| ||||||||
ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Waffenrecht: Amerikanische Freiheitskultur und deutscher Durchfalljournalismusvon Marco Kanne Beim Thema „Waffen“ nehmen es deutsche Journalisten mit der Wahrheit nicht ganz so genau Der oberste Gerichtshof der USA hat das im Zweiten Zusatzartikel zur Verfassung des Landes garantierte Recht der Bürger, Waffen zu besitzen und bei sich zu tragen, gestärkt. Ein in der Hauptstadt Washington D.C. vor 32 Jahren verfügtes Verbot von Schusswaffen, das zu keiner Absenkung der hohen Mordrate geführt hat, wurde durch die höchsten US-Richter für verfassungswidrig erklärt. Ebenso faktenresistent wie vorhersehbar sind die Reaktionen der deutschen „Qualitätsmedien“ auf das Urteil. „Gericht spricht US-Bürgern Recht auf Waffe zu“, titeln „Die Welt“ und „Der Spiegel“. Und damit beginnt die Desinformation deutscher Medien schon mit der Überschrift. Denn der „U.S. Supreme Court“ hat den US-Bürgern nicht ein Grundrecht zuerkannt, sondern die Unzulässigkeit von dessen Einschränkung festgestellt. „Da eine wohl organisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“, lautet der Text des Zweiten Zusatzartikels zur US-Verfassung. Hier lässt sich einmal mehr der Unterschied zwischen amerikanischer Freiheitskultur und deutscher Verbots- und Erlaubis-Mentalität festmachen. Der Verfassungszusatz konstituiert nämlich nicht ein Recht auf Waffenbesitz, sondern sieht es als vorkonstitutionell gegebenes Freiheitsrecht an, das durch den Staat nicht eingeschränkt werden dürfe. Doch dringen wir tiefer in die Auswürfe deutscher Qualitätsjournalisten ein. Als „große[n] Sieg für die mächtige Waffenlobby in den USA“ bezeichnet der „Stern“ das Urteil und macht damit unmissverständlich klar, wo er steht. Jedenfalls hat die böse „Waffenlobby“, die man ob ihres Kampfes für das Recht auf Selbstverteidigung durchaus auch als Menschenrechtsorganisation bezeichnen könnte, das Verfahren nicht einmal angestrengt. Nein, ein kleiner Wachmann aus der Hauptstadt war es, der sich nach Ansicht des „Sterns“ „auf einen Verfassungsartikel, der allerdings sehr vage formuliert ist“, berufen hat. Was an den klaren, einfachen Worten des Zweiten Verfassungszusatzes „vage formuliert“ sein soll, wird wohl das Geheimnis des linken Boulevardblatts bleiben. Wunderschön ist auch die propagandistische Bebilderung der Berichte. Wo „Der Spiegel“ ein ganzes Arsenal an Knallstöcken zeigt, lässt der „Stern“ gleich eine Pistole auf den Leser richten. Es ist leicht durchschaubar, welche Wirkung damit erzielt werden soll. Und um das Agitprop-Stückchen noch nett abzurunden, startet „Die Welt“ gleich noch eine Umfrage, bei der jede Antwortoption impliziert, dass Waffen eigentlich blöd sind. Dass es auch anders geht, zeigen seriöse Nachrichtenmedien wie CNN. Dort wird der Leser objektiv, faktenrichtig und umfangreich informiert. So lässt man neben den Befürwortern auch die Gegner von Waffenverboten ausführlich zu Wort kommen und erfährt über ihre ganz persönlichen Beweggründe, sich für die Freiheit des Waffenbesitzes starkzumachen. Am häufigsten wird dabei der Schutz vor Kriminellen genannt, deren Opfer nicht wenige Waffenfreunde schon selbst geworden sind. Neben diesem naheliegenden Grund spielt aber auch noch ein anderer Faktor eine gewichtige Rolle für das Verlangen vieler Amerikaner, eine (Schuss-)Waffe zu besitzen. Es ist die tiefe Verwurzelung der Freiheitsidee in der amerikanischen Kultur, die zu der Überzeugung beiträgt, dass Leben, Freiheit und Eigentum notfalls mit Waffengewalt gegen äußere Aggressoren oder eine tyrannische Regierung verteidigt werden müssen. Wo sich staatshörige Deutsche bei jeder noch so unverschämten Bevormundung wegducken und das Maul halten, überlegt sich eine US-Regierung dreimal, wie weit sie gehen kann, ohne von bewaffneten, wehrhaften Bürgern aus dem Amt gejagt zu werden. Was jedoch treibt das mediale Establishment hierzulande zu ihrer waffen- und freiheitsfeindlichen Propaganda? Die Argumentation folgt meist dem gleichen Muster: mehr Waffen führten zu mehr Gewalt und Mord, was man schließlich an der höheren Mordrate der USA im Vergleich zu beispielsweise Deutschland sehen könne. Doch was ist wirklich dran an dieser Behauptung? Zuerst einmal ist ein direkter Vergleich USA-Deutschland gar nicht seriös. Anders als in der Bundesrepublik ist in den Vereinigten Staaten der jeweilige Bundesstaat für das Waffenrecht zuständig. Und dadurch gibt es so viele unterschiedliche Gesetze wie es Bundesstaaten gibt. Gilt in New Hampshire beispielsweise ein sehr freiheitliches Waffenrecht, das fast keine Einschränkungen kennt, muss man im Gegensatz dazu im Bundesstaat Maryland eine staatliche Lizenz für den Erwerb einer Schusswaffe vorweisen. Diese erhält man jedoch nur, wenn man ein „berechtigtes Interesse“ glaubhaft machen kann, weil man beispielweise im Sicherheitsbereich arbeitet oder das zweifelhafte Glück hat, „mit dem Tode bedroht“ zu werden. Interessanterweise ist das extrem regulierte Maryland einer der Spitzenreiter ... bei der Mordrate. Im liberalen New Hampshire hingegen, in dem jeder seine Waffe offen tragen darf, lebt man mit am sichersten. Alle von mir genannten Fakten sind nicht nach jahrelanger, schwierigster Nachforschung plötzlich zu Tage befördert wurden, sondern lassen sich mittels „Google“ innerhalb weniger Minuten recherchieren. Sie zeigen, dass ein liberales Waffenrecht zu weniger Kriminalität, zu weniger Morden führt. Was mag also der wahre Grund für die waffenfeindliche Haltung des deutschen (Medien-) Establishments sein? Internet
27. Juni 2008 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentarepeterBoettcher , am 27. Juni 2008 um 12:41 ( Link ) Ich bin der Auffassung, dass jeder ordentliche Bürger eine Waffe tragen sollte. Marco Kanne , am 27. Juni 2008 um 13:10 ( Link ) @peterBoettcher Vollste Zustimmung. alabama , am 27. Juni 2008 um 15:46 ( Link ) "More guns, less crime" von John Lott. Gutes Buch mit wirklich durchschlagendem Statistikmaterial. http://www.amazon.de/More-Guns-Less-Crime-Understanding/dp/0226493644/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1214572968&sr=8-1 Ansonsten ist das Thema natürlich sehr wichtig (vor allem für die Zukunft), aber dafür findet man nun wirklich keine Zustimmung in der "gesunden Volksseele". In diesem Fall handeln die Politiker wirklich im Namen der Mehrheit. Es darf hier mal an die sehr freiheitlichen Waffengesetze in den zwei deutschen, und angeblich ja so bevormundenden, Kaiserreichen erinnert werden. Was wir in der Schweiz oder Amerika haben, war früher bei uns ebenfalls ganz normal. Und nun, im "freiheitlichsten Staat ever", wird man gegängelt wo es nur geht. Offensichtlich hatte man es frühe gar nicht nötig so viel von Freiheit zu sprechen. Sie war da und wurde vergleichsweise wenig angetastet. JohnHaase , am 27. Juni 2008 um 16:20 ( Link ) Ich bin ebenfalls der Meinung, daß das Recht, Waffen zu tragen ein wichtiges ist, das keinem Bürger vorenthalten werden sollte. Leider werden wir Waffenfreigabe in Deutschland aber selbst langfristig nicht erleben. Beim Thema Waffenrecht machen die Menschen zu. Über Erbschaftssteuer, private Krankenversicherung, Kündigungsschutz, Managementabfindungen kann man mit ihnen reden. Sogar mit den "Linken". Aber Waffenrecht? Keine Chance. Sogar Leute, die sonst sehr rational veranlagt sind und den Massenmedien nicht alles glauben: Freie Schußwaffen geht nicht. Man braucht auch nicht mit Statistiken ankommen (Straftaten mit Schußwaffen fast immer illegale Schußwaffen, Mordrate in USA-Staaten unabhängig von Waffenzugang). Gegen das Argument "USA" (viele Schußwaffen -> viele Morde) helfen auch die Argumente Schweiz, Kanada und Finnland (viele Schußwaffen -> wenig Morde) nicht. Die Leute nehmen das zur Kenntnis bleiben aber bei ihrer Meinung. Dann sagen sie: "Schußwaffen sind anders als beispielsweise Küchenmesser dazu entwickelt worden zu töten." Ist natürlich richtig, läßt aber die Hälfte weg. Man kann mit einer Schußwaffe auch Angreifer bedrohen oder eben nicht tödlich verletzen (wie mit einem Küchenmesser eben). Und was ist mit einem Kampfmesser? Hilft alles nichts. Die Menschen haben Angst vor Waffen. Paradoxerweise mehr als vor dem Kerl, der die Waffe auf sie richtet. Sie haben wirklich Angst vor dem Gegenstand Waffe. Ich bin überzeugt davon, daß viele Menschen schon Angst hätten, wenn sie eine irgendwo finden. Zusätzlich zu dem geistigen Bild des leicht reizbaren und aggressiven Waffenbesitzers kommt noch die Vorstellung der unsicheren Waffe hinzu, die ständig von allein losgeht und dann immer das Baby trifft. Also tun Sie der liberalen Sache (und vor allem sich selbst) einen Gefallen, und schweigen Sie von Ihren liberalen Ideen zum Waffenbesitz. Laden Sie ihre Bekannten, Freunde und Verwandten lieber einen nach dem anderen mal auf den Schießstand ein. Der Angstreflex, den Waffen auslösen ist meist nur der Kombination aus Faszination, Unwissenheit und Medieneinfluß geschuldet und gibt sich dann. Sphairon , am 27. Juni 2008 um 18:53 ( Link ) Wäre das Thema "Waffenrecht" nicht auch ein vorzügliches Feld, um eigentümlich freie Gedanken anzustellen? Meines Wissens hat die ef diesem Bereich noch kein Heft gewidmet, wie wär's, Herr L.? ;) alabama , am 29. Juni 2008 um 11:22 ( Link ) Diesem Wunsch möchte ich mich anschließen. Freie Waffenrechte mögen vollkommen unrealistisch für die nahe und mittlere Zukunft sein. Und wer weiß, vielleicht regt es den ein oder anderen Freiheitsfreund zu einem Erwerb an (selbstverständlich völlig legal). :) Marco Kanne , am 29. Juni 2008 um 11:27 ( Link ) @alabama Und wer weiß, vielleicht regt es den ein oder anderen Freiheitsfreund zu einem Erwerb an (selbstverständlich völlig legal). :) Wenn es darum geht, das zu verteidigen, was mir lieb und teuer ist, dann scheiß ich auf die Gesetze von irgend jemandem. Noch fühle ich mich aber auch ohne Schußwaffe sicher. alabama , am 29. Juni 2008 um 16:31 ( Link ) @ Marco Kanne Das ist natürlich klar. Und wer weiß schon wo sich diese illegale! Waffen befinden? Es gibt ja immerhin Schätzungen die besagen das es in Deutschland 20-30 Millionen Schusswaffen gibt. Das heißt doch folgendes: a)es sind viele Waffen im illegalen Umlauf b)es ist auch hierzulande absolut nicht unmöglich an eine illegale Waffe zu kommen (was oft als Gegensatz zu den USA angebracht wird) c)wenn sich die Verhältnisse weiter drehen, werden diese Waffen zunehmend genutzt werden. Der Zeitpunkt sich zu rüsten ist vielleicht gar nicht so weit weg. Mehr legale! Waffen hätten natürlich noch drei positive Nebeneffekte: 1. auch Kriminelle wissen um die stärkere Verbreitung. Es ist also zunehmend gefährlicher auf Straftaten zu setzen bei denen man verletzt oder erschossen werden könnte (bspw Mord, Überfall, Einbruch). Es wäre also zu erwarten das die Zahl dieser Verbrechen zurück gehen. Möglicherweise gäbe es dann parallele Anstiege bei leichteren Verbrechensarten (bspw Diebstahl, Betrug). Was sicherlich kein Nachteil wäre. 2. Daraus resultiert ein positiver Nachbarschaftseffekt. Denn kein Krimineller kann mit Sicherheit sagen wo sich die Schusswaffen befinden. Es erhöht also ebenfalls das allgemeine Risiko von Straftaten bei denen ein Schusswaffengebrauch zur Verteidigung wahrscheinlich ist. 3. Es wird langfristig auch für den Staat gefährlicher. Also einen Anreiz auf Polizisten sich z.B. die Erstürmung von Privatbesitz doch zweimal zu überlegen. Solche Vorkomnisse sind uns ja aus den USA nicht unbekannt. Marco Kanne , am 29. Juni 2008 um 16:52 ( Link ) @alabama Dass man in D extrem leicht an Waffen kommt, habe ich selbst erlebt. Klingt vielleicht stereotyp, aber wenn du eine brauchst, fragst einfach mal freundlich in der Nähe einer Asylantenunterkunft nach. Goldelse , am 29. Juni 2008 um 16:55 ( Link ) Unbewaffnet sind wir leichter zu regieren, ganz einfach. Marco Kanne , am 29. Juni 2008 um 16:57 ( Link ) @Goldelse Richtig. Darum geht es letztlich. Dass Verbote von Schußwaffen zu sinkender Kriminalität, insbesonderer jener mit Todesfolge, führen, ist schließlich hinlänglich widerlegt. Goldelse , am 29. Juni 2008 um 16:57 ( Link ) @ Marco Kanne Goldelse , am 29. Juni 2008 um 17:02 ( Link ) Es ist schön, dass frühere "Selbstverständlichkeiten" auch durch Euch infrage gestellt werden, oder hat jemand in der Vergangenheit mal dieses simple Thema aufgeworfen? Marco Kanne , am 29. Juni 2008 um 17:07 ( Link ) @Goldelse In Sachen "Waffen" gibt es in der BRD, wie bei vielen anderen Themen, ein von Moralisierung flanktierten Zwangskonsens - undabhängig aller Fakten. Freiheitsliebende stellen aber prinzipiell jeden Zwang eines Menschen gegenüber einem anderen Menschen in Frage, also auch den staatlichen Zwang, Waffen nicht frei erwerben und zu führen zu dürfen. Und da sind Linke wie Rechte gleichermaßen Gegner. Anders als in den USA bekämpft auch die Rechte in Deutschland das natürliche Freiheitsrecht des Einzelnen, sich, seine Familie und sein Eigentum selbst zu verteidigen. Das Gewaltmonopol des Staates stellt für beide Lager eine heilige Kuh dar, die angefasst werden darf. SCHLACHTEN WIR SIE! Marco Kanne , am 29. Juni 2008 um 17:09 ( Link ) ... die NICHT angefasst werden dar. ... muss es natürlich heißen. Goldelse , am 29. Juni 2008 um 18:29 ( Link ) @ Marco Kanne DerGrosse , am 30. Juni 2008 um 0:01 ( Link ) Erstaunlich objektive Berichterstattung zum Thema Waffenrecht in D. Alle Achtung, ein dickes Lob! peterBoettcher , am 30. Juni 2008 um 7:25 ( Link ) Wenn es um Verteidigungswaffen in privater Hand geht, spielen unsere Politmarionetten auf vollkommen entsetzt. In diesen Tagen sind wir gerade Zeuge, wie der Staat im Schulterschluss mit den Springer-Schlachthöfen wieder etwas zur Bürgerüberwachung installiert. Im Jahr 2000 wurde durch Springer und SPD die Kampfhundlüge in die Welt gesetzt. Jetzt, fast genau 8 Jahre später wird wieder die Propagandamaschine in Bewegung gesetzt. Rein Zufällig beißen angeblich 3 Hunde in Niedersachsen zu. Mit getürkten Bildern, dummen Berichten und einer BILD - Umfrage wird der Mob aufgeheizt und verblödet. Komisch, dieses passiert gerade als die große Springerparty den Mob begeisterte. Wenn Bürger Waffenfreiheit fordern würden, hätten wir auch plötzlich mehrere Opfer und die gleiche Hetze des Propagandaministeriums „BILD“. Am besten BILD wählt die Zielgruppe „Kinder“. Die große Inszenierung „Kampfhundwahn 2000“ haben wir noch gut im Kopf, damals wurde ein Zwischenfall nach dem anderen gebracht, aber keiner in den Medien brachte etwas über den europäischen Haftbefehl, der gerade in Kraft trat. Man bringt den weißen Hai eben nicht am Anfang des Films. Goldelse , am 30. Juni 2008 um 9:27 ( Link ) Stimmt, diesen Sommer beißen erstaunlich viele große Hunde, habe mich auch schon gefragt, was da wieder hinter unserem Rücken an den noch übrig gebliebenen demokratischen Freiheiten geopfert wird, während sie angeblich der Kinder willen an verschärften Hundegesetzen spinnen. Pilz , am 30. Juni 2008 um 17:06 ( Link ) Ach, was nützt die ganze Aufregung und Diskussion um Themen deren Grundlagen und vor allem Kontrollmechanismen in D gänzlich fehlen. Marco Kanne , am 30. Juni 2008 um 18:03 ( Link ) @Goldelse Ja, Marco Kanne, da sind sie sich gleich, die Linken wie die Faschos. Nur um das klarzustellen: Ich differenziere gern und das bedeutet, dass wenn ich "Rechte" schreibe, ich die Rechte meine und nicht Faschos. So weit man der Theorie folgen mag, dass der deutsche Nationalsozialismus (für den fälschlicherweise als Synonym "Faschismus" gebraucht wird, was ja auf marxistischer Geschichtsinterpretation fußt) ideengeschichtlich auf der Rechten zu verorten ist (womit ich durchaus meine Schwierigkeiten habe, da die führenden Persönlichkeiten des NS nachweislich von links kamen und sich selbst dort verorteten, z.B. Goebbels: "Ich bin ein deutscher Kommunist"), so ist mit dem Begriff "Rechte" jedoch die gesamte Rechte gemeint bzw. ihre Hauptströmungen, also auch die lieben Demokraten unter ihnen. Überhaupt machen mir die Demokraten links wie rechts viel mehr sorgen, als die offensichtlich Durchgeknallten. Letzere haben nämlich keine Macht. Erstere schon. Und die wird genüsslich mit allerlei Geboten und Verboten zelebriert. Goldelse , am 30. Juni 2008 um 18:29 ( Link ) Hier scheint mal die Frage angebracht zu sein, wer die Mitte zu Links und Rechts eigentlich ziehen darf. Den letzten Satz möchte ich unterstreichen, Gebote und Verbote, das ist die Zeit, in der wir leben, schöne neue Welt. Nicht zu vergessen, die mediale Hilfestellung. Stefan , am 30. Juni 2008 um 21:13 ( Link ) Eine Studie einer deutschen Universität zur Untersuchung der Korrelation zwischen Steuerhöhe und Restriktionen beim privaten Waffenbesitz gibt es wahrscheinlich nicht? Marco Kanne , am 30. Juni 2008 um 22:35 ( Link ) Stefan, gute Überlegung. Aber da müssen wir doch keine Unis bemühen, schließlich wissen wir doch, welcher Geist dort i.d.R. herrscht. Die benötigten Daten sind ohnehin meist frei zugänglich. Ich werde das mal untersuchen und ggf. publizieren. DerGrosse , am 30. Juni 2008 um 22:45 ( Link ) Hallo Marco, die Mühe kannst Du dir sparen. Deswegen bin ich sehr positiv überrascht, das hier sehr neutral und ohne Angst mit dem Thema umgegangen wird. Marco Kanne , am 01. Juli 2008 um 0:04 ( Link ) @DerGrosse Ich meine damit, dass es doch jeweils die einzelnen Statistiken zur allgemeinen Steuer- und Abgaben eines Staates, wie zu dessen jeweiliger Waffengesetzgebung. Das muss ich dann natürlich im Artikel zusammenführen, weshalb dies nur stichprobenartig geschehen kann. Marco Kanne , am 01. Juli 2008 um 7:16 ( Link ) Hab schon mal ein bisschen recherchiert und es sieht nach dem aus, was ich -und sicher nicht nur ich- mir schon gedacht habe: USA/Newhampshire, durchschn. Steuersatz für einen ledigen Arbeitnehmer: 10% bis 15.100 $ p.a., jeder Dollar darüber bis 61.300 $ p.a. wird mit 15 % besteuert (Bundessteuer); 8,2% Bundesstaats- + lokale Steuern; New Hampshire hat KEINE Mehrwertsteuer; Gesamtbesteuerung bewegt sich um die 24%/25%; USA/Newhampshire, Waffenrecht: sehr liberal, "open carry" also das offene Mitführen von Waffen ist im öffentlichen Raum gestattet. --- Belgien, durchschn. Steuersatz für einen ledigen Arbeitnehmer: 22,2% (Konsum); 42,8% (Arbeit) Belgien, Waffenrecht: Sehr restriktiv. Vor jedem Waffenkauf muss der Provinzgouverneur um Erlaubnis gefragt werden, welche für 5 Jahre ausgestellt wird. Nach diesen 5 Jahren "Begutachtung" durch Polizei, die entscheidet, ob die Erlaubnis verlängert wird. Vorraussetzungen für Waffenbesitz: leeres Strafregister vorweisen, eine ärztliche Bescheinigung vorlegen und die Zustimmung der Personen einholen, die mit ihm/ihr unter einem Dach leben. -- In Frankreich sieht die Sache aus wie in Belgien. Der erste Gedanke: Kein Wunder, dass die EUdSSR ihre Sitze dort hat. -- Recherchen gehen weiter ... alabama , am 01. Juli 2008 um 12:43 ( Link ) Wie ich schon einmal erwähnte, können wir diesen Vergleich auch ganz einfach zwischen Preußen/Österreich-Ungarn und der jetzigen BRD ziehen (wenn auch die Gesamtbesteuerung deutlich niedriger als in New Hampshire war (so weit mir bekannt 5-15%)). Je mehr Steuern erhoben werden, desto höher natürlich auch das Risiko von Rebellionen gegen den Steuererheber. Da bietet es sich natürlich an, die potentiellen Rebellen auch gleich wehrlos zu machen. Im übrigen ist es natürlich wenig verwunderlich das zur geistigen Verfassung von Demokraten/Sozialisten neben plündern und verdummen auch das "pazifieren" gehört. Marco Kanne , am 01. Juli 2008 um 12:54 ( Link ) alabama, Du hast vollkommen Recht. Ob ich einen kleinen historischen Exkurs machen werde, steht noch nicht fest. alabama , am 01. Juli 2008 um 16:16 ( Link ) @ Marco Nach meinem Kenntnisstand war ja die Staatsquote zu nicht-demokratischen Zeiten im Schnitt und kulturenübergreifend deutlich niedriger. Was Hoppe und andere dazu zu sagen haben ist ja wirklich schlüssig. Ein genauerer Exkurs wäre aber natürlich interessant. peterBoettcher , am 01. Juli 2008 um 16:24 ( Link ) Es ist interessant, wie dieses Thema durch freiheitsliebende und demokratische Bürger besonnen behandelt und durchdacht wird. Dubios ist dagegen die Behandlung der Materie durch die Politikmarionetten oder Kinderschutzorganisationen. Sie spielen den Entsetzten und Menschenfreund. Ach nein, lieber „Kinderfreund“, ist eine bessere Zielgruppe (Milliardenmarkt) die mehr Kohle bringt. Goldelse , am 01. Juli 2008 um 17:59 ( Link ) In England unter Heinrich VIII mussten sich die Bürger bewaffnen, weil er sich kein stehendes Heer leisten konnte, zumindest in Jugendjahren. Er war in jener Zeit beliebt und hatte keine Angst vor einem Aufstand, denn diese oder Despotismus steckt doch in Wirklichkeit hinter jedem Verbot. Und im Reglementieren und Verbieten sind die derzeitigen Politgangster doch einsame Klasse. alabama , am 01. Juli 2008 um 20:16 ( Link ) Hat jemand Literaturtipps zum Thema? Mir ist bisher nur Englischsprachiges zum Thema bekannt (abseits der auch auf deutsch verfügbaren libertären Bestseller). noamik , am 24. August 2008 um 11:42 ( Link ) Schon komisch, dass sich bei einem so kontroversen Thema hier alle nur gegenseitig auf die Schulter klopfen. Entweder man kocht hier nur im eigenen Saft, oder irgendwas stimmt nicht ... Stefan , am 24. August 2008 um 11:57 ( Link ) @noamik Vielleicht stimmt etwas nicht, wenn man schon so auf Pluralismus gedrillt ist, daß man von Erkenntnis und Logik getragene Ansichten direkt und unreflektiert als nichtstimmig beanstandet. (Im übrigen können stimmige Antworten gerade nicht nicht stimmen.) Geistigen Zwangspluralismus nenne ich so etwas, vielleicht ist ja der Himmel auch gleichzeitig blau, grün, rot und schwarz? Die ganze Welt ein Parlament! noamik , am 24. August 2008 um 13:05 ( Link ) Eigentlich wollte ich nur nicht beweislos den Zensurvorwurf in den Raum stellen. Interessant, dass du aus "stimmen" "stimmig" in Bezug auf deine Argumentation gemacht hast. Da mein Beitrag noch steht, gehe ich mal davon aus, dass der Zensurvorwurf ja auch falsch gewesen wäre, so dass die erste Vermutung wohl eher passt. Da ich meine Meinung gar nicht kund getan habe, finde ich deinen Beißreflex aber auch sehr aufschlussreich ... Vermutlich ist das der Grund, warum niemand anders hier kommentiert ... Holzner , am 19. Dezember 2008 um 15:32 ( Link ) gibts denn in Deutschland keine registrierte bewegung die für das recht auf freien waffenbesitz eintritt? Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
| ||||||
| Copyright © 2009 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | ||||||||
Goldelse , am 27. Juni 2008 um 12:16 ( Link )
Die Medien und die Politik arbeiten zusammen an einem nun immer mehr zutage tretenden Plan: dem gläsernen Bürger, den man nach Belieben ausbeuten kann, damit Widerstand im Keim erstickt wird, diese Spezies sieht in uns nur eine kommerzielle Verwertungsmasse, angefangen bei der sogenannten Gesundheitsreform, über die Bildungspolitik bis zum Abhören. Plan a ist schon beendet, gesellschaftliches Eigentum wurde verscherbelt, Konzerne übernahmen es, an Plan b, der vollständigen Überwachung, wird derzeitig fieberhaft gearbeitet, der Kartenchip für die AN ist schon in eiliger Vorbereitung. Unbemerkt agieren sie im HIntergrund, während das Verdummungsfernsehen dudelt und die Presse Hundescheiße zum Thema macht. Von einem Waffenrecht können wir nur träumen, auch wenn im kommenden Kulturkampf unsere Gäste sich auch hier nicht an die Gesetze halten, Hauptsache der dumme Michel kann abgeknallt werden. Die linken Deutschhasser werden sich freuen. Linke Ideologie der 68er Journaille und beinharter Kommerz haben sich zu einer unheiligen Allianz zusammengetan.