30. Dezember 2019

Debatte über Kinderchor-Video „Oma, die alte Umweltsau“ Großeltern als Klimakiller

Die Ökologisten hetzen Kinder gegen Senioren auf

von Ramin Peymani

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Bildquelle: shutterstock Von Ökologisten angeheizt: Generationenkonflikt

Schnell war er aus der Mediathek verschwunden, der Song, mit dem der WDR eine ganze Generation von einem Kinderchor beleidigen ließ. Kurz nach Weihnachten hatte der öffentlich-rechtliche Sender das Video online gestellt, in dem eine Gruppe junger Mädchen voller Begeisterung die nächste Stufe des Klima-Totalitarismus zündete. „Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau“, schmetterten die Jugendlichen zur Melodie des bekannten Kinderlieds „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“. Überwältigend war die anschließende Empörung über die auch im Radio des WDR veröffentlichte Schmähung. Und so sah sich die Redaktion gezwungen, den Song kurzerhand ins digitale Nirwana zu schicken. Doch das Internet vergisst nichts. Die öffentlich-rechtliche Entgleisung ist natürlich auch weiterhin präsent, in den Köpfen von Zuschauern und Zuhörern ebenso wie in gesicherten Online-Archiven. Vor allem aber ist das Narrativ, ältere Menschen seien Umweltsünder und damit „Säue“, fest in den Köpfen der missbrauchten Kinder verankert. Die wütenden Proteste der Bürger kommentierte ein gewisser Danny Hollek mit dem Twitter-Hinweis: „Eure Oma war keine Umweltsau. Stimmt. Sondern eine Nazisau.“ Dies brachte dem Sender einen weiteren Shitstorm ein, zeigt es doch, wes Geistes Kind ein Teil der deutschen Journalisten ist. Denn Hollek ist nicht irgendein extremer Linker, der sein Erbrochenes auf Twitter zur Schau stellt, sondern Redakteur des WDR. Er wird auf der Internetseite des Magazins „Aktuelle Stunde“ mit einem Steckbrief geführt. Einige Online-Medien wollen in ihrer Recherche gar Verbindungen zur nordrhein-westfälischen Antifa-Szene gefunden haben.

Linke Totalitäre nutzen Autorität und Reichweite ihrer Tätigkeit als Journalisten, um über Andersdenkende herzufallen und sie zu diffamieren

Holleks Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und seine an Millionen von Bürgern gerichtete Beleidigung zeigen wieder einmal, mit wem wir es vielfach zu tun haben, wenn wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einschalten: Linke Totalitäre, die die Autorität und Reichweite ihrer Tätigkeit als Journalisten dafür nutzen, über Andersdenkende herzufallen und sie zu diffamieren. Für Twitter ist derlei Hetze nichts, was Handlungsbedarf erfordern würde. Das Soziale Netzwerk richtete allen, die den Tweet dort gemeldet hatten, lakonisch aus, er verstoße nicht gegen die eigenen Richtlinien. Und strafbar ist er wohl auch nicht. Das wissen Menschen wie Hollek natürlich. Sie sind ohnehin auf der sicheren Seite, haben sie doch die Sendermacht im Rücken, und die große Schar der selbsterklärten Guten sowieso. Denn Hollek hetzt am liebsten gegen rechts, da gibt es in Deutschland kaum Tabus und ganz selten juristischen Ärger. Wo es doch mal eng wird, behilft man sich mit dem Hinweis, es habe sich um „Satire“ gehandelt, wie dies der WDR dem empörten Publikum weismachen wollte. Wie glaubwürdig die inzwischen erfolgte Entschuldigung der Programmverantwortlichen ist, soll jeder für sich beurteilen. Tatsache ist allerdings, dass es stets zu früheren Diktaturen gehörte, Volkserziehung über Theaterstücke und Filme zu betreiben. Künstler waren oft die ersten Helfer totalitärer Regime. Es ist durchaus angebracht, diesbezüglich wachsam zu sein und sich eine kritische Distanz zu Regierenden, Institutionen und Leitmedien zu erhalten. Dem WDR stünde es hingegen gut zu Gesicht, persönliche Konsequenzen zu ziehen, um deutlich zu machen, wo für extreme Linke wie Hollek die Grenzen sind.

Die Kinderarmeen der Ökologisten sind das Massenprodukt einer bereits im Vorschulalter beginnenden Indoktrinierung

Die völlig in die Hose gegangene WDR-Aktion zur Unterstützung des Klimahypes gießt Wasser auf die Mühlen all derer, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ohnehin als ein in Struktur und Finanzierung nicht mehr haltbares Relikt des 20. Jahrhunderts ansehen. Kurz vor der Bekanntgabe der nächsten Beitragserhöhung zeigt die größte Landesrundfunkanstalt der ARD, wie gesellschaftsschädlich unsere Gebührenmilliarden angelegt werden. Einmal mehr wird offenkundig, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland als politisches Machtinstrument dient. Die links-grünen Umerzieher haben sich dabei längst der Kinder bemächtigt, wie dies alle totalitären Ideologien tun. Die Kinderarmeen der Ökologisten sind das Massenprodukt einer bereits im Vorschulalter beginnenden Indoktrinierung, mit Fernsehsendungen für die Jüngsten, die linke und grüne Dogmen in die Köpfe Unmündiger hämmern, mit Kita-Erzieherinnen, die mit omnitoleranter Kuschelpädagogik großen Anteil daran haben, dass die „Generation Z“ an den Ungerechtigkeiten des Lebens zu zerbrechen droht, und mit Lehrkräften, die ökologistische und sozialistische Heilslehren fest im Lehrplan verankern. Schon die Millennials, die uns heute als Relotius und Hollek redaktionell heimsuchen, haben nichts anderes mehr kennengelernt als den Hass auf jeden, der sich dem links-grünen Narrativ verweigert. Sie halten das, was sie in ihrer Medienblase wahrnehmen, für die Wahrheit. Vor allem halten sie jeden, der diese scheinbare Wahrheit anzweifelt, für einen Ketzer. Es ist nur noch ein kleiner Schritt hin zu Hexenverbrennungen. Öffentliche Pranger und gesellschaftliche Tribunale sind längst zurück. Alles kommt irgendwann wieder.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Liberale Warte“.


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