15. Juli 2017

„Der Spiegel“ über Ehegattensplitting Gemahlin Hure

Mehr Steuern für alle

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Bildquelle: Kürschner/Wikimedia Commons Will das Ehegattensplitting abschaffen: Margarete Stokowski

Was viele Leute nicht wissen: Es gibt Menschen, deren Charakter nach Erbrochenem riecht. Und 74,3 Prozent dieser Personen schreiben für den „Spiegel“.

In seinem Hit „Nessaja“ singt Peter Maffay davon, er sei irgendwo ein Kind geblieben. Auch wenn der Liedschreiber Rolf Zuckowski dabei eher „im Herzen ein Kind geblieben“ meinte, trifft diese Zeile auf keine andere Redaktion so zu wie auf die des „Spiegel“. Nur halt nicht in Hinblick auf den Herzmuskel, sondern intellektuell. Bei keiner anderen Redaktion kann man die jeweiligen nicht bewältigten frühkindlichen Entwicklungsstufen so gut – Redakteur für Redakteur – bestimmen.

Gleichzeitig kann man sich nie sicher sein, ob fehlende Kompetenz oder einfach eine aus Ablehnung resultierende Boshaftigkeit die Feder führt. Doch bei einer Autorin des „Spiegel“ sieht das anders aus. Denn dort paaren sich Boshaftigkeit und unbedingte Inkompetenz auf exakt dem gleichen Level.

Sie ist jene, die den Frustrierten und Bekloppten wieder eine Stimme gibt. Die Stimme derer, die als Kind traurig und neidisch zusahen, wie andere Kinder mal von Papa, mal von Mama von der Schule abgeholt wurden – die aber jetzt als Erwachsene wissen, wie unwichtig und kacka-pipi-scheiß-arschig dieses Familien-blöd-Kacka ist. Eine Art Hein Blöd bei gänzlichem Verzicht auf Hein, eine Art übler Mundgeruch aus den Tiefen der linksextremen Weltanschauung. Sie ist die Stimme der Unvernunft.

Das, was der adipöse Manni vom Bahnhofskiosk nach neun abendlichen Dosenbier am nächsten Morgen an Promille aufweist, ist exakt der Restverstand, den sie ihr Eigen nennt. Sie ist für die deutsche Medienlandschaft das, was der Urintropfen in der Unterhose ist; unangenehm, aber schon nach kurzer Zeit wieder völlig unbeachtet. Doch das soll sich ändern: Margarete Stokowski, früher bei der „taz“, schreibt heute für den Posteinwurf der geistig Insolventen. Sie begleitet den „Spiegel“ auf der Reise in Richtung linksextremistisches Werbeblättchen mit Auflagenschwund – und das in einer dem „Spiegel“ angemessenen moralischen Embryonalhaltung. In ihrer neuesten Kolumne erhält der Leser einen Eindruck, was ein Geschlechtsakt zwischen verwesender Sittlichkeit und Nachlassen der Verstandeskraft hervorbringt. In ihrem zunächst als Ehe-Pamphlet getarnten Meinungsbeitrag schnuddelt sie uns die Frage eines geistigen Zwerges zu Tisch, was exakt so klingt: „Ehegattensplitting ist letztlich eine sozial weitgehend akzeptierte Nebenform von Prostitution: Ich spare Steuern, indem ich den Staat daran teilhaben lasse, mit wem ich mein Bett teile. Was soll das?“

Nachdem wir also erfahren durften, dass Margarete ihre Mutter als Hure bezeichnet, spannt sie ihren missgebildeten geistigen Bizeps an, um nach dem One-Man-Ehe-Shitstorm zu erklären, dass das Ehegattensplitting seine Wurzeln im Nationalsozialismus habe. Nazi geht immer. Ist zwar Unsinn – aber das trifft nun mal bei allem zu, was das moralisch verlotterte Lottchen aussondert.

Was uns noch vor wenigen Wochen – vor der zweifelsfrei verfassungswidrigen einfachgesetzlichen Änderung der Ehe – als Auswuchs eines Gerechtigkeitsgedankens verkauft wurde, offenbart sich nun in wahrer Gestalt: Zerstörungswut. Was andere glücklich macht und Margarete nicht hat, darf keinen Bestand haben: „Ein Anfang ist gemacht. Das konservative Konzept der Ehe bröckelt, und jetzt ist die Frage: Kann es ein nichtkonservatives Konzept von Ehe geben, oder haben wir es mit einer Art abblätternder Rauhfasertapete zu tun, bei der man immer weiter rumfummeln muss und kleine Fetzen abzieht, wobei sich dann irgendwann zugleich ein paar Bröckchen Putz lösen, immer mehr, bis eines schönen Moments die Mauern freiliegen und man sich plötzlich daran erinnert, wie gerne man schon mal einen Vorschlaghammer ausprobieren wollte?“

Macht kaputt, was euch kaputtmacht – gerade dann, wenn es das Glück der anderen ist! Rauhfasertapete hat Margarete wohl schon häufiger abgeknibbelt, obwohl Tapeten ja nicht gerade zur bevorzugten Raumgestaltung des Antifa-Establishments zählen.

„Man muss nicht zwangsläufig die Institution der Ehe abschaffen“, stellt Margarete aber dann doch fest. Sie taumelt so vor sich hin, um dann die Prostitution der neuen Welt, das Ehegattensplitting, als unsozial zu demaskieren. Schließlich hat sie davon nie Gebrauch machen können. Und da wird es dann wirklich unsozial.

Keiner beweist es mehr: Meinung darf man beim „Spiegel“ auch ohne einen Hauch von Ahnung haben. Und das ist auch gut so. Denn obwohl täglich – mal hier, mal dort – von den „Eliten“ die Rede ist, lässt das mittlerweile auf Schülerzeitungsniveau angekommene traditionsreiche Magazin auch die geistig Abgehängten zu Wort kommen. Klar, wer heute in der Öffentlichkeit den „Spiegel“ liest, macht das heimlich, mit dem „Playboy“ davor – zu unangenehm wären die Blicke. Aber gelesen wird er noch, der „Spiegel“. Und auch das ist gut so. Denn wo würden wir uns selbst verorten, wenn es dieses geprintete Freudenfest der Minderbegabungen nicht gäbe?

Am Ende bleibt es bei dem Aufruf, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Kurz: Mehr Steuern für alle. Über das Ehegattensplitting hätte man tatsächlich sachlich diskutieren können, ganz ohne Nazis, ohne eine intelligenzgeminderte Exkursionsführerin mit Förderbedarf und ohne die eigene Mutter indirekt als Hure zu bezeichnen. Aber würde man dann noch weiterhin für den „Spiegel“ schreiben?

„Der Spiegel“: „Das Aroma verfaulender Äpfel“

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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