29. März 2018

Alternative Nachrichten am Abend (Radio)Verbrennungsmotor. Wirtschaftswachstum. Denunziant. Anklagen.

Was uns am Abend des 29. März bewegt

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Bildquelle: shutterstock Bundestag erhebt keinen Einspruch gegen fatale EU-Direktive: Sieht die Zukunft des „Verbrennungsmotors“ bald so aus?

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Sargnägel der Freiheit – Neuer Schlag gegen Verbrennungsmotor

Berlin. Nachdem es in den letzten Wochen etwas ruhiger um den Krieg gegen das individuelle Auto wurde, hat die Politik, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, einen weiteren Schlag ausgeführt. Ohne Wahrnehmung der Einspruchsmöglichkeiten wurde vom Bundestag jetzt eine neue Direktive aus Brüssel angenommen. Diese betrifft ausnahmsweise nicht die Abgase, sondern den Verbrauch. Benzinmotoren sollen ab 2021 nicht mehr als vier Liter auf 100 Kilometer benötigen dürfen. Im Jamaika-Koalitionsvertrag wollten die Grünen noch ein Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren ab 2030 verankern. Stolz präsentierte sich die CDU als Verteidiger deutscher Interessen, und am Ende platzten die Verhandlungen sowieso. Soweit, so bekannt. Jetzt bewies die einige Bonzenschaft mit Ausnahme der AfD jedoch, dass es ein direktes Verbot gar nicht braucht. Es werden einfach solange neue Drangsalierungen aus Brüssel durchgewinkt, bis die Produktion sowieso unmöglich wird. Oberhalb von Kleinwagen könnten nur noch Elektromotoren Abhilfe leisten. Diese dürfen dann mit effizientem Windkraftstrom an öffentlichen Tankstellen aufgeladen werden. Energiewende und Elektroautos in einem. Und das alles im Namen des von den Menschen bedrohten Wetters. Der Hass der neosozialistischen Ausbeuter auf die verbliebene Restfreiheit muss so hoch sein, dass man sich schon fragen kann, warum er ihre Körper nicht längst biologisch zersetzt.

Nachgefragt – Zusammenhang zwischen 7,4 Prozent Wirtschaftswachstum und Erdoğan-Bashing?

Ankara. Den türkischen Präsidenten Erdoğan muss man nicht mögen. Generell keinen Politiker zu mögen, zeugt oftmals sogar von einer überdurchschnittlich gesunden Kritikfähigkeit. Viele türkische Staatsbürger im In- und Ausland zollen dem zunehmend neo-osmanisch auftretenden Herrscher trotzdem hohen Respekt. Die Beweggründe kennen im Einzelnen nur sie selbst, jedoch üben sie damit auch erheblichen Einfluss auf die politische Stimmung in der BRD aus. Vielleicht Grund genug, die Veröffentlichung der türkischen Wirtschaftsdaten vom vergangenen Jahr als Anlass zu größeren Nachfragen zu nehmen. Werfen wir dazu erst mal einen kurzen Blick auf die hiesige veröffentlichte Meinung. In den deutschen Quantitätsmedien verläuft die Einteilung der staatsmännischen Welt streng dialektisch. Innenpolitisch ist alles gut, was links ist, und alles, was rechts ist, ist böse. Außenpolitisch ist alles gut, was Mutti sagt, und böse alles, worüber Mutti schimpft. Ob jemand von der einen plötzlich auf die andere Seite wechseln muss, hängt von der journalistischen Hormonlage ab. Einer, der von diesen berühmt-berüchtigten Stimmungsschwankungen erfasst wurde, ist der bereits genannte türkische Präsident Erdoğan. Wie gesagt stellt er nicht unbedingt ein „politisches Vorbild“ dar. Nach mehreren Terroranschlägen und einem gescheiterten Militärputsch begann er 2016, einen Überwachungsstaat aufzubauen, der immer mehr an westliche Verhältnisse erinnert. Auch mediale Kritiker seines Regimes sind zunehmend Repressionen ausgesetzt. In der Türkei haben sie zwar noch Anrecht auf einen öffentlichen Gerichtsprozess, statt dass Rollkommandos der Antifa Urteilsspruch und Exekution gleich zusammenlegen. Schöngeredet werden sollten die Entwicklungen in der Türkei deshalb aber noch lange nicht. Ins Jagdvisier hiesiger Journalisten geriet der ehemals nette Onkel vom Bosporus jedoch erst mit der Verhaftung des Deutschland hassenden, unter Spionageverdacht stehenden Türken Deniz Yücel. Jetzt können viele Verschwörungshypothesen bezüglich der plötzlichen Unbeliebtheit des türkischen Präsidenten angestellt werden. Sicherlich wird unter anderem seine enge Kooperation mit dem Iran und Russland in der Syrienfrage bei seinen NATO-Partnern nicht gerne gesehen werden. Monokausal lässt sich Außenpolitik aber sowieso selten erklären. Ein weiteres Puzzlestück kann hier vielleicht hinzugefügt werden. Sozialisten hegen eine natürliche Abneigung gegen alles, was nach Erfolg riecht. Zugleich glorifizieren sie alles, was nach einem Leben auf fremder Leute Kosten und Zersetzung natürlich gewachsener Strukturen aussieht. Seit dem Ende der ersten Generation von Gastarbeitern sind die in Deutschland lebenden Türken mehrheitlich der zweiten Kategorie zuzuordnen. Entsprechend wurden wahrscheinlich kollektivistisch lange Zeit alle Türken über einen Kamm geschoren. Wirft man einen Blick auf die türkischen Wirtschaftsdaten, ergibt sich jedoch ein völlig unterschiedliches Bild. Trotz militärischer Spannungen in und mit den Nachbarländern verzeichnete das Land 2017 einen ökonomischen Zuwachs von 7,4 Prozent. Im globalen Vergleich liegt es damit vor China. Gegenüber 2016, dem Jahr des Putsches und der Massenverhaftungswellen, hat sich das Wachstum damit mehr als verdoppelt. Wobei die meisten europäischen Staaten auch von diesen 3,2 Prozent nur träumen können. Und das trotz der Enteignung von Millionen von Sparern durch die Politik des billigen Zentralbankgeldes. Auch aufgrund der starken demographischen Wachstumsrate ist die Arbeitslosigkeit auch in der Türkei weiter hoch. Trotzdem entstanden im vergangenen Jahr immerhin 1,5 Millionen neue Beschäftigungsverhältnisse. Für 2018 wird erwartet, dass die brummende Wirtschaft zusätzlich um 5,5 Prozent zulegt. Irgend was scheint Erdoğan also wirtschaftspolitisch doch richtig zu machen, womit er bei den Internationalsozialisten gar nicht gerne gesehen wird. Wie bereits ausgeführt können die außenpolitischen Spannungen kaum allein auf Neidgefühle reduziert werden. Diese Daten sollte man sich aber vielleicht noch mal vor Augen führen, wenn die sultanische Hassfigur das nächste Mal über alle öffentlich-rechtlichen Bildschirme gleichzeitig flimmert.

Denunzianten schockiert – Frisst der Schulzwang seine Kinder?

Hamburg. „Wieviel AfD steckt im Lehrer ihres Kindes?“, wurde beim „Spiegel“ kürzlich nachgefragt. Das gesellschaftliche Pendel muss ja bereits noch weiter nach rechts ausgeschlagen sein, als aufmerksame Beobachter zuletzt angenommen haben. Sonst hätten die Kollegen von „Spiegel Online“ wohl kaum mit einer derartigen Fragestellung aufgewartet. Wobei andererseits Phantasielosigkeit natürlich nicht auszuschließen ist und Denunziantentum nun mal immer zieht. Die Tochter einer „Spiegel“-Bloggerin entsetzte ihre Mutter mit den Erzählungen aus dem Politikunterricht. Der Lehrer, dessen Namen sie immerhin anonymisiert hatte, hatte vor den Neuntklässlern über Flüchtlingschaos und Verarmung durch die EU gesprochen. Entsetzt beschloss die nur auf das Wohl ihrer Sprösslinge ausgerichtete Mutter, eine mögliche Parteimitgliedschaft der Lehrkraft zu recherchieren. Fündig wurde sie nicht, weshalb sie schließlich das persönliche Gespräch suchte. Glücklicherweise gehört die Tochter zur Spezies der dank der elterlichen Einschätzung hochbegabten Kinder. Damit verfügt sie glücklicherweise über eine natürliche Immunität gegenüber Manipulationsversuchen. Was dies für linke Eltern in der Erziehung bedeuten müsste, lassen wir mal offen. In die Klasse gehen schließlich auch noch andere Kinder, insbesondere Söhne. Den Jüngling einer Freundin von ihr habe der Lehrer bereits in einen nicht mehr zu bekehrenden, lupenreinen Populisten verwandelt. Da auch keine guten Argumente mehr helfen würden, müssten zum allgemeinen Schutz der Kinder präventive Maßnahmen entwickelt werden: „Wie wäre es also mit schmerzhaften Sanktionen für all jene Pädagogen, die extremistisches Gedankengut über die freiheitlich-demokratische Grundordnung stellen?“ Im konkreten Fall wird das denunziatorische Gedankenexperiment noch einem Mäßigungsgebot unterworfen. Der Lehrer sei wohl kein Verfassungsfeind, aber der ehemalige Lehrer Björn Höcke könnte ja einer sein. In den Schuldienst darf er nach aktuellem Stand der Dinge im Falle eines politischen Scheiterns nicht zurückkehren. In Berlin sei außerdem ein Lehrer aufgrund seiner Mitgliedschaft bei der Identitären Bewegung noch in der Probezeit entlassen worden. Spießige Denunzianten setzen sich also immer noch durch, wenn sie es nur darauf anlegen, aber der Schulzwang frisst offenbar zunehmend seine Kinder. Tja, am liebsten würde man den „besorgten Eltern“ raten, ihre Kinder doch einfach auf eine frei gewählte Privatschule zu schicken. Blöd nur, dass die wenigen Lehrer, die sich ihr Geld am freien Markt verdienen, womöglich noch stärker mit der AfD sympathisieren als die von Altachtundsechzigern durchzogene Beamtenschaft. Freiheit ist für jeden da. Entsprechend sollte der Schulzwang für dezidiert linksextreme Eltern genauso entfallen wie für alle anderen auch. Wie sie dann am Markt mit ihren Gesinnungsproblemen fertig werden, müssen sie zukünftig aber selbst herausfinden.

11. September – Anklagen gegen Saudi-Arabien vorläufig zulässig

New York. Die gute Nachricht zum Schluss. Trotz aller schrecklichen Entwicklungen in diesem Bereich stellen die Attentate vom 11. September 2001 immer noch den größten Terroranschlag in der Geschichte dar. Etwa 3.000 Menschen kamen an diesem Tag bei den synchronisierten Anschlägen ums Leben. Offiziell ist die Aufklärung der Hintergründe seit der Veröffentlichung des parlamentarischen Untersuchungsberichts 2004 abgeschlossen. Verantwortlich waren die 19 verstorbenen Direktattentäter, die durch ihre Pässe an den Tatorten identifiziert wurden. Hauptdrahtzieher im Hintergrund war der 2011 exekutierte ehemalige Antisowjetagent der CIA, Osama bin Laden. Zugleich sorgte das Ereignis im Zusammenspiel mit dem Irakkrieg für den wahrscheinlich größten Vertrauensverlust in den amerikanischen Zentralstaat seit dem Bürgerkrieg. An die offizielle Darstellung der Ereignisse glauben neben den üblichen Verdächtigen nur noch linksradikale Antiverschwörungshypothetiker. Ironischerweise verstehen sie sich oftmals zugleich als fanatische Verteidiger der zahlreichen echten Gefährder innerhalb des im Westen lebenden Islams. Die Kritiker sind hingegen aufgrund zahlloser Indizien überzeugt, dass der amerikanische Staat auf die ein oder andere Weise in die Geschehnisse verwickelt ist. Diese Mehrheit von wahrscheinlich 80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung gilt bis heute als durchgeknallte Spinner. Nur 2016 erhielt auch die offizielle Darstellung einen kleinen Zusatzparagraphen, als die letzten 28 Seiten des Untersuchungsberichts endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Darin wurde festgehalten, dass die Attentäter von mindestens zwei in den USA befindlichen saudischen Beamten logistische Unterstützung erhielten. Zum Verdruss der Exekutive entdeckte daraufhin ausnahmsweise der Kongress seinen Mut und stimmte in dieser Causa eigenständig für ein neues Gesetz. Dadurch wurde Opferangehörigen die Möglichkeit eingeräumt, den nahöstlichen Ölstaat vor amerikanischen Gerichten auf Schadensersatz zu verklagen. Für die Angehörigen könnte der Prozess neben einem kleinen Stück Aufklärung in der Gesamtsumme auch Entschädigungen in Milliardenhöhe bedeuten. Ein Bezirksrichter in Manhattan hat nun beschlossen, die Klagen zuzulassen. Darüber, ob und wie die Zulassung von einer höheren Instanz wieder kassiert werden könnte, liegen der Redaktion zur Zeit noch keine Kenntnisse vor.

Zusammenstellung: Jean Modert


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