20. Februar 2018

Alternative Nachrichten am Abend Afghanistan. Bargeldterroristen. Wahlkampfeinmischung. Liberalisierung.

Was uns am Abend des 20. Februar bewegt

von Redaktion eigentümlich frei

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Bildquelle: shutterstock Lässt die Märkte erblühen: Cannabispflanze

Nach Florida – Trump für mehr Waffen in Afghanistan

„Trump offenbar zu Änderungen an US-Waffengesetzen bereit“, titelte heute morgen „Spiegel Online“. Wer sich den Artikel durchliest, kann jedoch schnell aufatmen. Es handelte sich mal wieder um eine reine „Fiat-Schlagzeile“. Wie so oft in der einzigartig verzerrten Berichterstattung über den aktuellen US-Präsidenten. Die Überschrift bezieht sich nur auf eine nicht näher beschriebene Äußerung eines Trump-Sprechers, die von CNN abgeschrieben wurde. Trump hat sich lediglich mit zwei Senatoren privat über verbesserte Hintergrundprüfungen unterhalten. Soweit sein Sprecher. Wie alle linksliberalen Staatsschreier ist sich „Spiegel Online“ nicht zu schade, das Leid der Opfer für die eigene Agenda zu instrumentalisieren. Und dabei jede Mücke zum Elefanten aufzublasen. Über die 2017 verdoppelten Bombenabwürfe über Afghanistan wird hingegen kein Wort verloren. Auch nicht darüber, dass überhaupt keine zivilen Opferzahlen mehr vorgelegt werden. Obwohl schon seit Obama jeder Mann ab dem wehrfähigen Alter im Angriffsfeld einer Drohne zu militärischen Opfern zählt. Medial gibt es nun mal immer gute staatliche und böse private Waffen. Selbstverständlich funktioniert diese Wertung unabhängig vom Ergebnis. So, wie es auch Opfer erster und zweiter Klasse gibt. Die, die dem Mainstream nützen, und alle anderen. Diese pervers-selektive Menschenverachtung kann mit der Religion oder ethnischen Herkunft korrelieren, muss es aber nicht zwingend.

Reaktionäres Pack – Klimamörder und Bargeldterroristen auf dem Vormarsch

Heute morgen berichteten die „Alternativen Nachrichten“ hier über die neuen politischen Angriffspläne auf die persönliche Bewegungsfreiheit. In der Physik wirkt auf jede Kraft eine Gegenkraft. Nach solch geordneten Maßstäben funktioniert das politische Universum zwar nicht. Aber auch hier zeigt sich auf den Märkten eine erfreuliche Gegenbewegung zu den neuen Totalitarismen. Der Zwischenhändler für Mitfahrgelegenheiten Blablacar lässt Bargeldzahlungen bald wieder zu. Diese Maßnahme ist speziell auf Deutschland zugeschnitten, da die Nachfrage nach dieser Art der Rechnungsbegleichung hier besonders hoch ist. Die Menschen stellen sich also doppelt gegen die Kontrolle. Sie bedienen sich gegenseitig individueller Transportmittel und begleichen ihre Rechnungen auch noch bevorzugt anonym. Entgegen aller Propaganda, der sie tagtäglich ausgesetzt sind. Gott bewahre, am Ende werden sogar Steuerhinterzieher und andere Terroristen bequem via Mitfahrgelegenheit an den Behörden vorbeischlüpfen. Und bezahlen obendrein nicht mal für die verursachten Klimaschäden.

EU mischt sich in amerikanischen Wahlkampf ein – Sollen sie doch Wodka saufen

Zugegeben, besonders intelligent ist die Idee Donald Trumps, subventionierte Stahlimporte nun mit Strafzöllen zu belegen, nicht. Langfristig treffen Subventionen volkswirtschaftlich immer ihre Erzeuger‑, niemals aber ihre Empfängerländer. Das hat Winston Churchill bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in der Debatte um englische Zuckerzölle klar illustriert. Die ausländischen Rohzuckersubventionen überfluteten den britischen Markt mit Billigimporten. Die Kolonialplantagen waren jedoch so oder so am Absterben. Und durch die günstigen Rohstoffe bildete sich die wettbewerbsfähigste Verarbeitungsindustrie in ganz Europa heraus. Kontinentale Betriebe verlagerten sich auf die Insel, um ebenfalls von den günstigen Einkaufspreisen zu profitieren. Soviel zum wirtschaftshistorischen Exkurs. Der US-Präsident hätte den Markt also ruhig wirken lassen können. Mit seiner Steuerreform und der Aufkündigung des Klimawahns hat er ja bereits entsprechend sekundiert. EU-Bürokraten wären jedoch nicht sie selbst, wenn sie beim IQ-Limbo nicht immer noch einen drauflegen würden. Hier denkt man nun über Strafzölle auf amerikanische Motorräder, aber auch Orangensaft und Bourbon nach. Wie die „FAZ“ berichtet, zielt man dabei besonders auf Produkte aus Bundesstaaten, in denen viele Trump-Wähler beheimatet sind. Wenn das mal keine echte Wahlkampfeinmischung ist… Die amerikanischen Bürger werden sich wohl vorübergehend auf sinkende Preise bei den heimischen Genussmitteln freuen dürfen. Denn irgendwo müssen die entstehenden Überproduktionen ja abgesetzt werden. Europäische Patrioten werden sich in Zukunft hingegen mit Whisky aus dem EU-Land Schottland oder dem Wodka des NATO-Partners Russland begnügen müssen.

Aussicht auf Liberalisierung – Cannabismärkte in Kanada heben ab

Colorado, Kalifornien und andere haben es vorgemacht: Selbst geringfügige Lockerungen bei der seit den 1930er Jahren geltenden Cannabisprohibition ziehen einen enormen Wachstumsschub nach sich. Diese Erkenntnis hat sich nun auch in Kanada durchgesetzt. Zu medizinischen Zwecken ist die Pflanze in dem riesigen nordamerikanischen Flächenstaat bereits seit 2001 zugelassen. Ab Juni dieses Jahres fallen dann abseits der Steuern auch die gesetzlichen Beschränkungen auf der Hanfpflanze als Rauschmittel. Kanada ist der zweite Nationalstaat der Welt nach Uruguay, der diesen Schritt geht. Zusätzlich will es als erster zur Exportwirtschaft aufsteigen. Auch die kanadische alternative Medizinbranche erwartet sich einen bedeutenden Zuwachs. Die allgemeine Deregulierung wird wohl auch hier zu erleichterten Arbeitsbedingungen führen. Manch ein Pionier träumt sogar schon von einem Großangriff auf die klassische Pharmaindustrie. Und wieder mal bewahrheitet sich: Wettbewerb belebt das Geschäft.

Zusammenstellung: Jean Modert


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