03. April 2018

Alternative Nachrichten am Abend (Radio)Syrien. Spezialeinheit. Mauerschusspartei. Autofahrer.

Was uns am Abend des 3. April bewegt

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Bildquelle: Agia / Shutterstock.com Nach angekündigtem Rückzug aus Syrien: Trump beendet jetzt auch Obamas Krieg gegen amerikanische Autofahrer

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Trump raus, Macron rein – Wird Syrien je zur Ruhe kommen?

Ankara/Damaskus/Paris. Heute morgen berichteten wir, dass US-Präsident Trump den vollständigen Rückzug seines Landes aus Syrien ankündigte. Wir verwiesen auf die Einschränkung, dass solche Aussagen des US-Präsidenten in der Vergangenheit nicht von langer Dauer waren. Wie mittlerweile bekannt wurde, dürfte dem syrischen Volk tatsächlich auch in Zukunft wenig Ruhe vor westlicher Zwangsbeglückung vergönnt sein. Nachdem Trump am Donnerstag den baldigen Abzug der amerikanischen Soldaten verkündet hatte, verlegte sein Amtskollege Macron bereits am Freitag eigene Truppen in das nahöstliche Land. Das Ziel der jetzt bekanntgewordenen Operation soll jedoch nicht der über Jahre dämonisierte Präsident Assad darstellen. Vielmehr schickt sich der welsche Politknabe an, den bedrängten Kurden zu Hilfe zu eilen. Die Truppen wurden nämlich in die nordsyrische Großstadt Manbidsch verlegt. 2016 hatten die kurdischen Truppen die Stadt der Herrschaft des Islamischen Staates entrissen. Damit hatten sie wiederum den Ärger des osmanischen Sultans Erdoğan auf sich gezogen, der im südlichen Nachbarstaat gerade auf eigene Faust für „Ordnung“ sorgt. Nach dem Fall von Afrin hatte er tatsächlich angekündigt, als nächstes nach Manbidsch marschieren zu wollen. Die Präsenz der voraussichtlich bald abziehenden amerikanischen Offiziere sollte nur ein Detailproblem in seinen Plänen darstellen. Nach der feigen Deeskalationspolitik des angeblich starken weißen Mannes im gleichfarbigen Haus muss also jetzt der linksrheinische Napoleon das Feuer am Brennen halten. Werden die NATO-Mächte also womöglich bald einen internen Stellvertreterkrieg auf syrischem Boden ausfechten? Wie anno 1912 auf dem Balkan wird das Osmanische Reich ja gerade massiv mit Waffen aus deutschen Rüstungsschmieden gegen den Erbfeind aufgerüstet. Vielleicht finden die Franzosen ja auch bald noch einen Deniz Yücel, den sie gegen ein paar dieselbetriebene Leopard-II-Panzer eintauschen können. Oder reicht doch die Finanzierung über deutsche Euro-Gelder? Ironie der Geschichte, die NATO-Mächte wären dann wohl zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich um den Sturz Präsident Assads zu kümmern. Nach Jahren des gemeinsamen propagandistischen Feldzuges hätten sie die „moderaten Rebellen“ für den Preis eines Kinderspielplatzes verraten. Nur die syrische Bevölkerung würde noch weniger zur Ruhe kommen als andernorts Dieselfahrer und Nettosteuerzahler.

Hochgeheime Spezialtruppe der Bundeswehr – Uschis Supersoldaten „Schwangere“ erhalten neue Uniformen

Berlin. Mehrfach berichteten die „Alternativen Nachrichten“ über angebliche Mängel bei der effizientesten Armee, die Deutschland jemals hatte. Obwohl wir immer sorgfältig recherchieren, waren wir dabei offenbar einer bewussten Finte des Verteidigungsministeriums aufgesessen. Wie alle unsere Hauptstromkonkurrenten auch. Die angeblichen Mängel wegen fehlender Wintermäntel und nicht fliegender Hubschrauber dienten allein dem Zweck des „Tarnens und Täuschens“. Wie mittlerweile bekannt wurde, verfügt die Bundeswehr nämlich über eine weltweit einmalige Spezialeinheit, die sich „Schwangere“ nennt. Diese bisher geheimgehaltene, genderneutrale Einheit ist jetzt mit brandneuen Uniformen ausgestattet worden. Das Geheimhaltungsmanöver richtete sich nicht gegen die freien GEZ-Medien, sondern gegen „den Russen“. Damit es störungsfrei vonstattengehen konnte, war es entgegen den Gepflogenheiten der Bundesrepublik jedoch notwendig, auch die Medien im Unklaren zu lassen. Dem Iwan sollte eine falsche Schwäche der Verteidiger Europas vorgespiegelt werden, damit er seine aggressiven Absichten offenbart. Mit dem Fall Skripal ist er nun voll in die Falle getappt. Zwar fehlen noch eindeutige Beweise wie bei 9/11, etwa durch Putins Personalausweis am Tatort. Es existieren jedoch immer noch die Aussagen der britischen Premierministerin Theresa May. Damit wäre die Schuldfrage eindeutig geklärt. Die neue Schwangereneinheit, mit der sich Putin so leichtfertig angelegt hat, beläuft sich auf etwa 400 Mann. Den berühmt-berüchtigten „Krieg der Bilder“ hat er damit bereits verloren, bevor er überhaupt begonnen hat. Denn Gewalteinwirkungen auf Schwangere duldet der tapfere GEZ-Zuschauer überhaupt nicht. Die Ausnahme bilden lediglich Murmeltierangriffe auf deutsche Zivilistinnen. In Zukunft werden die Finger russischer Soldaten jedoch am Abzug erstarren, wenn der Feind auf sie zuläuft. Handelt es sich um einen mit Sprengstoff vollgepackten Selbstmordattentäter oder trägt er nur ungeborenes Leben unter der Uniform? Wäre Gegenwehr eigentlich mit den deutschen Abtreibungsgesetzen vereinbar? Wie kundige Leser der „Asterix“-Geschichtsbücher wissen, stellten Fraueneinheiten ja bereits die Superwaffe Cäsars gegen die Gallier dar. Deren rückständigen, rein männlich dominierten Truppen war es nämlich verboten, Gewalt gegen Frauen zu verüben. Erneut legte Preußens oberste Generalin damit Zeugnis dafür ab, wie weit Deutschland anderen militärischen Großmächten immer noch voraus ist. Für den Russen ist seine Eroberung Europas bis zu den Grenzen der DDR damit erst mal gelaufen. Und kein Wunder, dass sich die etwas impulsiven Machos Erdoğan und Macron beide von der besonnenen Dame Unterstützung für ihr Syrienabenteuer erhoffen.

Beschneiden der Ränder bei der Mauerschusspartei – Hoffnung auf Rot-Rot-Grün?

Berlin. Beginnt die Linkspartei mit dem Abschneiden der Ränder, um sich nach dem politischen Jargon „regierungsfähig“ zu machen? Ihr Bundestagsabgeordneter Dieter Dehm beschimpfte den außenpolitischen Riesen Heiko Napoleon als „gut gestylten NATO-Strichjungen“. Der Abgeordnete, der sich damit als Putin-Versteher offenbaren wollte, hatte bisher eine blütenreine Weste. Sein politischer Altruismus ging schon mal so weit, dem Steuerzahler die Anstellung eines ehemaligen RAF-Terroristen im Bundestag auf die Rechnung zu setzen. Diese guten Taten der Vergangenheit werden jedoch möglicherweise nicht ausreichen, um das aktuelle Vergehen aufzuwiegen. Ein Denunziant aus den eigenen Reihen fordert jetzt ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel des Ausschlusses. Heiko Maas als „gut gestylt“ zu bezeichnen, ist in der Tat eine fragwürdige Aussage. Sie ist nach aktueller Gesetzeswillkür jedoch eindeutig durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gedeckt. Den Todesstoß setzte sich der linke Nestbeschmutzer jedoch durch die Verwendung „Strichjunge“. Wenngleich es äußerst doppeldeutig ist, ob sich der Begriff beim Außenminister auf die Körperstatur oder sexuelle Präferenzen bezieht, hat er doch „eine Entsprechung in der NS-Zeit“. Die Beschäftigung von Terroristen ist eine Sache. Abseits der AfD haben wir ja alle „unsere schmutzigen kleinen Geheimnisse“. Niemand verrät niemanden, der niemanden verrät. Aber einen Amtsträger mit Vokabular zu belegen, das dem internen Gegner zufolge aus der dunkelsten Zeit deutscher Geschichte stammt, geht gar nicht. Offenbar tobt hinter den Vorhängen der Mauerschusspartei zunehmend ein Richtungsstreit für die Zeit ab 2021. Den ein oder anderen dürstet es offenbar danach, die Staatsgewalt auch endlich mal in Gesamtdeutschland in Händen zu halten. Dazu muss man sich dann wohl anschlussfähig an die beiden anderen äußeren Linksparteien machen. Insofern sie abseits von Sahra Wagenknecht existieren, sollten linke Charakterköpfe also lieber vorsichtig sein. Sonst wandeln sie bald noch auf den Pfaden Jean-Marie Le Pens und Björn Höckes.

USA beenden Obamas Krieg gegen einheimische Autofahrer

USA. Die gute Nachricht zum Schluss gilt heute abend leider nur symbolisch. Autofahrer jenseits des großen Teiches werden von EU-ähnlichen Drangsalierungen aus der Zeit Obamas befreit. Wie die Brüsseler Bürokraten hatte auch der schwarze Mann im Weißen Haus eine Verordnung erlassen, wonach benzinbetriebene Autos ab 2025 nur einen Maximalverbrauch von 4,4 Litern auf 100 Kilometer aufzeigen dürften. In der EU soll eine Begrenzung auf vier Liter sogar schon ab 2021 gelten (wir berichteten). Diese Regelung, die wohl vor allem zugunsten des amerikanischen Autobauers Tesla gewirkt hätte, wurde jetzt von der dortigen Umweltbehörde annulliert. Offenbar will der amerikanische Staat seine Bürger weder zur Subventionierung einer einzelnen Wirtschaftssparte noch einer grünen Ideologie allzu leichtfertig gängeln. Im nach eigener Auffassung besonders fortschrittlichen Kalifornien sollen die Obama-Regeln vorläufig weiter Bestand haben. Hier dürfte es erst mal auf einen Zuständigkeitsstreit zwischen Zentral- und Bundesstaat hinauslaufen. Darüber, ob ein kalifornischer Bürger gegebenenfalls einen Pkw in einem anderen US-Bundesstaat erwerben und anmelden könnte, lagen uns bis Redaktionsschluss jedoch keine zuverlässigen Informationen vor.

Zusammenstellung: Jean Modert


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