07. Juni 2019

Erwiderung auf einen in der „Zeit“ erschienenen Aufruf von Heiko Maas, Ottmar Edenhofer und Johan Rockström Es ist eine globale Propaganda-Anstrengung

Wie man Menschen mit Halbwahrheiten, unsicheren Daten sowie teils schlichten Lügen hysterisiert und hinters Licht führt

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: shutterstock Halbwahrheiten und unklare Daten: Ideologie vom menschengemachten Klimawandel

In einem Gastbeitrag vom 4. Juni 2019 in der „Zeit“ mit dem Titel: „Es ist eine globale Kraftanstrengung“ stellen Außenminister Heiko Maas, Ottmar Edenhofer (ehemals IPCC, heute Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) sowie Johan Rockström (ebenfalls Potsdam-Institut) Behauptungen bezüglich des angeblich „menschengemachten Klimawandels“ auf, die komplexe Wirkzusammenhänge im Bereich der Klimaforschung in unzulässiger Weise auf unbewiesene Hauptursachen reduzieren, ja grob simplifizieren, andernorts hingegen schlicht Falschdarstellungen liefern.

Ich hatte in zwei oder drei meiner letzten Artikel zu dieser Thematik bereits Larry Bells Sachbuch „Climate of Corruption. Politics and Power behind the Global Warming Hoax“ („Klima der Korruption. Politik und Macht hinter dem Erderwärmungsschwindel“) vorgestellt, inklusive einiger eingedeutschter Zitate. Bell liefert darin zahlreiche – von den Massenmedien dieses Landes unter groben Verstößen gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verschwiegene – Beweise dafür, wie das sogenannte IPCC, also das Intergovernmental Panel on Climate Change, Daten manipulierte, mit fehlerhaften Klimamodellen operierte, ja sogar Kritiker aktiv mundtot machte dadurch, die Publikation ihrer Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften zu verhindern. Da diese Details aufzuführen in dieser Erwiderung nicht der Platz ist, bitte ich darum, sich das Buch, das bislang leider nur auf Englisch verfügbar ist (ich bemühe mich derzeit, vom Verlag eine Genehmigung für eine deutsche Übersetzung zu bekommen), zu besorgen. Tatsache ist: Das IPCC wurde mehrfach der Lüge, der Fälschung und der Manipulation überführt.

Ohne die falsche Devise „Schuld durch Assoziation“ bedienen zu wollen, ist daher zumindest fraglich, ob Ottmar Edenhofer, früher selber Mitglied eben jenes IPCC, in dieser Sache eine glaub- und vertrauenswürdige Autorität darstellt. Zudem Edenhofer ebenfalls als Berater der Weltbank arbeitet, einer Organisation, die von jenen machtelitären Zirkeln gegründet wurde, die nachweislich – nämlich über eine ihrer wichtigsten, zentralen Denkfabriken namens „Club of Rome“ – hinter der Deindustrialisierungsagenda („Post-Industrial Zero Growth Theorem“) stehen, als deren bekanntester und, wie derzeit unschwer zu erkennen ist, massenpsychologisch wirkmächtigster Zweig das Narrativ vom „menschengemachten Klimawandel“ angesehen werden kann.

In den USA haben sich vor einiger Zeit knapp 31.000 Wissenschaftler zusammengeschlossen – in einem Projekt namens „Global Warming Petition Project“. Sie bezeichnen dieses Narrativ darin als „hochprofitable Lüge“, als „Milliardenbetrug“. Auch davon war – meiner Kenntnis nach – in der hiesigen Presse bislang nichts zu hören oder zu lesen. Und sie begründen ihre Schlussfolgerung mit wissenschaftlichen Argumenten.

Ein anderes Buch, das glücklicherweise bereits auf Deutsch vorliegt, ist das von S. Fred Singer herausgegebene „Die Natur, nicht menschliche Aktivität, bestimmt das Klima. Technische Zusammenfassung zum Bericht der Internationalen Nichtregierungskommission zum Klimawandel“. Singer, emeritierter Professor für Umweltwissenschaften an der University of Virginia, leitet das im Buchtitel erwähnte NIPCC (Nongovernmental International Panel on Climate Change), das gegründet wurde, um den Fälschungen, einseitigen Darstellungen und Auslassungen von Forschungsergebnissen, die nicht ins Bild vom „menschengemachten Klimawandel“ passten, etwas entgegenzusetzen.

Das schmale Bändchen umfasst gerade einmal 80 Seiten, stellt also keine allzu zeitaufwendige Lektüre dar, weshalb es hiermit allen Lesern wärmstens empfohlen sei – gerade aufgrund der dringenden Notwendigkeit einer auf solider wissenschaftlicher Basis stehenden Gegen- beziehungsweise Widerstandsbewegung zur von Politik und Massenmedien in unwissenschaftlicher, alarmisierender und hysterisierender Manier völlig überzogen dargestellten Problematik.

Eine der sowohl auffälligsten als auch am leichtesten widerlegbaren Behauptungen des Aufrufs in der „Zeit“: Der „menschengemachte“ Klimawandel sei für die Migrationswellen unserer Zeit verantwortlich. Das ist nicht nur eine kühne, sondern eine schlicht falsche Behauptung, kurz: eine Lüge. Vor allem mit Blick auf den afrikanischen Kontinent. Denn die von dort über das Mittelmeer nach Europa strömenden Menschenmassen sind nicht Folge westlicher „Versäumnisse“ in Sachen „Klimaschutz“ (ein Scheinargument, das sich übrigens ganz gezielt der Methoden der moralischen Erpressung bedient, um Westeuropäern ein schlechtes Gewissen einzureden), sondern das direkte Resultat des Angriffskrieges der Nato in Libyen, also der Zerstörung des „Schleusentors Europas“. Es ist allerdings – gerade aus Sicht der „Klimajünger“ – nur zu verständlich, dass diese eigentliche Ursache verhüllt werden soll; es ist kein Zufall, dass über diesen Vernichtungskrieg gegen ein Land, das vor dem Nato-Angriff zu den am höchsten entwickelten und wohlhabendsten Ländern des Kontinents gehörte, gerade in „Klima-Kreisen“ kein Wort mehr verloren wird.

Das eben erwähnte Buch Singers, das er mit einigen Wissenschaftlern aus der Physik, der Klimatologie, den Umweltwissenschaften, dem Ingenieurswesen, der Meteorologie und vielen anderen themenverwandten Fachgebieten verfasste, schließt mit den Worten: „Um es zusammenzufassen: Dieser NIPCC-Bericht widerlegt die Hauptschlussfolgerung des IPCC, nach der die (seit 1979) festgestellte Erwärmung höchstwahrscheinlich von der Emission von Treibhausgasen durch den Menschen herrührt. Mit anderen Worten, der Anstieg des Kohlendioxids ist nicht für die derzeitige Erwärmung verantwortlich. Politische Maßnahmen, die im Namen des ‚Kampfes gegen die globale Erwärmung‘ ergriffen und gefordert werden, sind unnötig. Es ist bedauerlich, dass die öffentliche Debatte über den Klimawandel von Irrtümern und Übertreibungen in den Berichten des IPCC angeheizt wurde und deswegen so weit von der wissenschaftlichen Wahrhaftigkeit abgedriftet ist. Es ist für die Wissenschaft beschämend, dass in der globalen Debatte über eine so wichtige Frage öffentlich vorgebrachte Übertreibungen an die Stelle der Vernunft getreten sind.“ (S. Fred Singer, „Die Natur, nicht menschliche Aktivität, bestimmt das Klima“, Seite 80.)

Und das war natürlich nur ein einziges Zitat aus einem einzelnen Buch; es ließen sich zahlreiche andere Publikationen nennen, die dem Narrativ vom anthropogenen Klimawandel mit naturwissenschaftlichen Methoden widersprechen, die aber in den öffentlichen Debatten – oder besser denjenigen des veröffentlichten Meinensollens in den Printmedien, in Rundfunk und Fernsehen – einfach ignoriert werden.

Abschließend möchte ich noch zwei knappe Zitate präsentieren, die unmissverständlich klarmachen, was wirklich auf der Agenda steht. Sie stammen aus Larry Bells „Climate of Corruption“: „Die Bedrohung durch die Umweltkrise wird der internationale Katastrophenschlüssel sein, der das Tor zur Neuen Weltordnung aufschließt.“ Dies sagte Michail Gorbatschow im Jahre 1996. Gorbatschow wurde von der Ford- und der Rockefeller-Stiftung mit mehreren Millionen Dollar ausgestattet, um die sogenannte „Gorbatschow-Stiftung“ zu gründen. Diese wiederum ist die Schirmherrin von Green Cross International. Gorbatschow ist außerdem Mitglied in Rockefellers Club of Rome und dem Council on Foreign Relations (CFR).

Das zweite Zitat stammt von Maurice Strong aus dem Jahre 1992. Strong war zu diesem Zeitpunkt Executive Director des Umweltprogramms der UN. In seiner Eröffnungsrede auf dem Rio Earth Summit, das von der UN gesponsert wurde, sagte er: „Wir könnten an den Punkt gelangen, an dem der einzige Weg, die Welt zu retten, der sein wird, die industrialisierte Welt kollabieren zu lassen. Liegt es nicht in unserer Verantwortung, dies herbeizuführen?“

Als jemand, dem eine gesunde Biosphäre sehr am Herzen liegt, kann ich dazu nur sagen: Gegen sinnvolle Maßnahmen des Umweltschutzes ist natürlich nichts einzuwenden. Strong sagte jedoch explizit, ein Kollaps der industrialisierten Welt „müsse“ unter Umständen gezielt herbeigeführt werden. Doch auf welcher Basis? Wenn diese so brüchig ist wie diejenige des IPCC, wenn sie auf alarmistischer massenmedialer Dauerpropaganda beruht, die nicht umsonst eben nicht auf naturwissenschaftlich soliden, sondern mehr „gefühlten“, herbeimanipulierten und vor allem mit unsauberen Methoden erarbeiteten Füßen steht, sind solche schlicht größenwahnsinnigen technokratischen Pläne für eine „Neue Weltordnung“, die auf Kosten von Abermillionen Menschen gehen wird – und vor allem zulasten der Ärmeren –‍, vehement abzulehnen. Dann – ich scheue mich nicht, es offen auszusprechen – wird Widerstand gegen eine solche Politik zur Pflicht.

„Zeit Online“: „Es ist eine globale Kraftanstrengung“


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