22. März 2016

RezensionRoland Baader/Rahim Taghizadegan: Das Ende des Papiergeld-Zeitalters

Ein Brevier der Freiheit

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Der Privatgelehrte Roland Baader ist auch vier Jahre nach seinem Tod noch der wichtigste libertäre Autor deutscher Sprache. Kein anderer hat mehr zur Verbreitung erzliberaler Ideen beigetragen als der grundsympathische Mann aus Kirrlach. Kein anderer hätte besser Baaders Gesamtwerk in einem geordneten Brevier zusammenfügen können als dessen Schüler Rahim Taghizadegan. Der Wiener Philosoph und Unternehmer ist einer der letzten Universalgelehrten alter europäischer Prägung. Und er ist seit Roland Baader der zweite von lediglich zwei Bestsellerautoren unter den Erzfreiheitlichen. Man kann dieses in jeder Beziehung mit viel Liebe produzierte Brevier nicht vollständig preisen, ohne dem Verleger Johannes Müller aus Bern für sein großes Engagement zu danken. Taghizadegan hat sich bei der Einteilung der Baaderschen Gedanken an die Vorgabe Roland Baaders selbst gehalten, der einst das Werk von Ludwig von Mises in einem Brevier zusammenfasste. Mises war Baader wie keinem anderen verpflichtet, in aller Bescheidenheit wollte er dessen Ideen nur „verbreiten helfen“ – dabei war Baader selbst ein herausragender Denker, was Taghizadegan insbesondere mit dem Bezug zu dessen Buch „Die belogene Generation“ bezüglich Generationenfolgen am „Ende des Papiergeldzeitalters“ herausstellt. Nach zwei einleitenden Kapiteln von Taghizadegan zur Vita und zum Vermächtnis Roland Baaders, beginnt das Brevier selbst – natürlich! – mit dem legendären, fulminanten „Mein Traum“ – „hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders!“ Abgerundet wird das Werk mit einer bewusst wenig umfangreichen Liste und damit sehr präzisen Handreichung von Literaturempfehlungen, die Roland Baader selbst einst gab. Und am Ende natürlich mit einer vollständigen Werkschau mit Inhaltsangaben zu allen Büchern Roland Baaders sowie der Auflistung aller Zeitschriftenartikel – nicht wenige davon erschienen in eigentümlich frei.


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