13. Februar 2017

Zum Tod von Susanne Kablitz Ruhe in Frieden, liebe Susanne!

Abschiedsworte

Artikelbild
Bildquelle: Juwelenverlag Ruhe in Frieden: Susanne Kablitz (1970-2017)

„Es gibt diesen Tag im Leben eines jeden Menschen, wo er sich einer Sache definitiv sicher ist. Wo er genau und 100-prozentig weiß, dass es so kommen wird wie er es sich niemals gewünscht hat. Ein solcher Tag ist auf der einen Seite bedrückend, auf der anderen ungemein befreiend.“

Das hat Susanne Kablitz am 10. Februar geschrieben. Hat Sie bei diesen Zeilen daran gedacht, dass sie sich einen Tag später das Leben nehmen wird? Vor einigen Wochen habe ich die streitbare und ungemein sympathische Libertäre zum ersten Mal getroffen. In einem Café in unserer Kleinstadt am Niederrhein. Ich kannte ihren Namen, wusste, dass sie libertär denkt und Chefin bei der Partei der Vernunft war. Wir wollten uns kennenlernen. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Ein paar Tage später war sie mit ihrem Mann zum Abendessen bei uns zu Hause. Ein fulminanter Abend mit Wein und intelligenten Gesprächen. Wir hatten so viele gemeinsame Überzeugungen, fühlten uns beengt durch diesen Staat, der in die Lebensbereiche eines jeden Bürgers immer stärker eingreift. Sie erzählte mitreißend von Ayn Rand und ihren Büchern, von Freiheit und vom Jammer der real existierenden Politik.

Wir vereinbarten, dass wir publizistisch etwas zusammen machen wollen. Und eine Ayn Rand-Gesellschaft gründen, um deren Gedanken auch in Deutschland populär zu machen.

All das werden wir jetzt nicht mehr tun können. Susanne Kablitz hat ihrem Leben selbst ein Ende bereitet. Sie hat alles wohl wochenlang akribisch vorbereitet, alles für die Zeit danach geregelt und Abschied von ihrem Mann genommen.

Ich bin unsagbar traurig über den Verlust dieses Menschen, den ich doch gerade erst kennengelernt hatte…

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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Dossier: Susanne Kablitz (1970-2017)

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