16. Juli 2018

Nach Fußball-WM-Sieg Frankreichs Rechenkünstler bereiten sich auf Mathe-Olympiade vor

Der Schritt von der bunten in die kunterbunte Gesellschaft

von Hans Elsner

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Bildquelle: shutterstock Mathe-Olympiade: Französisches Team (Symbolbild)

Einen Tag nach dem französischen Nationalfeiertag zeigte die „Équipe Tricolore“ der Welt, warum das französische Volk auch als „Grande Nation“ bekannt ist. Von Cayenne bis Marseille, von Réunion bis Saint-Denis: Ganz Frankreich freut sich über den WM-Sieg seiner bunten Fußballnationalmannschaft aus der ganzen Welt.

Doch schon bald könnten die französischen Legenden um Paul Pogba, N’Golo Kanté und Nabil Fekir Schnee von gestern sein. Denn im Schatten der Fußballer wächst seit einigen Jahren eine neue Generation von französischen Denksportlern aus China heran, die bei der nächsten Mathe-Olympiade mit spektakulärer Geistesakrobatik für Furore sorgen will.

Angeführt wird die französische Équipe von Xiao Guanyu, einem Wunderknaben aus der Millionenstadt Zhongshan, der derzeit ein Auslandssemester an der Pariser Elite-Universität Sciences Po absolviert und somit unter französischer Flagge an den Start gehen darf. Seine Cousinen Sun Hong und Lian Cheng, die im Rahmen einer Familienzusammenführung ebenfalls im Kader stehen, gelten sogar als Ausnahmetalente in der Tradition von Descartes, Laplace und Pascal.

Nationaltrainer Jean-Pierre LeCuck ist stolz auf seine Truppe und verbittet sich jegliche Kritik an seiner Auswahl. Frankreich könne im Mentalsport international nur mithalten, wenn der Schritt von der bunten in die kunterbunte Gesellschaft gelänge.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Morgengagazin“.


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