15. März 2018

Alternative Nachrichten (Radio) Folge 11Lohnlücke. Zwitscherhass. Linksterroristen. Visaerleichterung.

Was uns am Abend des 15. März bewegt

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Bildquelle: shutterstock Verdienen im Durchschnitt 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen: Weibliche Angestellte im Rotlichtmilieu

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Mythologischer Gender Pay Gap – Wir gratulieren zum elften Geburtstag

Deutschland. Der Mythos um die sogenannte Lohnlücke zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern feiert heute seinen elften Geburtstag. Zugebenermaßen nicht auf den Tag genau, aber heute feiert er beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden seine alljährliche Wiedergeburt. Wir von der eigentümlich frei-Redaktion gratulieren natürlich erst mal herzlichst. Des weiteren nehmen wir das Ereignis zum Anlass, uns ein bisschen eingehender mit der spaltenden Propaganda zu befassen. Wie alle guten Dinge dieser Tage wurde die Lohnlücke ursprünglich in Brüssel geboren. Von dort wurden den nationalen Statistikbehörden neue Berechnungsmethoden zur Erfassung von Durchschnittslöhnen vorgegeben. In die aktuelle Lohnberechnung von Männern und Frauen fließen alle privatwirtschaftlichen Betriebe mit zehn Mitarbeitern oder mehr ein. Der öffentliche Dienst mit seinen kollektiv fixierten Gehältern ist ebenso wie Familien- und landwirtschaftliche Betriebe ausgenommen. Für die verbleibenden Teilnehmer wird dann der Gesamtverdienst der männlichen und weiblichen Angestellten jeweils durch deren Gesamtanzahl dividiert. Arbeitsstunden, Berufsauswahl und andere grundlegende Kriterien werden selbstverständlich nicht berücksichtigt. Klingt absurd, ist es auch, also wie geschaffen, um den Geschlechterkampf mit wohldosierten emotionalen Impulsen medial weiter anzuheizen. Selbstverständlich sitzen auch die sonstigen üblichen Verdächtigen mit am Tisch der Profiteure. Der Mythos und die zugrundeliegenden Rechenfehler bleiben die gleichen, aber die Folgerungen werden immer absurder. So fordert beispielsweise der Deutsche Gewerkschaftsbund, die neue Bundesregierung müsse dringend Schritte unternehmen, um die Löhne in frauendominierten Berufen zu fördern. Schließlich gelten Diskriminierungsverbote, gegen die ein solcher Eingriff klar verstoßen würde, ja nur bei weißen, europäischen Männern. Ansonsten darf man sich immer wieder fragen, warum die Massenarbeitslosigkeit bei den überzogenen Lohnforderungen eigentlich nicht längst ausschließlich männlich dominiert ist. Eine kleine Antwort könnte natürlich die nur alle vier Jahre, zuletzt 2014, erhobene teilbereinigte Statistik ergeben. Demzufolge verdienen Frauen noch sechs Prozent weniger als Männer. Auch hier sind allerdings die Erwerbsauszeiten von Frauen und die Wirkung der überwiegend von Männern besetzten Spitzenposten noch nicht enthalten. Warum die jetzt fällige Nachfolgestatistik eigentlich noch nicht publiziert wurde, kann niemand sagen. Wir enthalten uns selbstverständlich jeder Spekulation, dass sie erst nach den aufgeladenen emotionalen Spannungen kommen soll, wenn Fakten sowieso nicht mehr interessieren.

Heiko zuvorgekommen – SPD löscht eigenes Gezwitscher

Berlin. Duldet die SPD-Bundestagsfraktion Hetzer in den eigenen Reihen? Die Vizefraktionsvorsitzende Eva Högl hatte ihre Unionskollegen in einem Tweet als „widerliche Lebensschützer“ bezeichnet. Damit bezog sie sich auf den aktuellen Streit zwischen beiden Regierungsparteien um eine mögliche Lockerung der Abtreibungsgesetze. Damit offenbart die sozialistische Spitzenträgerin natürlich ein sehr interessantes Menschenbild. Als vollwertiger Mensch gilt also umgekehrt nur, wer aktiv der Hinrichtung von Menschen huldigt. Da die Äußerung sich im größeren Zusammenhang ganz klar auf Kinder bezog, lässt sie eigentlich nur einen Schluss zu. Die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, der Partei von Heiko Maas, ruft öffentlich zu Babymorden auf. Selbstverständlich wird Högls öffentliche Hetze ihr medial nicht allzu übelgenommen. Schließlich wurde die arme Frau durch einen Kommentar im „Tagesspiegel“, also eigentlich aus den eigenen Reihen, dazu provoziert. Außerdem treten ja auch Lebensschützer, ähnlich wie andere rechte Gruppierungen, „zunehmend aggressiver auf“. Um dem Imageschaden, noch unter die Bestimmungen des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes zu fallen, von der Partei abzuwenden, nahm sie das „provokante“ Gezwitscher schließlich zurück. Die Katze ist jedoch aus dem Sack. Die Sozialisten verachten mittlerweile schon die ungeborenen Steuerzahler, von denen sie sich später die Rettung der von ihnen zerstörten Altersversorgung erwarten. Es gab Zeiten, da wollten gutmeinende Menschen ihnen noch erklären, dass man Kühe melken, nicht schlachten sollte. Mit dieser Episode sollte jedoch klar sein, dass mit Geistesgestörten nicht zu reden ist. Man kann sich nur nach Möglichkeit von ihnen fernhalten.

Linksterrorist – Polizei findet kiloweise Sprengstoff in thüringischer Wohnung

Thüringen. In Deutschland sorgte in puncto Terrorismus zuletzt die harte Verurteilung der „rechten Freitaler Zelle“ für Schlagzeilen (wir berichteten). Was außer Ralf „Gewalt kann nicht links sein“ Stegner allerdings jedem bekannt ist, wurde in Thüringen nun erneut bestätigt. Bei einer Razzia wurden in einer Wohnung große Mengen Chemikalien und selbstgefertigter Sprengstoff sichergestellt. Bei den beschlagnahmten chemischen Substanzen handelte es sich um knapp 20 Kilogramm an Buttersäure, sowie Magnesium und Schwefel. Auch Utensilien zur Sprengstoffherstellung wurden sichergestellt. Die Polizei ermittelt jetzt wegen der Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlenverbrechens gegen zwei Tatverdächtige. Einer von ihnen gehört zu den bekannteren Gesichtern des Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Nach Aussagen der lokalen „Ostthüringer Zeitung“ hatte er immer wieder „Proteste gegen Neonazi-Veranstaltungen“ in der Region organisiert. 2016 überreichte ihm die linke Bildungsministerin Birgit Klaubert stellvertretend für den Verein den Demokratiepreis des Freistaates Thüringen. Beide Tatverdächtige befinden sich auf freiem Fuß, da ein „Haftgrund“ nicht vorliegt. Darüber, was diese Ausführung höchstwahrscheinlich im Klartext bedeutet, darf jeder selbst spekulieren. Im Kampf gegen das Recht, Entschuldigung, gegen rechts darf der Staat nun mal nicht zimperlich sein. Zumal das offizielle Vorgehen gegen unbescholtene Bürger ja nach wie vor verboten ist. Womöglich haben die Herren also noch einen inoffiziellen Auftrag zu erledigen, deshalb die Notwendigkeit der Freilassung.

Erleichterte Visa für Wirtschaftsflüchtlinge – Australien unterstützt enteignete südafrikanische Farmer

Johannesburg/Canberra. Die gute in der schlechten Nachricht zum Schluss. In den letzten Wochen machte Südafrika wiederholt wegen der entschädigungslosen kollektiven Enteignung weißer Farmer auf sich aufmerksam. Die Eigentumsverhältnisse, die sich auch nach dem Ende des Apartheidregimes nur wenig geändert haben, sind der südafrikanischen Regierung ein Dorn im Auge. Obwohl Statistiken eigentlich farbenblind sein sollten, besitzen weiße Farmer nach Regierungsangaben 72 Prozent des Farmlandes, Schwarze hingegen nur vier Prozent. In der Gesamtbevölkerung stellen die Weißen jedoch eine Minderheit dar. Der seit 1968 mehrfach überarbeitete, international gültige Katalog zu Diskriminierungsregeln funktioniert in Südafrika nicht anders als in Deutschland. Früher sollten Minderheiten möglichst vor Übergriffen durch demokratische Mehrheitsgesellschaften geschützt werden. Heute ist die Diskriminierung weißer Männer und, je nach örtlichen Begebenheiten, weißer Frauen durchgehend legitim. Für alle anderen Ethnien gilt es umgekehrt. Im Gegensatz zu ihren sozialistischen Brüdern in Europa befindet sich die südafrikanische Regierung in der komfortablen Situation, eine schwarze Mehrheitsgesellschaft als Manövriermasse gegen die verhassten produktiven Weißen einzusetzen. Das Parlament hat nun auch den Weg freigemacht für die Umverteilung des Grundbesitzes. Im Durchschnitt wird zudem wöchentlich ein weißer Farmer aus rassistischen Gründen ermordet. Wie Libertäre wissen, lässt sich eine Planwirtschaft jedoch nur dann errichten, wenn alle freiheitlichen Schlupflöcher geschlossen sind. In Deutschland wird die australische Regierung wegen ihrer harten Asylpolitik in den tonangebenden Hauptstrommedien regelmäßig beschimpft. Typisch für die verkehrte heutige Welt, will sie nun den bedrängten südafrikanischen Farmern mit einem Schlupfloch zu Hilfe kommen. Der australische Innenminister Peter Dutton will den aus Neid verfolgten Farmern mit Visaerleichterungen zu Hilfe kommen. Sie „verdienen besondere Aufmerksamkeit“. Dutton hob ausdrücklich hervor, dass die begründete Annahme, dass die Farmer in Australien nicht von Sozialleistungen leben würden, bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielte. Weiße Südafrikaner und Australier einigt zudem ihre gemeinsame mitteleuropäische Abstammung. Die meisten sind Nachfahren englischer oder, im Fall der burischen Gemeinschaft in Südafrika, niederländischer Aussiedler. Englisch hat sich jedoch bei allen Gruppen als kollektive Muttersprache durchgesetzt. Auch die kulturellen Einblendungsfaktoren würden im Einwanderungsland also kein Hindernis darstellen.

Zusammenstellung: Jean Modert


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