01. März 2016

Kampf gegen rechts Der verbale Amoklauf der Mely Kiyak

„Notstandsgesetze für den Mob“

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Bildquelle: Maifoto Galerie, Berlin(CC BY-SA 3.0)/Wikimedia commons Hat mit Demokratie nichts am Hut: Mely Kiyak

Immer wenn man glaubt, eine verbale Entgleisung dieses Politikers oder jenes Journalisten wäre nicht mehr zu überbieten, liefert ein Qualitätsmedium den Beweis des Gegenteils. Täglich lesen wir, dass Andersdenkende in Helldeutschland Hetzer, Pest, Pack, KZ-Wächter, Rassisten, Schande, Nazis, geistige Brandstifter, Ratten, Ungeziefer sind. Nun platzt einer besonderen Gutmenschin endgültig der Kragen.

Mely Kiyak, genau die Dame, die ihre Humanität mit den Worten: „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“, gemünzt auf Thilo Sarrazin, zum Ausdruck gebracht hat, zündelt verbal munter weiter. Nicht mehr nur in der „taz“ und der „Berliner Zeitung“, nein, auch in der feinen „Zeit“. Da fordert sie „Notstandsgesetze für den Mob“ und macht klar, was sie von Demokratie hält: nichts.

Gegen den „rechten Terror“, schreibt sie, solle die Politik „nicht labern, schreiben und argumentieren“, sondern „Gesellschaft gestalten“. Und zwar so: „Wenn es sein muss, mit Notstandsgesetzen gegenüber einem enthemmten und entfesselten Mob. Man muss Kundgebungen vor Asyleinrichtungen und Asylbewerbern verbieten. Telefone von Pegida- Demonstranten und anderen rechtsradikalen Vereinigungen müssen abgehört werden.“

Um mal gleich klarzumachen, gegen wen sich Kiyak diese Maßnahmen wünscht: Sie nennt Thilo Sarrazin, der „dem Salonrassismus in Deutschland den Boden“ bereitet hätte, dazu Bernd Lucke, Hans-Olaf Henkel, Hans-Werner Sinn, Botho Strauß, Rüdiger Safranski, Peter Sloterdijk und Heinz Buschkowsky.

Nach Kiyak reicht also der braune Sumpf bis tief in die SPD. „Wieso geht keiner raus und klingelt bei Heinz Buschkowsky“, fragt Kiyat. Die Antifa, die gerade den Innensenator von Berlin, Frank Henkel, mit Verweis auf die RAF mit dem Tod bedroht hat, wird die Anregung Kiyaks bestimmt gern aufnehmen.

Diese Antifa, die seit Jahren zu Gewalttaten gegen Andersdenkende aufruft und sie durchführt, dabei Politikerbüros, Bahnanlagen, Züge demoliert, Polizisten krankenhausreif prügelt, Demonstranten verletzt, ist Kiyak keine Erwähnung wert. Äußerungen, wie sie jüngst auf der zentralen Plattform der Antifa „Indymedia“ publiziert wurden, lesen sich wie die reale Konsequenz von Kiyaks verbaler Brandstiftung: „In den frühen Morgenstunden des 26.02. haben wir das Schloss in 88441 Mittelbiberach angegriffen. Wir haben im tiefsten Hinterland einen wichtigen Akteur der rechten Mobilisierung besucht und für Sachschaden gesorgt. Lack, Bitumen, Glasbruch und Pyrotechnik im Veranstaltungsraum sollen ein deutliches Zeichen sein. Taten statt Worte, Andersdenkende angreifen! Widerspruch darf nicht geduldet werden!“

In welchem Geist das geschieht, wird auch klargemacht: „Es lebe die Diktatur des Proletariats! Hoch Marx, Lenin, Stalin und Ho Chi Minh!“

Für die Netzspitzel von Justizminister Maas ist eine solche Gewaltverherrlichung kein Grund zum Eingreifen, weil offenbar Ausdruck eines gesunden helldeutschen Multikulti- Empfindens. Für Ministerin Schwesig, die vor wenigen Tagen die Aufstockung des Etats für den Kampf gegen „rechte Gewalt“ auf 100 Millionen angekündigt hat, ebenfalls kein Grund, die Finanzierung der terroristischen linken Gewalt durch die Programme ihres Hauses zu durchleuchten oder gar zu bekämpfen.

Zurück zu Kiyak. Die sieht in Deutschland keine Menschen mehr, sondern nur noch Nazis. Außer in den Talkshows, die in ihrer Wahnphantasie fest in rechtsradikaler Hand sind, sieht Kiyak „diese rechten Netzwerke in Legislative, Judikative und Exekutive des Landes sitzen“. Nebenbei verhöhnt sie die Tausenden von Helfern, die seit Monaten mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass die chaotische Flüchtlingspolitik der Kanzlerin bisher noch zu keiner Katastrophe geführt hat, indem sie fragt: „Warum können wir in Deutschland nicht ein einziges Mal Ausländer beherbergen und uns wie Menschen benehmen?“ Wenn das kein Rassismus ist, was ist es dann?

Frau K. hat noch mehr auf der Pfanne. Um endlich Mitmenschlichkeit im kalten Deutschland herzustellen, brauchen „wir sofort Gesetze, die es jedem Flüchtling in Deutschland ermöglichen, sich frei zu bewegen. Sie sollen mit einem Kontingent an Fahrkarten, Taxigutscheinen, SIM-Karten und Internetguthaben ausgestattet werden. Sie sollen nicht das Gefühl haben, dass sie gefangen sind, und sie sollen nicht das Gefühl bekommen, dass man sie unbestraft jagen kann. Das alles kostet nicht viel Geld.“

Nein, Geld kommt ja aus der Druckmaschine und 100.000.000 Euro, die es kosten würde, wenn man eine Million Neuankömmlinge nur mit 100-Euro-Taxigutscheinen ausstatten würde, sind wahrhaftig Peanuts. Außerdem sollen alle Ankömmlinge sofort Wahlrecht bekommen, denn Deutschland leere sich schleichend aus. Immer mehr Immigranten würden enttäuscht das Land verlassen.

Am Ende wären Frau Kiyat und die Antifa mit den furchtbaren Deutschen wieder allein. Ein Horrorszenario, gegen das aus ihrer Sicht alle verbalen und realen schlagkräftigen Argumente erlaubt sind!

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Achse des Guten.


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