22. August 2014

23. August Gegen das Vergessen

Die zynische Geschichtsfälschung der Linken

Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt vom 23. August 1939, bekannt als Hitler-Stalin-Pakt , garantierte Hitlers Schergen die sowjetische Neutralität bei einem Überfall auf Polen und den folgenden Auseinandersetzungen mit den Westmächten.

Mit einem geheimen Zusatzprotokoll teilten sich die beiden Diktatoren Nordosteuropa auf: Finnland, Estland und Lettland fielen Stalin zu, Litauen Hitler. Das umstrittene Wilnaer Gebiet wurde dabei Litauen zugerechnet.

Der Nichtangriffspakt wurde am 28. September 1939 durch den deutsch-sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag ergänzt, nachdem die Wehrmacht das westliche Polen und die Rote Armee Ostpolen militärisch besetzt hatte. In einem begleitenden geheimen Abkommen wurde die Aufteilung Polens und des Baltikums vereinbart sowie ein Austausch seiner deutschen, ukrainischen und weißrussischen Bevölkerung.

Außerdem kam es zur Auslieferung Tausender deutscher Kommunisten, die nach der Machtergreifung Hitlers in die Sowjetunion geflohen und zum großen Teil in Stalins Gulag gelandet waren, an Hitlerdeutschland.

Diese Kommunisten landeten fast ausnahmslos in deutschen KZs, was für viele das Todesurteil bedeutete.

Das Europäische Parlament hat bereits am 2. April 2009 eine Entschließung „zum Gewissen Europas und zum Totalitarismus“ angenommen, mit der Forderung, den 23. August zum gemeinsamen Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime zu erklären.

Seitdem ist dieser Gedenktag fester Bestandteil der Erinnerungskultur der baltischen und anderer osteuropäischer Staaten.

Nur in Deutschland wird dieser Beschluss bis heute ignoriert.

Mehr noch, die in „Linke“ umbenannte SED versucht sich in alter Manier in Geschichtsfälschung. Sie veranstaltet am 23. August in Berlin auf dem Rosa-Luxemburg-Platz und an anderen Orten Gedenkveranstaltungen anlässlich der Ermordung von Ernst Thälmann, der als Parteichef der KPD die stalinistische Politik des Kampfes gegen die „Sozialfaschisten“ der SPD durchgepeitscht hat und alle Kritiker denunzieren ließ.

Dabei sind die Veranstaltungen in doppelter Hinsicht zynische Geschichtsfälschung: Thälmann wurde bereits am 18. August ermordet und konnte von den Nazis ermordet werden, weil Stalin keine Anstalten gemacht hat, seinen treuen Anhänger in die Sowjetunion zu holen.

Die VOS Berlin-Brandenburg macht als Verband der Verfolgten der Kommunistischen Diktatur am Sonnabend, dem 23. August, in der Zeit zwischen 13 und 15 Uhr vor dem „Russischen Haus“ in der Friedrichstraße 176-179 in Berlin auf die Geschichtsvergessenheit der deutschen Politik und die dreiste Geschichtsfälschung der SED-Linken aufmerksam.

Wir fordern, dass auch in Deutschland der 23. August ein Gedenktag für alle Verfolgten und Opfer der nationalsozialistischen und der kommunistischen Diktatur wird!

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Achse des Guten.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Mehr von Vera Lengsfeld

Über Vera Lengsfeld

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige