13. August 2013

Grüne und Pädophilie Franz Walters wunderbarer Waschsalon

Ist der Kindersex wirklich Geschichte?

Es gehört im politischen „Geschäft“ schon einiges dazu, noch gieriger auf die Gelder der Steuerzahler zugreifen zu wollen als andere, ihnen noch mehr ins täglichen Leben hineinzupfuschen und verbieten zu wollen und dabei noch selbstgerechter und im Zweifel verlogener zu agieren als die Konkurrenz. Die Grünen liegen auch hier vorne. Aber bemerkenswerter als all ihre Geldgier und Machtgeilheit, ihre Reglementierungssucht und Verbotshuberei, ihre unerschrockene Selbstgerechtigkeit und Politiker-Verlogenheit ist ihre bodenlose Dreistigkeit.

Ihnen, die wie niemand sonst mit dem Zeigefinger nach der katholischen Kirche trachteten, Buße und Reue einforderten und gnadenlos den Oberlehrer rauskehrten, fiel all die Pädophilie auf die eigenen Füße. Täglich kommen neue Widerlichkeiten aus der Frühzeit der Grünen ans Tageslicht. Um Aufarbeitung verdient machten sich kürzlich die bürgerlichen Zeitungen „Frankfurter Allgemeine“ und „Die Welt“, die zuletzt erstmals nicht nur grüne Worte pro Kindersex, sondern pädophile Straftaten im Umfeld der Partei publik machten, namentlich in einer linksalternativen Kommune, die zur „Emmaus-Gemeinschaft“ zählte. Deren Leiter oder besser eine Art Guru war Hermann Meer, gleichzeitig einst im Landesvorstand der nordrhein-westfälischen Grünen aktiv. Meer bekannte sich offen zur Pädophilie, seiner Kommune gehörten 25 Bewohner an. Zehn davon waren Kinder, die von verschiedenen Männern, darunter immer wieder Meer selbst, missbraucht wurden. Die Täter waren oft auch Tagungsgäste aus dem Umfeld von Partei und Bewegung, die Übergriffe fanden fast täglich statt.

Die Grünen, um auf ihre besondere Dreistigkeit zurückzukommen, haben im Mai, als Vertuschen nicht mehr ging, die „Demokratieforscher“ Franz Walter und Stephan Klecha mit der Untersuchung pädophiler Umtriebe in der Frühphase der Partei beauftragt. Der obergrüne Jürgen Trittin und Franz Walter (SPD) kommen zufällig beide aus Göttingen, wo Trittin einst im Kommunistischen Bund aktiv war und Walter und sein Team heute nach grün-roten Vorgaben „forschen“. Gute zehn Wochen bereits wälzen Franz Walter und Stephan Lecha in den schmuddeligen Akten. Jetzt haben sie sich erstmals zu Wort gemeldet, natürlich gleich in der bürgerlichen „FAZ“, die sicher an neue „Enthüllungen“ der beiden Auftragsarbeiter glaubte und gleich eine ganze Zeitungsseite zur Verfügung stellte…

Walter und Lecha nutzten das Forum gestern, um zwei Dinge sehr ausführlich zu beschreiben. Erstens waren die Grünen mit all ihrer Pädophilie-Nähe damals nur Teil des Zeitgeistes. Da konnte sie fast nicht anders. Und zweitens habe es das ja auch in der FDP, namentlich ihrer – was nicht erwähnt wird: damals marxistischen und kurze Zeit später zu den Grünen gewechselten – Jugendorganisation gegeben. Wobei dieser Verweis auf die parteipolitische Konkurrenz die einzige wirkliche Neuigkeit ist, mit der die beiden „Forscher“ nach ihrer intensiven Suche in der grünen Vergangenheit aufwarten können. Über die Grünen erzählen sie nebenbei all das, was ohnehin in den letzten Wochen zum Beispiel über die Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle („BAG SchwuP“) schleppend ans Tageslicht kam. Und dabei „vergessen“ sie noch, die bislang schwerwiegendsten Fälle wie den um Hermann Meer sowie auch den Namen Volker Beck zu erwähnen, was in dem Zusammenhang ein Kunststück ist. Dreist, dreister, die Grünen und ihre „Aufarbeitung“.

Während Beck und Cohn-Bendit „trotz alledem“ (oder gerade deshalb?) seit Jahrzehnten bei den Grünen in Amt und Würden sind, ist die FDP-Politikerin Dagmar Döring wegen eines 34 Jahre alten Artikels aufgrund der Enthüllung der beiden Forscher im Grünen am Wochenende zurückgetreten. Ausgerechnet Döring, die glaubwürdig geltend machen kann, dass sie die damaligen Positionen heute für „völlig inakzeptabel“ und einen „großen Fehler“ hält, der ihr „unsagbar peinlich“ ist. Glaubwürdig deshalb, weil sie anders als die Grünen samt ihrer „Forscher“ nie relativiert hat und zweitens heute selbst verheiratet und Mutter von drei Kindern ist.

Der Rücktritt der Bundestagskandidatin Dagmar Döring ist für die politische Kultur dieses Landes ein schwerer Schlag. Schon bei der „Aufarbeitung der NS-Vergangenheit“ und später auch im „Kampf gegen rechts“ hat sich eingebürgert, uralte falsche Meinungen, oft als sehr junger Mensch geäußert, auch nach vielen Jahrzehnten noch gnadenlos zu sühnen. Während schwerste Straftaten verjähren, bleiben jugendliche Meinungs-Fehltritte ein Leben lang hängen. Es sei denn, man war damals Kommunist, rechtfertigte roten Massenmord und RAF-Terror, verprügelte Polizisten und schmiss Molotow-Cocktails. Wenn man danach in die Grünen eintrat, stand einer steilen Karriere dennoch nichts im Wege. Spätestens die befreundete Journaille würde einen immer „raushauen“.

Walter und Lecha schließen in der „FAZ“ damit, dass die Grünen in der Sache längst ganz besonders „clean“ seien. Was sie, so die fein gestrickte Legende, dem starken Feminismus in der Partei zu verdanken hätten. Womit sie den Bock zum Gärtner erklären. Denn die politische Pädophilie – und wieder einmal schaut die Presse nicht hin und skandalisiert statt dessen mehr als 30 Jahre alte Meinungskamellen – ist heute weiter verbreitet denn je. Nur findet sie längst unter anderen Labeln statt – täglich in deutschen Schulen und Kindergärten. Immer dann, wenn die mal wieder vor allem von den (Roten und) Grünen bestallten Gendertanten und Sexonkels mit ihren Plüschpenissen und Spielvaginas in den Unterricht und zu den Krabbelgruppen kommen, um die Kleinen und Kleinsten über „frühkindliche Sexualität“ aufzuklären und zum Beispiel entsprechende Rollenspiele anregen. Den regenbogenfarbigen Pin mit dem Emblem der BAG SchwuP haben sie lange abgelegt. Die lila Aufschrift auf ihren Sexköfferchen lautet jetzt: Gender Mainstreaming.

Internet

eigentümlich frei, Ausgabe 134, zum Schwerpunktthema: „Grüne, Linke, Kinder und Sex“

Ausländische Journalisten sind zuweilen weniger nachsichtig mit den grünen Umtrieben, hier ein aus russischer Sicht politisch korrekter Bericht des dortigen staatlichen Fernsehens (mit deutschen Untertiteln)


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