03. November 2020

Klimaforschung Studie deutet auf keine weitere CO2-Erwärmung hin

Konstrukt des „Klima-Notstands“ steht kurz vor dem völligen Einsturz

von David Wojick

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Bildquelle: Krivosheev Vitaly / Shutterstock.com CO2: Völlig zu Unrecht verteufelt?

Präzisionsforschungen der Physiker William Happer und William van Wijngaarden haben festgestellt, dass die gegenwärtigen Konzentrationen von atmosphärischem Kohlendioxid und Wasserdampf fast vollständig gesättigt sind. In der Strahlungsphysik impliziert der Fachbegriff „gesättigt“, dass das Hinzufügen weiterer Moleküle zu keiner stärkeren Erwärmung führt.

Im Klartext bedeutet dies, dass von nun an unsere Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe keine oder nur geringe weitere Auswirkungen auf die globale Erwärmung haben könnten. Es gäbe keinen klimatischen Notstand. Es gäbe überhaupt keine Bedrohung. Wir könnten so viel CO2 ausstoßen, wie wir wollen; ohne jeden Effekt.

Diese verblüffende Erkenntnis löst eine große Unsicherheit aus, die die Klimawissenschaft seit über einem Jahrhundert plagt. Wie soll die Sättigung gemessen werden und wie groß ist ihr Ausmaß in Bezug auf die primären Treibhausgase?

In der Strahlungsphysik lässt sich der Begriff „Sättigung“ nicht mit dem, was wir im allgemeinen Sprachgebrauch Sättigung nennen vergleichen, so wie der Treibhauseffekt nichts mit der Funktionsweise von Gewächshäusern zu tun hat. Ihr Papierhandtuch ist gesättigt, wenn es keine verschüttete Milch mehr aufnimmt. Im Gegensatz dazu sind Treibhausgase gesättigt, wenn sie sozusagen keine Milch mehr aufnehmen, aber das ist weitaus komplexer, als diese einfache Analogie vermuten lässt.

Unseren Lesern ist Happer wohl am besten als führender skeptischer Wissenschaftler bekannt. Er ist Mitbegründer der prestigeträchtigen CO2-Koalition und war vor Kurzem Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates und Berater von Präsident Trump. Aber seine Karriere hat er als Strahlungsphysiker von Weltklasse in Princeton gemacht. Seine zahlreichen von Fachkollegen begutachteten Zeitschriftenartikel wurden zusammen von über 12.000 anderen Forschern zitiert.

In dieser Studie haben die Professoren Happer und van Wijngaarden (H&W) die Sättigungsphysik akribisch durchgearbeitet. Ihr Vordruck trägt den Titel „Abhängigkeit der Wärmestrahlung der Erde von den fünf am reichlichsten vorhandenen Treibhausgasen“. Sie sind weit über die bisher zu diesem komplexen Problem geleisteten Arbeit hinausgegangen.

Während die Standardstudien die Absorption von Strahlung durch Treibhausmoleküle mithilfe von groben Absorptionsbanden der Strahlungsenergie behandeln, analysieren H&W zunächst die Millionen von verschiedenen Energien, die Spektrallinien, aus denen diese Bänder bestehen. Dieser linienweise Ansatz ist ein aufkommendes Analysefeld, das oft dramatisch neue Ergebnisse liefert.

Sie betrachten auch nicht nur die Absorption. Professor Happer hat es mir so erklärt:

„Sie würden unserer Gemeinschaft einen großen Gefallen tun, wenn Sie zwei wichtige Punkte ansprechen würden, die nur wenige verstehen. Erstens: Die thermische Emission von Treibhausgasen ist ebenso wichtig wie die Absorption. Zweitens: Wie die Temperatur der Atmosphäre mit der Höhe variiert, ist ebenso wichtig wie die Konzentration von Treibhausgasen.“

Sie haben sich also nicht nur mit der Absorption beschäftigt, sondern auch mit den Emissionen und den Temperaturschwankungen in der Atmosphäre. Die Arbeit ist überaus komplex, aber die Schlussfolgerungen sind dramatisch klar.

Dies ist die zentrale Schlussfolgerung von Happer und van Wijngaarden:

„Bei den am häufigsten vorkommenden Treibhausgasen H2O und CO2 sind die Sättigungseffekte extrem, wobei die Triebkräfte pro Molekül bei Standardkonzentrationen um vier Größenordnungen unterdrückt werden.“

Ihre graphischen Schlussfolgerungen sind besonders aufschlussreich:

„Abbildung neun sowie die Tabellen zwei und vier zeigen, dass bei den gegenwärtigen Konzentrationen die Triebkräfte aller Treibhausgase gesättigt sind. Die Sättigungen der reichlich vorhandenen Treibhausgase H2O und CO2 sind so extrem, dass der Pro-Molekül-Antrieb um vier Größenordnungen gedämpft wird.“

Die drei anderen Treibhausgase, die sie analysierten, sind Ozon, Stickstoffdioxid und Methan. Diese sind ebenfalls gesättigt, aber nicht extrem gesättigt, so wie Wasserdampf und Kohlendioxid. Auch sie sind im Vergleich zu CO2, das wiederum im Vergleich zu H2O klein ist, in relativ geringer Menge vorhanden.

Dies ist eindeutig eine Arbeit, die von der Klimawissenschaft sorgfältig geprüft werden muss. Dies mag nicht einfach sein, da drei große Physik-Journale sich geweigert haben, sie zu veröffentlichen. Die Rezensionen waren defensiv und antagonistisch, weder durchdacht noch hilfreich. Der Alarmismus hat die Zeitschriften unter Kontrolle und zensiert gegenteilige Ergebnisse, daher die Preprint-Version.

Unverdrossen weiten H&W ihre Analyse nun auch auf Wolken aus. Die alarmistische Klimawissenschaft hält die Behauptung einer gefährlichen globalen Erwärmung nicht allein durch den CO2-Anstieg, sondern auch aufgrund positiver Wasserdampf- und Wolkenrückkopplungen aufrecht. Angesichts der Tatsache, dass sowohl Kohlendioxid als auch Wasserdampf extrem gesättigt sind, ist es höchst unwahrscheinlich, dass Wolkenrückkopplungen allein viel Schaden anrichten können, aber es bedarf einer sorgfältigen Analyse, um dies sicher zu wissen. Bleiben Sie dran.

In der Zwischenzeit muss die gegenwärtige Arbeit im Mittelpunkt unseres Strebens nach einer rationalen Klimawissenschaft stehen. Den Professoren William Happer und William van Wijngaarden ist zu einem eleganten und zeitgerechten Durchbruch zu gratulieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Website „cfact.org“ und wurde von Axel B.C. Krauss exklusiv für eigentümlich frei ins Deutsche übersetzt.


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Dossier: Klima

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David Wojick

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