27. November 2013

Europawahl AUF-Partei mit Christa Meves und Prinz von Preußen

Vorrang des Einzelnen und der Familie vor Kollektiven und dem Staat

Zur Europawahl am 25. Mai tritt die christliche Partei für Arbeit, Umwelt und Familie (AUF) mit bekannten Persönlichkeiten an. Auf ihrem Parteitag in Fulda wählten die Mitglieder am Samstag die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Christa Meves (Uelzen) zur Spitzenkandidatin. Auf den Plätzen zwei und drei kandidieren der Journalist und Unternehmer Michael Ragg (München) sowie der Pfarrer der evangelischen Gemeinde Birkenwerder bei Berlin und Ururenkel des letzten deutschen Kaisers, Philip Kiril Prinz von Preußen.

Die AUF-Liste zur Europawahl sei ein Angebot an alle Wähler, die bei dieser Wahl ein Zeichen für mehr christliche Werte in der deutschen und europäischen Politik setzen wollen, sagte der Parteivorsitzende Dieter Burr (Weissach bei Stuttgart), der ebenfalls zu den Kandidaten gehört.

Die Nominierung von Christa Meves, die am Wahltag 89 Jahre alt sein wird, biete die Chance, dass sie als mögliche Alterspräsidentin schon zu Beginn der neuen Sitzungsperiode die zentralen Zukunftsfragen Europas ansprechen könne: die Wertschätzung der Mutterschaft und der Familie, die Achtung des menschlichen Lebens und die Erneuerung Europas aus seinen christlichen Wurzeln.

Christa Meves gehört mit etwa sechs Millionen verkauften Büchern zu den meistgelesenen christlichen Autoren im deutschen Sprachraum. Mit ihren Büchern und Vorträgen hat sie zwei Generationen christlicher Familien geprägt.

Die AUF-Partei schätze die ursprüngliche europäische Idee und bejahe ein Europa, das dem Frieden, der Völkerverständigung und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit dient. Gegen die „schleichende Entmachtung der Nationalstaaten“ und die „zunehmende Bürokratie und Überwachung der Bürger“ setzt die AUF nach Burrs Worten das Subsidiaritätsprinzip der christlichen Soziallehre. Danach hätten der Einzelne und die Familie Vorrang vor Kollektiven und dem Staat, der Nationalstaat Vorrang vor europäischen Organen. Die kulturellen Eigenarten der europäischen Regionen sollen nicht nivelliert, sondern entfaltet werden.

Im Januar möchte die AUF ihr Europa-Wahlprogramm ausformulieren und einen entsprechenden Internet-Auftritt gestalten. Burr bedauerte, dass die von der AUF ebenso wie von der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) bereits im Januar beschlossene Parteienfusion durch das „komplizierte juristische Verfahren“ nicht vor der Europawahl zum Abschluss gebracht werden konnte. Weiterhin strebe die AUF aber eine weitestgehende Zusammenarbeit alternativer christlicher Parteien an.

AUF hat, vertreten durch Rechtsanwältin Martina Döbrich, Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die vom Deutschen Bundestag beschlossene Drei-Prozent-Hürde zur Europawahl eingereicht und hofft, wie einige andere Parteien, dass das Gericht diese Hürde für rechtswidrig erklärt.  


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