15. März 2016

Roland-Baader-Brevier „Das Ende des Papiergeld-Zeitalters“ Buch und Film von und mit Rahim Taghizadegan

Über eine etwas andere Neuerscheinung

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Bildquelle: Archiv ef / Familie Baader Unvergessen: Roland Baader (1940-2012)

Der Privatgelehrte Roland Baader ist auch vier Jahre nach seinem Tod noch der wichtigste libertäre Autor deutscher Sprache. Kein anderer hat mehr zur Verbreitung erzliberaler Ideen beigetragen als der grundsympathische Mann aus Kirrlach. Kein anderer hätte besser Baaders Gesamtwerk in einem geordneten Brevier zusammenfügen können als dessen Schüler Rahim Taghizadegan. Der Wiener Philosoph und Unternehmer ist einer der letzten Universalgelehrten alter europäischer Prägung. Und er ist seit Roland Baader der zweite von lediglich zwei Bestsellerautoren unter den Erzfreiheitlichen.

Taghizadegan hat sich bei der Einteilung der Baaderschen Gedanken an die Vorgabe Roland Baaders selbst gehalten, der einst das Werk von Ludwig von Mises in einem Brevier zusammenfasste. Mises war Baader wie keinem anderen verpflichtet, in aller Bescheidenheit wollte er dessen Ideen nur „verbreiten helfen“ – dabei war Baader selbst ein herausragender Denker, was Taghizadegan insbesondere mit dem Bezug auf dessen Buch „Die belogene Generation“ bezüglich Generationenfolgen am „Ende des Papiergeldzeitalters“ herausstellt. Nach zwei einleitenden Kapiteln von Taghizadegan zur Vita und zum Vermächtnis Roland Baaders beginnt das Brevier selbst – natürlich! – mit dem legendären, fulminanten „Mein Traum“ – „hier stehe ich. Gott helfe mir! Ich kann nicht anders!“ Abgerundet wird das Werk mit einer bewusst wenig umfangreichen Liste und damit sehr präzisen Handreichung von Literaturempfehlungen, die Roland Baader selbst einst gab. Und am Ende natürlich mit einer vollständigen Werkschau mit Inhaltsangaben zu allen Büchern Roland Baaders sowie der Auflistung aller Zeitschriftenartikel – nicht wenige davon erschienen in eigentümlich frei.

Man kann dieses in jeder Beziehung mit viel Liebe produzierte Brevier nicht vollständig preisen, ohne dem Verleger Johannes Müller aus Bern sowie dessen Partner bei diesem Projekt, Daniel Baader, für ihr großes Engagement zu danken. Müller und Baader wären nicht die Perfektionisten, die sie sind, hätten sie nicht auch einen „Film zum Buch“ drehen lassen, den wir hiermit erstmals und exklusiv ankündigen dürfen (Link unten). Das Kamerateam begleitet Rahim Taghizadegan beim Schlendern durch Wien auf der Suche nach den bleibenden Werten. Der Weg führt hin bis an Taghizadegans Schreibtisch in seinem Institut Scholarium, wo nun auch Roland Baaders beeindruckende Bibliothek komplett untergebracht und für Freunde und Forscher freigegeben ist. Wichtiger als die Bilder sind nur die Worte Taghizadegans, von einem eben, der wirklich Substantielles noch zu sagen weiß.

Baaders Traum steht auch im Zentrum des Films, der in vielerlei Hinsicht ein wenig von der Aura und Stimmung ausstrahlt, die Roland Baader auch privat immer vermittelte. Schade nur, dass er zu Lebzeiten nie seinen Traum selbst eingesprochen hat. Zu gern hätte man seine tiefe, ruhige Stimme an dieser Stelle noch einmal gehört – so bleibt es Baaders älterem Sohn Rio, einem professionellen Sprecher, vorbehalten, den Traum Baaders einzulesen und Johannes Müllers und Daniel Baaders Streben nach der authentischen Besetzung auch dieser Rolle möglichst gerecht zu werden.

ef-Abonnenten können das Baader-Brevier (wie übrigens auch alle Bücher des Lichtschlag-Buchverlags) auch direkt beim Verlag bestellen – Email oder Anruf genügen, das Buch kostet 22 Euro frei Haus. Rahim Taghizadegan hielt anlässlich des Roland-Baader-Treffens im Februar in Kirrlach eine beeindruckende Rede über eben jenes Ende des Papiergeldzeitalters, das titelgebend von ihm auch dem Brevier vorangestellt wurde. Das Video dieser Rede ist unten zusätzlich mit verlinkt, wie auch das anschließende Radio-Gespräch des Autors dieser Zeilen mit Taghizadegan, dem nun also für das Vermächtnis Roland Baaders alle Kanäle und Vertriebswege offenstehen mögen.

Video zur Buchneuerscheinung „Das Ende des Papiergeld-Zeitalters“ (Der Film zum Buch)

Abonnenten erhalten das Buch zum Beispiel direkt über ef oder hier über Amazon oder in der Schweiz auch direkt über den Verlag Johannes Müller.

Rede Rahim Taghizadegans in Kirrlach

ef-Radio-Gespräch zum Ende des Papiergeld-Zeitalters


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