26. April 2018

Alternative Nachrichten (Radio) Folge 33Weltstaat. Wahrheitsministerium. Brandanschläge. Kulturkampf.

Was uns am 26. April bewegt

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Bildquelle: shutterstock Ob nun Trump oder doch Macron öfter in der Nase gebohrt hat: Für Libertäre läuft Politik so oder so immer auf den sozialistischen Weltstaat hinaus

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Macron in Washington – Forderung des Weltstaates auf Samtpfoten?

Paris/Washington. Viel haben die Hauptstrommedien in den letzten Tagen über den jüngsten Schüleraustausch zwischen dem Élysée-Palast und dem Weißen Haus berichtet. Wie lange hat der junge Emmanuel Trumps Hand gedrückt? Hat der amerikanische Präsident ihm vor laufender Kamera ein paar Flusen vom Anzug gewischt? Wo bleibt eigentlich Mutti? In einer perfekten Welt hätten die „Alternativen Nachrichten“ diese über alle Maßen lächerliche Leserredundanz boykottiert. Nur kann man sich als Libertärer ja kaum Luftschlösser bauen, die man anderen vorenthält. Also begeben wir uns mal in den Sumpf des medialen Personenkultes und überprüfen, ob wir für unser eigenes Publikum etwas Substantielles festhalten müssen. Gehen wir von folgendem Grundsatz aus: Politik mag dem Einzelnen manchmal etwas verwirrend erscheinen. Es ist jedoch ganz einfach. Was Politiker auch tun und lassen, im Kern ist all ihr Handeln auf die Erweiterung ihrer individuellen Macht ausgerichtet. Ein wichtiger Bestandteil dieses Strebens besteht in der Ausweitung des territorialen Wirkungsgrades ihrer Willkür. Dementsprechend entstand nach 1945 auch das in einer Reihe feuchter Machtträume schon seit Jahrhunderten erdachte sogenannte „Vereinigte Europa“. Also das EU-Konstrukt, das die Bürger seit Jahrzehnten in bisher nie gekanntem Ausmaß in jedem Lebensbereich am Gängelband führt. Für Politiker ist jeder Schritt der Machterweiterung jedoch zwangsläufig nur der letzte vor dem nächsten. Man kann diese Entwicklungen auf der Grundlage von Verschwörungshypothesen betrachten. Danach würde der Weltstaat seit Jahrzehnten politisch angestrebt. Man kann jedoch auch ganz banal zugrundelegen, dass Macht zwangsläufig zu einem Suchtverhalten führt. Das Ergebnis bleibt das gleiche. Zum aktuellen Zeitpunkt herrschen amerikanische Präsidenten vom Atlantik bis zum Pazifik über ein riesiges staatliches Kerngebiet. Zudem verfügen sie durch ihre imperiale Außenpolitik international über eine Reihe informeller Machtmechanismen. Der aktuelle Inhaber dieser Macht hat offenbar erkannt, dass ein gesunder Zenit erreicht ist. Wie alle seine Berater ihm erklären können, erlag bereits das Römische Reich nicht zuletzt dem Problem seiner imperialen Überdehnung. Ganz anders präsentiert sich die Situation für die am selbstverursachten Sozialismus gerade zugrundegehenden EU-Staaten. Für sie kann die territoriale Ausdehnung aktuell nicht schnell genug gehen, um alte mit neuen Problemen zu bekämpfen. In diesem Sinne ist dann auch Macrons Rede vor dem amerikanischen Kongress zu verstehen. Er warnte davor, dass es keine Lösung sei, „die Tür gegenüber der Welt zu verschließen“. Schließlich könne die Welt Probleme wie den auf Desinformation beruhenden menschengemachten Klimawandel nicht mit „Nationalismus“ und „Isolationismus“ bekämpfen. Sämtliche Floskeln des milchgesichtigen Jünglings aus dem Élysée-Palast liefen im Endeffekt auf dieses eine Ziel des sozialistischen Weltstaates hinaus. „Eine gemeinsame Vision für die Menschheit“ klingt natürlich wohlfeiler. Aber am Ende bedeutete Macrons USA-Besuch vor allem viel Tamm-Tamm um Altbekanntes. Viel gefährlicher dürfte seine Besessenheit in dieser Hinsicht sowieso an der europäischen Front werden.

Staatsgewalt gegen Blogger – Streisand-Effekt im Hamburger Wahrheitsministerium

Hamburg. Vor rund zwei Wochen ermordete ein Lampedusa-Murmeltier in der Hamburger U-Bahn seine deutsche Ex-Freundin und die gemeinsame Tochter. Er hatte vor Gericht das Sorgerecht verloren, das ihm sein Leben auf Staatskosten in Deutschland garantiert hätte. Das hat er sich ja dann auf diesem Wege sichergestellt. Mit diesem Vorgehen hat er sich sogar um unseren wöchentlichen Murmeltierpreis für die alltäglich gefühlte Kriminalität in Deutschland verdient gemacht. Wie sich später herausstellte, ging er dabei jedoch noch gründlicher vor als zunächst angenommen und schnitt dem einjährigen Kind den Kopf ab. Wir verweisen an dieser Stelle auf Selina Wolfs Klassiker „Mein Kopf bleibt dran“. Nach der Lektüre ist klar, dass hier bloß durch den persönlichen Beziehungsgrad noch ein neues Element hinzugekommen ist. Trotzdem gab man sich bei der Obrigkeit überzeugt, dass ausgerechnet dieses Detail die Schäfchen plötzlich deutschlandweit aufrütteln könnte. Also sollte ihnen diese Information mit aller Gewalt vorenthalten werden. Leider hatte ein Augenzeuge den Umstand nach der Tat auf Video festgehalten und der bis dato völlig unbekannte Blogger Heinrich Kordewiner darüber berichtet. Der engagierte Bürger wäre auch kaum aus seiner Internetnische herausgekommen, wäre ihm der Staat nicht marketingtechnisch zur Hilfe geeilt. Wie jetzt bekannt wurde, hat ihm die Polizei deswegen schon am vergangenen Freitag, morgens früh um 6:45 Uhr, einen Besuch abgestattet. Schließlich habe er eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des toten Kindes nach „Paparazzi-Paragraph“ 201a begangen. Wohlgemerkt tauchte der enthauptete Säugling im Video nicht auf, sondern nur die entsetzten Zeugenausrufe. Zugleich wurde jedoch noch einmal der Umstand der Tat in dem Wohnungsdurchsuchungsbeschluss festgehalten und somit höchstrichterlich bestätigt. Wahrscheinlich wollten ein paar eifrige Justiz- und Exekutivbeamte wieder mal nur die eigene Unfähigkeit durch Vergehen an den Schwächsten kompensieren. Nämlich dem für all den Wahnsinn zahlenden Volk. Wie so oft hätten sie jedoch gar keinen besseren Weg zur maximalen Aufmerksamkeitserzeugung und Informationsverbreitung wählen können.

Brandanschläge in Berlin befürchtet – Erster Mai für Dieselfahrer noch gefährlicher

Berlin. Deutschland ist für Autofahrer ein gefährliches Pflaster. Das ist nichts Neues, und die Gefahren werden dank der eifrigen Deutschen Umwelthilfe (DUH) auch nicht weniger. Trotzdem gibt es immer noch Tage, an denen besondere Vorsicht geboten ist. Ein solcher ist der internationalsozialistische Tag der Arbeit. Von Selbsthass zerfressene, leistungslose junge Gewinner der Marktwirtschaft nutzen ihn in Deutschland regelmäßig, um Feuerwerke auf fremder Leute Kosten zu veranstalten. Neben den leicht entzündbaren Mülltonnen dienen den etwas qualifizierteren Unterhaltungskünstlern unter ihnen besonders fremde Autos als beliebte Zündkerzen. In Berlin zeichnen sich bereits die ersten Übungen für das große Spektakel am kommenden Dienstag ab. Die letzten Tage über brannten nachts regelmäßig Autos aus. Bekennerschreiben aus der linken Szene bestätigten den Zusammenhang zum bevorstehenden Feiertag. Lesern aus dem Umkreis Berlin und anderen Großstädten wie Hamburg können wir nur empfehlen, für diesen Tag das Kleingedruckte in der Vollkaskoversicherung zu überprüfen. Oder Sie überlegen sich, vielleicht doch lieber in der Bahn den Kopf hinzuhalten. Vergessen Sie dann aber bloß nicht, Ihre Fahrkarte zu lösen. Sonst landen Sie noch als „ermordeter Schwarzfahrer“ in der „Bild“-Zeitung. Denn wie wusste schon Shakespeare: „Und ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode.“

Kreuze in Bayern – Künstlicher Kulturkampf in Deutschland geht weiter

Bayern. Wegen Lieferengpässen keine gute Nachricht zum Schluss. Der neue bayrische Ministerpräsident Markus Söder hat einen Erlass ausgegeben, wonach jede seiner Behörden mit einem Kreuz zu schmücken sei. Eine folkloristische Wahlkampfinstrumentalisierung des Christentums, die nicht unnötig durch Erwähnung aufgewertet werden sollte. Auch nicht dann, wenn die Hauptstromkollegen prompt Verhältnisse wie am Bosporus wittern. Aber immer wenn man denkt, eine lächerliche Debatte sei erwähnungslos an einem vorübergezogen, gibt es einen Hanswurst, der noch mal nachtreten muss. In diesem Fall der in allen staatsfunkenden Quasselaufführungen stets als die einheitliche Repräsentationsinstanz der Muslime hofierte Zentralrat derselben. Der Zentralrat der Muslime vertritt laut Wikipedia circa 20.000 Mitglieder überwiegend nichttürkischer Herkunft. In Deutschland umfasst diese Glaubensgemeinschaft offiziell circa fünf Millionen Mitglieder. Der sogenannte Zentralrat stellt also eine rein künstlich-mediale Konstruktion dar. Diverse Steuergeldflüsse werden wahrscheinlich ihr übriges tun. Ausgerechnet diese Organisation glaubte jetzt, zum Neutralitätsgebot des Staates aufrufen zu müssen. Ganz so, als würde irgendein klar denkender Mensch über ein solches Stöckchen springen. Offenbar sind sich der Staat und seine diversen Strohmänner aber für wahrlich keine Schandtat zu schade, wenn es darum geht, das Volk mit politisierten Kulturkämpfen zu beschäftigen.

Zusammenstellung: Jean Modert


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