09. April 2016

Aktuelle Meldung Neonazi findet Rucksack mit 5.000 Euro und wird noch im Fundbüro verhaftet

Der Täter ist kein unbeschriebenes Blatt

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Bildquelle: shutterstock Alf F.: „Chefkoch“

Anstatt den fetten Finderlohn einstreichen zu können, klickten für den Neonazi Alf F. aus D. am Mittwoch die Handschellen. Das hätte sich der stadtbekannte Neonazi Alf F. aus D. auch anders vorgestellt, als er am Mittwoch früh gegen 10 Uhr beim Fundbüro vorstellig wurde.

Dem Vernehmen nach hatte Alf F. am Abend zuvor einen Rucksack gefunden. Da das Fundbüro bereits geschlossen war, nahm er den Rucksack mit nach Hause, anstatt ihn der zuständigen Behörde gemäß Paragraph 965 BGB „unverzüglich“ anzuzeigen.

Nachdem nun der Neonazi gegen 10 Uhr samt Rucksack auf dem Fundbüro erschien, obwohl das Fundbüro mittwochs bereits um 9 Uhr öffnet, ließ sich der zuständige Mitarbeiter des Fundbüros nicht täuschen und alarmierte umgehend die zuständige Polizeidienststelle, die daraufhin das SEK verständigte.

Mit einem Trick wurde Alf F. hingehalten, so dass die Beamten des Sondereinsatzkommandos nach Evakuierung des nebenstehenden Wohnhauses und Sprengung mehrerer Türen im Eingangsbereich der Behörde den Neonazi im Fundbüro überwältigen konnten. Wie der Pressesprecher der GSG 9 nach dem Sondereinsatz mitteilte, werde noch geprüft, ob der mit 23 Warnschüssen durchsiebte Cockerspaniel der Rentnerin Emma P. (82) im Zuge des Einsatzes liquidiert werden musste oder ebenfalls auf das Konto des Neonazis ging.

„Diese Typen schrecken vor nichts zurück“, so der innenpolitische Sprecher der amtierenden Stadtratsfraktion. Die Unverschämtheit und Dreistigkeit, mit der dieser Neonazi hier seinen gesetzlichen Finderlohn in Höhe von 160 Euro beanspruchen wollte, um damit die rechtsradikale Szene zu unterstützen, beweise, dass der freiheitliche Rechtsstaat wehrhaft sein müsse.

Wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte, wird gegen Alf F. jetzt nicht nur wegen Unterschlagung gemäß Paragraph 246 StGB ermittelt, sondern auch wegen Sozialbetrug und Steuerhinterziehung. Hatte der Neonazi doch zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen ein Vermögen von 5.000 Euro sowie einen Rucksack besessen und dies der zuständigen Sozialbehörde nicht mitgeteilt.

Der mehrfach wegen Falschparkens verurteilte Rechtsanwalt Dr. Müller, der die Pflichtverteidigung von Alf F. übernahm, bezweifelte, dass sein Mandant der Neonaziszene zuzurechnen sei. Es müsse doch möglich sein, so der braune Verteidiger, im Namen der Meinungsfreiheit für den Ausbau der Autobahn A 24 einzutreten, wie dies sein Mandant getan habe, ohne gleich vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden und damit Gefahr zu laufen, die bürgerlichen Rechte aberkannt zu bekommen.

Die Verfassungsschutzbehörde sprach in diesem Zusammenhang von „einem durchsichtigen Täuschungsmanöver“. Selbstverständlich könne jeder frei seine Meinung äußern, solange er nicht den Hitlerfaschismus glorifiziere, indem er wesentliche Teile der Drittes-Reich-Propaganda übernehme und gutheiße. Zudem sei Alf F. aus D. kein unbeschriebenes Blatt, da er sich bereits durch diverse rassistische Hasskommentare auf Facebook verdächtig gemacht habe.

Alf F., so räumte sein Anwalt auf entsprechende Anfrage ein, hatte vor Weihnachten unter dem Pseudonym „Chefkoch“ ein Rezept für die Zubereitung eines Schweineschnitzels mit Rosmarinkartoffeln gepostet.

(Liebe Polizeispitzel und Online-Denunzianten! Dies ist eine Satire.)

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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