05. Februar 2014

Kampagnenklettern auf dem Schuldenberg Es ist nur noch abstoßend

Internationalsozialistische Umverteiler und Presstituierte im Blutrausch

Die jüngsten Enthüllungen über tatsächliche oder angebliche „Steuersünder“, die Geld vor dem deutschen Fiskus im Ausland „verstecken“ (schon die Wortwahl lässt einen Mielke vor Neid erblassen), läutet, obwohl angesichts des ohnehin schon mächtig ramponierten Rufes der Qualitätsumgehungspresse von vielen für unmöglich gehalten, doch noch mal eine neue Runde im Wettbewerb um die sich am bereitwilligsten bückenden Niveausenker ein.

Kurz und schmerzlos: Wer allen Ernstes glaubt, diese putzige kleine Psy-Ops habe irgendetwas mit mehr „Steuergerechtigkeit“ zu tun, ist ein hoffnungsloser Fall. Solchen Leuten kann wirklich niemand mehr helfen. Schon aus einem ganz einfachen, mühelos nachvollziehbaren Grund: Ginge es wirklich um Ehrlichkeit in Finanzdingen, wäre so manches „Rettungspaket“ der Vergangenheit völlig unmöglich gewesen. Es hätte Zeter und Mordio geschrien werden müssen. Stattdessen wurde die Veruntreuung von Steuergeldern unter Bruch bestehender Vertragstexte auf höchster politischer Ebene von den meisten der aufrechten Damen und Herren Qualitätsgurken stets gedeckt und Kritiker fleißig diffamiert. Nun könnte man einwenden, dass dieses Verhalten ja vielleicht nur auf schlichter Unkenntnis der zugrunde liegenden ökonomischen Zusammenhänge sowie des geltenden Rechts beruht habe und nicht gleich Vorsatz gewesen sein muss; dem steht aber leider entgegen, dass viele der führenden Meinungsmacher sich schließlich im Bundeskanzleramt haben briefen lassen darüber, welche Informationen man dem Volk präsentieren und welche vielleicht besser vorenthalten solle. Das war und ist kein Versehen, es ist Vorsatz.

Natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn ausgerechnet eine Alice Schwarzer, die sich jahrelang subventionieren ließ, gleichzeitig betuppt. Das ist aber nicht der Punkt. Wer bei solchen Überlegungen stehenbleibt, versteht den Sinn und Zweck der ganzen Übung nicht. 

Worum es dabei wirklich geht? Zunächst mal wäre eine ganz einfache Frage zu stellen, die nichts mit „Paranoia“ zu tun hat, wie den Kritikern dieser ja nun ganz eindeutig konzertierten und selbstverständlich politisch motivierten Kampagne gegen gleich mehrere „Sünder“ von entweder interessierten Systemlingen oder im Strom der künstlich moralelektrifizierten Kampagne mitschwimmenden Dummköpfen unterstellt wird: Cui bono?

Man möchte den Bürgern also weismachen, gleich drei oder vier sogenannte Prominente aus Politik oder Kultur wären rein zufällig alle zur selben Zeit etwas näher unter die Lupe genommen worden, um dabei – ebenso zufällig, versteht sich – auf Ungereimtheiten in ihren Steuererklärungen zu stoßen. Woran sich natürlich direkt die Frage knüpft: Und welche hirnamputierte Wüstenspringmaus soll das glauben?

Welche möglichen Motive könnten denn hinter dieser Kampagne stehen?

Erstens: Wolfgang Schäuble kündigte unlängst an, es könne eventuell doch noch ein weiteres „Rettungspaket“ für Griechenland geben. Dient die gut orchestrierte Aktion daher, wie so viele andere in den letzten Jahren auch, möglicherweise nur der Ablenkung? Denn der Bundesregierung ist die allgemeine Stimmungslage angesichts der Endlostransfers und mit deutschen Steuergeldern gut eingefetteten Care-Pakete für marode Staaten und Banken natürlich bekannt. Also nur ein Nebelkerzchen zur rechten Zeit, damit das Volk nicht hinter die Kulissen schaut?

Zweitens: Möchte man dem „einfachen Mann“ damit signalisieren: „Wenn wir über jeden Prominenten unserer Wahl mühelos alles herausfinden können, jedes Steuervergehen, jede kleine Sünde, na was meint ihr wohl, wie schnell wir Fritzchen Müller bei den Eiern hätten“? Geht es womöglich um „seelische Vorbereitung“ auf und Schaffung „vorauseilenden Gehorsams“ gegenüber künftigen Steuererhöhungen, die vor dem Hintergrund der Schieflage des Euro, der aktuellen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der dadurch relativ leicht zu errechnenden, jetzt schon absehbaren volkswirtschaftlichen Tendenzen auch in Deutschland bereits garantiert sind? Denn irgendwoher wird der Zaster ja kommen müssen – und da den kriminellen Geldfälscherbanden in gewissen Zentralbanken irgendwann die Luft ausgehen wird und die politischen sowie massenbetäubungsmedialen Wellness-Masseure zunehmend heftigere Krämpfe in den Händen haben (man kann, wie bereits Abe Lincoln wusste, eben nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen), wird wohl wer dafür blechen müssen? Korrekt: potentielle „Steuersünder“, der „kleine Mann“, der sich alle vier Jahre auf irgendeinem Wisch bekreuzigt in der naiven Hoffnung, durch Auswechseln eines verlogenen Systempolitikers durch einen anderen verbessere sich seine Situation wesentlich. Die Ponzisklaven könnten ja auf die Idee kommen, durch ein noch nicht vollständig vernageltes Fensterchen der Irrenanstalt heimlich in freiere Gefilde zu entkommen.

Drittens: Mal ganz sarkastisch gefragt: Wird im Hintergrund etwa wieder ein völkerrechtswidriger Krieg vorbereitet, den es irgendwie zu verschleiern gilt?

Aus welchen Gründen auch immer dieses alberne Schauspiel gerade abgezogen wird, fest stehen zwei Dinge:

Erstens: Es handelt sich wie gesagt eindeutig um eine konzertierte Kampagne. Wenn gleich bei drei oder vier Leuten gleichzeitig zugeschlagen wird, ist das selbstverständlich kein Zufall. Banalerweise muss ja irgendjemand gezielt gesucht haben, sowas macht man nicht aus Jux und Dollerei, schon gar nicht bei „Promis“ mit psychologischer Signalwirkung für's Volk. Da das Argument der „Steuergerechtigkeit“ – siehe weiter oben – bestenfalls als geschmackloser Witz zu betrachten ist (wäre es ernst gemeint, säße so mancher Euro-Retter längst im Knast), kann es dabei eigentlich nur um etwas anderes gehen.

Zweitens: Sollte die „argumentative“ Untermauerung des von Bundesbank und Internationaler Währungs-Folterkammer IWF veröffentlichten, hochkriminellen Vorschlags einer einmaligen Vermögensabgabe zur Insolvenzverschleppung von Staaten dahinter gestanden haben, fiele auch das eher in die Rubrik der „Anti-Witze“. Denn die paar Mehreinnahmen aus mit welchen Methoden auch immer abgeschöpften beziehungsweise -gekröpften Vermögen würden die aberwitzigen Billionenlöcher im zweistelligen Bereich alleine im europäischen Finanzsystem nicht „nachhaltig“ stopfen, so viel ist sicher.

Aber vielleicht geht's ja auch nur darum, die Kohlen möglichst lange im deutschen Einzugsbereich zu halten. Wie unlängst herauskam, wird es in Zukunft schließlich auch einige Rentenlöcher zu bestaunen geben, und zwar in dreistelliger Milliardenhöhe ...

Gut möglich, dass man den Leuten auf diese Art mitteilen möchte, dass die Schlinge der Freiheitsbeschneidungen angesichts zunehmend leerer Kassen nun etwas fester zugezogen wird ...

Was auch immer zutreffen mag, man kann sich im Augenblick sowohl für die heimische Politik als auch die Lügenmedien nur noch schämen. Die Tugendbolde, politisch korrekten Gouvernanten und Glucken, Moralsheriffs und aufrechten Großmäuler hatten in den letzten Jahren schließlich auch keine Probleme, jeden Finanzbetrug am Volk, jede Steuergeldversenkung in bodenlose Schuldenfässer schönzulügen und zu -schreiben und als „Solidarität“ mit „Europa“ zu parfümieren. Die Fassade ist längst eingerissen, das ganze Theater ist nur noch abstoßend. Als ginge es um drei, vier „Steuerhinterzieher“. Eine Frechheit.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Mehr von Axel B.C. Krauss

Über Axel B.C. Krauss

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige