12. September 2019

Offener Brief an Angela Merkel sowie die Herausgeber und Chefredakteure deutscher Tageszeitungen zum „Klimaschutz“ Die Zeit für eine ideologisch unverstellte, sachliche Diskussion ist überreif

Ein Stanford-Professor kommt zu dem Schluss, dass „Klimawandel“-Modelle die Erdtemperatur nicht vorhersagen können

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: shutterstock Keine Wissenschaftler: Klimamodellierer

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

es ist allgemein bekannt, dass Sie Physik studiert, also eine naturwissenschaftliche Ausbildung durchlaufen haben. Deshalb bitte ich Sie um Kenntnisnahme nachfolgender Informationen sowie eine Stellungnahme dazu. Vor allem vor dem Hintergrund einer Ihrer jüngsten Äußerungen, zitiert nach einem Artikel der „Welt“ vom 09.09.2019 („Als es um eine CO2-Bepreisung geht, wird Merkel emotional“).

Darin werden Sie mit folgenden Worten zum Themenkomplex „Klimaschutz“ und „Kohlendioxidsteuer“ zitiert: „‚Wer, wenn nicht wir, muss dazu jetzt einen wirklichen Beitrag leisten‘, wurde Merkel am Montag von Teilnehmern der ersten Unionsfraktionssitzung nach der Sommerpause zitiert. ‚Wir stellen Weichen für die Zukunft – für die nächsten 30 Jahre.‘ Es gehe ‚um zukunftsfähiges Wirtschaften‘. Der ‚Sinn der Bepreisung ist ur-marktwirtschaftlich‘“. Laut diesem Artikel sollen Sie außerdem gesagt haben: „Wir müssen unsere Verpflichtungen erfüllen.“

Was natürlich die Frage aufwirft, auf welcher angeblich gesicherten naturwissenschaftlichen Basis diese sogenannten „Verpflichtungen“ zu erfüllen seien. Denn die Behauptung – die von den Tageszeitungen dieses Landes mittlerweile tagtäglich gebetsmühlenartig wiederholt wird – es gebe einen „Konsens“ in der „Welt der Wissenschaft“ hinsichtlich des angeblich schädlichen Einflusses des Gases Kohlendioxid auf das „Weltklima“, ist falsch. Ein solcher Konsens, also eine übereinstimmende Meinung unter führenden Wissenschaftlern der entsprechenden Fachbereiche, existiert nicht. Mal ganz zu schweigen von Ihrer doch sehr kühnen Behauptung, eine per politisch gesetztem Recht erhobene Zwangsabgabe („Kohlendioxidsteuer“) sei „urmarktwirtschaftlich“. Ich glaube, diese Aussage sollten Sie noch einmal überdenken.

Ich selbst habe bereits in mehreren Artikeln auf diesem Portal ausführlicher aus mehreren Publikationen zitiert, die das Narrativ vom „menschengemachten Klimawandel“ in Frage stellen. Da Sie und ich sehr genau wissen, wie es um die „Freiheit“ der hiesigen Presse tatsächlich bestellt ist, möchte ich Sie höflich darum bitten, die erwartbaren Floskeln zu vermeiden und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Mir ist aufgrund einer mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert umspannenden Recherchearbeit selbstverständlich bekannt, dass es eine solche „freie Presse“ in diesem Land nicht gibt, und mehr noch: Ich weiß außerdem sehr genau um die „netzwerkerischen“ Verbindungen der meisten Chefredaktionen und Herausgeberschaften der „Mainstreammedien“, weshalb mir vollkommen klar ist, dass gerade auch bei einem Thema wie dem „Klimaschutz“ keine Neutralität, „Unabhängigkeit“, ausgewogene Berichterstattung und Sachlichkeit zu erwarten ist.

Dies zeigt schon die Tatsache, dass bislang keines der „führenden“ Blätter auf die fachlich begründeten Argumente der nicht umsonst als „Klimaleugner“ oder „Klimawandelleugner“ titulierten Skeptiker und Kritiker des offiziellen Narrativs einging. Eine Debatte ist nicht erwünscht; stattdessen sollen „Zweifler“ mit emotional aufgeladenen Kampf- und Schimpfvokabeln in eine „Schmuddelecke“ gestellt werden.

Ein deutscher Journalist, ehemals unter anderem für „Focus Money“ tätig sowie Autor zweier herausragender Bücher („Das Kapitalismus-Komplott“ sowie „Die Vereinigten Staaten von Europa“), Oliver Janich, der heute auf den Philippinen lebt und arbeitet, bemüht sich bereits seit mehreren Monaten um eine öffentliche Diskussion. Bislang vergeblich, aber auch das kommt herzlich wenig überraschend, sofern man mit den (geo‑) politischen und ideologischen Grundlagen vertraut ist, die der Klimapropaganda zugrundeliegen und die sich keineswegs aus bloßer Sorge um die Umwelt speisen, sondern von knallharten machtpolitischen, (global‑) technokratischen und natürlich auch finanziellen Interessen getragen sind (der „Kohlendioxid-Ablasshandel“ wäre ein äußerst einträgliches Geschäft) – Interessen und Hintergründe aus dem Umfeld eines institutionellen Netzwerks aus „Denkfabriken“, die einer breiten Masse nicht bekannt werden sollen und deren (ironischerweise!) längst nachgewiesene Existenz daher tunlichst verschwiegen werden soll, was zu den üblichen Abwehr- und Beißreflexen der „Gatekeeper“-Presse führt („Verschwörungstheorien“).

Ich lege Ihnen hiermit auszugsweise die Ergebnisse einer aktuellen Forschungsarbeit eines amerikanischen Chemikers vor, Professor Patrick Frank von der Stanford University. Er kommt in seiner Arbeit zu dem Schluss – ebenso wie übrigens viele Fachleute vor ihm –‍, dass „Klimawandel“-Modelle die Erdtemperatur nicht vorhersagen können. Und auch hier gibt es eine beißende Ironie: Zu dem Schluss, dass eine genaue beziehungsweise zuverlässige Vorhersage künftiger klimatischer Entwicklungen auf Basis der verwendeten Modelle eigentlich gar nicht möglich ist, kam sogar eine Arbeit des „Weltklimarates“, also des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) selber.

In der Zusammenfassung der Studie (zitiert nach dem Artikel „Stanford-Professor widerlegt CO2-Theorie – Medien schweigen“, erschienen am 10.09.2019 auf dem Portal „MMnews“) heißt es: Klimawandelmodelle können die Erdtemperatur nicht vorhersagen. Alle Berechnungen der Temperaturentwicklung sind falsch. Alle Aussagen, die über den Einfluss von Kohlendioxid auf das Klima gemacht werden, sind damit bedeutungslos. Ein Effekt von Kohlendioxid auf das Klima könnte selbst dann, wenn es ihn gäbe, nicht nachgewiesen werden. Schon der Fehler in der Modellierung der Langwellenstrahlung, die von Wolken auf die Erde reflektiert wird, ist um das 114-Fache größer als der Effekt, den Kohlendioxid auf das Klima haben soll.

Professor Frank kommt außerdem zu folgenden Schlüssen: „Die Klimamodellierer sind nicht in wissenschaftlicher Methodik ausgebildet. Sie sind nicht ausgebildet, wissenschaftlich zu arbeiten. Sie sind keine Wissenschaftler.“ – „In aller Kürze: Klimamodelle können die Entwicklung der Erdtemperatur nicht vorhersagen, nicht für ein Jahr und nicht für 100 Jahre. Die Vorhersage der Temperaturentwicklung auf Grundlage von Klimamodellen ist physikalisch bedeutungslos. Sie sagen nichts über den Effekt aus, der von Kohlendioxidemissionen auf das globale Klima ausgeht.“ – „Die unvermeidbare Schlussfolgerung lautet: Was auch immer der Effekt ist, der von Kohlendioxidemissionen auf das Klima ausgeht, er kann nicht gemessen werden und wurde noch nie gemessen, weil die Klimamodelle fehlerhaft sind.“ – „Der Effekt, der von Kohlendioxid auf das Klima ausgeht, sofern es ihn überhaupt gibt, ist so gering, dass er nicht festgestellt werden kann.“ – „Jede einzelne Prognose der Temperaturentwicklung, die auf Basis von Klimamodellen seit 1988 getroffen wurde, ist physikalisch bedeutungslos.“ – „Die Analyse wirft alles, was das IPCC in den letzten Jahren hat verlautbaren lassen, über den Haufen.“ – „Es gibt keinerlei Belege dafür, dass Kohlendioxidemissionen die Erdtemperatur erhöht haben, aktuell erhöhen oder überhaupt erhöhen können.“

Wie würden Sie als promovierte Physikerin diese Forschungsergebnisse von Professor Frank kommentieren? Dies interessiert mich umso mehr, da sie (laut „Welt“-Artikel) behaupteten, es sei „unsere“ Aufgabe, ja sogar „Pflicht“, den „schädlichen“ Auswirkungen von Kohlendioxid auf die Atmosphäre beziehungsweise das Klima mit milliardenschwerem Aufwand entgegenzutreten; finanziellen Aufwendungen, die die Steuerzahler dieses Landes zu tragen haben werden und vor deren volkswirtschaftlichen Auswirkungen bereits eindringlich gewarnt wurde.

Ich bitte ferner die führenden Journalisten des Landes darum, ihre falsche Scheu (oder mutwillige Ignoranz aus politischen Motiven?) abzulegen und Lesern sowie Zuschauern endlich alle verfügbaren Informationen unzensiert vorzulegen. Es geht hier um die wirtschaftliche Zukunft eines ganzen Landes, von Millionen Menschen, es geht um massive Freiheitsbeschneidungen bis hin zu bereits offen geforderten Verboten – und das auf ungesicherter, um nicht zu sagen sehr wackeliger „naturwissenschaftlicher“ Grundlage. Das ist völlig inakzeptabel.

„Frontiers in Earth Science – Atmospheric Science“: Patrick Frank, „Propagation of Error and the Reliability of Global Air Temperature Projections“ (Englisch)


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