08. Februar 2016

Einwanderungspolitik der Bundesregierung Pöbel gegen Pack

Da bleibt kein Auge trocken

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Bildquelle: shutterstock Reitet vermutlich die Bundesregierung: Der Teufel

Dem Wiener Kabarettisten Helmut Qualtinger verdanken wir die Figur des „Travnicek“, eines ewig griesgrämigen Misanthropen und Ignoranten. Im Sketch „Travnicek im Urlaub“ gibt er auf die Frage, was ihm denn Spanien sage, zur Antwort: „Offen gestanden nichts. Die Stierkämpf‘, a matte Sache. Simmering-Kapfenberg, des nenn‘ I Brutalität.“ Der Satz hat sich zum geflügelten Wort entwickelt. Das Fußballmatch der Vereine Simmering gegen Kapfenberg gilt in der Alpenrepublik als Sinnbild extrem harter Auseinandersetzungen.

Die deutsche Entsprechung dieses Zitats lautet dieser Tage: Regierung gegen Pack – da bleibt kein Auge trocken. In ihrem durch keinerlei Selbstzweifel getrübten Bewusstsein, schlechthin das Gute zu verkörpern und – auf fremder Leute Kosten, versteht sich – alles richtig zu machen, kennen deutsche Regierungspolitiker keinerlei Hemmungen, wenn es darum geht, Kritiker abzuqualifizieren, ihnen jede denkbare Niedertracht zu unterstellen und sie aufs Übelste zu beschimpfen. Funktionäre einer im Aufwind befindlichen Oppositionspartei als „Schande für Deutschland“ und als „Rattenfänger“ zu bezeichnen (wie das Finanzminister Schäuble kürzlich getan hat), ist schon stark. Rund acht Millionen Bundesbürger (zwölf Prozent würden derzeit AfD wählen) sind nach Meinung des christdemokratischen Herz-Jesu-Sozialisten also Ratten. Das ist eine Sprache, wie sie seit 1945 nicht mehr zu hören war.

Aber auch die Fraktion der orthodoxen Sozis ist nicht faul. Jabba-the-Hutt-Gabriel macht aus seinem übergroßen Herzen keine Mördergrube und tituliert die Kritiker der katastrophalen Regierungsarbeit kurzerhand als „Pack“. Die spürbare Nervosität der Großkoalitionäre treibt, angesichts der täglich deutlicher hervortretenden, katastrophalen Folgen ihrer frivolen Einwanderungspolitik, täglich neue Blüten.

Der ultralinke Justizminister Heiko Maas etwa, der Gesellschaftspolitik unter Einsatz des Justizapparates treibt (wie das weiland schon sein neomarxistischer Amtskollege Christian Broda in Österreich getan hat und wie es für jedes totalitäre Regime typisch ist), geriert sich plötzlich überraschend als entschlossener Bewahrer des Gewaltmonopols.

Nicht, dass er etwa daran denken würde, den unerträglichen Übergriffen kulturferner Barbaren auf heimische Bürgerinnen unter Einsatz härtester Bandagen zu begegnen. Übergriffen übrigens, die eine unbestreitbare Konsequenz der von ihm und seinen Regierungskumpanen betriebenen grob fahrlässigen Zuwanderungsförderung bilden. Nein, das natürlich nicht! Er gedenkt vielmehr das de facto bankrotte Gewaltmonopol des Staates gegen jene sich da und dort bildenden Bürgerwehren einzusetzen, die die vom Staat nicht mehr erbrachte Ordnungsfunktion in ihre Hände nehmen wollen. Die Regierung führt mutwillig Probleme herbei, die es ohne ihr Zutun nicht geben würde, und geht in der Folge gegen jene vor, die sich dagegen wehren möchten. Man wähnt sich im Tollhaus.

Das von Maas beschworene staatliche Gewaltmonopol, das sollte der umtriebige Ex-Juso indes wissen, beruht auf einem „Gesellschaftsvertrag“, dessen Einhaltung nur Sinn ergibt, wenn der Staat das vom Bürger an ihn abgetretene Recht zur Gewaltanwendung tatsächlich dazu nutzt, ihn und sein Eigentum vor Aggressionen zu beschützen. Das tut er aber nicht nur nicht, sondern er beteiligt sich durch die ungebrochene Förderung des Zustroms weiterer potentiell gewaltbereiter Migranten aktiv an einer zunehmenden Verschlechterung der Sicherheitslage im Lande.

Die Bundesregierung und der von ihr geführte Staat arbeiten – mit nicht zu übersehendem Erfolg, der bereits weltweites Erstaunen hervorruft – an der Verwirklichung der ersten multikriminellen Gesellschaft auf deutschem Boden. Da Merkel und Genossen es offenbar auf ihr Panier geschrieben haben, ein Chaos herbeizuführen, wie man es seit Mai 1945 hierzulande nicht mehr erlebt hat, ist Maas‘ Ankündigung eines „harten Vorgehens gegen Bürgerwehren“ allerdings nur logisch. Denn couragierte – womöglich sogar bewaffnete –, auf privater Basis organisierte Bürger könnten ja in der Tat versuchen, wieder für jene Ordnung zu sorgen, die der Leviathan, ohne Sinn und Verstand, systematisch zerstört.

Als interessierter Beobachter aus dem benachbarten Ausland (der allerdings selbst mit einer absolut inkompetenten Bundesregierung geschlagen ist) fragt man sich, welcher Teufel Merkel und Genossen reitet, ihre verheerende Flüchtlingspolitik – trotz der unüberhörbaren Alarmsignale aus zahlreichen Kommunen – unbeirrt fortzusetzen. Was ist aus den Deutschen geworden, von denen Bismarck einst meinte, sie wären stark genug, selbst „den Teufel aus der Hölle zu schlagen“?

Haben tatsächlich diejenigen recht, die meinen, beim Sozialismus handle es sich um eine (infektiöse) Geisteskrankheit, die alle von ihr Befallenen dazu zwingt, nicht nur verteilungs- sondern auch ordnungs- und gesellschaftspolitisch autodestruktive Strategien zu entwickeln und umzusetzen? Schließlich sitzen, das darf nicht übersehen werden, in Deutschland wie in Österreich ausschließlich Sozialisten in den Parlamenten und Regierungen. Und deren Selbsteinschätzung kommt in keinem Statement besser zum Ausdruck als in jenem des einstigen österreichischen Kanzlers Sinowatz: „Ohne Partei sind wir nichts.“ Wahr gesprochen. Sie sind nichts. Gar nichts.

Wer indes von sich selbst (im Falle der Sozialisten natürlich durchaus zu Recht) nichts hält, kann auch keine Wertschätzung für andere aufbringen (schlag nach bei Ayn Rand und Nathaniel Branden). Besonders nicht für diejenigen, die auch ohne Partei „etwas“ sind. Die gesamte Gesellschaft auf dem materiell denkbar niedrigsten Niveau zu versammeln, war und ist die unausweichliche Konsequenz der Umtriebe eines regierenden, linken Pöbels. Die geistige und charakterliche Degeneration der Massen folgt der von den verkommenen Obertanen verordneten Nivellierung auf dem Fuße. Der massenhafte Import mittelloser Analphabeten ist für die antibürgerlichen Klassenkämpfer ein willkommenes Mittel, um auf ihrem Weg zum Ziel beschleunigt voranzuschreiten.

Ist es also der in ganz Europa grassierende Sozialdemokratismus, dem die Schuld an Deutschlands Weg ins Chaos zukommt, oder geht dieser Staat (wieder) einen Sonderweg? Ist es am Ende der sprichwörtliche Selbsthass der deutschen Politeliten und des intellektuellen Lumpenproletariats, der die heute lebenden Insassen der DDR 2.0 dazu zwingt, sich wegen der vor vielen Jahrzehnten von ihren Vorfahren auf sich geladenen Schuld mit einer selbstmörderischen Politik selbst zu bestrafen?

Wie dem auch sei: Die Hoffnung lebt, dass, wenn schon nicht aus eigenem Antrieb, sondern erst im Gefolge verlorener Regionalwahlen, auch in den Zentralen der Großparteien die Vernunft wieder einkehrt – ehe es zu Pogromen kommt oder Deutschland auf bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen zusteuert.


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