30. Juli 2017

Mojib Latif über „Extremwetter“ „Klimaforscher“ verbreitet Starkregen-Panik

Regenfälle sind die Folge von Klimawandelbekämpfungsmaßnahmen

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Bildquelle: JouWatch (CC BY-SA 2.0)/flickr Verbreitet Klimaschwindel: Mojib Latif

Wer kennt noch den Begriff „jemandem den Wind aus den Segeln nehmen“? Vermutlich kaum noch jemand, denn sonst würden die meisten Bürger nicht auf den von „Klimaforschern“ wie Mojib Latif verbreiteten Schwindel hereinfallen, der in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom 27. Juli 2017 behauptete, die jüngst zu beobachtende Häufung von Extremwetterlagen sei ein Zeichen dafür, dass der Klimawandel auf das alltägliche Wetter übergreife. Einziges Ziel dieser Behauptungen ist, den Menschen Angst einzujagen. Wer Angst hat, leistet keinen Widerstand gegen das System. Es ist so wie im Mittelalter, als die Pfaffen durchs Dorf schlichen, vor dem Erscheinen des Teufels warnten und forderten, rothaarige Frauen zu verbrennen, weil diese die Gespielinnen des Gottseibeiuns seien.

Wer sich etwas intensiver mit den angeblichen Folgen des Klimawandels beschäftigt, kann die Lügen der Latifs und Schellnhubers schnell als solche enttarnen: Nach dem tatsächlich erfolgten Rückzug von Gletschern in den Alpen wurden in den nun frei zugänglichen Tälern Reste von Pflanzen gefunden, circa 300 Jahre alt. Das heißt, vor 300 Jahren waren diese Gebiete eisfrei. Klimawandel gab und gibt es, aber der Beitrag des Menschen dazu ist unsicher oder findet gar nicht statt.

Die Folgen von Klimawandelbekämpfungsmaßnahmen sind aber überall zu spüren: Als es in einem Frühjahrssandsturm auf der Autobahn von Berlin nach Rostock etliche Unfälle gab und Todesopfer zu beklagen waren, war von den Latifs dieser Welt sofort zu hören, es handele sich um eine Folge des Klimawandels und solche Extremwetterlagen würden nun zunehmen. In Wirklichkeit handelte es sich um eine Folge von Klimawandelbekämpfungsmaßnahmen: In der Gegend wird überwiegend Mais angebaut (was, nebenbei bemerkt, zur Ausrottung von Bienen und Vögeln beiträgt). Dieser Mais ist für Biogasanlagen bestimmt, die das Rückgrat der Energiewende darstellen, weil sie stetig Strom liefern können im Gegensatz zu den Flatterstromproduzenten Windrad und Photovoltaik-Anlage. Das Getreide, das früher hier zu Ernährungszwecken angebaut wurde, kommt jetzt oft aus Afrika aus gerodeten Regenwaldgebieten (für unseren Biosprit werden weitere Regenwaldgebiete abgeholzt). Dieser Mais wird sehr spät ausgesät, so dass heftige Frühjahrswinde den Sand ungehindert aufnehmen konnten, was früher nicht möglich war, als hier noch Getreide wuchs. Eine Folge waren die Unfälle auf der Autobahn durch Sichtbehinderungen.

Auch die zu beobachtenden starken Regenfälle der jüngsten Zeit sind eine Folge von Klimawandelbekämpfungsmaßnahmen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena haben eine Studie veröffentlicht. Ergebnis: „Jede Windenergieanlage entzieht dem Wind Energie, so dass viele Anlagen großräumig zu verringerten Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre führen sollten. Dieser Effekt geht über den Windschatten hinter jeder einzelnen Anlage hinaus. Die langsamere Windgeschwindigkeit verringert dann die Energieerzeugung jeder einzelnen Windkraftanlage.“

So, und damit ist das Problem hinreichend beschrieben. Die Geschwindigkeit des Windes lässt nach, die Wolken ziehen langsamer weiter, so dass früher großflächig verteilter Regen sich heute auf kleinere Flächen konzentriert. Das haben wir schon 2015 hinreichend am Beispiel der wiederholt aufgetretenen „Jahrhunderthochwasser“ in der Stadt Münster in Nordrhein-Westfalen beschrieben. Exakt diese Situation hat sich jetzt im Norden Berlins und in Teilen des Harz wiederholt.

Und was ist, wenn es mal zwei Wochen ununterbrochen nicht regnet? Für Latif und Co ist das natürlich auch eine Folge des Klimawandels: „Das sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten einer Medaille – und diese Medaille heißt Erderwärmung.“ Wer‘s glaubt …

Dieser Artikel erschien zuerst bei „Die Kieker (Die Spoekenkiekerei)“.


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