21. Februar 2017

Festnahme von Deniz Yücel Auch Deutschenhasser sind nicht immer fehlerlos

Einfach mal abwarten

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Bildquelle: Metropolico (CC BY-SA 2.0)/flickr In der Türkei festgenommen: Deniz Yücel

Der linksextreme Kleingeist Deniz Yücel, der dem teilweise gelähmten Thilo Sarrazin wünschte, „der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“, wurde im Zusammenhang mit Berichten über eine Hacker-Attacke auf das Email-Konto des türkischen Energieministers in der Türkei festgenommen.

Seither fordert jeder zweite Prostituierte vom Roten-Teppich-Strich, Yücel müsse freigelassen werden. Selbst die Kanzlerin hat sich bereits eingeschaltet. Ob er Straftaten beging, spielt da auch keine Rolle mehr. Kaum einer scheint den Linksextremen mit dem Charme eines Crack-Junkies überhaupt zu kennen. Aber man onaniert verbal einfach mal etwas von „Pressefreiheit“ und „Meinungsfreiheit“ in die Kamera. So auch auf der Berlinale.

Yücel, der dafür warb, das Verbot der PKK aufzuheben, und sich offen zu der terroristischen Vereinigung bekennt, schrieb 2011 in der „taz“: „Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort ‚meckern‘ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden.“

Mag sein, dass man mit solchen Texten mittlerweile zur geistigen Elite des suizidalen Deutschlands gehört. Jedenfalls einer seiner guten Bekannten, Hasnain Kazim, der über Twitter erklärte: „Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns“, kommentierte vor drei Tagen bei „Spiegel Online“ im Stile eines Schülers mit Förderbedarf, in Wahrheit gehe es darum, „einen Kritiker, den man nicht verbiegen kann, zum Verstummen zu bringen“.

Dass Yücel offensichtlich direkte Verbindungen zu der linksextremistischen türkischen Hackergruppe Redhack hat und die türkische Staatsanwaltschaft gerne wüsste, woher er exklusive Informationen über gehackte Emails eines Ministers hat, mag eigentlich wenig verwundern.

Die Linksextremisten, die in Deutschland zum Teil staatlich finanziell unterstützt werden (mit diesem Vorwurf hat Erdoğan zweifelsfrei und nachweislich recht), haben sich in Deutschland schon so daran gewöhnt, unter dem Deckmantel der Pressefreiheit ungehindert linksextremistischen Aktivitäten nachgehen zu können, dass sie angesichts der türkischen Strafverfolgung nur noch wirre und tränengenährte Kommentare auf den Weg bringen.

Vielleicht wartet man – auch angesichts des wilden Sultans – einfach mal ab, was an den Vorwürfen dran ist. Denn selbst jene, die ihrem angeborenen Deutschenhass makellos und beständig Ausdruck verleihen, sind nicht immer fehlerlos.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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