06. April 2016

RezensionBernd Höcker: Böse Gutmenschen

Wer uns heute mit schönen Worten in den Abgrund führt

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Der Autor ist überzeugt, dass „böse Gutmenschen“, die selbsternannten Blockwarte der politischen Korrektheit und „Gesinnungsdiktatoren“, heutzutage jene Kontrolle über die Bürger übernehmen, die vormals von Geheimdiensten ausgeübt wurde. Ihre Gefährlichkeit resultiert aus der Tatsache, dass sie alle maßgeblichen Positionen im Lande infiltriert, wenn nicht gar vollständig übernommen haben: Politik, Medien, Schulen und andere steuerfinanzierte öffentliche Einrichtungen. Der deutsche Selbsthass, der in der sinnfälligen Parole „Deutschland verrecke“ ihren typischen Ausdruck findet, bildet die Quelle, aus der sich Denken und Handeln der „bösen Gutmenschen“ speisen. Technische Basis bildet – bewusst oder unbewusst – eine bereits von der Stasi angewandte „Zersetzungsrichtlinie“, die seinerzeit allerdings nur gegen Staatsfeinde gerichtet war. Linke Gutmenschen stehen nach Meinung des Autors in der Hierarchie der gefährlichsten gesellschaftlichen Gruppen ganz oben. So befördern sie beispielsweise den totalitären Anspruch des Islam und machen zugleich dessen Gegner (etwa die Pegida) gnadenlos nieder. Sie fördern den Asylmissbrauch, die Frühsexualisierung der Kinder, sind unverbesserliche Antisemiten, huldigen gleichermaßen den Terroristen von der Hamas wie dem Schwulenkult, und sie machen sich zu Herrschern über den „korrekten“ Sprachgebrauch, den jedermann zu diktieren sie sich anmaßen. Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing. Wer vollständig von Steuerknete und veröffentlichter Meinung abhängt, hat gar keine Wahl: Prominente, allen voran Künstler, sind folgerichtig die allerzuverlässigsten Gutmenschen. Der den Abschluss bildende Versuch einer Erklärung für das autodestruktive Treiben der Gutmenschen lässt Ratlosigkeit durchblicken: Spaß an der Bosheit mag eine Rolle spielen, wie auch die Geborgenheit der Gruppe und die Ausgrenzung Andersdenkender – ob da aber nicht mehr dahintersteckt?


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