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![]() Jahrgang 1949, Hydrobiologe, Wissenschaftsautor. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
Kopenhagen-Gipfel: Klima-Kreuzzug stößt auf Widerstandvon Edgar L. Gärtner China wird zum wichtigsten Bündnispartner im Kampf gegen eine selbstmörderische Politik Etwa zwei Wochen nach seiner Aufdeckung ist „Klima-Gate“ nicht nur bei Wikipedia, sondern auch auf der Titelseite der „Frankfurter Allgemeine“ vom 4. Dezember angekommen. Wichtiger als die nachträgliche Bekanntmachung eines in der Blogosphäre und in der angelsächsischen Presse längst ausgemachten Wissenschaftsskandals durch ein etabliertes deutsches Printmedium ist aber ein Artikel, den das Blatt im Feuilleton der gleichen Ausgabe unter dem Titel „Der neue Weltmoralapostel“ bringt. Der Autor Mark Siemons berichtet dort vom Peking-Gipfel der Entwicklungsländer Ende November und zitiert einen wenige Tage zuvor im Konkurrenzblatt „Die Welt“ erschienen Beitrag von Fiona Kobusingye, Vorsitzende der ugandischen Gruppe für Menschenrechte und wirtschaftliche Entwicklung CORE. Darin geißelt die Autorin den Versuch, den schwarzen Kontinent mithilfe des internationalen CO2-Emissionshandels für den Verzicht auf Entwicklung zu belohnen, mit scharfen Worten. Die Energie-Diät, auf die Klimapolitiker wie Al Gore oder Yvo de Boer, der Chef des UN-Klimasekretariats, die Menschheit setzen wollen, sei in Afrika längst verwirklicht. Sie bedeute in der Praxis Hunger, Krankheit und Tod. Kobusingye schreibt: „Den Menschen in Afrika zu erzählen, sie können keinen Strom und keine wirtschaftliche Entwicklung haben - außer dem bisschen, was einige kleine Windturbinen oder Solarzellen produzieren - das ist unmoralisch. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Inzwischen bauen China und Indien jede Woche neue Kohle-Kraftwerke, und bringen damit ihre Leute aus der Armut heraus. Daher: selbst wenn Afrika verarmt bleibt - und wenn die USA und Europa die Atomkraft durch Windmühlen ersetzen - die globalen Kohlendioxid-Werte würden jahrzehntelang weiter steigen. (…) Wir brauchen den Handel, Produktion, Strom und Treibstoffe, um moderne Industriegesellschaften aufzubauen. Wir müssen tun, was China und Indien tun – uns entwickeln – und mehr Handel mit ihnen treiben.“ Kein Wunder, dass neben China auch Indien, Brasilien und Südafrika angekündigt haben, dem Ziel einer Halbierung der Treibhausgas-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 nicht zuzustimmen. Internet Fiona Kombusingye: Africa’s real Climate Crisis Dieselbe: Was soll die Klimadebatte – Afrika verhungert Das nahende Ende einer Parenthese der Geschichte? Schwellenländer lehnen Klimaschutzziele ab 04. Dezember 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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