01. Juni 2019

„Klimawandel“ und „Kohlendioxidsteuer“ Offener Brief an Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages

Mit der Bitte um eine dringend nötige Versachlichung

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: YiAN Kourt / Shutterstock.com Will mehr Engagement für den Klimaschutz: Wolfgang Schäuble

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,

unlängst erschienen Zeitungsberichte, denen zufolge Sie auf ein konsequenteres, zügigeres politisches Handeln mit Blick auf den sogenannten „menschengemachten Klimawandel“ drängten. Da zu dieser Thematik bereits ausreichend publiziert wurde und ich davon ausgehe, dass ein Mensch in Ihrer Position sich mit den verfügbaren Argumenten beider Seiten (pro und kontra) ausreichend beschäftigt hat, werde ich mich hier – aus meiner Position heraus – auf die wichtigsten Kontra-Argumente beschränken.

Es gibt bis zum heutigen Tage keinen unwiderlegbaren und naturwissenschaftlich „endgültigen“ Beweis für einen tatsächlichen Zusammenhang zwischen menschlicher Aktivität und dem Klimawandel. Gibt es überhaupt einen Klimawandel? Ja, natürlich. Die Erdgeschichte liefert dafür genug Beweise. Klimatische Verschiebungen gab es schon immer; wärmere Perioden wechselten sich mit kälteren ab. Die Frage ist jedoch, in welchem Ausmaß die gegenwärtig angeblich zu beobachtende Erwärmung vom Menschen abhängt.

Die Behauptung, Kohlendioxid sei ein „schädliches“ beziehungsweise „toxisches“ Gas, ein „Klimakiller“, ist – zumindest in diesem Punkt bestehen keinerlei Zweifel – nachweislich falsch. Es ist ein für das Wachstum von Pflanzen unverzichtbares Gas; sie wandeln Kohlendioxid im Rahmen der Fotosynthese in für Menschen unverzichtbaren Sauerstoff um. Des Weiteren existieren Forschungsergebnisse aus der Physik sowie der Klimatologie, denen zufolge keine Korrelation zwischen dem Kohlendioxidgehalt der Luft und der Temperatur besteht. Diese Ergebnisse aber werden – vor allem in jüngster Zeit – weder von der Politik noch von den Massenmedien aufgegriffen und diskutiert, sie werden beharrlich ignoriert. Die sogenannte „freie Presse“ dieses Landes bietet ihnen kein Forum mehr. Stattdessen wird von morgens bis abends das Mantra vom „Klimakiller“ Kohlendioxid und die angebliche Notwendigkeit der Einführung einer „Kohlendioxidsteuer“ heruntergebetet.

Ich fordere hiermit zu einer offenen, sachlichen Diskussion über diese Thematik auf, denn so wie bisher kann es nicht weitergehen. Mein Vorschlag wäre, beispielsweise im Bundestag eine Anhörung zu veranstalten, bei der beiden Seiten – sowohl den Verfechtern der These vom „menschengemachten Klimawandel“ und Befürwortern einer höheren Besteuerung solcher Emissionen als auch den Kritikern beziehungsweise Gegnern ausreichend Raum zur Darlegung ihrer Positionen geboten wird. Selbstverständlich sollte es sich um eine öffentliche Anhörung handeln, also eine solche, die im Fernsehen übertragen wird und deren Ergebnisse ebenso öffentlich und frei von allen ideologischen oder politischen Scheuklappen publiziert werden, zum Beispiel auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, damit jeder Bürger dieses Landes die Gelegenheit bekommt, sich selber einen Eindruck über das vorhandene Meinungsspektrum in dieser Frage machen zu können.

Sie haben ja gewiss die Diskussionen um das (aus meiner Sicht ziemlich alberne) Video eines blauhaarigen Influencers auf Youtube mitbekommen, der mit ihrer Partei, der CDU, „abgerechnet“ hat. Und gerade Ihnen – dafür sind Sie politisch zu erfahren – brauche ich gewiss nichts über die Hintergründe dieses Videos zu erklären, denn ganz so „unabhängig“ oder politisch neutral ist es natürlich nicht. Nicht umsonst spricht der junge Mann gegen Ende des Streifchens eine mehr oder weniger ganz unverblümte Wahlempfehlung für die Grünen aus. Wie gesagt: Sie sind ein zu „alter Polithase“, um nicht genau zu wissen, was dahintersteht. Auch das wurde übrigens schon enthüllt. Doch darum geht es mir hier nicht vorrangig, sondern um die darauf folgende Unterstützung, die er durch 80 oder 85 andere junge „Youtuber“ erhielt.

In diesem Video wiederum wurde zum x-ten Male die Falschbehauptung wiederholt, es bestehe „wissenschaftlicher Konsens“ oder „Einigkeit“ in der Welt der Wissenschaft bezüglich der Ursachen der „globalen Erderwärmung“. Eine Lüge einfach zu wiederholen wie eine gesprungene Schallplatte, trägt aber nicht zur Aufklärung in dieser Sache bei; das bloße Nachbeten von von Politik und Medien vorgekauten „Wahrheiten“ lässt diese nicht wahrer werden.

Geehrter Herr Bundestagspräsident, ich möchte Ihnen hiermit einen kleinen Auszug aus einem 2011 erschienenen Buch präsentieren, das bislang leider nicht in deutscher Übersetzung erschien (soweit mir bekannt ist). Es trägt den Titel „Climate of Corruption. Politics and Power Behind the Global Warming Hoax“ („Klima der Korruption. Politik und Macht hinter dem Erderwärmungsschwindel“). Die in diesem Auszug präsentierten Manipulationen, manchmal sogar schlichten Fälschungen von „Klimadaten“ sind keine bloße Erfindung des Autors dieses Buches; der IPCC, also der „Intergovernmental Panel on Climate Change“, der „Weltklimarat“ also, wurde solcher unwissenschaftlichen Methoden tatsächlich bereits überführt. Weshalb natürlich zu fragen wäre, wie weit die Politik dieses Landes sich auf die Ergebnisse einer Organisation stützen sollte, deren Methoden zuweilen alles andere als streng wissenschaftlich, sondern eher „interessengeleitet“ und mehr ideologisch motiviert waren.

„Die große Lüge lautet, dass wir in einer bekannten Klimawandel-Krise leben. Klimaerwärmung und ‑abkühlung fanden durch alle Zeitalter statt. Erwärmt sich die Erde gegenwärtig? Wahrscheinlich nicht, doch was, falls doch? Sie könnte sich nächstes Jahr schon wieder abkühlen. Die Modelle, die eine Krise vorhersagen, sind bestenfalls spekulativ, und zwei Vorfälle jüngeren Datums lassen sogar noch mehr Zweifel an ihrer Genauigkeit aufkommen. Bei einem davon geht es um unleugbare Beweise dafür, dass einflussreiche Mitglieder der klimawissenschaftlichen Gemeinde ‚die Bücher gefälscht‘ haben, um ihren Theorien Aufwind zu verschaffen und gegenläufige Ergebnisse zu marginalisieren. Das andere Problem ist ein Beweis, der direkt von Mutter Natur selbst bereitgestellt wird: dass das globale Klima in einen neuen Abkühlungszyklus eingetreten ist. Die Veröffentlichung gehackter E-Mails der ‚Climate Research Unit‘ (CRU) an der britischen University of East Anglia enthüllte einen skandalösen Schriftverkehr unter Forschern, die die Erderwärmungs-Hysterie geschürt haben. Ihre Kommunikationen bestätigen seit langer Zeit bestehende und weithin vermutete Manipulationen von Klimadaten. Diese umfassen Verschwörungen zur Fälschung und Zurückhaltung von Informationen und dazu, anderslautende Ergebnisse in wissenschaftlichen Publikationen zu unterdrücken und die Existenz sowie Bedrohung der menschengemachten Erderwärmung zu übertreiben. Viele dieser Individuen übten großen Einfluss auf die Ergebnisse der zusammenfassenden Berichte des IPCC der Vereinten Nationen aus. Diese Organisation wurde als die weltgrößte Autorität in dieser Sache anerkannt und teilt sich einen Nobelpreis mit Al Gore dafür, das Bewusstsein um den Klimawandel zu fördern. Unter den mehr als 3.000 entwendeten Dokumenten der CRU findet sich eine Mail ihres Direktors, Philip Jones, hinsichtlich eines Weges, die Daten zu frisieren, um Beweise für abnehmende Temperaturen zu verheimlichen: ‚Ich habe soeben Mikes Trick (den er in der Zeitschrift ‚Nature‘ verwendete) vollendet, die wirklichen Temperaturen jeder Serie der letzten 20 Jahre hinzuzufügen (von 1981 an) und von 1961 an für Keiths Methode, die Abnahme zu verhüllen.‘ Der Name ‚Mike‘ bezieht sich hier auf den Klimatologen Michael Mann, der die heute berühmte ‚Hockeyschlägerkurve‘ erschuf – die in den Berichten des IPCC wiederholt auftauchte sowie in Al Gores Reklame-Aktionen –‍, um eine beschleunigte Erderwärmung auf den Beginn der industriellen Revolution zu datieren – also vom Menschen gemacht. Diese Kurve wurde dank der sorgfältigen Analysen zweier kanadischer Forscher gründlich widerlegt, die eine Reihe schwerwiegender Probleme entdeckten. Inklusive Rechenfehlern, zweimal genutzter Daten sowie eines Computerprogramms, das immer eine Hockeykurve produzierte – egal, mit welchen Daten man es fütterte.“ (Larry Bell, „Climate of Corruption. Politics and Power Behind the Global Warming Hoax“, 2001, Seite 2 bis 3.)

Herr Dr. Schäuble, Sie können die in diesem Buchzitat aufgestellten Behauptungen selber überprüfen – und werden dabei feststellen, dass Bell sich das nicht einfach aus den Fingern saugte. Sie können auch die Hintergründe der „Fridays for Future“-Bewegung recherchieren, um dabei klar zu erkennen, dass hier in schamlosester, für mich schlicht erschreckend perfider und eiseskalter Manier viele Jugendliche und sogar Kinder, die aufrichtig glauben, das „Gute“ und „Richtige“ zu tun, zu Propagandazwecken missbraucht oder, wie man heute sagen würde, „instrumentalisiert“ werden. Sie werden als regelrechtes „Kanonenfutter“ für Stalinorgeln der Propaganda und flächendeckende massenmediale Hirnwäsche auf ihre oftmals nichtsahnenden Mitmenschen abgeschossen. Ich bin angesichts solcher Methoden schlicht sprachlos. Und scheue mich keineswegs, solche Vergleiche zu ziehen: So was kennt man normalerweise nur aus den übelsten Regimen, dass Kinder (!) für solche Zwecke „verheizt“ werden. Zu allem Überfluss werden diese Proteste mittlerweile sogar dazu genutzt, einen „Generationenkonflikt“ gezielt zu schüren (!), also zwischen „Jung und Alt“; dazu, Kinder gegen ihre Eltern aufzuhetzen. Und nun frage ich Sie: Aus welcher tieftraurigen Zeit in Deutschland kommt uns das bekannt vor? Kinder, verpfeift eure Eltern, wenn sie nicht dem Weltklimaführer folgen! Hier wird schlicht und ergreifend mit Methoden des Psychoterrors gearbeitet. Mit Wissenschaftlichkeit und Faktenbasiertheit hat so was nichts zu tun. Ich empfinde es als schäbig und widerwärtig.

Erschreckend ist auch die Aggressivität, die den sogenannten „Leugnern“ und Kritikern mittlerweile entgegengebracht wird – obwohl oder vielleicht gerade weil diese keineswegs unsachlich argumentieren, sondern ihre Zweifel belegen können. Übrigens greift man zur Herstellung des vermeintlichen „Konsenses“ in der Wissenschaft ebenfalls auf einen statistischen Trick zurück, indem man dabei nämlich nur diejenigen Stimmen berücksichtigt, die sich zugunsten der Theorie vom menschengemachten Klimawandel äußern, während man die kritischen einfach weglässt, also „herausrechnet“. In den USA schlossen sich vor kurzem knapp 30.000 Wissenschaftler, darunter 9.000 Klimatologen, zusammen, um gegen diese Theorie vom „menschengemachten Klimawandel“ vorzugehen. Auch darüber liest man in der hiesigen Presse nichts; es wird einfach verschwiegen.

Wenn Sie mir dieses sowohl erhellende als auch amüsante Detail noch gestatten (es ist nur eines von vielen und bezeichnenden): Zu den „prominenten Unterstützern“ der Kampagne, die den Jugendlichen der „Fridays for Future“-Bewegung nun beispringen, gehört übrigens auch eine gewisse Naomi Klein, von Beruf Journalistin. Recherchiert man ihre Hintergründe, erfährt man Erstaunliches: „Kleins erstes Buch, ‚No Logo‘, erschien im Jahr 2000 kurz nach den Protesten von Globalisierungskritikern gegen das Treffen der WTO in Seattle im Dezember 1999 und dokumentierte, wie die britische Wochenzeitung ‚The Observer‘ bemerkte, die Ziele der Demonstranten, bevor die Demonstrationen überhaupt stattgefunden hatten.“

Verzeihung, ein weiteres Detail noch: Der gegenwärtig von vielen Zeitungen so gerne präsentierte und zitierte Ottmar Edenhofer, der sich stets für die „Klimaproteste“ ausspricht, war oder ist ebenfalls Mitglied des IPCC, also des bereits mehrfach der Manipulation überführten Weltklimarates, außerdem Berater der – Weltbank. Ich glaube nicht, dass ich das noch kommentieren muss.

Wie gesagt: Eine sachliche, wissenschaftlich fundierte Diskussion unter Vorlage aller verfügbaren Daten zur Frage, inwieweit der Klimawandel tatsächlich menschengemacht ist und welche Rolle das Kohlendioxid dabei spielt, ist dringend vonnöten.

Vor allem auch im Interesse derjenigen Kinder und Jugendlichen, die sich allfreitäglich für eine „Klimapolitik“ starkmachen, die – wage ich zu behaupten – ganz und gar nicht im Interesse ihrer eigenen Zukunft ist.


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