15. Dezember 2015

Politische Gewalt Linksterror als Bürgerrecht

Die Antifa-Lieblinge von Medien und Politik

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Bildquelle: praszkiewicz / Shutterstock.com In den Augen deutscher Politiker harmlos: Linksextremisten

Man kommt mit dem Zählen nicht mehr hinterher. Die vielen kleinen und großen Straftaten linker Krimineller sind eine Bedrohung für Deutschlands Sicherheit und Ordnung. Medial finden Sie allerdings wenig Beachtung, und auch die hohe Politik gefällt sich lieber darin, fortlaufend vor der „rechten Gefahr“ zu warnen, als das wahre Problem beim Namen zu nennen. Dass diese einseitige Sichtweise nicht nur töricht, sondern ausgesprochen gefährlich ist, zeigte sich am Wochenende einmal mehr in Leipzig. Dort lieferten sich am Samstag radikale Linke eine regelrechte Schlacht mit der Polizei, was den Leipziger SPD-Oberbürgermeister Burkhard Jung dazu veranlasste, von „offenem Straßenterror“ zu sprechen. Jung dürfte jedoch, wie so viele Kommunalpolitiker, ungehört am Elfenbeinturm seiner Berliner Parteigenossen abprallen, die lieber eine Nazi-Schmiererei auf einer Hauswand thematisieren, als sich mit steinewerfenden linken Totschlägern zu beschäftigen. Mehr und mehr muss man Deutschlands Politikern attestieren, auf dem linken Auge blind zu sein. Für die Presse gilt dies schon lange. Statt linken Extremismus mit der gleichen Schärfe zu verurteilen wie den rechten, verklären Medien und Politik linksextreme Positionen zum belebenden Element für die Meinungsvielfalt. Doch wehe dem, der gleiches für das rechte Spektrum fordert.

Während sich Deutschlands Nachrichtenredaktionen täglich aufs Neue akribisch auf die Suche nach Auswüchsen radikaler rechter Gesinnungen machen, spielen selbst die gemeingefährlichsten Attacken linker Extremisten in der Berichterstattung kaum eine Rolle. Da werden Autos von Andersdenkenden angezündet, konservative Kommunalpolitiker in ihren Büros krankenhausreif geschlagen oder eben auch mal ganze Stadtviertel in Schutt und Asche gelegt wie zu Jahresbeginn in Frankfurt. Wo die vermutete Zündelei Rechter in einer unbewohnten Flüchtlingsunterkunft tagelang zum Titelthema taugt, wird über die Mordversuche linker Extremisten an Polizisten, Feuerwehrleuten und Sanitätern eher beiläufig berichtet – stets mit einer die Vorkommnisse verschleiernden Überschrift. Dabei muss man gar nicht bis zu den unseligen Zeiten der RAF zurückgehen, um die Gefahren zu erkennen, die von linksradikalem Gedankengut ausgehen. Die Mörderbande der Baader-Meinhof-Gruppe hatte damals vor allem hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Visier. Sie terrorisierte das Land mit Entführungen, Erschießungen und Sprengstoffattentaten. Doch der „Deutsche Herbst“ ist den nach 1980 Geborenen heute kein Begriff mehr. Dies liegt an Lehrkräften und Lehrplänen, vor allem aber an einer geradezu grotesk einseitigen Berichterstattung.

So findet die RAF heute ebenso wenig Aufmerksamkeit wie die Terrorherrschaft der SED, deren in Teilen extremistische Nachfolgepartei mit enormer medialer Unterstützung inzwischen fest in der Gesellschaft verankert ist. Natürlich ist und bleibt der Nationalsozialismus eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Aber trifft dies nicht auch auf die Greueltaten und Repressalien der DDR-Kommunisten zu, die ein Fünftel der deutschen Bevölkerung 40 Jahre lang terrorisierten? Die Medien haben diese Frage für sich beantwortet: Linker Extremismus ist guter Extremismus – vermuteter rechter Extremismus ist Nationalsozialismus. Wer in diesen simplen Mustern denkt, ermuntert perspektivlose Jugendliche dazu, ihren Hass auf eine Gesellschaft auszuleben, der sie die Schuld am eigenen Scheitern geben. Da werden Maikrawalle zur Folkloreveranstaltung stilisiert und die vorhersehbaren Ausbrüche roher linker Gewalt als von rechts provozierte Begleiterscheinung kleingeredet. Nicht nur die vielen verletzten Einsatzkräfte wissen ein Lied davon zu singen, dass schon zwei Dutzend rechter Sprücheklopfer auf einem Marktplatz dazu ausreichen, linken Gewalttätern eine mediale Legitimation zu verschaffen. Medien und Politik tragen die Schuld an dem, was sie beweinen. Wer der Antifa in die Karten spielt, hat kein Recht, über das Erstarken von Pegida zu jammern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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Dossier: Linksextremismus

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