20. Januar 2017

Satire zum Weltwirtschaftsgipfel Sozialdemokratische Champagnerträume

Martin Schulz will in Davos mit den einfachen Leuten ins Gespräch kommen

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Bildquelle: 360b / Shutterstock, Inc. Auf dem Gipfel: Martin Schulz

Weil Martin Schulz von der SPD™ sich besonders für die Belange der kleinen Leute interessiert, ist der scheidende EU-Präsident zum Weltwirtschaftsforum in Davos gereist. In Gesprächen mit EZB-Präsident Mario Draghi, der Königin von Jordanien und dem Schauspieler George Clooney will der Sozialdemokrat in Erfahrung bringen, welche Sorgen und Wünsche den Menschen heutzutage auf dem Herzen liegen.

Martin Schulz ist ein alljährlicher Gast in Davos, weil der Kaviar so gut schmeckt und der Champagner nirgendwo so erfrischend perlt wie in der winterlichen Bergluft des Schweizer Alpentals. Hier oben ist man unter sich, und aus der Höhe betrachtet erscheinen die Sorgen der Flachlandbewohner so irrelevant und klein.

Manchmal ertappt sich der Würselener Buchhändler aber auch beim Gedanken, wie schön es doch wäre, wenn die Reichen und Schönen, die sich in den Schweizer Bergen ihr Stelldichein geben, im Alleingang über die Geschicke der Welt entscheiden dürften. Doch das wird bis auf weiteres wohl leider eine kleine sozialdemokratische Champagnerlaune bleiben.

Da auch Davoser Cocktailparties irgendwann zu Ende gehen, will der SPD™-Politiker die Zeit in den Bergen nutzen, um noch einmal tief durchzuatmen. Denn schon bald fängt im Flachland wieder der Wahlkampf an. Dann muss auch Schulz wieder dem Pöbel die Hände schütteln und eine Zeitlang so tun, als ob ihn die Mühen der Ebenen tatsächlich interessierten.

Dieser Artikel erschien zuerst im „Morgengagazin“.


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Dossier: Staatswirtschaft

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Augustin Stenger

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