04. April 2014

Akif Pirinçci Live in einer Episode von South Park

Die deutsche Linke mit heruntergelassener Hose

Dossierbild

Schauen Sie sich einmal den Diskussionsbereich unter den jüngsten Versuchen einer Auseinandersetzung mit Akif Pirinçci auf der Homepage der Wochenzeitung „Die Zeit“, im Blog des Medienkritikers Stefan Niggemeier oder auf der Facebookseite von Konstantin Wecker an! Es lohnt sich.

Die deutsche Linke ringt um Fassung. Verzweiflung hier wie dort: Wie sollen sie jetzt mit diesem wild gewordenen Akif Pirinçci umgehen? Wie werden sie mit ihm fertig? Meint der das alles überhaupt ernst? Ist er ein Nazi? Aber das ist ihm eh egal. Und was ist er sonst? Wer kann ihn stoppen? Wie schafft er es, dermaßen erfolgreich und provokant sein? Und gleichzeitig auch noch so witzig?

Pirinçci selbst hat diese Fragen im Interview der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ in dieser Woche schlüssig beantwortet: „Die Ironie entsteht, weil wir diese abstruse Medienwelt haben, in der der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet ist. Schalten Sie den wieder ein, wird das Absurde deutlich. Nehmen Sie etwa das neue Werbevideo der EKD. Na, wo spielt das wohl? Auf einem öffentlichen Scheißhaus, wo auch sonst? Dann kommen Schwule und Lesben aus der Kabine, wo sie sich eben befummelt haben, und eine Frau rasiert sich das Kinn. Damit wirbt man für eine Kirche. Das ist doch, als wären wir live in einer Episode von South Park. Alle finden den Christopher-Street-Day im Fernsehen natürlich gaaaanz toll. Weil die Kamera nicht runterschwenkt, wo Männer auf offener Straße die Schwänze anderer Männer lutschen, und die Kinder am Straßenrand schauen zu. Ich zeige das in meinem Buch eben mal auf: Deutschland von Sinnen.“


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