19. September 2019

Kohlendioxid und das Abschmelzen der Eiskappen Wie errechnet man Emissionen?

Das Ding mit dem Gasgewicht

von Alejandro Danner

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Bildquelle: shutterstock Grober Unfug selbsternannter Umweltschützer: Abschmelzen der Eiskappen

Immer wieder liest man in den Nachrichten die vermeintlich schlimmsten Meldungen, dass in Deutschland unvorstellbare Mengen an Kohlendioxid ausgestoßen werden. Es geht in die Millionen Tonnen pro Jahr, ohne dass irgendjemandem klar sein dürfte, wovon er da liest oder redet. Es ist gar nicht so einfach, zu bestimmen, was Gas wiegt.

Dr. Claus Barthel vom Wuppertal-Institut sagtdazu: „Ein Liter CO2 wiegt 1,96 Gramm. Demnach hat ein Kilogramm CO2 ein Volumen von 509 Litern.“ Gut, das kann man mal so stehen lassen…

Wenn man diese Aussage – die der Chemie entspringt – als richtig ansieht, gehen alle Zahlen, die die Bundesregierung und andere „kompetente“ Stellen angeben, höchstens als Prognosen aus der Glaskugel durch. Mal abgesehen davon, dass sich das allseits beliebte Märchen vom menschengemachten Klimawandel durch die Verurteilung des „Klimapapstes“ Michael Mann gerade in Luft (oder eher Kohlendioxid) aufgelöst hat, sind die Zahlen zur Erzeugung (nicht Verbrauch, wie immer fälschlicherweise gesagt wird) von Kohlendioxid derart widersprüchlich, dass die gesamte Debatte nur noch als Satire durchgehen kann.

Fakten

Angeblich werden jedes Jahr in Deutschland 869 Millionen Tonnen Kohlendioxid erzeugt. Das sind 1,83 Prozent der menschengemachten Kohlendioxid-Weltproduktion. Wobei die Messwerte interessanterweise ausschließlich von der Nordhalbkugel stammen, von der Südhalbkugel gibt es überhaupt keinen einzigen Messwert. Es wurde der Einfachheit halber einfach mal angenommen, dass es dort ebenfalls so sei. Was ziemlich widersinnig ist, denn bereits auf der Nordhalbkugel gibt es gravierende regionale Schwankungen in der Höhe des Kohlendioxidgehalts. Ich würde mal sagen, dass die Südhalbkugel absichtlich ausgespart wurde, weil die gewünscht hohen Messwerte sonst ordentlich vermasselt worden wären…

Das Gewicht von Kohlendioxid – völliger Blödsinn?

Spannend wird es nun, wenn man anfängt, das Gewicht des vom Menschen erzeugten Kohlendioxids zu addieren. Denn bereits nach wenigen Minuten implodiert das gesamte System. Hier nun mal ein paar Zahlen, die das verdeutlichen: Deutschland produziert pro Jahr nach Angaben von Grünen, Umweltverbänden und der Bundesregierung 869 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Selbst nachdem sich nun die Grüne Annalena Baerbock um den Faktor von einer lächerlichen Milliarde vertan hat, erzeugt also jeder Bundesbürger angeblich neun Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Keine Ahnung, wie man das errechnet. Ist aber egal, denn Papier ist geduldig. Denn rechnet man die Zahl hoch auf 83 Millionen Bundesbürger, von denen die meisten atmen dürften, kommt man bereits auf 747 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Schon hier werden Sie, geneigter Leser, erkennen, dass damit für die gesamte Industrie, für Massentierhaltung, alle anderen Tiere in Deutschland, Feuer und Autoabgase gerade mal 122 Millionen Tonnen übrig bleiben würden.

Konsequenzen

Genau an dieser Stelle fasst sich bereits jeder Klippschüler an den Kopf und begreift, dass alles ein riesiger Schwindel sein muss. Die Atmung der deutschen Einwohner macht bereits über 80 Prozent des gesamten Kohlendioxidausstoßes in Deutschland aus? Angesichts dieser Aussage kann man eigentlich nur empfehlen: Baut mehr Friedhöfe für die, die freiwillig aus dem Leben scheiden, um zu helfen, dass die Regierung die selbstgemachten Einsparungsziele umsetzen kann.

Blöd ist dabei nur, dass das ganze Land entvölkert werden müsste. Die Regierung hätte ein Land komplett ohne Volk und Tiere… Aber man soll nicht immer alles so negativ sehen. Das Ganze hätte den Vorteil, dass man gar nicht mehr Windräder aufbauen müsste. Wäre eh niemand mehr da, der den Strom abnehmen könnte. Könnte man problemlos in die Nachbarländer verkaufen, in denen noch Menschen leben.

Skeptiker könnten natürlich alternativ dazu an den veröffentlichten Zahlen zweifeln, denn die oben genannten Summen klingen ein wenig abstrus, auch wenn sie die Realität der veröffentlichten Zahlen abbilden. Und schon wieder stellt sich die Frage: Wie komme ich an realistische Zahlen, wenn offenbar sämtliche veröffentlichten Zahlen nicht einmal annähernd der Wahrheit entsprechen? Und die einzig sinnvolle Antwort darauf ist: Keine Ahnung!

Gelassenheit

Gut, dann versuchen wir es mal mit Gelassenheit, was den meisten linken Zeitgenossen ein Fremdwort zu sein scheint. In den letzten 160 Jahren ist der Kohlendioxidgehalt der Luft von 0,032 Prozent auf 0,038 Prozent gestiegen. Sollte sich der Anstieg weiter so rasant fortsetzen, könnte eine Gefahr für die Menschheit in bereits 80.000 Jahren auftreten. Denn bei einem Kohlendioxidgehalt der Luft ab fünf Prozent kann mit Gesundheitsschäden gerechnet werden. Diesen Wert gab es schon einmal – so in etwa vor 120 Millionen Jahren.

Menschengemachter Kohlendioxidanstieg

Die Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert ist tatsächlich für den Anstieg des Spurengases Kohlendioxid (so heißt es offiziell) verantwortlich. Insbesondere der massive Anstieg seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat zu der Klimahysterie geführt. In erster Linie liegt er wohl darin begründet, dass seit dieser Zeit bis heute über 50 Prozent aller Wälder weltweit gerodet wurden. Das ist, als wenn man aus einem Kohlekraftwerk die Hälfte der Filter entfernt und sich dann darüber aufregt, dass der Schadstoffausstoß ansteigt…

Das Problem ist, dass Aufforstung nur bedingt geeignet ist, die angerichteten Umweltschäden kurzfristig zu kompensieren. Um eine einzige 500 Jahre alte Buche zu ersetzen, müssten mindestens 20 Jungbuchen gepflanzt werden. Was wiederum mit dem Platzbedarf der eine Million neu benötigten Windräder kollidiert, die man für die schlau ausgetüftelte Energiewende benötigt. Na ja, 20.000 hat man schon, auch wenn diese zu 80 Prozent eines Jahres mangels Wind gar keinen Strom produzieren können. Aber sie könnten halt. Das ist, was zählt…

Ich neige dazu, zu sagen: Lasst es die Natur richten! Mehr Kohlendioxid in der Luft bedeutet ein wesentlich verstärktes Pflanzenwachstum, was dazu führt, dass alsbald wieder ein Gleichgewicht hergestellt wird. Mal abgesehen davon, dass die Mehrmenge an menschengemachtem Kohlendioxid an der Gesamtmenge des Spurengases so marginal ist, dass sie nicht einmal exakt berechnet werden kann.

Abschmelzen der Eiskappen

Ein weiteres lustiges Beispiel für den groben Unfug, den sich selbsternannte Umweltschützer und „Fachleute“ ausdenken und dann auch noch publizieren, ist das Abschmelzen der Eiskappen. Der Brüller schlechthin, wenn man mal die Realität anschaut.

Ich habe selbst miterlebt, dass in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts ganz sicher und unverrückbar feststand, dass im Jahr 1980 der Kölner Dom wegen des Abschmelzens der Eiskappen an den Polen über sieben Meter hoch unter Wasser stehen würde. Darüber hinaus war vollkommen klar – und jede Kritik war Verleugnung –‍, dass es die Niederlande zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geben würde.

Gut, ich lebe nicht in Deutschland… Vielleicht kann mir jemand sagen, ob irgendetwas davon eingetroffen ist? Gibt es die Niederlande noch? Braucht man heute Boote mit Glasböden, um den Kölner Dom zu besichtigen?

Nichts als Pseudowissenschaft!

Das Schlimme ist eigentlich, dass Meldungen verbreitet werden, die absolut nichts mit der Realität zu tun haben. Es werden für die Beurteilung einer Situation wichtigste Teilaspekte weggelassen oder verfälscht, um zu der gewünschten Aussage zu kommen.

Tatsache ist, dass die nördliche Polkappe abschmilzt. Na, meinetwegen. Kein Grund, sich darüber überhaupt einen Kopf zu machen. Haben die Wikinger auch nicht gemacht, als sie Grönland fanden. Denn lediglich fünf Prozent des Festlandeises befinden sich auf der Nordhalbkugel. 95 Prozent befinden sich in der Antarktis. Und dort nehmen die Eismassen um etwa 50 Milliarden Tonnen pro Jahr zu, und die Wintertemperaturen sinken inzwischen bis auf fast minus 100 Grad Celsius.

Was das aussagt, ist schlicht Grundlagenphysik: Schmelzendes Eis, das auf dem Meer schwimmt, lässt den Wasserspiegel sinken, nicht steigen. Einfach mal selbst probieren und einen Eiswürfel in ein Glas Wasser geben. Nach dem Abschmelzen des Eiswürfels ist der Wasserspiegel im Glas niedriger als zuvor. Wenn nun fünf Prozent der gesamten weltweiten Festlandseismasse schmilzt, kompensiert das im schlimmsten Fall den ansonsten sinkenden Wasserspiegel. Was aber nicht ganz zutrifft, denn die Nasa hat vor kurzem erklärt, dass man einen um 0,25 Millimeter sinkenden Wasserspiegel der Meere pro Jahr festgestellt habe.

Fazit: Auf der Nordhalbkugel wird es wärmer, während es auf der Südhalbkugel kälter wird. Die Inuit haben dafür schon vor Jahren eine Erklärung geliefert, die belächelt wurde, aber wohl den Kern treffen könnte: Sie gehen davon aus, dass sich die Neigung der Erdachse verschoben hat.

So einfach und nicht einmal menschengemacht...


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