22. Februar 2018

Alternative Nachrichten am Abend Propaganda. Geopolitik. Sklaverei. Dschihad.

Was uns am Abend des 22. Februar bewegt

von Redaktion eigentümlich frei

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Bildquelle: shutterstock Vorbild für das staatliche Rentensystem: Sklavin

Antiwaffen-Propaganda zieht weitere Kreise

Seit zwei Tagen berichten wir hier regelmäßig über die Ausschlachtung des Amoklaufs an einer Schule in Florida durch die Mainstreammedien. Die Agitation und Propaganda der totalitaristischen Internationalen zieht jetzt weitere Kreise. Colton Haab, einer der von der Tragödie betroffenen Schüler, verweigerte die Teilnahme an einer von CNN organisierten Diskussionsrunde zur Verschärfung der Waffengesetze. An der Podiumsrunde nahmen die US-Senatoren Marco Rubio und Ted Deutch (beide Republikaner) sowie Bill Nelson (Demokraten) teil. Für die NRA (National Rifle Association) nahm die Sprecherin Dana Loesch teil. Geleitet wurde die Runde von CNN-Moderator Jake Tapper. Colton Haabs Fragen, die auf die Bewachung durch Schulen von bewaffneten Veteranen abzielten, passten offensichtlich nicht ins Konzept der Organisatoren. Deshalb sollte er sich auf ein vorgegebenes Skript beschränken. Haab sah daraufhin keinen Sinn mehr an seiner Teilnahme. Die Fragen der Mehrheit der Eltern und Schüler würden damit unter den Tisch fallen. Der Verlauf der Veranstaltung, soweit er von CNN in Ausschnitten veröffentlicht wurde, bestätigte seine Einschätzung. Der Saal war randvoll mit fanatischen Waffengegnern. Ob handverlesen oder natürlich entstanden muss an dieser Stelle zwar ungeklärt bleiben. Offensichtlich machte es dem Publikum jedoch Riesenspaß, jede gegnerische Äußerung frenetisch niederzubrüllen. Nun ja, in den 1980er Jahren wären sie mit dieser Praxis wahrscheinlich unbemerkt durchgekommen. Seitdem hat das Internet jedoch eine grundlegende Liberalisierung der Informationsmärkte bewirkt. Mediale Zwischenhändler stellen nur noch einen staatlich beatmeten Anachronismus dar. Sie wissen es bloß noch nicht.

Geopolitik – Konfrontation alter und neuer Imperien auf dem Balkan

2010 hat Deutschland seine letzten Verpflichtungen des Versailler Vertrages erfüllt. Damit ist der Erste Weltkrieg wohl offiziell zu Ende. Schade, wo es doch so schön war. Das müssen wir bei Gelegenheit wiederholen. Treffen wir uns doch in ein paar Jahren noch mal auf dem Balkan und sehen weiter. So oder so ähnlich präsentiert sich die neue Konfrontation niedergehender und aufstrebender Imperien am Balkan, die vor knapp über 100 Jahren den Ersten Weltkrieg auslöste. Sicherlich unter leicht geänderten Vorzeichen. Aus Österreich-Ungarn und Deutschland wurde die EU. 1914 waren es noch die Japaner, die Russland vom Pazifik zurück nach Europa gedrängt hatten. Die kraftstrotzenden Chinesen ziehen heute einfach am eurasischen Flächenriesen vorbei. Im Herzland der Weltpolitik trifft man sich dann gemeinsam wieder. Aus dem früheren globalen Rivalen Großbritannien wurde… ja, was eigentlich? Warum nicht die NATO? Und Erdoğan rundet das ganze Spiel mit der Rückkehr zu den osmanischen Wurzeln ab. Worum geht es konkret? Die EU will nun auch die sechs Balkanländer zum Beitritt zu ihrer verkannten Tyrannei bewegen. Um den Einfluss Russlands zurückzudrängen. Gleichzeitig ist China mittlerweile zum Top-Investor auf dem Balkan avanciert. Dies betrifft insbesondere Teilabschnitte seiner neuen Seidenstraße. Russland will hingegen alles unternehmen, um den NATO-Beitritt Mazedoniens zu verhindern. Und Erdoğan hofft, die balkanesischen Muslime wie in alten Zeiten als außenpolitischen Machtfaktor reaktivieren zu können. Gleichzeitig wird eine neue Ost-West-Spaltung der balkanesischen Völker befürchtet. Warum tun sich aufstrebende und absteigende Imperien nur so schwer mit einem Ausgleich? Warum sollten chinesische Investitionen durch einen EU-Beitritt tangiert werden? Eigentlich müssten sie doch auch indirekt von der Erschließung neuer Märkte profitieren? Tja, wären da nur nicht die zahlreichen EU-Kontrollen für ausländische Investoren und die neuen Zollgrenzen. All dies sind Symptome eines ebenso alten wie abscheulichen menschlichen Triebes: blanken, puren Machtneids. Keine der genannten Mächte kann einen Gleichwertigen neben sich dulden. Macht ist unteilbar. Und es bewahrheitet sich mal wieder: Wirtschaft verbindet, Politik trennt.

Deutschland – Versklavung der „eigenen“ Bevölkerung geht weiter

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat eine neue Studie zur Entwicklung der allgemeinen Rentensituation vorgelegt. Das Institut kommt zu einem ebenso überraschenden wie erschreckenden Ergebnis. Demnach ist „das aktuelle Rentensystem finanziell nicht stabil“. Wie konnte denn so was passieren? Schließlich hat Norbert Blüm doch was ganz anderes versprochen. Dazu ein kurzer moralphilosophischer Exkurs: Ein Individuum gehört nur sich selbst. Viele verzichten zwar de facto zugunsten einer funktionierenden Ehe auf einen Teil dieses Selbsteigentums. Niemand gehört jedoch irgendeinem Politiker oder Staat. Deshalb ist auch ein jeder Herr über die Früchte seiner Arbeit. Diese Binsenweisheit ist spätestens seit John Locke (1632-1704) bekannt. Angewandt auf das heutige Arbeitsleben und die Berechnung seiner persönlichen Dauer bedeutet das folgendes: Wie lange muss ich arbeiten, um genug zu verdienen, damit ich für den Rest meines Lebens nicht mehr arbeiten muss? In der Rechnung sollten vor allem die Höhe des Arbeitseinkommens und des reinvestierten Kapitaleinkommens enthalten sein. Das Absinken des allgemeinen Preisniveaus durch technischen Fortschritt erleichtert in der Regel die Umsetzung. Wer sein Geld frühzeitig verprasst, ist entweder durch eigene Kinder abgesichert oder hofft auf freiwillige Barmherzigkeit. Soviel ökonomischer Sachverstand darf beim DIW und den politischen Eliten natürlich nicht vorausgesetzt werden. Entsprechend kennt man dort nur eine Lösung. Weiter so mit mehr vom Gleichen. Beiträge und Renteneintrittsalter hoch, Ansprüche runter. Mehr Kosten, weniger Leistung. Über die Notwendigkeit einer wertstabilen Währung und/oder ausgleichender Zinseinnahmen wird nicht nachgedacht. Denn das aktuelle Rentensystem ist auf Sklaverei ausgelegt. Der Arbeitnehmer ist nicht Eigentümer seines Körpers oder der Früchte seiner Arbeit. Er gehört allein dem Staat und seinen Profiteuren. Er ist der Funktionalität des Ganzen untergeordnet. Die heutigen Restbesitzrechte gab es auch in früheren Sklavengesellschaften. Wie die Kollegen von „Science Files“ in einem Rechenbeispiel sehr schön nachgewiesen haben, ist das staatliche Rentensystem bestenfalls eine hochspekulative Zwangsanlage auf die eigene Lebensdauer. Im Gegensatz zu marktwirtschaftlichen Geldanlagen fehlt jedoch der Gewinner. Entweder verliert das Individuum oder die Gemeinschaft.

Schwedischer Dschihadist enttäuscht über eigenes Überleben

Tja, das war wohl Pech. Der Islamist, der im April 2017 in Stockholm fünf Menschen mit einem Lastwagen tötete, muss sich entgegen seiner ursprünglichen Absicht nun doch vor einem irdischen Gericht verantworten. Sein Plan sah eigentlich vor, die Menschen erst zu überfahren und sich dann mit dem Laster in die Luft zu sprengen. Leider versagte der Zünder. Beim Prozessauftakt zeigte der Mann keinerlei Reue. Nur dass er nicht selbst ums Leben kam, bedauert er. Der Prozess gibt nun immerhin die Chance auf den seltenen Einblick in die tiefere Psychose eines solchen Individuums. Nach seinen Motiven gefragt, antwortete er, dass so was in seiner irakischen Heimat zum Alltag gehöre. Aufgrund der Stationierung einer schwedischen Militärmission im Irak wollte er das den Schweden nun auch demonstrieren. Bereits diese Aussage lässt schon tief blicken. Sie entschuldigt gar nichts, auch wenn sie stimmen mag. Auch die moralische Mitverantwortung der Wähler von Regierungsparteien mag bei einer Reihe von Themen fragwürdig sein. Eine Rechtfertigung ist es immer noch nicht. Die Weltanschauung bestätigt jedoch das libertäre Nichteinmischungsprinzip. Wenn ein jeder vor der eigenen Haustür kehren würde, würde die Welt auch ein Stück sauberer. Falls Sie zur Fastenzeit oder zu Ostern noch selbst überlegen, für bestimmte Projekte zu spenden oder sich zu engagieren, denken Sie deshalb daran: Auch Steuerhinterziehung rettet Menschenleben.

Zusammenstellung: Jean Modert


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