02. Dezember 2013

Journalisten-Preise Birgit Kelle und Michael Klonovsky ausgezeichnet

Zwei ef-Autoren als Preisträger

In der letzten Woche sind gleich zwei Autoren mit Journalisten-Preisen ausgezeichnet worden, die gelegentlich auch für eigentümlich frei zur Feder greifen. Zunächst erhielt am 23. November Birgit Kelle in Berlin den zum achten Mal vergebenen Gerhard-Löwenthal-Preis. Die Auszeichnung wird in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ von der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (FKBF) verliehen. Wie immer fand die Veranstaltung auch in diesem Jahr vor mehr als 300 Gästen im würdigen Rahmen mit klassischer Musik in der Zitadelle Spandau in Berlin statt. Der Preis erinnert an das politische und publizistische Vermächtnis Gerhard Löwenthals und soll „kontinuierliche, besonders qualitätsvolle und bahnbrechende Beiträge“ auf dem Gebiet des freiheitlich-konservativen Journalismus auszeichnen.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis geht mit Birgit Kelle an eine Publizistin, die als Mutter von vier Kindern gegen den immer totalitärer sich gebärdenden Feminismus streitet. Die feinfühlige und humorvolle Laudatio hielt der österreichische Journalist Andreas Unterberger. Kelle (zuletzt erschien von ihr das Buch „Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn“) betonte in ihrer Dankesrede, dass ihr Eintreten gegen den Feminismus mehr liberal als konservativ begründet sei, beschneide doch dieser mächtige Feminismus immer stärker die Freiheit des Einzelnen.

Am 28. November wurde in München Michael Klonovsky mit dem erstmals verliehenen und ebenfalls mit 5.000 Euro dotierten Dr.-Jörg-Mutschler-Preis geehrt. Auch dieser Preis würdigt couragierten politischen Journalismus gegen den Zeitgeist. In der Burda-Bar hielten Matthias Matussek vom „Spiegel“ und Marc Felix Serrao von der „Süddeutschen Zeitung“ jeweils eine Laudatio auf Michael Klonovsky, der hauptberuflich für den „Focus“ schreibt und nebenher die ef-Leser in diesem Jahr mit einer exklusiven vierteiligen Serie über „200 Jahre Richard Wagner: Ein deutscher Linker“ beglückte. Darüber hinaus empfiehlt Klonovsky (unter anderem Autor eines Buches über Giacomo Puccini) als ef-Kolumnist unseren Lesern monatlich eine klassische Musik-CD. Dies alles in einer Art und Weise, die Laudator Serrao würdig pries: „Ich kenne keinen deutschen Journalisten, der so schreibt wie Klonovsky – so rücksichtslos gegen den herrschenden Ton und gleichzeitig so schön.“

Sorgten in Spandau unter anderem die steinige Gewölbedecke sowie zum Abschluss die gemeinsam gesungene Nationalhymne für besondere Stimmung und Erhabenheit, so übernahm diesen Part beim langen Abend an der Burda-Bar Klonovskys charmante Gattin Elena Gurevich am Flügel. Der Autor dieser Zeilen hatte das Glück, auf beiden Veranstaltungen gleich vor Ort gratulieren zu dürfen. Wir wollen es an dieser Stelle wiederholen.


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