| ||||||||
![]() Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag). ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Informations- und Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus und Gewalt (IDS): Aufklärung über die wirkliche GewaltwelleZwei junge Libertäre starten mit einer neuen Initiative Millionen fließen jährlich an Steuermitteln in den Windmühlenkampf gegen die immerwährende „rechte Gefahr“. In Wirklichkeit machen kaum braune Sozialisten als peinlich-gestrige Adolf-Imitatoren die Straßen unsicher, vielmehr brennen etwa in Berlin bereits täglich Autos und Geschäfte nach Anschlägen von progressiven, roten, sozialistischen Banden. Um vor allem den offenbar ob der wirklichen aktuellen Gefahren insbesondere von den Berliner Ministerien irregeleiteten Medien eine bessere Berichterstattung zu erleichtern haben nun zwei junge Libertäre die Informations- und Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus und Gewalt (IDS) gegründet. Marco Kanne, Betreiber der Internetseite Opponent.de, sowie der Mitgründer der Libertären Plattform in der FDP, Francesco Güssow, bewerben ihre Initiative so: „Beim Thema Linksextremismus bewegt sich der politische, mediale und gesellschaftliche Diskurs häufig zwischen Sprachlosigkeit und Verharmlosung. Dabei zeigen nicht nur die alljährlichen Ausschreitung zum 1. Mai, dass Linksextremismus und linksmotivierte Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland eine ernstzunehmende Bedrohung darstellen. Linksextremisten gelingt es vermehrt, ihre freiheitsfeindliche Weltanschauung bis tief in die Mitte der Gesellschaft einsickern zu lassen. Gerade der so genannte Kampf gegen rechts bietet ihnen Anknüpfungspunkte. Viel zu oft paktieren selbst Vertreter der freiheitlichen Demokratie mit Linksextremisten, teils aus strategischen Gründen, teils aus Unkenntnis der wahren Ansichten und Absichten linksextremistischer Gruppierungen. Denn deren Endziel ist und bleibt die Zerstörung des freiheitlichen Rechtsstaates und der individuellen Freiheit der Menschen.“ Mit der Gründung der Informations- und Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus und Gewalt wollen Kanne und Güssow „eine Lücke im Bereich zivilgesellschaftlichen Engagements schließen. Aufgabe der IDS ist es, die Öffentlichkeit über die häufig unterschätzte Gefahr aufklären, die vom Linksextremismus und linksmotivierter Gewalt ausgeht, Medien und Politik für einen kritischeren Umgang mit der Bedrohung von links zu sensibilisieren und Menschen zu zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Linksextremismus und Gewalt zu ermutigen.“ Dabei sind die beiden Initiatoren „den Werten und Prinzipien des Liberalismus verpflichtet und arbeiten auf der Grundlage eines undogmatischen Extremismus-Begriffs“. Im Gegensatz zu den „antifaschistischen“ Windmühlenkämpfern verzichtet die Informations- und Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus und Gewalt auf die Annahme staatlicher Fördergelder. Deshalb ist die neue Initiative im besonderen Maße auf Spendengelder und weitere Mitstreiter angewiesen. Information und Kontakt Informations- und Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus und Gewalt (IDS) 15. Juli 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareDhimmiDerHund, am 15. Juli 2009 um 11:31 ( Link ) An sich ja eine ehrenwerte Sache. Nur: Dann ausgerechnet Werbung bei den rechtsextremistischen Terroristenverstehern von PI zu machen trägt nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit bei. Marco Kanne, am 15. Juli 2009 um 11:55 ( Link ) DhimmiDerHund, Du musst ja über die IDS deutlich mehr wissen, als ich. Wie kommst Du denn darauf, dass wir dort "Werbung" gemacht hätten? Satanas, am 15. Juli 2009 um 12:57 ( Link )
Das ist keine Lücke, das ist ein metertiefer Krater. Aber eins stimmt: Kaum ein Journalist wird sich für diese Dokumentation interessieren, es sei denn die Neocons von der Welt wollen ihrer konservativen Zielgruppe mal wieder einen Knochen hinwerfen. Was PI betrifft: Das ist immerhin schon eine grössere Plattform, die ein substantielles Publikum erreicht. Was dort allerdings fehlt ist die Vernetzung in der realen Welt. Wenn es so etwas auch im liberalen Spektrum gäbe, wäre das sicher ein Fortschritt. DhimmiDerHund, am 15. Juli 2009 um 13:20 ( Link ) @Marco Kanne Nagut, ist auch möglich, dass Stefan Herre das Banner ohne euer Wissen/euren Wunsch gesetzt hat. ;-) Aber wie dem auch sei: Sich gegen Extremismus zu engagieren ist ein gute Sache. Allerdings sollte man aufpassen, nicht von Extremisten von der anderen Seite vereinnahmt zu werden. Marco Kanne, am 15. Juli 2009 um 14:05 ( Link ) DhimmiDerHund, allein meinen Blog lesen täglich durchschn. 300 bis 500 Menschen. Dass darunter auch der eine oder andere PI-Blogger ist, dem der dortige Banner für die IDS sicherlich nicht verborgen bleiben wird, ist doch klar. Ich war selbst ganz überrascht, als ich die Statistiken für ids-online.de gecheckt habe und plötzlich über 1000 Leute an einem Tag drauf waren. Außerdem kannst Du sicher sein, dass ich als u.a. Webdesigner sicherlich einen anspruchsvolleren Banner kreieren würde, als jenen Screenshot, den PI verwendet. Apropos, vorgefertigte Banner zum Einbinden auf anderen Websiten ist natürlich auch noch 'ne Marketing-Idee für die IDS. Kostet ja auch kein Geld und kaum Zeit ... Aber wie dem auch sei: Sich gegen Extremismus zu engagieren ist ein gute Sache. Allerdings sollte man aufpassen, nicht von Extremisten von der anderen Seite vereinnahmt zu werden. Ja, sich gegen Extremismus zu engagieren ist das eine. Die Frage, auf welchem Wertefundament man das tut, ist aber die Wesentliche. Wenn sich im "Kampf gegen Rechts" Linksextremisten -- staatlich finanziert! -- gegen tatsächliche oder vermeintliche Rechtsextremisten engagieren, dann kann ich da keinen Gewinn für jene Werte sehen, für die ich einstehe: Freiheit, Offenheit, Toleranz. Aus diesem Grund haben wir ja auch klargestellt, auf welcher Grundlage wir uns gegen Linksextremismus und Gewalt engagieren, nämlich auf Grundlage der Prinzipien des (klassischen) Liberalismus. Eine Zusammenarbeit mit Personen und Gruppierungen, die wie die Linksextremisten die Idee der individuellen Freiheit des Menschen fundamental ablehnen und bekämpfen (Rechtsextremisten, religöse Fundamentalisten usw.) ist damit natürlich ausgeschlossen. Carl, am 15. Juli 2009 um 14:58 ( Link ) Eine Zusammenarbeit mit Personen und Gruppierungen, die wie die Linksextremisten die Idee der individuellen Freiheit des Menschen fundamental ablehnen und bekämpfen (Rechtsextremisten, religöse Fundamentalisten usw.) ist damit natürlich ausgeschlossen. Und genau deswegen führen auch alle Projekte, die sich gegen den Mainstream wenden, zu nicht von nachhaltiger Bedeutung. Jede Splittergruppe, und sei sie alleine noch so klein und unbedeutend, und das trifft für Libertäre voll ins Schwarze, onaniert lieber auf die einzig wahre Lehre, anstatt sich zu überlegen, wie man schlagkräftige Netzwerke bildet. Goldelse, am 15. Juli 2009 um 14:59 ( Link ) @ DhimmiDerHund, @ Marco Kanne, ich warne vor linken Spaltern, die haben darin eine 40 jährige Erfahrung. Die haben durch Tatsachenverdrehung in jahrzehntelanger medialer Begleitung missliebige Personen und Initiativen zerbröselt. Ich finde Eure Idee super, wird auch Zeit, dass sich einmal eine Bewegung gegen den subventionierten linken Pöbel formiert. Satanas, am 15. Juli 2009 um 15:01 ( Link ) @Carl Und wer wäre ihr Wunschpartner? Marco Kanne, am 15. Juli 2009 um 15:37 ( Link ) Carl, hast Du meinen Beitrag gelesen? Dort habe ich eine Zusammenarbeit mit Links-, Rechts- und religösen Extremisten ausgeschlossen. Bist Du Links-, Rechts- oder religöser Extremist? Wenn nicht, dann steht einer Zusammenarbeit doch nichts im Wege. Carl, am 15. Juli 2009 um 16:38 ( Link ) Dann eben etwas deutlicher. Extremismus ist gleichbedeutend mit einer starken Abweichung gesellschaftlicher Vorstellungen von der Mitte, dem Mainstream, der Lebenswirklichkeit von John Doe oder wie immer man es gerade nennen will. Libertäre sind nicht nur vor diesem Hintergrund selbst politische Extremisten, was offenbar für jeden ist, der sich nicht gerade selbst in der einen oder anderen Heilslehre verfangen hat. Sich als solcher vom Extremismus anderer Provinienz abzugrenzen, anstatt sich wieder gegen andere Extremisten zu verbünden, mag ja schön, gut und aller Ehren wert sein, aber es führt eben zu nichts, weil der libertäre Extremismus von allen der mit weitem und bedeutendem Abstand der Schwächste ist. Daraus folgernd bin ich der Ansicht, daß die paar Libertären in Deutschland dieses Projekt jedenfalls kaum mit Leben beseelen können. Ich hoffe das war deutlich genug. Lion Edler, am 15. Juli 2009 um 16:46 ( Link ) Eine sehr mutige und ehrenwerte Initiative, die voll und ganz zu unterstützen ist. Denn: Kein Fußbreit dem widerlichen Linksfaschismus! Null Toleranz gegenüber Kommunisten und Linksfaschisten! Und wenn es so etwas wie PI wird, wie hier z.T. gemutmaßt wird - was soll daran so schlimm sein? Die sorgen wenigstens bereits für einigen Wirbel. Um diesen Wirbel zu erhöhen, muss die Sache freilich konsequent weiterverfolgt werden. Das gilt auch für die Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus, von heute auf Morgen ändert eine Internetseite eben nicht das ganze Land, aber das Internet ist doch fast die einzige realistische Chance. Die linke Gefahr bekämpfen und ächten! Frank Martin, am 15. Juli 2009 um 16:58 ( Link ) Zunächst wäre freilich klarzustellen, welche politischen Gewalttäter als links gelten können. Hier sollte m. E. aus guten Gründen nicht vor den National-Sozialisten haltgemacht werden, denn sie sind im historischen Kontext nicht weniger als links anzusehen, als ihre roten feindlichen Brüder im Geiste. Anderenfalls folgte man völlig unnötig und widersinnig einer stalinistischen Sprachregelung, nach der Sozialisten dann als "faschistisch" und "rechts(extrem)" zu gelten haben, wenn sie ihr übles Treiben auf eine Nation beschränken. Goldelse, am 15. Juli 2009 um 17:00 ( Link ) Für die linken Randalierer ist doch jeder rechtsextrem, der das System kritisiert. Für die sind wir hier alle extrem. Die haben die Formulierung so verwässert, dass rechts (was ist das, keiner trauert hier wohl einem Naziregime nach, das dem Sozialismus ein Zwilling mit anderer Haarfarbe war)bis rechtsextrem dasselbe sein sollen. Autobahn geht gar nicht... Lächerlich. Marco Kanne, am 15. Juli 2009 um 17:37 ( Link ) Carl, bitte lies Dir den (Links-)Extremismus-Begriff durch, auf dessen Grundlage die IDS operiert. Es ist nicht die Mainstream-Definition: Frank Martin, ich halte diese zwar für nicht ganz falsch, allerdings der Öffentlichkeit kaum für vermittelbar. Die NPD wird allgemein als "rechte" Partei verstanden. Dass sie ideologische Positionen vertritt, die ideengeschichtlich alles andere als "rechts" sind, spielt nun einmal gar keine Rolle. Du kannst Dir aber sicher sein, dass die IDS im Rahmen ihrer Arbeit natürlich auch Fragen wie "Wie links ist die NPD?" usw. anpacken wird. Ernst-Gottlieb von Emhofen, am 15. Juli 2009 um 17:57 ( Link ) Sehr geehrter Herr Kanne, herzlichen Glückwunsch und auch meinen Dank für dieses mutige Projekt. Zu Ihrer Diskussion mit Carl kann ich vielleicht empfehlen, den Begriff des Extremismus, der lediglich eine Devianz von der gesellschaftlichen Mehrheitsmeinung bezeichnet (damit wäre ein gemässigter Muslim in einer sonst radikalislamischen Gesellschaft ebenfalls Extremist) durch den wesentlich präziseren Begriff des Totalitarismus zu ersetzen. Dieser umschreibt schliesslich den Wunsch einer Einzelperson oder einer Gruppe, sämtliche Handlungen einer Gesellschaft einem gewünschtem, vorgegebenem Muster zu unterwerfen. Damit würde dieser Begriff deutlich auf Neo-Nazis und Antifas zugleich zutreffen, nicht aber auf Liberale, sollten diese auch noch so radikal sein. Mit freundlichen Grüssen Ernst-Gottlieb von Emhofen Ernst-Gottlieb von Emhofen, am 15. Juli 2009 um 18:02 ( Link ) Nachtrag an Herrn Kanne: Vielleicht wäre es geschickter, nicht so sehr auf Linksextremismus zu setzen, sondern auf freiheitsfeindliche Bestrebungen im Allgemeinen. Wenn Sie sich auch noch deutlich gegen alles aussprechen, was heutzutage als "rechtsextrem" bezeichnet wird, würden Sie sich nicht so stark den üblichen Verdächtigungen aussetzen. Marco Kanne, am 15. Juli 2009 um 18:04 ( Link ) Ernst-Gottlieb von Emhofen, im Sinne des IDS-Begriffs ist Extremismus ja de facto als Totalitarismus definiert. Steve_Standish, am 15. Juli 2009 um 18:29 ( Link ) @Marco Kanne Was mich eher interessiert ist, ob eure Linksextremismus-Definition sinnvoll ist. Viele Grüße von Steve Ernst-Gottlieb von Emhofen, am 15. Juli 2009 um 19:08 ( Link ) Sehr geehrter Herr Standish, denken Sie denn, die von Ihnen genannten Akademiker hätten eine wesentliche Auswirkung auf die Politik von morgen? Die meisten der genannten waren mir bis eben unbekannt, ich habe vor ein paar Wochen eine Dissertation von Cockshott/Cottrell gelesen, die das Misessche Kalkulations-Dilemma zu widerlegen versuchte, was in der geradezu Mitleid erregenden Behauptung gipfelte, der Sozialismus hätte eben nur noch nicht die Chance gehabt sich "richtig" zu entwickeln, aber wenn man es nur noch ein paar hundert Mal versucht, würde es irgendwann klappen (Der vielsagende Schlußsatz lautete so ähnlich wie "Let a hundred flowers blossom!"). Ich denke, diese Leute hatten ihre Chance Mitte des 20. Jahrhunderts gehabt, aber die Zeit der großen Ismen ist vorbei, jetzt geht es eigentlich nur noch um die Frage: Soziale Marktwirtschaft oder marktwirtschaftlicher Sozialismus? Sich mit solcherlei Elfenbeinturmkämpfchen zu beschäftigen wäre dabei blosse Zeitverschwendung. Mit freundlichen Grüssen Ernst-Gottlieb von Emhofen Max, am 15. Juli 2009 um 19:44 ( Link ) Ich kenne viele Linke, auch wenn ich selbst mich als Liberaler verstehe, und sehe da einfach eine Lücke in eurem Ansatz, denn ihr krisisiert ja offenbar nicht nur kriminelle Steinewerfer, sondern die Struktur linken Denkens. Wenn (etwas rechtere) Linke (etwas linkere) Linke kritisieren, dann ist das in der Tat belustigend. Offenbar hat man die "guten" alten Zeiten des vorletzten Jahrhunderts, als man noch Schulter an Schulter gegen die "Fesseln" der alten Ordnung kämpfte, schon wieder vergessen. Der Begriff "Marktsozialist" verdeutlich den geistigen Drahtseilakt des herbeiphantasierten Pseudo-Gegensatzes zwischen (Alt-)Liberalen und Sozialisten auf geradezu humoristischer Weise. "Die übliche Gegenüberstellung von Kommunismus und Kapitalismus beruht auf einer juristischen Tatsache von geringer historischer Bedeutung. Daß das Eigentum an den Produktionsinstrumenten hier ein Individuum und dort eine Gemeinschaft als Rechtssubjekt hat, ist ein spezifischer Unterschied, der nicht die allgemeine Identität beider Systeme verändert. Die Beziehung zwischen Mensch und Welt ist gewiß wichtiger als die Beziehung zwischen Mensch und Eigentumsrecht." Marco Kanne, am 15. Juli 2009 um 19:55 ( Link ) Steve_Standish, immer mal langsam mit die jungen Pferde. Die IDS ist doch gerade erst gestartet. ;) Darüber hinaus halte ich die aktuelle Definition für mehr als ausreichend, denn nein, die "Struktur linken Denkens" zu kritisieren ist nicht Aufgabe der IDS. Dafür sind wir auch zu sehr praktisch orientiert. Diese Strukturkritik gehört in die akademisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung. Die IDS dokumentiert inksextremistische Gewalt und analysiert die Realität der linksextremistischen Szene. Auf die Ideologie wird nur soweit eingegangen, wie diese als Rechtfertigung für die praktische Gewalt der Linksextremisten herangezogen wird. Alles andere ist mir auch recht schnuppe. Zu einer freien und offenen Gesellschaft gehören schließlich Linksaußen wie Rechtsaußen nun mal dazu. Steve_Standish, am 15. Juli 2009 um 19:57 ( Link ) @Max: "Die übliche Gegenüberstellung von Kommunismus und Kapitalismus beruht auf einer juristischen Tatsache von geringer historischer Bedeutung. Daß das Eigentum an den Produktionsinstrumenten hier ein Individuum und dort eine Gemeinschaft als Rechtssubjekt hat, ist ein spezifischer Unterschied, der nicht die allgemeine Identität beider Systeme verändert. Die Beziehung zwischen Mensch und Welt ist gewiß wichtiger als die Beziehung zwischen Mensch und Eigentumsrecht." Ein dämliches Zitat, ein ganz dämliches. ??? Steve Standish Steve_Standish, am 15. Juli 2009 um 20:01 ( Link ) @Marco Kanne Ist ok, es gibt übrings gute Texte gegen Links von Günther Rohrmoser und Konrad Löw, nur als Tip. Ihr könntet die ja verlinken o.ä., ganz wie ihr wollt. Grüße von Steve DhimmiDerHund, am 15. Juli 2009 um 20:40 ( Link ) @Marco Kanne Zu einer freien und offenen Gesellschaft gehören schließlich Linksaußen wie Rechtsaußen nun mal dazu. Sie gehören wohl dazu, aber ich persönlich sehe nicht wirklich, dass die Extreme in irgendeiner Weise positiv für eine freiheitliche Gesellschaft sein sollten. Steve_Standish, am 15. Juli 2009 um 20:51 ( Link ) @Ernst-Gottlieb von Emhofen: ich halte es lediglich für sinnvoll, sich mit dem Gedankengut des Linksextremismus ernsthaft zu beschäftigen statt ihn nur vom Hörensagen zu kennen. Ich persönlich habe in den siebziger Jahren, als ich in Frankfurt studiert habe und mich als Marxist verstand, neben Marx auch v.a. Hayek, Sraffa und Friedman gelesen. Das haben andere Linke damals sträflich versäumt, die waren nur in den elend langweiligen Kapital-Lesekursen. Heute verstehe ich mich als Liberaler, und ich lese trotzdem Negri, Holloway und Cockshott/Cottrell. Das sind ja kluge Köpfe und gute Analytiker, auch wenn ich heute ihr Denken als utopisch und in letzter Instanz totalitär ablehne. Viele grüße von Steve Max, am 15. Juli 2009 um 20:58 ( Link ) Das Eigentumsrecht und somit die Beziehung zwischen Mensch und Eigentumsgegenstand stehen für Gómez Dávila offenbar außerhalb der "Welt". Das haben Sie falsch verstanden. Dávila spricht von einer "juristischen Tatsache von geringer historischer Bedeutung." Will heißen: Die Sozialisten marschieren in das selbsterbaute Paradies des ewigen (materiellen) Wohlstandes mithilfe der Gemeinwirtschaft, die Liberalen mithilfe einer privatwirtschaftlichen Preislenkung. Beide Ideologien sind, konsequent zu Ende gedacht, materialistisch. Die Unterscheidung in materialistisch und nicht-materialistisch ist wesentlich tiefgreifender, sinnvoller und daher angebrachter als eine Unterscheidung in "privateigentumsfreundlich" und "kollektiveigentumsfreundlich". Liberalismus wie Sozialismus sind artverwandte Sprößlinge des Modernismus. Sie haben identische Grundannahmen (=Dogmen) bezüglich des "Wesens" des Menschen und der Welt. Liberale und Sozialisten eint die Fortschrittsreligion. Und wenn man sich einmal mit etwas anderem als orientierungsloser, "pragmatischer" 20-Jhd.-Literatur beschäftigt, dann bezeichnet man Feststellungen dieser Art nicht mehr als "dämlich". Steve_Standish, am 15. Juli 2009 um 21:00 ( Link ) DhimmiDerHund schreibt: "Sie gehören wohl dazu, aber ich persönlich sehe nicht wirklich, dass die Extreme in irgendeiner Weise positiv für eine freiheitliche Gesellschaft sein sollten. Im Prinzip haben Sie recht. Nazis sind wirklich das Letzte, die haben mit Liberalismus rein gar nichts zu tun. Freiheit und völkisches Denken und Antisemtismus das passt nicht. Genausowenig passen aber Planwirtschaft und linke Gleichmacherei zu einer freiheitlichen Gesellschaft. Viele Grüße von Steve Ernst-Gottlieb von Emhofen, am 16. Juli 2009 um 0:51 ( Link ) Sehr geehrter Herr Standish, auf Ihr Anraten hin habe ich mich noch einmal ein wenig mit Herrn Cockshott beschäftigt. denn die kritisieren selber ganz heftig die sowjetische Planwirtschaft und den StaatssozialismusDafür habe ich bei Herrn Cockshott keinerlei Anhaltspunkte feststellen können. Der wesentliche Unterschied zwischen den Planwirtschaften der Vergangenheit und seiner Utopie ist der, daß er mittels Computertechnologie den Kapitalgütermarkt und mittels Abstimmungen per SMS den Konsumgütermarkt ersetzen möchte. Da mag man sich doch Fragen, weshalb die "Kapitalistenklasse" auf diese Ideen nicht selbst gekommen ist. Antwort: Obiges System bietet keinerlei Ersatz für ein Marktsystem mit Preisen, die tacit knowledge beinhalten, welches kein Computerprogramm der Welt berechnen kann. Und es bietet noch viel weniger Ersatz für gute Unternehmer. Denn, wo sollen denn in Herrn Cockshotts Wolkenkuckucksheim all die kreativen Zerstörer herkommen, die die Marktwirtschaft zu dem machen, was sie ist? Woher kommen denn all die Gates', die Waltons, Daimlers, die Fords und wie sie alle heissen? Doch ich habe ein noch viel grundsätzlicheres Argument gegen all die Utopisten, die ständig aus irgendwelchen Löchern kriechen: Menschliche Gesellschaften sind viel zu komplexe und launische Gebilde, als daß man sie am Reissbrett entwerfen könnte. Jede geplante Gesellschaft wird früher oder später unter der Last der unbeabsichtigten Nebeneffekte durch die Planung zusammenbrechen. Mit freundlichen Grüssen Ernst-Gottlieb von Emhofen SHSH, am 16. Juli 2009 um 10:10 ( Link ) wo bleibt eigentlich die Prämie der Versicherungen für einen Kopfgeldjäger? Wäre genau mein Ding, "Anti"fas auf frischer Tat ertappen und, ähem, außer Gefecht setzen. Martin Möller, am 16. Juli 2009 um 10:32 ( Link ) Unterstützung des linken Terrorismus ist der Demokratie wesenseigen. Es gibt überhaupt keinen wesentlichen Unterschied zwischen Demokratentum und linkem Terror (terreur). Das zieht sich durch die gesamte Demokratiegeschichte hin und hat schon mit der Französischen Revolution, bei Lichte betrachtet sogar lange vorher eingesetzt. Der linke Terror kann nur zusammen mit de Demokratie bekämpft und besiegt werden, tertium non datur. Max, am 16. Juli 2009 um 12:27 ( Link ) Sehr richtig, werter Herr Möller! Jeder "moderne", sprich rechts- und gewaltmonopolistische sowie ausschließlich durch die Göttin der Vernunft legitimierte Staat ist per definitionem als links zu bezeichnen - in so gut wie allen Ausprägungen kann man ihn mit linkem Terror gleichsetzen. Martin Möller, am 16. Juli 2009 um 13:26 ( Link ) Was fasziniert den eigentlich an dem Blog "Achse des Guten"? Ich finde den äußerst langweilig, überflüssig und extrem heuchlerisch. Wiseo lesen Leute diesen Mist? Das wüßte ich mal gern! Waldmeister, am 16. Juli 2009 um 14:45 ( Link ) Möchte meinen beiden Vorrednern da unbedingt zustimmen. Es ist schließlich kein Zufall, daß derartige Umtriebe gerade im volksherrschaftlichen Biotop (und zwar ausschließlich dort, wie ein Blick in die Geschichte aufzeigt) bestens gedeihen. Insofern hilft es natürlich auch keinen Deut, wenn allerorten verzweifelt "Extremismus"-Watchportale aus dem Boden gestampft werden, die einen Scheingegensatz zwischen "aufrechten Demokraten" (für diese Stilblüte an dieser Stelle von mir nochmals ein großes Dankeschön an Herrn Böttcher!) und "Extremisten" oder sonstigen eingebildeten Polen konstruieren. Ach ja: bezüglich der Gretchenfrage von wegen der "Volksherrschaft" sind die Neulibertären bislang noch jede klare Positionierung schuldig geblieben. Da macht die Kollaboration mit Akivisten von irgendwelchen "libertären Plattformen" die Umrisse leider auch nicht schärfer. Frank Martin, am 16. Juli 2009 um 14:58 ( Link ) Frank Martin, Halten wir "die Öffentlichkeit" nicht für dümmer, als sie ist! Jeder regimeferne ältere Mensch, der im Gebiet der DDR noch Nazi-Sozis und danach DDR-Sozis selbst kennengelernt hat, weiß um die marginalen Unterschiede. "Gott schenke uns ein Fünftes Reich, das Vierte ist dem Dritten gleich" war ein in der frühen DDR beliebter Spruch. Die wirklich entlarvenden Reaktionen der rot-linkischen Kanaillen erntet man doch erst, wenn man gar nicht erst zu trennen versucht, was doch zusammengehört. karen meiser, am 16. Juli 2009 um 17:19 ( Link ) Die Stigmatisierung von Konkurrenten ist Teil des Planspiels und dient auch immer des Selbsterhöhung. Den Part des Juden übernimmt heute der Nazi, und es ist immer praktikabel, den Haß, die Empörung und überhaupt alle Emotionen der Masse auf einen greifbar-unbegreifbaren Gegner zu lenken. Ein ganzer Industriezweig lebt von der beschworenen Gefahr, von daher ist das IDS zwar ein Vorhaben voller Idealismus, zeugt aber dennoch von der grotesken Hoffnung, mit seinen Analysen in die Masse oder auf maßgebliche Stellen wirken zu können. Ansonsten ist es wohl eher libertär, ein Sammelsurium an Meinungen, auch abwegiger Meinungen, zuzulassen, ja ihre Zulassung geradezu zu fordern und zu fördern, aber sich dagegen zu stemmen, wenn Meinungsträger und Meinungen mit unlauteren Mitteln diskreditiert und verfolgt werden, wie es beim „Kampf gegen Rechts“ stattfindet. Natürlich ist solch eine Liberalität, ebenso wie ein funktionierender Sozialismus oder anständiger Kapitalismus, in einer Massengesellschaft Utopie, und der machthabende „Bekämpfer des Bösen“ läßt sich das (Definitions-)Monopol zur Aufhetzung der Massen nicht aus der Hand nehmen. Martin Möller, am 16. Juli 2009 um 18:58 ( Link ) Kanne versucht seine Bezihung zu PI herunterzuspielen. Dabei war schon bei der "Blauen Narzisse" völlig klar, daß dieselben Leute bzw. Kräfte hier Pate stehen. Das Ganze ist wirklich ein Trauerspiel - oder Subversion? Steve_Standish, am 16. Juli 2009 um 22:15 ( Link ) Martin Möller schreibt: "Der linke Terror kann nur zusammen mit der Demokratie bekämpft und besiegt werden, tertium non datur". Also möchten Sie eine rechte Diktatur. Ich denke, Sie schießen entschieden übers Ziel. Die Demokratie ist ganz eindeutig die beste Regierungsform (was Verbesserungen an bestehenden Demokratien bei Leibe nicht ausschließt!!!) und jedwede Diktatur eine schlechtere Alternative. Da stehe ich ganz in der liberalen Tradition von Karl Popper und Hans Albers. Sie sollten die demokratischen Spielregeln achten und mit Überzeugungsarbeit für Ihre Ideen werben. Sie mit Gewalt gegen die Mehrheit durchzusetzen führt zu einer Diktatur und damit zu Instabilität und Ineffizienz. Eine liberale Demokratie mit freien Märkten und einem den Wettbewerb garantierenden "schlanken" Staat ist die beste denkbare Ordnung. Viele Grüße von Steve Martin Möller, am 16. Juli 2009 um 22:23 ( Link ) Lieber Steve, dickbrettbohrer, am 16. Juli 2009 um 23:29 ( Link ) Laternen überall. Max, am 16. Juli 2009 um 23:33 ( Link ) Die Demokratie ist ganz eindeutig die beste Regierungsform. Und dieses unumstößliche Dogma steht noch einmal wo? Wie kann "jedwede Dikatur" schlecht, die Mehrheitsdiktatur jedoch gut sein? Weshalb konnte sich kein nennenswerter abendländischer Denker jemals für die Pöbelherrschaft als Organisationsform des Gemeinwesens erwärmen? Und wie in Gottes Namen kann ein Rechts- und Gewaltmonopolist dauerhaft "schlank" bleiben - sind Sie Altruist? Fragen über Fragen... ;-) Ihre esoterisch-irrationalen Glaubensbekenntnisse zum Schwatzbudismus sind ja kaum auszuhalten. Hans-Hermann Hoppe ist zuzustimmen, wenn er schreibt, dass "sie [die Demokraten] mit offener Verachtung behandelt und als moralische Betrüger lächerlich gemacht werden [sollen]." Anders lässt sich dieses Krebsgeschwür wohl nicht klein kriegen. Waldmeister, am 16. Juli 2009 um 23:47 ( Link ) Zumindest bezüglich der "Schlankheit" im altliberalen Minimalstaatsphantom, lieber Max, kann Ihnen wohl geholfen werden. Sehen Sie selbst. Jürgen Hodler, am 17. Juli 2009 um 0:58 ( Link ) @standish „Beides ist unliberal und zielt auf eine utopische Revolutionierung der Gesellschaft statt auf friedlicher Überzeugungsarbeit und Bodenständigkeit.“ Dann läßt dies wohl den Schluß zu, daß das Treiben der altliberalen Bourgeoise im 19. Jahrhundert partout als unliberal zu bezeichnen ist. Ich sag’s ja immerzu: Freiheitlichkeit und Altiberalismus sind zwei Paar Stiefel. „Statt dessen sollte ein gut organisierter Staat die Spielregeln des Marktes durchsetzen. Kein entarteter Versorgungsstaat, aber auch kein regelloser Markt ohne allgemeines Rechtssystem.“ „Gut organisiert“, da will es mich doch frösteln. Also da ist mir die im Orbis Catholicus eh wohlbeheimatete Schlamperei dann doch um Längen lieber als ein gut organisiertes und zu allem Überdruß noch effizientes Staatswesen altliberalen Zuschnitts. Wie heißt es doch? Wer die Effizienz predigt, der predigt auf Dauer den Tod. Da frage ich mich schon, wie man nach den grausigen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts überhaupt noch vom gut organisierten bzw. effizienten Staatswesen träumen kann. Nun, unlängst hat Mitdiskutant M. S. im Strang „Beten für Obama: Papst Benedikt spricht sich für globale Wirtschaftslenkung aus“ gerade im Hinblick auf das altliberale Wirken Goethes Zauberlehrling bemüht und es versteht sich von selbst, daß mir dies einen gar gewaltigen Lacher entlockt hat. Ja ja, die altliberalen Zauberlehrlinge in ihrer Eigenschaft als Speerspitze jener – um Adorno zu bemühen – irrationalen Rationalität, welche gemeinhin auch als „Aufklärung“ bekannt ist. Wollte der Altliberalismus doch unter Aufbietung seines ganzen „rationalen“ Potentials dem geschätzten „Individuum“ endlich zu seinem Recht, zu Mündigkeit, Selbstständigkeit, irdischem Wohle und Fortschritt verhelfen. Allerdings offenbarten sich die Altliberalen in der Tat als jene Zauberlehrlinge, die – einmal so richtig in Fahrt – partout nicht mehr zur Ruhe kommen wollten und so entfaltete sich alsbald eine totale Rationalisierung im Dienste einer mit Blindheit geschlagenen Herrschaft. Der angestrebten Naturbeherrschung im „aufgeklärten“ Sinne folgte die totale Herrschaft über dem Menschen bekanntermaßen auf dem Fuße. Sowohl Natur- als auch Menschenbeherrschung ruhen ja auch auf denselben Prinzipien: Jene Ungleichen, welche sich partout nicht in die rationalistisch ausbaldowerten Kategorien – siehe insbesondere die altliberalen Zentralisierungen und Rechtsnivellierungen - fügen wollten, wurden so lange gleichgeschaltet, bis der Widerspruch zum System in vollem Umfange getilgt war. War dies auf direktem Wege nicht möglich – siehe die Französische Schlächterei –, dann wurden die Ungleichen ganz einfach ausgerottet. Von der "aufgeklärten" Duldsamkeit - von wegen "friedliche Überzeugungsarbeit und Bodenständigkeit - war bekanntlich recht schnell nichts mehr zu spüren. Hier heiligte der Zweck nämlich wirklich alle Mittel und so sollte sich wie von selbst verdeutlichen, warum das altliberale Revoluzzertum in der Tat als die große Zäsur in der abendländischen Geschichte anzusehen ist. Dank dem altliberalen Wirken wurde das angeblich befreite „Individuum“ zu guter Letzt zum ohnmächtigen Glied in einer restlos verwalteten Gesellschaft, welche sich in einem erkünstelten Verwahrungsapparat im demokratischen Gewande zeigt. Aber das macht nichts, man träume ganz "pragmatisch" weiter von der idealen Demokratie und vom „gut organisierten“ Staatswesen. Es darf allerdings durchaus gefragt werden, wie dieser Idealzustand im demokratischen Kontext überhaupt zu realisieren ist. Da dürfte sich der altliberale Zauberkünstler wohl wieder in der Irrationalität seiner Fortschrittsreligion verlieren. Das Versagen des Zauberstabes wird dann mit einer peinlichen und überaus verräterischen Floskel aus der Welt geschwatzt: „Durch Aufklärung!“ Jürgen Hodler, am 17. Juli 2009 um 1:15 ( Link ) @Max "Und dieses unumstößliche Dogma steht noch einmal wo?" Was für eine Frage! Das ist der erste Satz im demokratischen Glaubensbekenntnis. "Wie kann "jedwede Dikatur" schlecht, die Mehrheitsdiktatur jedoch gut sein?" Nicht verzagen, den Demokrat fragen. Aber dies wird wohl sein Geheimnis bleiben. Schlußendlich ist es wohl doch so, daß der Wille zur Macht in rein demokratischer Verkleidung sein Meisterstück damit vollendet hat, daß dem Freiheitsgefühl des nach Belieben austauschbaren "Individuums" mit der vollkommensten Knechtung, die es je gegeben hat, sogar noch geschmeichelt wird. Also in dieser Hinsicht kann Oswald Spengler schwerlich widersprochen werden. Steve_Standish, am 17. Juli 2009 um 8:20 ( Link ) @Max: "Und dieses unumstößliche Dogma steht noch einmal wo? Wie kann "jedwede Dikatur" schlecht, die Mehrheitsdiktatur jedoch gut sein? Weshalb konnte sich kein nennenswerter abendländischer Denker jemals für die Pöbelherrschaft als Organisationsform des Gemeinwesens erwärmen? Und wie in Gottes Namen kann ein Rechts- und Gewaltmonopolist dauerhaft "schlank" bleiben - sind Sie Altruist?" Mein Kommentar: "Fragen über Fragen... ;-) Ihre esoterisch-irrationalen Glaubensbekenntnisse zum Schwatzbudismus sind ja kaum auszuhalten. Hans-Hermann Hoppe ist zuzustimmen, wenn er schreibt, dass "sie [die Demokraten] mit offener Verachtung behandelt und als moralische Betrüger lächerlich gemacht werden [sollen]." Anders lässt sich dieses Krebsgeschwür wohl nicht klein kriegen". Mein Kommentar: Zur Kritik an Hoppes Unsinn empfehle ich übrigens folgenden Text: Steve SHSH, am 17. Juli 2009 um 8:38 ( Link ) ist "nach Gewalt geifern" ein Kriterium für Faschismus? Weil dann muß man den Demokraten auch hier einordnen. Der AchGut-Artikel stammt von zwei vom Staat bezahlten Handlangern, darf also niemanden wundern. Max, am 17. Juli 2009 um 10:05 ( Link ) Sie müssen schon im Leben Kompromisse suchen und können nicht aus persönlicher Überheblichkeit und Selbstüberschätzung die Mehrheit der Menschen zwangsbeglücken mit ihren persönlichen Wertvorstellungen, die keine Abweichung tolerieren. So geht das nicht. Von Zwangsbeglückung habe ich nie gesprochen. Sie reden im Übrigen der gewaltsamen Zwangsbeglückung von Minderheiten das Wort. Sie müßen im Leben auch mit Minderheiten Kompromisse suchen. So geht das nicht. Hoppe ist eindeutig kein Liberaler, auch wenn vieles an seiner Staatskritik richtig ist. Seine Schlußfolgerungen sind aber irrsinnig und unlogisch, sh. den angegebenen Link. Unlogischer als die Folgerung, dass die Monopolisierung des Rechts und die Monopolisierung der Sicherheit zu einer Erhöhung der Qualität selbiger führt, können Hoppes Schlußfolgerungen wohl kaum sein. Denn Ihr Glaube an Monopole ignoriert einfachste ökonomische Sachverhale, die jedem Kleinkind verständlich gemacht werden können. Faschismus Der "klassische" Faschismus ist Ihrem vulgären Esoterik-Demokratismus intellektuell sicherlich überlegen. Nichtsdestotrotz weiß ich nicht, wie Sie mich als "Faschist" bezeichnen können. Habe ich meine Abneigung gegenüber allen materialistischen Ideologien nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht? War Aristoteles ein Faschist? Cicero? Rousseau (mit Abstrichen)? Die "Faschismus"-Praktik ist bekanntlich ein von Demokraten geliebtes Spielchen um die Fruchtlosig- und Widersprüchlichkeit der eigenen Ideologie zu übertünchen. Mich können Sie damit freilich nicht beeindrucken. Also wenn für Sie Menschen mit anderer Meinung, die auf Überzeugungsarbeit statt Gewalt und Diktatur setzen ein "Krebsgeschwür" sind, dann erübrigt sich hier jede weitere Debatte, [...] Überzeugen kann mich die BRD-Demokratie nicht. Trotzdem werde ich mit Gewalt der Mehrheitsdiktatur gefügig gemacht. Und im historischen Kontext kann diese "Überzeugungsarbeit" -siehe Jürgen Hodlers Beitrag- nur als Witz verstanden werden. Ein Haufen Hundescheisse hat eine höhere Legitimität als die BRD. Folglich ist dieser demokratisch organisierte Untrdrückungsapparat der ständigen Rechtsanmaßung als kriminelle Organisation zu werten. Und gewaltsame, kriminelle Machenschaften sind selbstverständlich von jedem "aufrechten Antidemokraten" als Krebsgeschwür zu bekämpfen. Wenn eine physische Entfernung notwendig und angebracht ist, dann soll es so sein. Sie brauchen keine Empörung zu heucheln, denn die Anwendung und Androhung von Gewalt ist notwendige Voraussetzung der Pöbelherrschaft. Auf eine andere Weise läßt sich der Verfassungs-Schwindel ja offensichtlich nicht durchsetzen. EmilS, am 17. Juli 2009 um 11:40 ( Link ) Von einer Mehrheitsdiktatur kann in der heutigen BRD doch keine Rede sein. Hier bestimmt und terrorisiert eine wählende Minderheit die große Mehrheit. Steve_Standish, am 17. Juli 2009 um 13:26 ( Link ) Max schreibt: "Von Zwangsbeglückung habe ich nie gesprochen. Sie reden im Übrigen der gewaltsamen Zwangsbeglückung von Minderheiten das Wort. Sie müßen im Leben auch mit Minderheiten Kompromisse suchen. So geht das nicht." Mein Kommentar: Max schreibt: Mein Kommentar: Max schreibt: Mein Kommentar: Viele Grüße von Steve Max, am 18. Juli 2009 um 13:25 ( Link ) Gewaltfreiheit Ich hatte bisher nicht das Gefühl, Steuern und Sozialversicherungsabgaben freiwillig zu bezahlen. Sie etwa? Und bei einem Macht- und Unterdrückungsapparat, der etwa 50% der (immensen) Wirtschaftskraft eines „entwickelten“ Landes verschlingt, kann es mit dem propagierten „Diskurs“ oder der „Übereinkunft“ nicht weit her sein. Wer keine Autorität hat, wendet Zwang an. Von „Freiwilligkeit“ kann angesichts der im 19ten und 20ten Jahrhundert ins Leben gerufenen Schnüffel- und Polizeistaaten keine Rede sein! Also was soll dieser Blödsinn? Sie werfen mit Propagandabegriffen um sich, die jeglichen Bezug zur Realität vermissen lassen und von jedem Gehirnamputierten entkräftet werden können. Umgekehrt muß die Mehrheit nicht jedem Einzelnen allzu viele positive Vorschrtiften machen (denn sonst ist die Demokratie nicht FREIHEITLICH). Wie kann man verhindern, dass sich der demokratisch organisierte Gewalt- und Rechtsmonopolist (mit all den sich aus der Monopolisierung ergebenden Negativanreizen) zu einer „von Demagogen angereizte und unsicher gesteuerte Herrschaft des Mobs“ (H.H. Hoppe) entwickelt? Ihre subjektiv-moralischen (und herzzerreißenden) Wunschvorstellungen der Marke „man sollte“ oder „man müßte“ interessieren doch kein Schwein. Moral ist in einem „aufgeklärten“ Staat Privatsache und damit gleich-gültig. Folglich kennt der „Volkswille“ auch keinerlei Grenzen, da können Sie noch so viele Plädoyers für Ihren Ersatzgott „Selbstbestimmung“ veröffentlichen. Wo sollen diese Grenzen auch herkommen? Gott wurde von Ihrer Zunft schließlich erfolgreich „abgeschafft“. Recht ist in einem modernen Volksstaat nicht mehr, sondern wird gemacht. Wie Jürgen Hodler bereits schrieb, markiert diese Entwicklung eine Zäsur in der abendländischen Geschichte. Zu allem Überfluss wird die von den Aufklärern angehimmelte „zentrale Gestaltung des Rechts“ (ein Widerspruch in sich!) rein quantitativ, d.h. unabhängig von wahr oder falsch, bestimmt. Der gewalt- und rechtsmonopolistische Nationalstaat wird damit zu einem Spielball des „Volkswillens“, der wiederum von zig Interessengruppen beeinflusst wird. Analog zur Moral verkommt das Recht zu einer Hure des Zeitgeistes. Das seiner Menschlichkeit beraubte, von allen moralischen Denkkorsetten „befreite“ Individuum ist folglich ein leichtes Opfer für urdemokratische Volksverhetzer wie Lenin oder Hitler. Am Ende muß eine nomative Übereinkunft stehen, sonst herrscht blanke Willkür und das Recht des Stärkeren, aber keine freiheritliche Ordnung. Ihr Dogma, wonach die Mehrheit der Menschen eher zur Freiheit als zur Gleichheit tendiert, wurde von allen nennenswerten Denkschulen und Großreligionen argumentativ, sowie vom Verlauf der letzten Jahrhunderte empirisch widerlegt. Ihr (wahrscheinliches) Gegenargument, wonach dem horizontalen Druck einer atomistischen Volksherrschaft mithilfe eines bedruckten Papierplattes (Verfassung, „Grundrechte“ etc.) begegnet werden kann, zieht wohl nur bei gehirngewaschenen Mustersklaven wie Ihnen. Mir ist kein Grund bekannt, weshalb ich einem Blatt Papier, welches nicht eigenhändig von mir geschrieben oder unterzeichnet wurde, einen normativen Charakter beimessen soll. Steve_Standish, am 19. Juli 2009 um 15:04 ( Link ) @Max: Ihre völlig niveaulosen Haßtiraden zeigen, daß bei Ihnen ein hoher Emotionalisierungsgrad und wenig Verstand die Feder leiten. Auf meine Beträge gehen Sie leider mit keinem Wort ein, weil Ihr totaler Haß und Vernichtungswille gegen alles und jeden, der nicht Ihre Weltsicht teilt, Ihre Wahnehmungsfähigkeit komplett abdichtet. An unserem hiesigen Staat habe ich vieles zu kritisieren, aber daß er mich vor geifernden, mordlustigen Extremisten von links und rechts schützt, rechne ich ihm hoch an. Viele Grüße von Steve Waldmeister, am 19. Juli 2009 um 19:39 ( Link ) @Steve_Standish: ...links und rechts...Und wer oder was genau ist links und rechts? Was machen die so? Max, am 19. Juli 2009 um 19:43 ( Link ) @ Mehrheitsfetischist: Also wenn es keine "Moral" gibt, kann es auch kein Recht als kodifizierte Moral geben. Mein Rechtsbegriff ist ein anderer als Ihrer. Recht kann per definitionem nicht zentralistisch "gemacht" werden - und schon gar nicht von privilegierten Beamten, die diesem "Recht" nicht unterliegen. Sie bestechen eher durch absolut hirnverbrannte Aussagen wie Den Vorwurf der Dummheit lasse ich mir sicherlich nicht von einem gehirngewaschenen Mustersklaven gefallen, der noch nicht einmal merkt, dass das utopische Gebilde des "demokratischen Rechtsstaates" einen Widerspruch in sich darstellt. weil Ihr totaler Haß und Vernichtungswille gegen alles und jeden, der nicht Ihre Weltsicht teilt, Ihre Wahnehmungsfähigkeit komplett abdichtet. Ja wer hetzt denn anderen Menschen mithilfe eines anonymen Wahlzettels (die Krönung der Feigheit!) die BRD-Steuergestapo auf den Hals? Vielleicht schützen Sie sich ja mit Wattebällchen vor Verbrechern, Strolchen und Dieben. Ich weiß nicht, was an der Aussage, wonach Menschen wie Sie, die keinerlei Skrupel davor haben, auf die hinterlistigste (nämlich anonyme und unpersönliche) Art und Weise in meinem Privatleben herumzupfuschen und mich meines Privateigentums zu berauben, im Notfall physisch zu begegnen ist. Steve_Standish, am 20. Juli 2009 um 16:13 ( Link ) Max schreibt: "@ Mehrheitsfetischist: Mein Kommentar: Viele Grüße von Steve Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
| ||||||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | ||||||||
Stefan Miller, am 15. Juli 2009 um 11:06 ( Link )
"bezahlen Sie erstmal" (Homer Simpson)
was wollen die Herrschaften da machen, um mehr Menschen zu erreichen? Ohne Medienunterstützung bringt das nichts. Und auch dann wird es schwierig, die linksseitige Gehirnwäsche einzudämmen.
Am Ende wird das vermutlich sowas wie "PI", nur mit anderen Schwerpunkten.
PS: Bild berichtet, daß das Opfer einer aktuellen "rechten" Gewalttat selbst ein linker Gewalttäter ist, gegen den jetzt ermittelt wird.