28. September 2017

AfD-Positionen zu Energie und Klima Das Interview!

Journalisten und ihr Umgang mit „Leugnern“

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Bildquelle: shutterstock Naivität gepaart mit aktivistischer Verbohrtheit: Journalisten über das Klima

Links-grüne „JournalistInnen“ wollten den Standpunkt der AfD zu Klima- und Energiethemen erkunden. Sie blieben bei mir hängen. Die eine stellt dann mich und die AfD in die braune Ecke und wird ausgeschlossen, der andere bleibt vergleichsweise fair und bekommt sein Interview.

Jeder wird bestätigen, dass der nun vergangene Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 eher einschläfernd denn aufregend war, ausschließlich angelegt von den bis dato im deutschen Bundestag vertretenen Parteien, unbequeme Themen auszuklammern, die Wohlfühlatmosphäre zu betonen, winzige Unterschiede zwischen den Parteien zu hoher Bedeutung aufzublasen, aber vor allem die AfD wenn schon nicht draußen, dann wenigstens klein zu halten. Und zwar mit allen Mitteln. Doch nachdem das Ausgrenzen und Totschweigen nichts half, auch die sonst so wirksame Nazikeule nicht mehr die Resultate wie erhofft brachte, beschloss die Politik und die mit ihr aufs engste verbundenen Helfer in den Medien, die AfD zu „stellen“. Also „stellte“ man sie auf allen möglichen Feldern, zu guter Letzt auch auf dem Klima- und Energiefeld. Als Gehilfen boten sich die JournalistInnen von Klimaretter.info an, die, allerdings ein wenig unter falscher Flagge segelnd, beim Pressseprecher der AfD, Christian Lüth, am 21. August 2017 anfragten. „Sehr geehrter Herr Lüth, wie soeben besprochen, erbitte Vermittlung eines Telefontermins zum Thema Energie- und Klimapolitik, möglichst mit Frau Weidel, für Interview beziehungsweise Blickpunkt-Text. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Joachim Wille, „Frankfurter Rundschau“, Autor, movum.info, Co-Chefredakteur“

Alice Weidel jedoch hatte keine Zeit, vielleicht auch keine Lust, also fragte der Pressesprecher mich, ob ich das übernehmen wolle. Ich wollte und bekam kurze Zeit später einen Anruf von Wille, bei dem wir den Interviewtermin als Telefoninterview für den 28. August 2017 nachmittags festlegten. Dabei kündigte Wille an, dass auch seine Kollegin Susanne Götze von Klimaretter.info mit von der Partie wäre. Und er kündigte auch an, dass das Interview vermutlich nicht bei der „Frankfurter Rundschau“ erscheinen würde, das Format – oder so ähnlich – würde dort doch nicht so gut passen. Wohl aber bei Klimaretter.info.

Das mit der „FR“, deren Linkslastigkeit, vor allem aber deren finanzielle Schwierigkeiten mir seit langem bekannt waren, hatte ich sowieso nicht geglaubt, aber immerhin hatte ich einen gewissen Respekt vor der Entscheidung von Klimaretter.info und – wie sich dann herausstellte – seinen beiden Chefredakteuren, einen ausgewiesenen – nach ihrer Bezeichnung – „Klimawandelleugner“ wie mich zu Wort kommen zu lassen.

Für alle, die Klimaretter.info noch nicht kennen, und das dürften selbst in interessierten Kreisen die allermeisten sein, denn das Webranking der Seite ist sehr schwach, sei erwähnt, dass sie zwar über eine sehr kopfstarke Redaktion verfügt, die Seite selbst auch professionell im Sinne eines Nachrichtenmagazins aufgemacht und mit täglich mehrfach ergänzten Informationen zu Klima- und Energiethemen – häufig über eigene Reporter – bespielt wird, aber immer wieder – wenn wohl auch unfreiwillig – für Belustigung wegen der offensichtlichen Naivität gepaart mit aktivistischer Verbohrtheit sorgt.

Nun denn. Das Interview fand statt und dauerte rund 42 Minuten. Die beiden fragten, was links-grüne Journalisten zu diesen Themen eben so fragen, die Hurrikane Irma und Harvey spielten auch ein wenig mit, Maria war noch nicht auf dem Schirm, die Fragen waren manchmal ein wenig provozierend, und ich antwortete, was ich zu den üblichen eher mantrahaften Fragen eben immer so – manchmal auch etwas provokant – antworte. Wir schieden in bestem Einvernehmen mit der Zusage, dass Susanne Götze das Gesagte abschreiben und mir zur Abnahme vorlegen würde. Zum Glück hatte ich das Gespräch mit Zustimmung der beiden aufgezeichnet.

Am Abend des 1. September erhielt ich von Susanne Götze eine Mail mit der Abschrift und der Bitte um Freigabe. Die konnte ich aber nicht erteilen, denn die Abschrift war anders als abgesprochen, nur ein dürftiges Fragment dessen, worüber wir gesprochen hatten. Insbesondere das aus meiner Sicht wichtige Klimathema kam darin viel zu kurz. Also fragte ich nach, ob sie etwas vergessen hätte, denn wichtige Teile seien nicht enthalten. Die seien nicht relevant, beschied sie mich, überdies sei das ganze Interview viel zu lang, um so veröffentlicht zu werden. Was relevant sei und was nicht, sei doch wohl nicht ihrer Entscheidung überlassen, sondern meiner, schrieb ich zurück, außerdem sollte ja das ganze Interview abgetippt werden, da hätte ich wohl was bei ihr gut, und fügte die gesamte nun von mir abgetippte Abschrift bei, bot aber gleichzeitig an, den Text deutlich auf ein veröffentlichbares Maß zu kürzen. Spät am Abend des 2. September 2017 erhielt ich dann diese letzte Mail von ihr: „Herr Limburg, es tut mir leid, aber Sie haben nichts bei mir ‚gut‘. Niemand ist verpflichtet, ein geführtes Interview in voller Länge wiederzugeben. Wenn wir uns nicht einigen können, dann müssen wir die Veröffentlichung sein lassen. Uns geht und ging es um den Wahlkampf und die AfD und nicht um primär Ihre Ausführungen zum Klimawandel – das war auch klar. Ich bitte Sie, das zu berücksichtigen. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Susanne Götze.“

Dagegen wiederum verwahrte ich mich, und das war dann auch das letzte, was ich von ihr hörte beziehungsweise las. Das war es dann mit dem Interview, eigentlich schade um die viele Arbeit, dachte ich – doch einige Zeit später nahm ihr Kollege Wille den Faden wieder auf und bot an, mit mir zusammen das Interview auf ein für sie akzeptables Maß zu kürzen. Was wir nach vielem Hin und Her dann auch taten.

Kollegin Götze hingegen, die mich so brüsk hatte in die Schranken weisen wollen, wusste nämlich besseres zu tun. Sie arbeitete zu dieser Zeit vermutlich schon an einem Artikel für die „Süddeutsche Zeitung“, der dann am 10. September 2017 auch online erschien, in dem sie die AfD und auch mich in die braune Ecke zu stellen versuchte. Nach dem bewährten Verfahren: Bewirf jemanden mit viel Dreck, irgendwas wird schon hängenbleiben. Ihr Artikel hatte den denkwürdigen Titel: „Braun-grüner Wählerfang der AfD“.

Das war so was von daneben, wenn auch nicht völlig unerwartet, angesichts der Vita der Dame, dass bei mir der Ofen endgültig aus war und ich mich weigerte, mit dieser nur per Diffamierung arbeitenden Frau weiterhin in irgendeiner Weise in Verbindung zu stehen, schon gar nicht mit ihr zusammenzuarbeiten. Deswegen musste auf meinen Wunsch hin auch ihr Name als Interviewpartner entfernt werden.

Nach weiterem Hin und Her einigten Wille und ich uns dann auf die endgültige Form, die dann nochmals leicht abgewandelt (das Interview sollte nur ohne Links erscheinen, Wille oder Götze fügten dann aber doch die ihnen passend erscheinenden Links ein, es waren aber andere, als ich angegeben hatte) am 22. September 2017 abends bei Klimaretter.info erschien.

Hier nun die von mir freigegebene letzte Version. Der Leser möge vergleichen.

„Wir wollen einen Energiemix wie vor der Energiewende“

Interview mit Michael Limburg, Energieexperte der AfD und Vizechef von Eike e .V.

„Herr Limburg, US-Präsident Donald Trump hält den menschengemachten Klimawandel für eine Erfindung der Chinesen. Stimmen Sie dem zu?“

Limburg: „Das ist albern. Das war nur ein Witz von Herrn Trump. Natürlich ist der menschengemachte Klimawandel keine Erfindung der Chinesen.“

„In Deutschland stehen die anderen Parteien praktisch geschlossen hinter dem Klimaschutz. Was hält die AfD denn von der Energiewende?“

Limburg: „Überhaupt nichts. Wir wollen die Energiewende stoppen.“

„Sie wollen Förderung der erneuerbaren Energien streichen?“

Limburg: „Ja. Wind- und Solarenergie können bestehen bleiben, wenn sie sich marktwirtschaftlich bewähren. Aber wenn nicht, dann nicht.“

„Wie sieht denn Ihr Wunsch-Energiemix aus?“

Limburg: „So, wie wir ihn vor der Energiewende hatten.“

„Die Braunkohle, die heute noch 23 Prozent des Stroms liefert, ist also aus Ihrer Sicht unverzichtbar?“

Limburg: „Absolut. Wer heute von dreckiger Kohle spricht, der hat noch nie ein modernes Kohlekraftwerk von innen gesehen. Da können Sie fast vom Fußboden essen. Dass Kohle ‚dreckig‘ ist, gehört zu den Metaphern, mit denen versucht wird, die heimischen Energieträger zu diffamieren.“

„Sie wollen also die Braunkohle in die zweite Hälfte des Jahrhunderts retten?“

Limburg: „Ich bin kein Hellseher. Aber die nächsten 20, 30 Jahre werden wir unsere Kohle schon noch nutzen. Es sei denn, dass Deutschland anders mit der Kernenergie umgeht, so wie das in anderen Ländern schon geschieht. Oder dass ganz neue Energieformen zum Einsatz kommen, die vielleicht irgendwann billiger sind als die Kohle.“

„Sie sehen eine Zukunft für die Atomkraft?“

Limburg: „Durchaus. Wenn auch kaum hierzulande. Es gibt mittlerweile schon Kernreaktoren der dritten Generation. In Russland ist davon bereits ein kommerzieller Kernreaktor in Betrieb gegangen, der den eingesetzten Kernbrennstoff viel besser ausnutzt als bisher üblich. In den normalen Reaktoren wird der Brennstoff nur zu einem Prozent verwertet. In dem russischen Reaktor liegt dieser Wert bei über 95 Prozent.“

„Wollen Sie den Atomausstieg in Deutschland rückgängig machen?“

Limburg: „Der erste Schritt wäre in der Tat, die vorhandenen sicheren Kernkraftwerke – die anders als die Fukushima-Reaktoren keinesfalls Tsunami-bedroht sind – weiterlaufen zu lassen. Ich bezweifle allerdings, dass sich hierzulande noch mal ein Wirtschaftsunternehmen findet, das in Kernkraft investieren will.“

„Der Atomausstieg war also falsch?“

Limburg: „Total falsch. Die Argumentation baut auf Ängste auf, die nicht gerechtfertigt und der Faktenlage nach falsch sind.“

„Zurück zu den erneuerbaren Energien. In dieser Branche gibt es mittlerweile über 300.000 Arbeitsplätze. Wenn man die Energiewende stoppt, werden viele Menschen arbeitslos. Kein Problem?“

Limburg: „Die Arbeitsplätze in dieser Branche sind hochsubventioniert, nicht wertschöpfend, und sie vernichten Arbeitsplätze in der übrigen Wirtschaft. Sie können das Geld eben nur einmal ausgeben. Aber Sie können Arbeitsplätze schaffen, indem sie dem einen Arbeiter sagen, grabe mal ein Loch, und dem zweiten Arbeiter sagen, mach das Loch wieder zu. Solche Arbeitsplätze sind zu 100 Prozent subventioniert. Bei den Erneuerbaren kommen die Subventionen durch die EEG-Umlage, es sind über 25 Milliarden Euro pro Jahr, mit stark steigender Tendenz. Das Geld wäre woanders viel besser ausgegeben, wo es wirkliche Wertschöpfung gibt.“

„Es gibt aber auch ganz andere Berechnungen. Wenn die Umwelt- und Gesundheitskosten der fossilen Energien berücksichtigt werden, sind die Erneuerbaren teilweise bereits rentabel. Einkalkuliert werden müssen auch die Subventionen, die an fossile Energieträger oder Atomkraft fließen beziehungsweise in den letzten Jahrzehnten geflossen sind. Unter anderem das Umweltbundesamt, eine Regierungsbehörde, hat entsprechende Studien vorgelegt.“

Limburg: „Diese Zahlen zu den sogenannten externen Kosten sind in der Höhe nur durch die Phantasie begrenzt. Greenpeace und auch das UBA sind da besonders kreativ. Was nicht heißt, dass die Einrechnung externer Effekte grundsätzlich falsch ist. Man muss sie allerdings sehr diszipliniert einsetzen. Und das tun die nicht. Da werden Phantasiezahlen verwendet. Der Markt ist da klarer und einfacher: Man zahlt, was es kostet.“

„Die erneuerbaren Energien setzen sich inzwischen weltweit durch, weil die Kosten stark gefallen sind und die Technik sogar schon ohne Einrechnung der externen Kosten marktfähig wird. Es werden inzwischen mehr Kraftwerke für erneuerbare als für fossile Energien gebaut. Die Kosten der Solarenergie zum Beispiel sind im letzten Jahrzehnt um mehr als 60 Prozent gesunken.“

Limburg: „Wenn das so wäre, dann können wir ja das EEG sofort abschaffen. Einverstanden? Und dann: Was machen Sie nachts? Schließlich gibt es Sonnenenergie nur tagsüber. Und Windstrom auch nur, wenn der Wind weht.“

„Wenn die AfD in den Bundestag einzieht, wird sie dort nur mit Parteien zu tun haben, die sich für die Energiewende aussprechen, weil sie erwarten, dass diese Probleme lösbar sind, und ebenso für den Klimaschutz. Sind alle Politiker außer denen der AfD denn verblendet oder gekauft?“

Limburg: „Es liegt daran, dass die Politiker sich von den Klimaforschern täuschen lassen. Die Politiker haben wie jeder Mensch zwar Sinne für das Wetter, aber keinen für das Klima. Viele wissen nicht, dass Klima ein statistisch künstlicher Begriff ist, der lokale Wetterdaten über mindestens 30 Jahre benötigt, um nur eine einzige Klimaperiode zu errechnen. Die Klimatologen, die sich öffentlich zu Wort melden, stellen einzelne Extremwetterereignisse als Beleg für den menschgemachten Klimawandel hin – wie jetzt bei den Hurrikanen Harvey und Irma. So lässt sich sehr leicht Panik verbreiten. Hinzu kommt, dass das Thema für Politiker unbequem ist, weil es naturwissenschaftliche Kenntnisse voraussetzt. Die haben die meisten nicht, was man ihnen allerdings nicht vorwerfen kann. Es ist also eine Mischung aus Ahnungslosigkeit und Opportunismus, oft steckt aber auch eine bestimmte politische Agenda dahinter.“

„Die Klimaforscher unterscheiden doch gerade genau zwischen Wetter und Klima. Sie untersuchen, wie die langfristige globale Erwärmung sich auf die Häufigkeit oder Stärke bestimmter Wetterphänomene auswirkt. Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben 2016 in einer Studie gezeigt, dass Hitzewellen und Extremregen in den letzten Jahrzehnten weltweit signifikant zugenommen haben.“

Limburg: „Weder Hitzewellen noch Extremwetter haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Das hat auch der UN-Klimarat IPCC in seinem Report von 2013 festgestellt. Darin steht: ‚Es gibt begrenzte Hinweise auf Veränderungen der Extreme, die mit anderen Klimavariablen seit Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.‘ (‚There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.‘)“

„Der IPCC-Report gibt den Forschungsstand von 2012/13 wieder. Die Potsdamer Erkenntnisse und andere neuere Forschungen zur Verstärkung von Extremwetter können darin noch gar nicht aufgearbeitet sein.“

Limburg: „Wir reden vom Klima! Schon vergessen? Und nicht von Wetter und auch nicht von Witterung! Übrigens hat auch die Stärke der Wirbelstürme im Trend abgenommen und nicht zugenommen.“

„Aber sagen Sie uns: Wenn die offizielle Klimaforschung und alle anderen Parteien falsch liegen, was macht Sie denn so sicher, dass Sie selbst sich nicht irren?“

Limburg: „Wissenschaft ist keine demokratische Veranstaltung, bei der die Mehrheit entscheidet, was richtig oder falsch ist. Ich zitiere gerne Einstein, dem vorgehalten wurde, dass 200 Wissenschaftler seine Relativitätstheorie für falsch hielten. Er entgegnete darauf nur lapidar, wenn die recht hätten, genügte einer.“

Anmerkung: Wenn eine Theorie falsch ist, genügt ein einziger Gegenbeweis, um sie zu falsifizieren. Selbst Tausende Meinungen, die bis dato behaupten, sie sei richtig, sind kein Grund, anzunehmen, dass das so ist.

„Weltweit gibt es Tausende Klimaforscher. Von denen stimmt die große Mehrheit darin überein, dass der Mensch am Klimawandel schuld ist.“

Limburg: „Das bezweifle ich. Denn die große Zahl der Tausenden von Klimawissenschaftlern, die anderer Meinung sind, kommt weltweit nicht öffentlich zu Wort. Und sie erleben sogar Drangsalierungen an ihren Arbeitsplätzen. Auch dafür gibt es viele Beispiele.“

„Es gibt tatsächlich Tausende Klimawissenschaftler, die trotz der in der Wissenschaft eigentlich üblichen Debattenkultur nicht zu Wort kommen?“

Limburg: „Ich habe ständig mit ihnen zu tun. Es gibt eine ganze Latte von offenen Briefen und Petitionen, die von Hunderten Experten, insbesondere von Geologen, Physikern und Meteorologen unterzeichnet wurden. Sie wenden sich alle gegen die IPCC-Diktatur.“

„Wieviele aktive Klimaforscher sind darunter?“

Limburg: „Zum Beispiel: Dr. Richard Lindzen; Habibullo Ismailowitsch Abdussamatow, Willi Soon, Roy Spencer – um nur einige wenige zu nennen; Mike Hulme, ein Klimaforscher und selbst IPCC-Leit-Autor beim Weltklimabericht, sagte: Nur einige wenige Dutzend Leute im IPCC-Betrieb trieben die Hypothese vom menschgemachten Klimawandel voran.“

„Es ist doch undenkbar, dass die 2.500 intelligenten Klimaforscher, die am letzten IPCC-Report mitgearbeitet haben, sich so einfach unterbuttern lassen.“

Limburg: „Es ist aber so. Weil nur rund 800 von ihnen sich mit den physikalischen Grundlagen beschäftigen, der Rest baut darauf auf. Und von diesen 800 sind nur wenige die eigentlich treibenden Kräfte, wie Mike Hulme öffentlich machte. Die auch von Ex-US-Präsident Obama zitierte Angabe, 97 Prozent der Klimaforscher seien vom menschgemachten Klimawandel überzeugt, ist ebenso falsch. Wir haben genauer in diese vielen Studien reingeschaut und mussten feststellen, dass keine 97 Prozent, sondern nur 0,3 Prozent diese Behauptung explizit rechtfertigen. Die Aussage ‚Die Wissenschaft ist sich sicher‘ könnte falscher nicht sein.“

„Es gibt insgesamt sechs Studien von verschiedenen Autorengruppen zu dem Thema, die in Fachzeitschriften erschienen sind. Sie kamen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass der Konsens unter den aktiv in der Klimaforschung tätigen Wissenschaftlern zur vom Menschen verursachten Erwärmung 90 bis 100 Prozent beträgt.“

Limburg: „Ich kenne fünf dieser Studien. Deren Ergebnisse sind falsch. Deren Autoren missachten die grundlegenden Anforderungen an statistische Auswertungen und interpretieren die so erzielten Ergebnisse auch noch irreführend um. Sehr merkwürdig, dass sie den Peer-Review-Prozess durchlaufen haben. Aber selbst wenn sie korrekt wären, ersetzt in der Wissenschaft ein Konsens niemals einen Beweis. Und der oder die wurden von niemandem, der in den Studien zitiert wird, geliefert.“

„Letzte Frage: Herr Limburg, Sie sind Vizevorsitzender des EIKE e. V., der sich gegen die offizielle Klimaforschung positioniert, und prägen das Thema Energie und Klima bei der AfD sehr stark. Wie kam das zustande?“

Limburg: „Die AfD ist offensichtlich die Partei der Vernunft. In der Partei haben sich viele Leute getroffen, die die Themen genauso sehen und endlich in die politische Arena tragen wollten.“

Interview: Joachim Wille

PS: Der Leser sollte wissen, dass ich mich privat neben meiner ehrenamtlich ausgeübten Hauptbeschäftigung als EIKE-Vizepräsident seit Mai 2013 bei der AfD engagiere.

„Süddeutsche Zeitung“: „Braun-grüner Wählerfang der AfD“

Das Interview mit dem Autor auf klimaretter.info

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Seite des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE).


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