28. März 2018

Alternative Presseschau (Radio)Weltkrieg. Sozialismus. Kriminalität. Katholiken.

Sexuelle Belästigung ist wichtiger als ein bevorstehender Atomkrieg

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Bildquelle: shutterstock Wichtiger als Atomkrieg: Belästigung von Frauen in der Duma

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Weltkrieg: Nukleare Belästigung

Marco Maier berichtet im „Contra-Magazin“, dass Theresa May Russland mit einem Atomkrieg drohe. In den Mainstreammedien ging die Meldung faktisch unter, so Maier, im „Daily Star“ hatte May angegeben, im Falle eines Krieges mit Russland auch vor dem Einsatz nuklearer Waffen nicht zurückzuschrecken. Bereits 2016 gab das britische Unterhaus bekannt, dass es nutzlos wäre, eine Atommacht zu sein, diese Waffen aber nicht einzusetzen.

Auf den „Nachdenkseiten“ schreibt Willy Wimmer über London, die „Hauptstadt der friedensgefährdenden Lügen“. Für Wimmer ist es der neue Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump, John Bolton, der als „Architekt der neuen Frontbildung“ angesehen werden muss. Bereits auf der Bratislava-Konferenz war es Bolton, der einen „Ost-Limes“ forderte, um Russland aus Europa herauszudrängen. Auch die Briten, die sich gerne als „Mutterland der Demokratie“ bezeichnen lassen, legen derzeit die Axt an ihren Rechtsstaat an, so Wimmers Einschätzung auf den „Nachdenkseiten“.

Der Westen und Russland rasen auf einen Konflikt zu, und auch die alternative Linke gibt ihren Senf dazu. Die „Jungle World“ schafft es, den Brennpunkt richtig zu stellen, und berichtet über die wahren Probleme mit Russland. Dort werfen mehrere Journalistinnen einem Parlamentarier sexuelle Belästigung vor. Die zuständige Ethikkommission unter dem Vorsitz Otari Arschbas sehe darin allerdings lediglich einen Diffamierungsversuch. In letzter Zeit, so die „Jungle World“, habe es aber diverse Vorfälle in der Duma gegeben, die bis zur Kategorisierung als „Häschen“ und zum Betatschen reichten. Der beschuldigte Vorsitzende des Außenausschusses, Leonid Sluzki, erhielt von Seiten seiner Kollegen, auch den weiblichen, allerdings Rückendeckung. Lediglich Oksana Puschkina (Einiges Russland) stellte sich auf die Seite der Opfer, so die „Jungle World“.

Sozialismus: 50 Jahre Achtundsechziger

Regine Stephan schreibt auf „Compact Online“ über den versteckten Kommunismus. Gerade Konservative sollten demnach nicht nur auf die Phänomene schauen, sondern nach den Ursachen der gesellschaftlichen Fehlentwicklung forschen. Stephan schreibt über die Entwicklung der Frankfurter Schule, die nach und nach das gesellschaftliche Klima beeinflusste und dabei nicht davor zurückschreckte, auch Freuds Psychotherapie zu entfremden oder Anglizismen in die deutsche Sprache einzuführen. Selbst im Strafrecht verschob sich der Fokus von einer „Täterbestrafung“ auf eine „Resozialisierung“, Zuchthaus und Gotteslästerungsverbot wurden abgeschafft. Selbst die meisten Frauen wüssten nicht, dass ihre Anstrengungen um Gleichheit, Freiheit und Selbstverwirklichung nur geschickt getarnte kommunistische Parolen seien, so Stephan auf „Compact“.

„PI-News“ titelt: „‚Linksschau‘ statt ‚Tagesschau‘“. Trotz Internet und Lügenpressediskurs sehen noch immer Millionen Deutsche die „Tagesschau“. Es sei deshalb von Interesse, dass am Sonntag, den 25. März Vertreter der Linksparteien viermal Stellung beziehen durften. Die AfD sei in der Berichterstattung zum Russland-Konflikt überhaupt nicht zu Wort gekommen, obwohl sie die drittgrößte Partei im Bundestag und damit Oppositionsführer sei. Der Autor Wolfgang Hübner schließt: „Damit boykottiert die ‚Tagesschau‘-Redaktion nicht nur unverfroren ihre Informationspflicht als Sendung der öffentlich-rechtlichen ARD, die von Gebührenzahlern, darunter Millionen AfD-Wählern, finanziert wird. Sie zeigt auch deutlich, wem ihre politischen Sympathien gehören, nämlich dem linken Spektrum.“

Kriminalität: Schweinfurt und Kandel

In einer Obdachlosenunterkunft in Schweinfurt hat die Polizei rund ein Kilogramm Sprengstoff entdeckt und anschließend kontrolliert gesprengt, so die „Junge Freiheit“. Zur Zeit wird überprüft, ob der Fund einen extremistischen Hintergrund hat. Kurz nach der Entdeckung der Chemikalien habe sich ein 35-Jähriger gemeldet, der zugab, dass die Stoffe und der Sprengstoff ihm gehörten. Die Chemikalien waren aufgrund einer Zwangsräumung der Unterkunft durch die Polizei entdeckt worden. Flüchtlinge lebten dort nicht, so die „Junge Freiheit“.

Nach den Ausschreitungen in Kandel durch Linksextremisten äußert sich Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, über das Vorgehen Malu Dreyers. „Nicht zu fassen, wie unverblümt sich der Bürgermeister von Kandel und die SPD-Ministerpräsidentin mit den Gewalttätern gemein machen und der Polizei in den Rücken fallen“, so Wendt auf Facebook. Der Beitrag ist mittlerweile gelöscht. „Jouwatch“ fasst verschiedene Stimmen zur Demonstration in Kandel zusammen. Uwe Junge, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, gab bekannt, dass der Antifa-Aufmarsch lediglich dazu gedacht gewesen sei, Kritiker mundtot zu machen. Den Gegendemonstranten gehe es nicht um die ermordete Mia, sondern um das Verbreiten von Gewalt und linksextremen Ansichten.

Katholiken: Gegenpapst und Verfassungsbruch

Papst Franziskus stattete seinem emeritierten Vorgänger einen überraschenden Besuch ab. Am Dienstag suchte Franziskus, der seinen Vorgänger sonst immer erst über Ostern besucht, das Kloster Mater Ecclesiae auf, wie kath.net berichtet. Das Presseamt des Vatikans dementierte die Gerüchte, dass Benedikt XVI. verstorben sei. Bei dem Besuch handelte es sich lediglich um vorgezogene Ostergrüße. Der Besuch erfolgt allerdings nach kürzlich stattgefundenen Querelen im Verhältnis der beiden Päpste. Zuletzt hatte das vatikanische Presseamt Fake News bezüglich eines Briefes Benedikts herausgegeben.

Das evangelische Portal „idea“ führte ein Interview mit dem katholischen Schriftsteller Martin Mosebach. Mosebach ist Autor des Buches „Die 21. Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer“, in dem er die Familien der durch IS-Kämpfer getöteten Männer am Strand von Libyen besuchte. Für Mosebach stehe die Bibel über der Verfassung, so „idea“. Das Grundgesetz, so Mosebach, ist ein „schönes, sinnvolles und praktikables Papier, gegen das ich nichts einzuwenden habe. Aber es ist für mich kein letzter Wert.“ Zentral in seinem christlichen Glauben sei die Auferstehung, der große Fehler der heutigen Christen sei allerdings, dass man glaube, die christliche Botschaft nach den heutigen Bedürfnissen zurechtschneiden zu dürfen.

„Contra-Magazin“: „Skripal-Affäre: May droht Russland mit Atomkrieg“

„Nachdenkseiten“: „London: Hauptstadt friedensgefährdender Lügen“

„Jungle World“: „Übergriffig in der Duma“

„Compact Online“: „Der Kommunismus war nie wirklich weg, er hat sich nur versteckt“

„PI-News“: „‚Linksschau‘ statt ‚Tagesschau‘“

„Junge Freiheit“: „Ermittler prüfen Extremismus-Hintergrund nach Sprengstofffund“

„Jouwatch“: „Kandel: Polizeigewerkschaft wütend auf Dreyer & Co!“

Kath.net: „Papst Franziskus stattete seinem Vorgänger einen Osterbesuch ab“

„idea“: „Die Bibel steht über der Verfassung“

Zusammenstellung: Florian Müller


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