09. März 2017

Klimawandel und Ideologie Greenpeace fördert EIKE!

Unfreiwillige Werbung und Wertschätzung

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Bildquelle: Even Look / Shutterstock.com Experten für alles verdrehen die Wahrheit: Greenpeace

Ein Wolfgang Hassenstein zieht im „Greenpeace-Magazin“ über CDU-MdB Dr. Philipp Lengsfeld her, weil dieser es wagte, auf einer Konferenz des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) ein Grußwort zu sprechen. Das allein fördert unsere Bekanntheit – besonders weil Greenpeace wie üblich die Wahrheit verdreht und Fake News über EIKE verbreitet.

Wie das?, werden Sie fragen. Die Allzweck-Experten von Greenpeace, jedenfalls sind sie es für die Öffentlich-Rechtlichen, die zu allem und jedem, das auch nur im entferntesten mit Umwelt und/oder Klima und/oder Energie zu tun hat, und das ist letztlich alles und jedes, denn alles und jedes hängt ja von allem und jedem ab, also diese Experten von Greenpeace, die von den Medienschaffenden dieser Republik ständig befragt werden, und deswegen auch für alles zuständig sind, haben doch glatt in ihrem (Greenpeace‑) Magazin versucht, den CDU-Abgeordneten des Deutschen Bundestages Dr. Philipp Lengsfeld vorzuführen. Und zwar deswegen, weil der es gewagt hat, erstens offiziell auf der 10. Internationalen Energie- und Klimakonferenz aufzutreten und, noch schlimmer, zweitens ein Grußwort an die Teilnehmer zu richten und er, nochmals viel schlimmer sogar, drittens „die deutsche Klimaschutzpolitik scharf kritisiert und in die Nähe eines ‚autokratischen Systems‘ gerückt“ hat.

Und um diese Unverschämtheit gehörig zu geißeln, wird der Autor – der Greenpeace-Experte für den Kampf mit dem geschriebenen Wort beim „Greenpeace-Magazin“ – Wolfgang Hassenstein richtig grantig. Steht doch der gesamte Daseinszweck von Greenpeace auf dem Spiel, wenn Leute wie Lengsfeld, eventuell sogar mit Hilfe von EIKE, es verhindern könnten, dass man der Menschheit nicht den rechten Weg weisen könnte zur Bewältigung ihrer Jahrtausendaufgabe, nämlich den Klimawandel zu bremsen.

Da gibt es für Greenpeace-Hassenstein kein Pardon. Gefangene werden nicht gemacht. Auch die Wahrheit muss Opfer bringen.

Und das ist so, weil Experte Wolfgang Hassenstein seine Aufgabe beim „Greenpeace-Magazin“ vor allem so sieht: „Die Menschheit steht vor einer Jahrtausendaufgabe: In den nächsten Jahren müssen wir Wege finden, den Klimawandel zu bremsen und zugleich die knapp werdenden Ressourcen des Planeten zu schonen – sonst zerstören wir die Lebensgrundlage aller nachfolgenden Generationen. Ich kann mir kaum etwas Spannenderes vorstellen, als journalistisch zu verfolgen, ob und wie dieser Kraftakt gelingt. Mit dem Erscheinen des Klimareports des Ökonomen Nicholas Stern wurden ‚unsere‘ Themen auf die Titelseiten katapultiert – Klima, Energie, Urwälder, globale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften sind plötzlich keine Nischenthemen mehr, sondern Mainstream. Umso stärker müssen wir uns von den anderen abheben. Da ist es ein unschätzbarer Vorteil, dass wir keine Werbeanzeigen im Heft unterbringen müssen. So können wir in Hintergrundberichten, Fake-Anzeigen und im ‚Lügendetektor‘ die verantwortlichen Konzerne ins Visier nehmen – ohne wie andere Medien auf potentielle Werbekunden Rücksicht nehmen zu müssen.“

Nun ist Hassenstein zwar schwer beeindruckt von sich und vor allem von Nicholas Stern und seinem Stern-Report, aber offensichtlich nicht in der Lage, zu erkennen, dass der ganze Report nichts weiter als eine groß aufgeblasene Fake News war. Jedenfalls ließen seriöse Ökonomen wie Richard S. Tol und andere kein gutes Haar an diesem dickleibigen Wälzer voller Phantasiezahlen. Und heute wagt niemand mehr, der auf sich hält und als seriös gelten will, daraus zu zitieren.

Und kaum war die virtuelle Tinte unter Hassensteins edlem Bekenntnis trocken, da war es auch schon vorbei mit der Selbstverpflichtung, sich von anderen abzuheben, weil die ja auf „Fake-Anzeigen und die verantwortlichen Konzerne“ Rücksicht nehmen müssten.

Denn schaut man sich das an, was der Greenpeace-Experte über EIKE schreibt, so erfüllt allein das schon den Tatbestand einer Falschmeldung. Hassenstein ist sich nämlich nicht zu schade, bei „Wikipedia“ abzuschreiben, wenn er darlegt (sogar ohne die Quelle zu nennen, aber die Wortwahl verrät ihn): „Was harmlos klingt, ist pikant: ‚EIKE‘ ist nicht etwa ein Forschungsinstitut, wie der Name vermuten lässt, sondern der bekannteste deutsche Lobbyverein für Leugner des menschengemachten Klimawandels. Das offizielle Motto lautet: ‚Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit.‘ Wissenschaftliche Fachartikel veröffentlicht er nicht, unter Experten gilt er als unseriös.“

Nun würde jemand wie Hassenstein, der so gerne beim „Greenpeace-Magazin“ arbeitet, diesen Job wohl schnell wieder los sein, wenn er sich wirklich an die objektive Wahrheit hielte, aber etwas mehr Raffinesse beim Verdrehen derselben sollte man einem Greenpeace-Experten schon zutrauen. Nun, vielleicht lernt er ja noch.

Denn recht hat er nur darin: EIKE ist die bekannteste deutsche Stimme der sogenannten Klimarealisten, von Leuten wie Hassenstein gern als „Klimaleugner“ diffamiert. Richtig ist auch die von ihm zitierte Erkenntnis, die zur EIKE-Gründung führte: „Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit.“

Alles andere ist falsch – und deshalb auch würdig, im „Greenpeace-Magazin“ veröffentlicht zu werden. EIKE ist kein Lobbyverein, denn Lobbyisten werden bezahlt, alle EIKE-Vertreter arbeiten ehrenamtlich. EIKE leugnet nicht den menschengemachten Klimawandel, sondern bestreitet dessen Existenz, und dies mit überprüfbaren wissenschaftlichen Argumenten. Interessanterweise definiert der Duden das Wort „leugnen“ unter anderem so: „(etwas, das als Lehre, Weltanschauung oder ähnliches oder allgemein anerkannt ist und vertreten wird) für nicht bestehend erklären.“

Das ist interessant! Daher mein Vorschlag: Wenn wir uns mit Greenpeace und seinen Experten darauf verständigen könnten, dass die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel eine Weltanschauung ist, was wir übrigens schon lange sagen, dann, aber nur dann, würden wir bei EIKE die Bezeichnung „Klimaleugner“ akzeptieren.

EIKE ist ein Forschungsinstitut, weil seine Mitglieder eigene Forschungen zum Klimawandel betreiben und die Ergebnisse in begutachteten Fachzeitschriften veröffentlichen. Unter dem Menüpunkt „Publikationen“ auf der EIKE-Webseite sind die bisher veröffentlichten Berichte öffentlich zugänglich. Hassenstein hätte nur seinen Job machen und ein wenig recherchieren müssen.

EIKE gilt unter seriösen Experten als sehr seriös, anders lässt sich die Teilnahme hoch renommierter Fachwissenschaftler aus aller Welt an vielen von EIKE organisierten Klima- und Energiekonferenzen nicht erklären. Wenn der Greenpeace-Experte Hassenstein allerdings mit „seriös“ – das liegt ja immer im Auge des Betrachters – die „Wissenschaftler“ meint, die der Weltanschauung vom menschengemachten Klimawandel anhängen, dann sind wir diesen gegenüber nicht seriös. Mit denen wollen wir nun aber wirklich nicht in einen Topf geworfen werden.

Denn das wäre schon wieder eine typisch politische, gern von der veröffentlichten Meinung und ihren Unterstützern aller Parteien praktizierte Umwidmung des Begriffes „seriös“, der wir nicht folgen wollen. Man denke nur an den bis vor kurzem noch klar definierten Begriff „Flüchtling“, der von diesen Leuten als Sammelbegriff auch für eben diese, aber insbesondere für alle Arten von Migranten, Asylbewerbern, Terroristen und anderen umgewidmet wurde. Der umgewidmete Begriff „Flüchtling“ wird inzwischen von Politik und Medien allerorten und zu allen Zeiten ohne jede Zurückhaltung oder gar Scham für diese vielen verschiedenen Typen von Menschen, die zu uns kommen, verwendet. Den wahren Flüchtlingen erwies man damit jedoch einen Bärendienst.

Und manche Medienschaffenden wundern sich bis heute, dass sie von den so bewusst in die Irre geführten Lesern oder Zuschauern immer mal wieder als „Lügenpresse“ bezeichnet werden. Ts,ts,ts!

Das „Greenpeace-Magazin“ gehört aber sicher nicht dazu, gehört doch eine objektive Berichterstattung von Anfang an nicht zu seinen Aufgaben und schon gar nicht zu seinen Kernkompetenzen.

Trotzdem freuen wir uns über diese unbezahlbare Werbung und die Wertschätzung, die uns der Medienkonzern Greenpeace offensichtlich erweist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Webseite des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE).


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