14. April 2014

ef 142 Editorial

Die deutsche Linke ringt um Fassung

Sie, verehrte Leser, haben es vorher gewusst: Im letzten Heft hatten wir angekündigt, das neue Buch des Erfolgsschriftstellers Akif Pirinçci, „Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“, werde einschlagen wie eine Bombe. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe liegt Pirinçci tatsächlich in allen Bestsellerlisten weit vorne. eigentümlich frei-Autor Werner Reichel beschrieb die Situation so: „Das macht Spaß. Richtig Spaß. Zu sehen, wie die selbstverliebten Herrscher über die veröffentlichte Meinung nach Luft schnappen. Pirinçci führt die Gutmenschen als kleingeistige, unterwürfige und verdruckste linke Spießer vor. Das gelingt ihm, weil er erst gar nicht versucht, die verdrehten und absurden Glaubenssätze und Utopien der Neosozialisten mit Zahlen und Fakten zu hinterfragen. Er haut einfach auf den Putz. Und das mit einer brillanten, direkten, brutalen und vulgären Sprache. Pirinçci überschreitet permanent die Grenzen des guten Geschmacks, aber selten die Grenzen der Vernunft. Er ist witzig, intelligent und bricht gesellschaftliche Tabus. Er verkörpert und macht all das, was linke Opportunisten so gerne für sich selbst in Anspruch nehmen und was sie allen Nichtlinken stets absprechen. Und jetzt das! Er hat ein linkes Monopol gebrochen. Und wie.“ Einige Gutmenschen, so Reichel, „scheinen das zumindest zu erahnen. Deshalb haben viele von ihnen die Contenance verloren, sie plärren und schlagen wie kleine Kinder wild um sich. Die bisherigen Mittel, um unbequeme Geister zu diskreditieren, greifen bei Pirinçci nicht. Es ist ihm nämlich egal, ob er als Nazi bezeichnet wird oder nicht. Es amüsiert ihn, wenn sie ihn, wie in solchen Fällen üblich, als Hassprediger, Provokateur oder Populisten bezeichnen. Er lässt sich nicht mehr auf die ewig gleichen Spielchen der Gutmenschen ein.“ Pirinçci sei dazu „witziger, geistreicher, direkter, vitaler und er hat vor allem die wesentlich größeren Eier als sie. Das schmerzt sogar die durchgegenderten linken Journalisten. Pirinçcis Texte sind mutiger und haben einfach mehr Saft und Ausdrucksstärke als alles, was der linke Lohnschreiber in seinem bisherigen Journalistendasein so produziert hat. Nun hat man Angst um die Deutungshoheit. Schließlich verkauft sich Pirinçcis Buch wie geschnitten Brot, während sie selbst für die im Niedergang befindliche Zeitungsbranche schreiben müssen. Die Zeiten ändern sich. Hoffentlich! Pirinçci hat die politisch korrekte Kruste, die alles überzieht und erdrückt, ein Stück aufgebrochen, er hat etwas in Gang gesetzt.“

Die deutsche Linke ringt um Fassung. Wie sollen sie jetzt mit diesem wild gewordenen Autor umgehen? Wie werden sie mit ihm fertig? Womit schafft er es, dermaßen erfolgreich und provokant zu sein? Und gleichzeitig noch so witzig? Pirinçci selbst hat diese Fragen im Interview mit der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ kürzlich beantwortet: „Die Ironie entsteht, weil wir diese abstruse Medienwelt haben, in der der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet ist. Schalten Sie den wieder ein, wird das Absurde deutlich. Nehmen Sie etwa das neue Werbevideo der EKD. Na, wo spielt das wohl? Auf einem öffentlichen Scheißhaus, wo auch sonst? Dann kommen Schwule und Lesben aus der Kabine, wo sie sich eben befummelt haben, und eine Frau rasiert sich das Kinn. Damit wirbt man für eine Kirche. Das ist, als wären wir live in einer Episode von South Park. Alle finden den Christopher Street Day im Fernsehen natürlich gaaaanz toll. Weil die Kamera nicht runterschwenkt, wo Männer auf offener Straße die Schwänze anderer Männer lutschen, und die Kinder am Straßenrand schauen zu. Ich zeige das in meinem Buch eben mal auf: Deutschland von Sinnen.“

So ähnlich ist das auch beim Schwerpunktthema dieser Ausgabe, der Ukraine-Krise. Die deutschen Medien bejubelten die frivolen Maidan Street Days, hinter denen unschwer zu erkennen die westliche Regie stand. Und sie bekrittelten die unziemliche Krim-Folklore, die von den Russen unterstützt wurde. Dabei stehen USA, EU und NATO nach ihren zahlreichen Sado-Maso-Völkerrechtsbrüchen mit weit heruntergelassener Hose und in unsittlicher Position vorm angewiderten Publikum. Aber die deutschen Kameras blenden weg und zoomen auf die russische Gegenveranstaltung am weltpolitischen Straßenrand. Auch das ist nur noch pervers: Deutschland von Sinnen.

Wagen Sie mit uns einen ungeschönten Blick auf die tatsächlichen Hintergründe und das unkeusche geopolitische „Große Spiel“, das in der Ukraine von jeder Seite hemmungslos betrieben wird. Ich wünsche Ihnen dabei wie immer viel Erkenntnisgewinn und Lesefreude! Unsere Parole bleibt: Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern aller Herren Länder! Mehr Freiheit!

Information

Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 19. April erscheinenden Mai-Ausgabe  eigentümlich frei Nr. 142.


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