26. März 2018

Alternative Nachrichten (Radio) Folge 12Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Ratten. Minderheiten. Bargelderhalt.

Was uns am Abend des 26. März bewegt

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Bildquelle: shutterstock Murmeltiere, Ratten und jetzt auch noch Bienen: Die Grünen bestimmen eindeutig die politische Frühjahrsagenda

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Hat mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nichts zu tun – 65.000 Abschiebungen scheitern an fehlenden Papieren

Berlin. Die Zuwanderung ist neben vielem anderen auch ein lohnendes Geschäft. Die emotionale Aufladung des Themas hat es der Armutsindustrie erlaubt, massive öffentliche Zuwendungen für sich zu reklamieren. Die größten Arbeitgeber in Deutschland sind nicht etwa Siemens oder die unter Dauerfeuer stehende Autoindustrie, sondern die Caritas und die Diakonie. Die Nutznießer reichen von Sprachpädagogen über psychologische Betreuer bis zu Bauunternehmen und Anwälten. Der verstorbene Publizist Udo Ulfkotte wusste schon vor Jahren ein ganzes Buch mit den Profiteuren der „Asylindustrie“ zu füllen. All diesen Akteuren gemein ist jedoch, dass sie keinerlei Mehrwert produzieren, sondern nur öffentliche Zuwendungen verwalten. Sollten die Zuwanderungsquellen jemals versiegen, stünden Hunderttausende Armutsprofiteure vor einem gewaltigen Problem. Die größte Gefahr ist in dieser Hinsicht natürlich ein politisches Umdenken bei den produktiveren Finanziers der ganzen Misere. Weshalb auch jeder Versuch, den so Geschröpften eine Stimme zu verleihen, massiv bekämpft wird (dazu gleich mehr). Aber Fleischtöpfe wollen ja nicht nur als Prinzip, sondern auch in absoluter Höhe verteidigt werden. Menschen, die eine so realitätsferne staatliche Rundumverwöhnung als Normalzustand erachten, bereitet auch der symbolische Tropfen auf dem heißen Stein große Schmerzen. Eine solche symbolische Geste sind beispielsweise die dem Wähler als gelegentliche Beruhigungspille verabreichten Abschiebungen von Schwerstkriminellen in einstelliger Höhe. Um diesem Mundraub effektiv entgegenzuwirken, hat die Armutsindustrie in den letzten Jahren vor allem Beratungen zum kreativen Umgang mit Ausweispapieren entwickelt. Wer illegal nach Deutschland einreisen will, kann sich an seinen Namen, sein Alter und sein Herkunftsland oftmals nicht so gut erinnern. Die Papiere, in denen diese Angaben dankenswerterweise vermerkt sind, wurden leider auch vergessen. „Ach so, du weißt nicht, wer du bist und woher du kommst? Dann habe ich doch bei meinem Nachbarn ein schönes Quartier für dich.“ Diese Investitionen führen langsam zu Renditen, von denen Sparer und auch Spekulanten zu allen Zeiten nur träumen konnten. Offiziell ist die Anzahl der Menschen, die auf diese Weise nicht aus Deutschland abgeschoben werden können, von 2016 auf 2017 um 71 Prozent gestiegen. Falls keinerlei Dunkelziffern vergessen wurden, hat sich ihre Gesamtzahl somit auf 65.000 erhöht. Insofern die EZB nur weiterhin den Treibstoff des billigen Geldes zur Verfügung stellt, dürfte der Jobmotor in der deutschen Armutsindustrie also weiter brummen. Falls sich einige Leser wundern, ob dieses Thema irgendeine Vorwegnahme des jetzt regulär auf Freitag fixierten Murmeltierpreises bedeutet, können wir Sie beruhigen. Hier handelt es sich nur um die Berichterstattung über eine Verwaltungspanne im Reichstierschutzministerium. Die feierliche Preisüberreichungszeremonie, die exklusiv den Murmeltieren selbst vorbehalten ist, wird durch die Querverbindung nicht beeinträchtigt. Die eigentümlich-frei-Radio-Redaktion will ja auch ihr privat erwirtschaftetes Stück vom Asylkuchen behalten.

„Mutti muss bleiben“ – Ratten bemerken sinkendes Schiff offenbar noch nicht

Hamburg. In früheren Zeiten deuteten Ratten auf Schiffsdecken oft auf sicherheitstechnische Pannen wie ein Leck oder einen Feuerausbruch hin. Normalerweise versteckten sie sich nämlich in den dunklen Lagerräumen. Die Überlebenskünstler bemerkten die Unregelmäßigkeiten jedoch oft als erste und versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Hier liegt der Ursprung der heutzutage dauerhaft aktuellen Redensart „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“. Das Unterfangen war auf hoher See natürlich sinnlos, aber dessen waren sich die Nager beim Zustieg im Hafen noch nicht bewusst. Die journalistischen Landratten scheinen ihre Situation derzeit ähnlich komfortabel einzuschätzen. Seit fast zwei Monaten finden in Hamburg unter dem Motto „Merkel muss weg“ immer zu Wochenbeginn politische Willenskundgebungen statt. Ursprünglich beschloss das Berliner Regime, den revolutionären Funken vor Ort heimlich, still und leise durch ein Spezialkommando der Antifa austreten zu lassen. Eine gut organisierte Einsatzgruppe stattete der Initiatorin des Nachts einen Hausbesuch ab. Im Kinderzimmer wurden die Scheiben eingeschmissen und durch Randale ein Sachschaden von 50.000 Euro hinterlassen. Am darauffolgenden Abend wurden sie und ihr Vater dann auf dem Weg zur Demo angegriffen. Damit hielt man den Spuk für beendet. Im Gegensatz zu den sich in stiller Schadenfreude suhlenden Hauptstrommedien berichteten wir von Anfang an. Unter dem anhaltenden Leidensdruck, den der politische Irrsinn außer bei seinen Profiteuren mittlerweile überall spürbar verbreitet, gingen die Demonstrationen jedoch weiter. Wohlgemerkt unter einem personellen Wechsel an der Spitze (wir berichteten). Auch heute abend ist es wieder soweit. Nachdem die Taktik der stillschweigenden Einschüchterung nicht funktionierte, geht das Establishment nun zur offen vorgetragenen Repression über. Die Parteien rufen mittlerweile ganz direkt zur Unterstützung der „Gegendemonstrationen“ auf. Und auch die medialen Ratten werden von dem leckgeschlagenen Schiff offenbar immer noch wie Motten vom Licht angezogen. Bei der „Welt“ war man sich nicht zu schade, groß über die prominente Gästeliste der Gegenkundgebung, darunter etwa der St.-Pauli-Präsident, zu berichten. Bezüglich der Originaldemonstration wurde in bester Tradition Schuld durch Assoziation hergestellt. Wider jeden Beweises und wahrscheinlich besseren Wissens wird „Merkel muss weg“ als Ableger der seit Jahren völlig friedlich verlaufenden Pegida-Demonstrationen bezeichnet. Bezüglich der systematischen Repressalien wird hingegen nur kurz auf die Verletzung zweier Demonstrationsteilnehmer am letzten Montag verwiesen. Soll man die Ratten ruhig gewähren lassen. Wichtig ist nur, dass ihr Gebaren nicht in Vergessenheit gerät, wenn sie sich dann doch in absehbarer Zeit dazu entschließen, das sinkende Schiff zu verlassen.

Grünen Sumpf trockenlegen – CDU entdeckt Bienen offenbar als schützenswerte Minderheit

Berlin. Murmeltiere, Ratten und jetzt auch noch Bienen. Bei dem für die alternativen Nachrichten themenvorgebenden politisch-medialen Komplex scheinen Frühlingsgefühle aufzukommen. Möglicherweise wegen der für die Energiewende so wichtigen Zeitumstellung? Man weiß es nicht. Tatsache ist jedoch, dass die neue Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Bienen als neue schützenswerte Minderheit für sich entdeckt hat. „Was der Biene schadet, muss vom Markt“, ließ sie gegenüber der „FAZ“ verlautbaren. Den Bienen schaden derzeit wohl vor allem von den fast bis zur Belastungsgrenze drangsalierten Landwirten eingesetzte Pestizide. Ob die Einsetzenden und das Eingesetzte hier möglicherweise synonym zu verstehen sind, darüber schweigt die pfälzische Winzerstochter. Vielleicht steckt ja auch ein parteipolitischer Langzeitplan hinter dem Vorgehen der Merkel-Getreuen? Die FDP wurde schon einmal ganz aus dem Spiel gefegt, und der Schreck sitzt noch so tief, dass man sich lieber noch mal vier Jahre in der Opposition die Wunden leckt. Die Wahlresultate von SPD und Linkspartei nähern sich mit jeder Groko weiter an. Nur die Wassermelonenpartei mit ihrem roten Inhalt im grünen Gewand und braunen Kernen ist dank der ungleichen medialen Unterstützung einfach nicht kleinzukriegen. Wäre doch für eine Landwirtschaftsministerin eine schöne Aufgabe, diesen Parteisumpf endlich trockenzulegen. Was ist da strategisch naheliegender, als die Minderheitenpolitik der Grünen links zu überholen? Natürlich nicht mit den durch die Windräder massiv geschredderten Raubvögeln. Das könnte ja zu unangenehmen Nachfragen bezüglich der eigenen Energiepolitik führen. Warum sich also nicht die medial gefühlt seit Jahren ganz kurz vor dem Aussterben stehenden Bienen als politisches Vehikel aneignen? Bei Homosexuellen und Murmeltieren würde man sich eh auf ein grünes Hase-und-Igel-Spielfeld begeben. Offenbar haben die Experten des Landwirtschaftsministeriums der Chefin noch nicht erklärt, dass Bienen angesichts ihrer Körpergröße eigentlich hochproduktive Tiere sind. Als politisierte grüne Minderheit sind sie deshalb eigentlich gänzlich ungeeignet. Aber vielleicht gehört das auch zum Wesen des politischen Kompromisses dazu. Erst mal die Bienen als Vorwand gegen die noch viel schlimmeren, da produktiveren Landwirte in Stellung bringen. In bildlichen Darstellungen werden die Honigmacher ja oft zusammen mit den schwarz-gelben Wespen dargestellt. Dann steht in vier Jahren gleich noch mal die Option offen, sie im Wahlkampf zur Veranschaulichung etwaiger Wunschkoalitionen zu „recyclen“. Völkische Begriffe wie „wiederverwenden“ benutzt man als moderne Großstadtpartei nicht.

Wider den Überwachungszwang – Inder verweigern sich Bargeldabschaffung

Indien. Die gute Nachricht zum Schluss. Die Inder zeigen sich gegenüber der Obrigkeit gerade von ihrer störrischsten Seite. 97 Prozent aller monetären Transaktionen werden auf dem Subkontinent mit Bargeld durchgeführt. Jahrelange Anreize, bei der Begleichung von Rechnungen doch auf digitale Bezahlungsmethoden umzusteigen, verpufften wirkungslos. 2016 beschloss die Modi-Regierung dann, gegenüber den Gold- und Bargeldfetischisten strengere Maßnahmen zu ergreifen. Über Nacht wurden die 500- und 1.000-Rupien-Scheine für wertlos erklärt. Falls der verbriefte papierne Wertanspruch erhalten bleiben sollte, musste er innerhalb von fünf Tagen auf ein Bankkonto eingezahlt werden. In der Folge sank die umlaufende Bargeldmenge ebenso wie die Wirtschaftsleistung drastisch. Beide haben sich jedoch wieder ordentlich erholt. Obwohl der logistische Aufwand durch die Verwendung der 200-Rupien-Scheine erheblich gestiegen ist, hat die Verwendung von Bargeld wieder 99,17 Prozent der ehemaligen Stände erreicht. Das Wirtschaftswachstum ist ebenso wieder von fünf auf sieben Prozent gestiegen. Der Schwarzmarktanteil, der vom Staat nicht besteuert oder kontrolliert werden kann, wird in Indien auf 20 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Zusammenstellung: Jean Modert


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