07. November 2015

Helldeutsche Wirklichkeit Hass, Hetze, Brand

Kein Ruf nach dem Staatsanwalt, nur unkommentierte Kleinstmeldungen

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Bildquelle: shutterstock Lebensschützer aus Sicht der Antifa: Zombieesk

An der Berliner Schaubühne läuft zur Zeit ein Stück, das die helldeutsche Geisteswelt trefflich darstellt. Der in begeisterten Medien als „kluger Kopf“ gefeierte Autor und Regisseur Falk Richter lässt es politisch korrekt krachen. Auf der Anklage-Bühne, nein dem Schafott, steht das von Fremdenhass und Angst getriebene Dunkeldeutschland, das, wie kann es anders sein, direkt auf eine Wiederkehr des Dritten Reiches zusteuert, wenn ihm nicht rechtzeitig von hellen Köpfen wie Richter ein Bein gestellt wird. Nicht nur ihm ein Bein gestellt wird, nein, es deutlich gesagt bekommt, wo es hingehört: unter die Erde.

Als verabscheuenswürdige Protagonistinnen von Dunkeldeutschland werden vor allem fünf Frauen vorgeführt: Birgit Kelle, Gabriele Kuby, Beatrix von Storch, Frauke Petry und Hedwig von Beverfoerde. Eigentlich wollte Richter sein Stück „Hässliche Frauen“ nennen, fürchtete dann aber, das würde sich niemand ansehen. Schade eigentlich, denn der Titel wäre ein ehrlicher Ausfluss seines Denkens gewesen. Diese Frauen sind im Stück Zombies. Die Botschaft, die mehrmals im Stück wiederholt wird, lautet: Mit Zombies kann man nicht reden, die kann man nur loswerden. Wörtlich: „Der Zombie stirbt nur, wenn man ihm direkt ins Gehirn schießt und sein Gehirn auslöscht.“

Das ist natürlich kein Mordaufruf wie der vielfach geschmähte Pegida- Galgen. Das ist auch keine Hetze, nein, das ist Kunst! Weil Kunst von Können kommt, Richter aber offensichtlich nur über ein sehr eingeschränktes künstlerisches Können verfügt, wiederholt er seine Venichtungsphantasien in mehreren Varianten. Da ist zu Bildern von Beverfoerde, Kuby, Storch und Kelle mehrmals von „wegmachen“, „unter die Erde bringen“ die Rede. In Helldeutschland wird nicht mehr diskutiert, sondern angegriffen und aufgeräumt. Im helldeutschen Furor darf aus aktuellem Anlass auch ein Mann nicht fehlen. Akif Pirinçci wird auf der Bühne nach wie vor mit dem Satz zitiert, für den die Medien reihenweise bereits Widerrufe und Abbitte leisten mussten. Herr Steinhöfel, übernehmen Sie!

Richters Botschaft fiel bei der Antifa auf fruchtbaren Boden. Schon kurz nach der Premiere brannte das Auto von Beatrix von Storch ab, wurden Anschläge auf AfD-Büros verübt. Gestern folgte ein Brandanschlag auf das Firmengelände von Hedwig von Beverfoerdes Mann. Die Antifa bekennt sich auf der Internetplattform „linksunten. Indymedia.org“ stolz zu ihren Untaten:

„Mit dem Anschlag auf die Freifrau von Beverfoerde soll eine geistige Brandstifterin zur Rechenschaft gezogen werden. Der kaputte Wagen zeigt deutlich, dass die Hetzer angreifbar sind und für ihr Treiben die notwendige Quittung bekommen. Dass wir mit unserem Engagement nicht alleine sind, zeigen die verkokelten Überreste des Autos von Beatrix von Storch in Berlin. Die AfD-Europaabgeordnete und stellvertretende Bundesvorsitzende ist die politische Partnerin von von Beverfoerde und eine der treibenden Figuren im Hintergrund der ‚Demo für alle‘. Mehr davon!“

Die allzeit empörungsbereiten Medien begnügen sich mit unkommentierten Kleinstmeldungen. Kein Ruf nach dem Staatsanwalt erfolgt. Kein Abscheu gegenüber solchen Akten blanken Terrors gegen Andersdenkende, nirgends. Einige Politiker, wie der notorische SPD-Linksaußen Stegner, entblöden sich sogar nicht, zynisch zu kommentieren, AfD-Politiker würden nur bekommen, was sie verdienten. Die Helldeutschen scheinen sich nicht bewusst zu sein, an welche dunkelsten Zeiten unserer Geschichte ihre Aktivitäten erinnern. Alles scheint aus helldeutscher Sicht erlaubt zu sein. Es geht ja schließlich um das bessere Deutschland, tolerant, weltoffen und friedlich. Oder wie die Antifa sagt: „Angreifen… für die befreite Gesellschaft“!

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Achse des Guten.


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