13. Juni 2016

RezensionMichael Ladwig: Ludwig von Mises

Ein Lexikon

Artikelbild

Ludwig von Mises, von Jörg Guido Hülsmann treffend als „letzter Ritter des Liberalismus“ bezeichnet, ist einer der größten Ökonomen und Sozialphilosophen des 20. Jahrhunderts. Sich dessen bewusst sind außerhalb liberaler Kreise nur wenige, was nicht zuletzt daran liegt, dass dem in Lemberg geborenen Freiheitsdenker zeit seiner wissenschaftlichen Laufbahn viele Steine in den Weg gelegt wurden und er von anderen Vertretern seiner Disziplin nur selten rezipiert wurde – in den USA häufiger, in seiner europäischen Heimat jedoch kaum. Zu Unrecht, war es doch Ludwig von Mises, der mit seinen Beiträgen zur Konjunkturtheorie in fast schon prophetischer Weise passende Erklärungen für die vielen kommenden Wirtschaftskrisen liefern konnte. Hätte man auf ihn gehört, wäre den Menschen vermutlich viel Leid erspart geblieben. Neben seinen Beiträgen zur Konjunkturtheorie und zur Theorie des Geldes verfasste Ludwig von Mises tiefgehende Schriften zum Liberalismus, zur Bürokratie und zur Widerlegung des Sozialismus. Sein Hauptwerk „Human Action“ ist der Versuch, die gesamten Lehren der Austrian Economics zusammenzufassen und eine vollständige Wissenschaft vom menschlichen Handeln zu liefern, die Mises als „Praxeologie“ bezeichnete. In mühevoller Arbeit hat Michael Ladwig nun zentrale Passagen aus Mises‘ umfangreichem Gesamtwerk zusammengestellt. Wichtige Begrifflichkeiten des Misesschen Denkens werden anhand zentraler Textstellen aus seinen Werken erläutert  – insgesamt 125 Begriffe von A wie Anarchie bis Z wie Zwang, verpackt auf über 300 Seiten. Das Buch eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk, um bereits vorhandenes, aber zuweilen verstaubtes Wissen aufzufrischen, aber ebenso ideal für Einsteiger, die gerade beginnen, sich mit Mises auseinanderzusetzen, und die durch die Lektüre des Buches hoffentlich zu einem vertiefenden Studium seiner Gedanken angeregt werden.


„Michael Ladwig: Ludwig von Mises – Ein Lexikon“ bei amazon.de kaufen


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

Dossier: Literatur

Mehr von Tomasz M. Froelich

Über Tomasz M. Froelich

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige