08. Januar 2014

Bildersprache Nigel Farage als Quasimodo

Deutsche Presse ganz unten – die „Welt“ macht den „Stürmer“

Wer gegen die Grundregeln der politischen Korrektheit verstößt oder gar das Establishment der EUdSSR herausfordert, wird von den hiesigen Flussmittemedien als „rechts“ oder „Populist“ (am liebsten doppelt, hält besser: „Rechtspopulist“) gescholten. Normal. Springers Tageszeitung „Die Welt“ zeigt uns heute, dass bei Bedarf noch ein Gang hochgeschaltet werden kann – eine besonders niederträchtige Bebilderung macht´s möglich.

Schon bislang wurden natürlich nicht die vorteilhaftesten Fotos von jenen gezeigt, die unsere Journaille nicht mag. Legendär sind etwa die Kohl- oder Strauß-Cover des „Spiegel“ unter Erzfeind Rudolf Augstein.

Im Falle des britischen UKIP-Vorsitzenden Nigel Farage musste der zuständige „Welt“-Fotoredakteur nun allerdings besonders lange suchen und jeden letzten Anstand und Skrupel fallenlassen, als er einen zur Unkenntlichkeit verzerrten Farage präsentierte. Denn dieser Nigel Farage, jede kurze Google-Bildersuche beweist das, ist stets zu Späßen aufgelegt und zweifelsohne eine einnehmende, aufrichtige und grundsympathische Erscheinung. Farage ist auch deshalb beim deutschen Publikum längst ein Youtube-Star, ihm steht der Schalk und sein ausgewiesener britischer Humor buchstäblich bereits ins Gesicht geschrieben.

Doch die „Welt“ mag den großen parlamentarischen Gegenspieler von Martin Schulz (dem man übrigens auch ein wenig ansieht, wofür der steht) nicht – und zeigt ihn ungeniert als geistig behinderten Quasimodo. Der „Stürmer“ hätte es nicht „besser“ hinbekommen.

„Welt“-Artikel mit entstelltem „Foto“

Nur „das Foto“

Zum Vergleich: Google-Bildersuche zu Nigel Farage


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