13. August 2013

Göttinger Sumpf Grüner Terror?

Man ist nur noch sprachlos und darf es gar nicht sein

Göttingen. Der grüne Spitzenkandidat Jürgen Trittin hat dort seinen Heimatwahlkreis und war hier bereits im nicht zur Gänze gewaltfreien Kommunistischen Bund aktiv. Heute forscht an der dortigen Universität Franz Walter (SPD) im grünen Auftrag über pädophile Umtriebe in der Frühzeit der Partei – und findet einen Schnipsel FDP.

Göttingen hat auch einen Verband der grünen Parteijugend. Die ruft in der Tradition der SA gemeinsam mit der örtlichen „Antifa“ dazu auf, Veranstaltungen der parteipolitischen Konkurrenz zu unterbinden. Meinungsfreiheit? Versammlungsfreiheit? Nur noch mit grünem Berechtigungsschein für die sozialökologisch Anständigen im Lande.

Was heute die „Welt“ aus Göttingen berichtet und tatsächlich an die Endzeit der Weimarer Republik erinnert, macht sprachlos. Vielleicht schweigt Jürgen Trittin auch deshalb zu den Vorgängen. Doch das wird der Direktkandidat in seinem Wahlkreis nicht durchhalten können, wenn die Presse in Deutschland sich jetzt besinnt. Wann, wenn nicht jetzt?

Denn in Göttingen, so die „Welt“, gehen inzwischen „Autonome und die Grüne Jugend massiv und mit Gewaltandrohungen“ gegen die liberalkonservative Konkurrenz der Alternative für Deutschland (AfD) vor. So wurde „in den vergangenen Tagen die Wände des Wohnhauses eines Kreisvorstandsmitglieds mit Benzin übergossen. Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes berichten von telefonischen Einschüchterungsversuchen.“ – „Wenn Du weitermachst, dann werden wir Dich kaltmachen“, soll einem Beisitzer gedroht worden sein, sagte der Kreisvorsitzende Matthias Hans der „Welt“.

An den Autos mit AfD-Werbung sollen Scheibenwischer abgebrochen worden sein. Der Wirt, in dem die Partei Versammlungen abhielt, wurde demnach massiv von der „Antifa“ bedroht und eingeschüchtert. Der AfD-Kreisvorsitzende erklärt gegenüber der „Welt“: „Die Drohkulisse schüchterte den Gastwirt, bei dem wir zuvor bereits einmal getagt hatten, derart ein, dass er keine weiteren Stammtischtreffen der AfD mehr zulässt.“ Zuvor hatten nach Angaben der „Welt“ Grüne Jugend und „Antifa“ gemeinsam zu Protesten gegen einen AfD-Stammtisch und gegen den Wahlkampfstand in der Göttinger Innenstadt aufgerufen. „Etwa 70 Vermummte sind vor dem Gasthaus aufmarschiert, sagt der AfD-Kreisvorsitzende. Bereits in der Nacht zuvor sei die Fassade des Gasthauses beschmiert worden. Aus Furcht vor Übergriffen sei die Polizei zur Hilfe gerufen worden, die mit einem massiven Aufgebot an Beamten Schlimmeres verhindert habe.“

Bei einem Einsatz zum Schutz des AfD-Wahlkampfstandes in der Göttinger Innenstadt wurde ein Polizist von einem gezielten Faustschlag eines „Antifaschisten“ am Kopf verletzt. Inzwischen, so die „Welt“, sei für den Kreisverband ein Punkt erreicht, wo aus Sorge um die AfD-Mitglieder und ihre Familien erwogen werde, den Wahlkampf abzubrechen.

Und so berichtet das ortsansässige „Göttinger Tageblatt“ über die Ereignisse: „Die Partei Alternative für Deutschland hat unter massivem Polizeischutz am Sonnabend in der Göttinger Innenstadt ihren Wahlkampfstand aufgebaut und Flugblätter verteilt. Dabei kam es zu einer kurzen Rangelei zwischen Demonstranten und Polizei.“ Und dann die Sache mit dem Wirt, der in den Augen der Lokalpresse wie durch ein Wunder zur „Einsicht“ gelangte: „Ihren Stammtisch im Gasthaus Zur Linde am Freitagabend konnten die AfDler nicht abhalten. Wirt Karsten Eckloff hatte die Reservierung storniert. Gegenüber dem ‚Tageblatt’ betonte er: ‚Die möchten wir hier nicht haben.’ Darüber hinaus stellte er mit Blick auf die AfD-Gegner klar: ‚Wir sind hier nicht die rechtsradikale Bude.’ Bei der Tischreservierung sei nicht klar gewesen, dass ‚diese Leute politisch rechtslastig’ seien. Er sei ‚hinters Licht geführt worden’, so Eckloff.“

Wie stark müssen Journalisten, die derart zynisch berichten, vom linken Terror bereits eingeschüchtert sein? Das Verhalten solcher Redakteure kann verstehen, wer die folgende, scheinbar beiläufige Bemerkung aus dem Bericht der „Welt“ zuendedenkt: „Und auch dieser Satz soll gefallen sein: ‚Wenn Du bei der AfD bleibst, dann werden wir Dein Kind morgens zur Schule begleiten.’ Daraufhin habe der Beisitzer die Partei verlassen.“

Eine Anfrage der „Welt“ bei Jürgen Trittin zum Verhalten der Grünen Jugend in seinem Wahlkreis blieb bislang unbeantwortet. Bis auf das „Göttinger Tageblatt“ und die „Welt“ berichtet die Presse zur Stunde noch sehr knapp über den Fall. Dabei darf es nicht bleiben. Denn 5 vor 12 war gestern.

Wo leben wir hier eigentlich?


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