28. April 2016

Michael Klonovsky, ehemals „Focus“, Klassik-Kolumnist bei eigentümlich frei Ab Juni „publizistischer Berater“ von Frauke Petry

Angestellt beim Landesverband Sachsen der AfD

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Bildquelle: Michael Klonovsky Michael Klonovsky: Spöttischer Beobachter unserer Zeit

Michael Klonovsky, der Ausnahme-Schriftsteller, seit 24 Jahren „Focus“-Redakteur, Klassik-Kolumnist und gelegentlicher Autor bei eigentümlich frei, wird persönlicher publizistischer Berater der Parteivorsitzenden Frauke Petry, angestellt ab Juni beim Landesverband Sachsen der AfD.

Dies meldet soeben das Internet-Portal „Tichys Einblick“. Das von Roland Tichy gegründete alternative Medium kommentiert: „Klonovsky ist als streitbarer Geist bekannt, der als Widerständler in der totalen Konfrontation mit der DDR gestählt mehr Gegenwind auszuhalten gelernt hat, als er in West-Deutschland üblich ist; Rassismus-, Nazismus- oder Anti-Feminismus-Vorwürfe prasseln auf den vielseitigen Publizisten wie ein dauererregter Ismus-Landregen herab. Dabei ist er ein vielschichtiger, vielseitiger und vielzitierter Autor: Er schreibt Romane und Essays, hat aber auch Aphorismen, ein Sportbuch und einen satirischen Weinratgeber veröffentlicht. Er überspitzt gern, legt Sachverhalte schmerzhaft bloß und wählt packende, oft verletzende Formulierungen.“

2013 wurde Michael Klonovsky mit dem Dr.-Jörg-Mutschler-Preis geehrt. Neben Matthias Matussek, damals noch „Spiegel“, später „Welt“, heute ebenfalls vom Mainstream verabschiedet, hielt Marc Felix Serrao von der „Süddeutschen Zeitung“ eine Laudatio. Beide würdigten die sprachliche Gewalt Michael Klonovskys. „Ich kenne keinen deutschen Journalisten, der so schreibt wie Klonovsky – so rücksichtslos gegen den herrschenden Ton und gleichzeitig so schön“, sagte Serrao bei der Preisverleihung in der Burda-Bar. Matussek lobte damals insbesondere das literarische Werk Klonovskys und hierbei insbesondere den Roman „Land der Wunder“, der kürzlich bei Manuscriptum in einer Neuauflage wieder erschienen ist.

Wir dürfen also durchaus auf die nächsten Reden Frauke Petrys gespannt sein – und vergessen getrost den „Focus“, er ruhe in Frieden.  


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