08. August 2018

Katrin Göring-Eckardt und andere Klimahysteriker Grüne Hitzewallungen

Wenn das Wetter für die Propaganda zum Klima wird

von Ramin Peymani

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Bildquelle: shutterstock Glaubt, er könne die Erde retten: Mensch

Kaum erlebt Deutschland mal wieder einen richtigen Sommer, melden sich die Klimahysteriker zu Wort. Sie waren ziemlich kleinlaut geworden, weil die zurückliegenden Jahre mit völlig normalen Wintern und unauffälligen Durchschnittstemperaturen ihnen keine ideologische Munition geliefert hatten. Doch nun laufen Göring-Eckardt und Co zur Hochform auf. Die inoffizielle Staatssekretärin für grüne Agitation und Propaganda ließ uns dieser Tage per Twitter wissen, die Klimakrise sei nun „wirklich sichtbar, spürbar“. In der Verantwortung stünden „alle Leugner und alle, die nichts tun“, denn „dieses Wetter kommt eben nicht irgendwie zufällig oder vom Himmel“. Der Tweet, der laienhaft-naiv Wetter und Klima miteinander verknüpft, ist der vorläufige Höhepunkt grüner Panikmache. Eine der Lieblingslügen der Propaganda-Partei kann nun endlich wieder mit viel heißer Luft gefüllt werden. Denn Lieschen Müller fällt allzu leicht auf die politische Scheinwahrheit herein, dass die Hitzewelle dieses Sommers ein sicheres Indiz für den menschengemachten Klimawandel sei. Da können Experten noch so viele Fakten beisteuern, in Göring-Eckardts Fall etwa die Tatsache, dass die durchschnittliche Abweichung der momentanen Temperaturen auf der Nordhalbkugel gegenüber der Referenzperiode der Jahre 2000 bis 2017 gleich Null ist. Selbst der Hinweis, dass das Klima von unzähligen Faktoren abhängt, auf die der Mensch gar keinen Einfluss hat, zum Beispiel Meeresströmungen, Sonnenzyklen und Vulkanaktivitäten, genügt nicht.

Die Deutschen glauben lieber einer abgebrochenen Theologiestudentin als Fachleuten

Der Durchschnittsdeutsche, dessen sprichwörtliche „Angst“ nicht ohne Grund Eingang in den englischen Sprachgebrauch gefunden hat, glaubt lieber einer abgebrochenen Theologiestudentin als Fachleuten mit Professorentiteln. Und selbst bei Letzteren gibt es kein einhelliges Meinungsbild. Dass es unter den Experten zwei Lager gibt, die gegensätzliche Modelle favorisieren, verdeutlicht, wie wenig berechenbar das Klima ist. Vor allem zeigt sich daran, dass es eben nicht die eine grüne Wahrheit gibt. Wie kann es also sein, dass ganz normale Mitbürger, die einen ausreichend hohen IQ zum Geradeauslaufen und Treppensteigen haben, Rattenfängern grüner Politik auf den Leim gehen und sich von den politischen Lügen einer plumpen Klimaindustrie gängeln lassen? Erklärbar ist dies wahrscheinlich nur mit enormer Uninformiertheit aufgrund der schieren Überforderung in einem Alltag, der von der Berufspolitik immer weiter erschwert wird und weder Raum noch Muße für das eigene Denken lässt. Dabei ist es ein uralter Irrglaube des Menschen, den Planeten beherrschen zu können. Zu keiner Zeit ist ihm dies gelungen. Und selbst dort, wo der Eingriff in die Natur gravierend war, hat sich die Erde nach dem Rückzug des Menschen in kürzester Zeit regeneriert oder ihr Terrain zurückerobert. Es leben Millionen von Spezies auf unserem Planeten, von denen keine mächtig genug ist, über alle anderen zu herrschen. Doch der Mensch in seiner gnadenlosen Selbstüberschätzung glaubt, die Erde retten zu können.

Umweltschutz ist kein ideologischer Schnickschnack, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe

Ob Waldsterben oder Ozonloch – bis heute gibt es Millionen von Menschen, die glauben, wir hätten es vermocht, in nicht einmal 20 Jahren für deren Verschwinden zu sorgen. Eine geradezu lächerliche Anmaßung. Ähnlich bizarr ist die allgemeine CO2-Hysterie. Die Konzentration des Kohlendioxids in der Erdatmosphäre lässt nämlich für sich genommen keinerlei Rückschlüsse auf klimatische Veränderungen zu. Und während der Eiszeiten war das Spurengas nicht etwa verschwunden, sondern in den Ozeanen gebunden. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Mir ist wirklich daran gelegen, dass wir unsere Umwelt schonen und ihre Ressourcen gewissenhaft nutzen. Niemand mag verdreckte Seen und Flüsse, verpestete Städte oder zugemüllte Parkanlagen. Ein richtig verstandener Umweltschutz ist kein ideologischer Schnickschnack, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Wer den notwendigen Umweltschutz aber so weit pervertiert, dass er Grenzwerte erfindet, um Menschen zu maßregeln und Industrien zugunsten eigener Auftraggeber zu zerstören, wer sich zum Klimaexperten aufspielt, obwohl er nie einen wissenschaftlichen Abschluss erlangt hat, wer Ängste schürt, um sich als vermeintlicher Retter zu präsentieren, der ist vom Umweltschutzgedanken so weit entfernt wie der Mond von der Erde. Konzentrieren wir uns darauf, unsere Umwelt lebenswert zu erhalten, statt dem Wahn zu verfallen, das Klima retten zu müssen. Hysterische Ideologen brauchen wir dafür nicht. Katrin Göring-Eckardt fordert übrigens „radikale Antworten“. Eine Formulierung, die mehr verrät als jedes grüne Parteiprogramm.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Liberale Warte“.


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