23. Februar 2018

Alternative Presseschau Merkel. Glaube. Leben.

Besucherrekord in Sachsen

von Redaktion eigentümlich frei

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Bildquelle: shutterstock Gar nicht mal so schlimm: Dresdner Eierschecke im Sachsenurlaub

Angela Merkel treibt weiterhin ihr Unwesen – und richtet einen Pfad der Zerstörung an. Die Christenheit diskutiert über den Pontifex und die Wertunion – trotz eines angeblichen Wunders in Italien. Süßigkeiten und Dunkeldeutschland sind nicht so schlimm, wie man vermutet.

Angela Merkel: Der Über-Bösewicht

In der CDU gärt es, und wo es gärt, stinkt es auch. Dass dieser Geruch „vom Kopf her kommt“, steht für Matthias Dietze, Lehrer und CDU-Mitglied, auf der „Achse des Guten“ mehr als deutlich fest. Kürzlich hatte ein Umfrageinstitut herausgefunden, dass die Flüchtlingspolitik der Hauptgrund für die Wählerwanderung zur AfD ist. „Wie gut, dass hochqualifizierte und professionelle Soziologen mit der Forschung beauftragt wurden, wie wären wir sonst nur zu dieser Erkenntnis gekommen?“, folgert Dietze. Mit dieser „bahnbrechenden Erkenntnis“ fange der „Kopf der CDU“ allerdings nichts an. Stattdessen: „Weiter so“.

Noch kann Merkel frei schalten und walten – und entschließt sich, in der EU ihre Duftnote zu hinterlassen. In der Europäischen Union will Merkel Transferleistungen an politische Bedingungen knüpfen. Das Geld wird schließlich knapp. In den „Deutschen Wirtschafts-Nachrichten“ stellt man klar: „Der Ausstieg Großbritanniens aus der EU führt dazu, dass künftig jährlich etwa zehn Milliarden Euro im Haushalt der Union fehlen werden.“ Jetzt will Merkel den osteuropäischen Ländern Subventionen streichen, sollten sich diese nicht an der Aufnahme von Migranten beteiligen. „Solidarität kann in der EU keine Einbahnstraße sein“, so Merkel in einer Stellungnahme.

Auch auf den sonst so gemäßigten „Nachdenkseiten“ kommt man zur Frage: „Will Merkel Krieg?“. In der letzten Regierungserklärung hatte die Bundeskanzlerin die europäischen Staaten zur Einmischung im Syrienkonflikt aufgefordert. Autor Wolfgang R. Bischoff vergleicht: „Diese Rhetorik erinnert fatal an jene im Vorfeld der Jugoslawienintervention, als die NATO und Deutschland ihren ersten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das zerfallende Land vorbereiteten.“ Eine jetzige Konfrontation mit Syrien würde aber bei weitem nicht so glimpflich ausgehen, da sich Russland und der Iran bereits positioniert haben. Durch den „Beistandsautomatismus“ der NATO-Partner wären ebenso die USA in den Konflikt involviert.

Auf „Jouwatch“ greift man einen anderen Punkt von Merkels Politik auf: den Antifeminismus. Max Erdinger kritisiert die „in Deutschland herrschende Spielart des Feminismus“ als das „Frauenfeindlichste, was man sich außerhalb des Islams vorstellen kann“. Wenn Erdinger sich vorstellt, dass diese unsägliche Heimsuchung des Kanzleramtes von Kramp-Karrenbauer abgelöst werden könnte, dreht sich ihm der Magen um. Angela Merkel ist für Erdinger das Gegenteil von Weiblichkeit. Auch weist er auf die Verwechslung von „Geist und Materie“ und die verschiedenen Strömungen des Feminismus hin: „Es ist geradezu ein Treppenwitz der Geschichte, dass man sich als Mann von deutschen Feministinnen vorwerfen lassen muss, man reduziere Frauen auf ihr Geschlecht, wenn man einen steilen Zahn auch als einen solchen identifiziert.“

Glaube: Ein kleines Wunder und ein Dämon in Robe?

Das protestantische Portal „idea“ stellt sich klar gegen den Linksdrall der exkonservativen CDU und die Position Armin Laschets. Laschet hatte kürzlich gesagt, dass nicht das konservative, sondern das christliche Menschenbild über allem stehe. „idea“ lässt die Kritiker Laschets zu Wort kommen, die es als „besonders verstörend“ empfinden, dass der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Konservatismus und Christentum gegenüberstellt. Auch die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann, Landesvorsitzende des evangelischen Arbeitskreises der CDU in Bremen, hatte sich gegen Laschets Formulierung gestellt, so „idea“.

Im Gegensatz zur CDU hielt sich der Leib Jesu vollkommen unverdorben. Nach den Erdbeben in Italien im Jahr 2016 stürzte auch die Kirche Maria Himmelfahrt von Arquata del Tronto in sich zusammen. 16 Monate später birgt man den unversehrten Tabernakel der Kirche. Kath.net berichtet: „Die heilige Eucharistie erwies sich in Farbe, Form und Aussehen als unverändert, es war keinerlei Feuchtigkeit oder Moder feststellbar.“ Für Pfarrer Ciancotti sei dies ein Wunder. Bischof D‘Ercole betont, „Jesus habe die Trümmer lebendig verlassen“. Bei dem Unglück kamen 300 Menschen ums Leben.

Auf „Philosophia Perennis“ kritisiert A.R. Göhring das Verhalten von Papst Franziskus. „Papst Franziskus der Erste, der Jesuit, ist eine Fehlbesetzung auf dem Heiligen Stuhl, wie wir Katholiken sie seit dem Borgia-Pontifex Alexander VI. nicht mehr hatten“, er sei ein Dämon, der sich schon nach kurzer Zeit in die Tagespolitik einmischte, Kriegstreiber beglückwünschte und Extremisten relativierte.

Jetzt soll er, so suggerieren die Bilder, bei seinem Besuch in Mexiko Gläubige attackiert haben. Betrachtet man das Video, erkennt man jedoch einen leicht empörten Papst, der von Gläubigen in die Menge gezogen wird und sich befreit. Die Securitys halten Franziskus fest. „PP“ untertitelt: „Seine Security muss ihn zurückhalten.“ Bei aller nachvollziehbaren Papstkritik – hier erkennt man nur eine billige Propagandamasche des Autors, der sich selbst äußerst fragwürdig verhält.

Leben: Süßes Sachsen

Das Schlechtschreiben des Ostens durch westdeutsche Journaille hat nicht funktioniert. Sachsen verzeichnet einen Besucherrekord. „2017 registrierte das Bundesland 7,86 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland“, so berichtet die „Junge Freiheit“. Dabei handelt es sich um einen Anstieg um über vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach der Vermutung, dass Pegida und zahlreiche Ableger das Bild Ostdeutschlands verschlechterten, konnte nun das Gegenteil bewiesen werden, so betont die „Junge Freiheit“. Ob womöglich eine geringere Messerdichte im Vergleich zu westdeutschen Großstädten für die ansteigenden Urlaubszahlen verantwortlich ist, bleibt offen.

Daniel Kofahl richtet sich auf „Novo“ gegen die andauernden Vorschriften und Empfehlungen bezüglich des Essverhaltens. Kofahl kritisiert die moderne Panikmache vor „ungesundem Essen“. Stattdessen sollten wir wieder lernen, uns mit dem heutigen Essen „zu versöhnen“. Zudem gebe es „keinen Kausalzusammenhang zwischen Schlanksein und Gesundheit“, so Kofahl. „Die masochistische Dauerkritik und Verunglimpfung des eigenen Lebensstils, des eigenen Körpers, der Vorzüge des Lebens, das Erklären von Normalität zur permanenten Grenzüberschreitung, all das ist überhaupt das skurrile Paradox dieser Ernährungs- und Körperkultur.“ Kofahl weiter: „Von den heutigen Gaumenfreuden konnten unsere Vorfahren nicht einmal träumen.“ Auch solle man akzeptieren, dass Menschen gerne Süßes, Salziges oder Fettiges essen. Das hört sich doch so an, als argumentiere Kofahl im Sinne der Freiheit? Möglicherweise. Kofahl war allerdings auch Mitglied im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. Ein Schelm, wer Böses denkt.

„Achse des Guten“: „Von wo es in der CDU stinkt“

„Deutsche Wirtschafts-Nachrichten“: „Merkel knüpft Zuteilung von EU-Geldern an Bedingungen“

„Nachdenkseiten“: „Will Merkel Krieg?“

„Jouwatch“: „Antifeminismus: Frau Merkel und die Politik“

„idea“: „Das Konservative gehört sehr wohl zur CDU“

Kath.net: „16 Monate unverdorben erhalten – eucharistisches Wunder?“

„Philosophia Perennis“: „Der Unheilige Vater: Teufel in Pontifexgestalt?“

Youtube: „Pope Francis pulled into crowd by shirt sleeves in Mexico“

„Junge Freiheit“: „Noch nie kamen so viele Touristen nach Sachsen“

„Novo“: „Versöhnen statt Ampel“

Zusammenstellung: Florian Müller


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