19. Mai 2015

Windräder Zerstörung wie durch Bombenterror

Die Sekundärmotive sind die gleichen

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Bildquelle: shutterstock Subventionierte Plage: Windräder verschandeln die Landschaft

Ein Bundestagsabgeordneter stellt in größerer Runde die Frage, wie mächtig eigentlich das Betonfundament eines Windrades der 6 Megawatt-Klasse sei. Niemandes Schätzung kommt der Realität wirklich nahe: 1200 Kubikmeter. Diese Zahl lässt sich auch leicht im Netz finden, aber man muss eben erst einmal danach fragen. Ein solches Fundament (die neuesten Versionen wuchten noch ein paar hundert Kubikmeter mehr ins Grüne), in dem neben dem Beton knapp 200 Tonnen Stahl verbaut sind, was ungefähr vier Panzern entspricht, wiegt insgesamt bis zu dreineinhalbtausend Tonnen – ein Kubikmeter Stahlbeton bringt 2,5 Tonnen Last auf die virtuelle Waage. Der Betonturm, 120 Meter hoch und höher, bringt es auf 1200 (und mehr) Tonnen Gewicht. Dazu addieren sich die Rotoren, deren Durchmesser die 100 Meter locker überschreitet, sowie das Maschinenhaus. Macht zusammen mindestens 5000, zuweilen bis zu 7000 Tonnen. Natürlich muss der Boden unter einer solchen Last künstlich verdichtet werden. Und nicht zu vergessen: Zu jedem Windrad führt eine Straße, damit notfalls ein Kran dorthin gelangt, das heißt, diese Straßen sind um die fünf Meter breit. Tausende solcher geflügelten Riesenfurunkel, in verschiedenen Größen, aber identisch abscheulich, stehen inzwischen in ehemals reizvollen Wald- und Heidelandschaften, zehntausende Bäume mussten ihnen weichen, sie beeinflussen den Grundwasserverlauf, schreddern Vögel hekatombenweise, verschandeln die Landschaft, sind ökonomisch sinnlos, nur durch Subventionen möglich, schädigen den Steuerzahler, aber bereichern ihre Besitzer – und kein Ende ist abzusehen.

Was die rein ästhetischen Folgen dieser Plage betrifft, kann man die flächendeckende Zerstörung deutscher Naturlandschaften durch das Aufstellen von Windrädern durchaus mit der Ausradierung deutscher Innenstädte durch die alliierten Bombergeschwader vergleichen – und wer die Grünen kennt, wird, neben dem Eigennutz und der Weltklimarettung, sogar vergleichbare Sekundär-Motive entdecken.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Acta diurna.


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