar 2010 um 13:15 ( Link )

Dorothea Böhm

Sie sprechen mir aus dem Herzen.

"Mädchen und Jungen sind gleich viel wert, und haben gleiche Rechte".

"Die Verwechslung von Gleichberechtigung mit Gleichschaltung hat viele Frauen und Männern in ihren Beziehungen, und damit ganze Familien, an den Rand der emotionalen Katastrophe gebracht".

"Die Ergebnisse füllen die Familiengerichte und Psychiatriepraxen."

Ich füge hinzu:

Dies alles hat - es kann ja garnicht anders sein -auch Rückwirkung auf unsere Gesellschaften genommen, d.h. unsere Gesellschaften geschädigt.

Und weiter: Die Betrachtung des Menschen als eigenständig existenzfähiges Individuum wurde nicht zu Ende gedacht, wenngleich die isolierte, physische Existenz einer alleinstehenden Frau, als auch eines alleinstehenden Mannes natürlich möglich ist. Dazu muß sich das Individuum nur mit Futter versorgen.

Der Mensch insgesamt jedoch sollte betrachtet werden als eine Teileinheit, die zur Vollständigkeit sowohl der Frau, als auch des Mannes bedarf, mit den diesen Teileinheiten jeweils ureigensten eigenen Fähigkeiten.

Frau Böhm, Sie hatten dazu die Fähigkeiten der Frau als Mutter bereits angesprochen, und es gibt weitere für das Gedeihen und den Zusammenhalt einer Gemeischaft elementar wichtigen Fähigkeiten, wie: emotionale Kompetenz, die u.a. für den Mann wichtig ist.

Und die, weil sie sich auf ihre eigenen Familie auswirken kann, dann auch für die Gesellschaft wichtig wird.

Fehlt diese, oder kommt diese nicht mehr zur Wirkung, so hat dies in mehrfacher Weise katastrophale Folgen für eine Gesellschaft.

Dem Mann, dem männlichen Part sind natürlich ebenfalls ureigenste Kompetenzbereiche zugeordnet, sodaß man sagen darf: das Zusammenwirken von Mann und Frau ist elementar wichtig. Die Betrachtung von Mann und Frau als Einheit: Mensch: da liegt der Hase im Pfeffer.

Es gibt dabei Überschneidungen, also gemeinsame Kompetenz-Felder, es gibt aber auch geschlechtsspezifische Elemente, deren Vorhandensein wir ignorieren, wegdiskutieren wollen, ganz einfach unter den Tisch fallen lassen.

Damt werden in unserer Gesellschaft falsche Akzente gesetzt, z.B. zu einer Zielvorgabe, wie eine erfolgreiche Selbstverwirklichung auszusehenen habe.

Als Individuum ist diese Verwirklichung nur möglich unter Verzicht auf die Bedienung anderer wichtiger Entfaltungs-Gebiete. Schlecht, wer da fremdbestimmt geblieben ist.

Ganz schlecht, wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der Mitglieder ihre eigene Selbstverwirklichung darin sähen, anderen etwas aufschwätzen zu müssen und damit das Leben anderer beladen, und manchmal auch ruinieren.

Von den betroffenenen Kindern garnicht zu sprechen.

Ich meine damit nicht: Frau zurück an den Herd. Ich glaube, das ist klar.

Eine erneuerte Bestimmung der uns zueigenen geschlechtsspezifischen Inventare, eine Hebung und Bewußtmachung des dazu vorhandenen Wissens, dessen Wirksamwerdung für die Gesellschaft wäre womöglich wünschenswert.

EEkat

Dorothea Böhm, am 25. Februar 2010 um 13:47 ( Link )

@EEkat: Volle Zustimmung.

Lassen Sie uns weiter dafür eintreten, denn unser größtes Problem momentan ist der "Zeitgeist", er fegt Vernunft und Wissenschaft vom Tisch und weht uns als Sturm ins Gesicht...

EEkat, am 25. Februar 2010 um 16:30 ( Link )

Dorothea Böhm

ich bin dabei.

E.Ekat


Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können